Lyrik-Taschenbuch

Nr. 1:   Erick Jansen: Aus den Briefen eines Königs
Nr. 2:   Ernst Meister: Lang oder kurz ist die Zeit
Nr. 3:   Joseph Kopf: verwundetes der sprache
Nr. 4:   Frank Schablewski: Lauffeuerpausen
Nr. 5:   Tuvia Rübner: Stein will fließen
Nr. 6:   Gerhard Neumann: Mögliches Gelände
Nr. 7:   Arthur Rimbaud: Das Trunkene Schiff
Nr. 8:   Michael Guttenbrunner: Schwarze Ruten
Nr. 9:   Reinhard Kiefer: schwärmerlatein oder küchenhebräisch
Nr. 10: Dagmar Nick: Wegmarken
Nr. 11: K. O. Götz: Im Nebel zweier Äxte
Nr. 12: Tchicaya U Tam'si: Welch böses Blut
Nr. 13: Erich Arendt: Feuerhalm
Nr. 14: Emil Barth: Im Morgenlicht meiner Augen
Nr. 15: frei: frei  frei
Nr. 16: Erich Arendt: Bergwindballade
Nr. 17: Rose Ausländer: Der Regenbogen
Nr. 18: Michael Guttenbrunner: Opferholz
Nr. 19: Max Hölzer: Nigredo
Nr. 20: Erich Arendt: Zeitsaum
Nr. 21: Rafal Wojaczek: In tödlicher Not
Nr. 22: Michael Guttenbrunner: Die lange Zeit
Nr. 23: Dagmar Nick: Liebesgedichte
Nr. 24: Paul Wühr: Leibhaftig
Nr. 25: Erich Arendt: Flug-Oden
Nr. 26: Peter Huchel: Chausseen Chausseen
Nr. 27: Alfred Margul-Sperber: Jahreszeiten
Nr. 28: Michael Guttenbrunner: Ungereimte Gedichte
Nr. 29: Frank Schablewski: Mauersegler
Nr. 30: Arthur Rimbaud: Leuchtende Bilder / Illuminations
Nr. 31: Erich Arendt: Gesang der sieben Inseln
Nr. 32: Alfred Gong: Gnadenfrist
Nr. 33: Erich Arendt: entgrenzen
Nr. 34: Rose Ausländer: Grüne Mutter Bukowina
Nr. 35: Hans Weßlowski: Aus weißen Hallen
Nr. 36: Elisabeth Axmann: Spiegelufer  Gedichte 1968-2004
Nr. 37: Alfred Kittner: Der Wolkenreiter  Gedichte 1925-1945
Nr. 38: Alfred Kittner: Wahrheitsspiel  Gedichte 1945-1991
Nr. 39: Jürgen Nendza: und am Satzende das Weiß
Nr. 40: Julia Weiteder-Varga: Scherbennacht
Nr. 41: (vergriffen) Eva Hesse: Lyrik Importe
Nr. 42: (vergriffen) Andreas Altmann: Augen der Worte
Nr. 43: Hans Weßlowski: Was außen wie innen war
Nr. 44: Jörg Stöhrer: Mauerbrüche
Nr. 45: Benjamin Péret: Das große Spiel / Le grand jeu
Nr. 46: Ernst Schönwiese: Antworten in der Vogelsprache
Nr. 47: (vergriffen) Matthias Kehle: Vorübergehende Nähe
Nr. 48: Reinhard Kiefer: nur die fenster im blick
Nr. 49: Christoph Wenzel: zeit aus der karte
Nr. 50: Michael Guttenbrunner: Der Abstieg
Nr. 51: Kubi Wohl: Briefe und Gedichte
Nr. 52: Gerhard Neumann: Splittergelächter  Lyrik und Prosa
Nr. 53: Swantje Lichtenstein: figurenflecken oder: blinde verschickung
Nr. 54: Margot Ehrich: Nachts
Nr. 55: Hans Weßlowski: Die Diva in schwarz
Nr. 56: Margot Ehrich: ich finde aus wohin er ging
Nr. 57: Claudia Gabler: Die kleinen Raubtiere unter ihrem Pelz
Nr. 58: Christoph Leisten: der mond vergebens
Nr. 59: Christian Saalberg: An diesem schönen Todestag im Mai
Nr. 60: Peter Nim: Haiku-Paare
Nr. 61: Sibylle Klefinghaus: ein unbenutztes ohr
Nr. 62: Stefan George: Algabal
Nr. 63: Manfred Winkler: Im Lichte der langen Nacht
Nr. 64: Dusza Czara-Rosenkranz: Gedichte
Nr. 65: Otto Basil: Schon sind wir Mund und Urne
Nr. 66: Peter Horst Neumann: Der Heckenspringer
Nr. 67: Rose Ausländer: Liebesgedichte
Nr. 68: Ulrich Daum (Hrsg.): Spanischsprachige Lyrik aus sechs Jahrhunderten  Teil I
Nr. 69: Ulrich Daum (Hrsg.): Spanischsprachige Lyrik aus sechs Jahrhunderten  Teil II
Nr. 70: Bernhard Albers (Hrsg.): Poème collectif
Nr. 71: David Goldfeld: Der Brunnen
Nr. 72: Immanuel Weißglas: Der Nobiskrug
Nr. 73: Ernst Meister: Der Schnee in deinem Namen  Liebesgedichte
Nr. 74: Ernst Schönwiese: Baum und Träne
Nr. 75: Christian Saalberg: Die unsichtbare Zeit
Nr. 76: Klara Blum: Liebesgedichte
Nr. 77: Elisabeth Axmann: Glykon
Nr. 78: Itzik Manger: Der Prinz der jiddischen Ballade
Nr. 79: Ilana Shmueli: Leben im Entwurf
Nr. 80: Dan Pagis: Erdichteter Mensch
Nr. 81: Echnaton: Der Sonnengesang
Nr. 82: Gerhard Weidmann (Hrsg.): Englischsprachige Lyrik aus vier Jahrhunderten  Teil I
Nr. 83: Bernhard Albers (Hrsg.): Weg der Steinmalven  Poème collectif II

 

 

 
Sebastian Schau
Margot Ehrich
Julia Weiteder-Varga
Hans Weßlowski

Weg der Steinmalven

Poème collectif II
Hrsg. Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 83)
104 S., brosch., erscheint Frühjahr 2013
ISBN 978-3-89086-429-7 ISBN 3890864295
€ 20,-  
 
 

 

der tod starb
als er dich sah
wurde er ein mensch

sei still ganz still
ich erzähle dir von ihm
als ich wurde wie er

nachts sitzt er auf seinem grab
und lauscht ob jemand
etwas sagt

Margot Ehrich

 
Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

 

 

 

 
Dan Pagis
Erdichteter Mensch

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 73)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 80)
ca. 90 S., brosch., erscheint Frühjahr 2013
ISBN 978-3-89086-430-3 ISBN 3890864309
€ 20,-  
 
 

 

Dan Pagis.

Erdichteter Mensch.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Englischsprachige Lyrik
aus vier Jahrhunderten

Teil I

Ausgewählt und übersetzt von Gerhard Weidmann
Zweisprachige Ausgabe englisch / deutsch
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 82)
120 S., brosch., 2013
ISBN 978-3-89086-442-6 ISBN 3890864422
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Was es braucht für eine Prärie

Es braucht für eine Prärie nur Klee und eine Biene,
Etwas Klee und eine Biene,
Und Träumerei.
Träumerei allein wird genügen,
Wenn keine Bienen fliegen.

Emily Dickinson

 
 

Englische Lyrik:
Andrew Marvell (1621–1678)
John Donne (1572–1631)
George Herbert (1593–1633)
George Etherege (1635–1691)
William Blake (1757–1827)
Thomas Moore (1779–1852)
John Keats (1795–1821)
Robert Browning (1812–1889)
Dante Gabriel Rossetti (1828–1882)
Thomas Hardy (1840–1928)
Thomas Hood (1799–1845)
William Henry Davies (1871–1940)
Emily Dickinson (1830–1886)
May Theilgaard Watts (1893–1975)
Christopher Brennan (1870–1932)
Bryan Guinness (1905–1992)
Babette Deutsch (1895–1982)
Sylvia Kantaris (geb. 1936)
Elizabeth Jennings (1926–2001)
Lorma Leigh
Edna St. Vincent Millay (1892–1950)
John Betjeman (1906–1984)
Siegfried Sassoon (1886–1967)
Mary E. Harrison (geb. 1921)
George Barker (1913–1991)
Constance M. M. Scott
Frances Mayo
Philip Larkin (1922–1985)

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Peter Huchel
Chausseen Chausseen

Gedichte
Nachwort von Reinhard Kiefer
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 26)
110 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-478-5 ISBN 3890864783
€ 11,-   beim Verlag bestellen
€ 11,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Peter Huchel, geboren 1903 in Berlin-Lichterfelde, starb 1981 in Staufen (Baden-Württemberg).

Die Gedichtsammlung «Chausseen Chausseen», mit der Peter Huchel 1963 in der Bundesrepublik große Aufmerksamkeit erregte, versammelt Texte aus mehr als zehn Jahren. Sie zeigen einen Autor, der einen völlig eigenen Ton gefunden hat. Die Sprache dieser Gedichte ist vielfach lakonisch und drängt zur Verkürzung, doch hat sie auch einen unübersehbar esoterischen und rätselhaften Charakter. Huchel geht also einen ähnlichen Weg wie Günter Eich oder Ernst Meister. Der Gedichtband besteht aus fünf Abteilungen. Schon hieran zeigt sich, dass statt einer beliebigen Sammlung von Gedichten ein sorgfältig komponiertes Ganzes vorliegt. In diesem stehen die einzelnen Texte nicht isoliert nebeneinander, sondern bilden ein enges Beziehungsgeflecht. Es finden sich Hinweise auf die östliche Landschaft sowie die mediterrane Welt und ihre Mythologie.

 

 

 
Itzik Manger
Der Prinz der jiddischen Ballade

Gedichte
Übertragen aus dem Jiddischen von Rose Ausländer, Alfred Margul-Sperber, Selma Meerbaum-Eisinger und Alfred Kittner
Herausgegeben und mit einem Essay von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 66)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 78)
158 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-445-7 ISBN 3890864457
€ 20,-   beim Verlag bestellen
€ 20,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Der Mönch

Der Weg funkelt silbrig und messergleich
Gräbt er sich tief in die Ebene ein.
Luftspiegelungen. Der Mondenschein.
Und ein finsterer Mönch durchschreitet dies Reich.

Der Frühling, das Kind, die Wiese, der Teich,
Lächeln, berauscht von Duft wie von Wein:
«Tritt in den Bannkreis der Veilchen hinein!»
Aber der Mönch schreitet hager und bleich.

Näher und nah, einen Dolch in der Hand …
Ein Blitz! – blaues Lenzblut bespritzt sein Gewand!
Entsetzt fliehen Kind und Teich übers Feld …

«Dein Blendwerk, o Luzifer, ist nun verweht!»
Er kniet und bekreuzt sich, und vor ihm ersteht
Die andre, ersehnte, die ewige Welt!

 
Niemand weiß genau zu sagen, wer den Ehrentitel «Prinz der jiddischen Ballade» für Itzik Manger erfunden hat und niemand weiß, wann er das erste Mal so genannt wurde. Selten aber wurde ein solcher Ehrentitel mit mehr Berechtigung verliehen als für den jiddischen Dichter, dessen geschliffen funkelnde Lyrik den Leser fasziniert und beglückt.

Geboren wurde er in Czernowitz, der Stadt, die auch der Geburtsort von Rose Ausländer und Paul Celan ist, der Stadt, die als Vielvölkerstadt gerühmt wird, in welcher Menschen mit verschiedensten Religionen, aus unterschiedlichen Kulturen, in fast babylonischem Sprachengewirr, friedlich nebeneinander lebten.

Bukowiner Literaturlandschaft

Titel von und zu Rose Ausländer

Titel von Alfred Margul-Sperber

Titel von Alfred Kittner

 

 

 
Ilana Shmueli
Leben im Entwurf

Gedichte aus dem Nachlaß
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 62)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 79)
102 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-467-9 ISBN 3890864678
€ 20,-   beim Verlag bestellen
€ 20,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Tollen im Neuschnee

blendendes Weiß wie nie wieder
und wie’s frostig im Kindermund schmilzt

Flieder von damals
der Duft verborgener Veilchen
Gras frisch gemäht
glühende Sonne
träumen im Nussbaum
kleine grün-braune Finger
auf rauher Rinde

all das – darf man es nennen

es zieht

es zieht
die Hand meiner Schwester
die so früh wieder losließ

 
Ilana Shmueli, 1924 in Czernowitz geboren, seit 1944 in Israel, arbeitete über lange Jahre als Sozialpädagogin in Tel Aviv. Sie starb im November 2011 in Jerusalem. Im Suhrkamp Verlag liegt ihr Briefwechsel mit Paul Celan vor, im Rimbaud Verlag sind ihre Gedichte «Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt», ihre Erinnerungen «Ein Kind aus guter Familie» und «Zeitläufe – ein Brief» erschienen.

Zuletzt erhielt sie 2009 den Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil.

Theodor Kramer Preis 2009 an Ilana Shmueli

Ilana Shmueli im Lyrik-Kabinett

Alle Titel von Ilana Shmueli

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Klara Blum
Liebesgedichte

Einführung von Zhidong Yang
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 69)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 76)
66 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-479-2 ISBN 3890864791
€ 20,-   beim Verlag bestellen
€ 20,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Czernowitzer Ghetto (I)

Die alten Gäßchen ziehn sich eng zusammen.
Der Boden hinkt und holpert im Zickzack.
Aus schweren Leuchtern zucken kleine Flammen.
Der Witz treibt mit dem Unglück Schabernack.

Die Augen funkeln, doch die Wangen blassen,
Der Kaftan reißt, die Schläfenlocke bebt,
Wenn, halb erstickt in seinen Pariagassen,
Ein Volk noch stöhnend, höhnend weiterlebt.

Die Mauer fiel vor mehr als hundert Jahren,
Und dennoch blieben sie im dumpfen Nest.
Das Elend hielt sie an den Schläfenhaaren
In ihrem engen alten Ghetto fest.

 
Geboren wurde Klara Blum in Czernowitz als Tochter jüdischer Eltern. Mit dem Gedicht «Ballade vom Gehorsam» gewann sie den Literaturpreis der «Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller». In Moskau lernte sie den chinesischen Kommunisten und Theaterregisseur Zhu Xiangcheng kennen, verliebte sich in ihn und verbrachte vier glückliche Monate mit ihm. Dann verschwand er spurlos und für immer. Um ihn zu finden, fuhr sie um die halbe Welt, ging nach Shanghai, seiner Heimatstadt.

In ihrer Lyrik werden verschiedene Epochen reflektiert: das galizische Schtetl mit seinen Märchen und Mythen, das Rote Wien der 20er und beginnenden 30er Jahre, Moskau vor, in und nach dem Zweiten Weltkrieg, die kommunistische Machtübernahme in China.

Klara Blum änderte nicht nur häufig ihre Wohnorte, sondern auch mehrmals ihre Staatszugehörigkeit. Doch an ihrer jüdischen Identität hat sie immer festgehalten, wenn auch die Zeitströmungen sie in verschiedene Richtungen trieben: «Ich bin nicht heimatlos. Ich bin zuhaus / In Ost und West, in jeder Judengasse.»

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Spanischsprachige Lyrik
aus sechs Jahrhunderten

Teil II

Ausgewählt und übersetzt von Ulrich Daum
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 69)
158 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-563-8 ISBN 3890865631
€ 25,-   beim Verlag bestellen
€ 25,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Memento

Wenn ich sterbe,
begrabt mich mit meiner Gitarre
unter dem Sand

Wenn ich sterbe,
zwischen den Orangenbäumen
und den Kräutern.

Wenn ich sterbe,
begrabt mich, wenn ihr wollt,
an einer Wetterfahne.

Federico García Lorca

 
Eine Anthologie der so reichhaltigen Lyrik Spaniens und Lateinamerikas vorzulegen, ist vor allem deshalb ein schwieriges Unterfangen, weil die Kriterien für die Auswahl der Dichter und ihrer Werke nicht einfach festzulegen sind. Die hier vorgelegte Auswahl ist sicher nicht zu 100 % repräsentativ, aber doch insoweit, als sich behaupten läßt, daß die meisten der großen spanischsprachigen Lyriker der letzten sechs Jahrhunderte zu Wort kommen. Für die Auswahl war es von Belang, wie groß der Einfluß der Dichter auf andere war, ob sie die Dichtung ihrer Zeit gut widergespiegelt haben, ob sie in ihrer Zeit bekannt waren oder es noch sind, und – ob ihre Werke dem, der ausgewählt hat, gefallen.

Spanische Lyrik:
Antonio Machado (1875–1939)
Juan Ramón Jiménez (1881–1958)
Fernando Villalón (1881–1990)
Ramón Pérez de Ayala (1881–1962)
José del Río Sainz (1884–1964)
Pedro Salinas (1891–1951)
Jorge Guillén (1893–1984)
Gerardo Diego (1896–1987)
José María Pemán (1897–1981)
Vicente Aleixandre (1898–1984)
Dámaso Alonso (1898–1990)
Federico García Lorca (1898–1936)
Emilio Prados (1899–1962)
Rafael Alberti (1902–1999)
José María Hinojosa (1904–1936)
José Hierro (1922–2002)
Anonymus

Lateinamerikanische Lyrik:
Rubén Darío (Nicaragua, 1876–1916)
Óscar Hahn (Chile, geb. 1938)
Gabriela Mistral (Peru, 1893–1938)
César Vallejo (Peru, 1893–1938)
Jorge Luis Borges (Argentinien, 1899–1986)
Francisco Luis Bernárdez (Argentinien, 1900–1978)
José Gorostiza (Mexiko, 1891–1973)
Javier Villaurrutia (Mexiko, 1903–1950)
Pablo Neruda (Chile, 1904–1973)
Eduardo Carranza (Kolumbien, 1913–1985)
Nicanor Parra (Chile, geb. 1914)
Octavio Paz (Mexiko, 1914–1998)
Ernesto Cardenal (Nicaragua, geb. 1925)
Leopoldo Chariarse (Peru, geb. 1928)
María Elena Walsh (Argentinien, geb. 1930)

Autorenregister der Teilbände I und II

siehe auch Teilband I

 

 

 
Echnaton
Der Sonnengesang

Mit einem Text von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 81)
54 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-443-3 ISBN 3890864430
€ 10,-   beim Verlag bestellen
€ 10,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Du erscheinst schön im Horizont des Himmels,
du lebender Sonnengott, der Anfang des Lebens!
Wenn Du aufgeleuchtet im Osten
erfüllst du jedes Land mit deiner Schönheit.
Du bist schön und groß, glänzend und hoch über allem Land.
Deine Strahlen umarmen die Länder, und alles, was du erschaffen hast

 
Zum ersten Mal in der Geschichte ändert ein Pharao seinen Geburtsnamen in Echnaton, «einer, der wirksam ist für Aton» und übernimmt die persönliche Verantwortung inform von Richtlinien für ein Gesamtkunstwerk.
Große Teile des Gesamtkunstwerks Echnatons sind nach über dreitausend Jahren wie durch ein Wunder, von Naturgewalten unbeschadet, strahlend wieder auferstanden. Herrlich erhalten in den Pylonen Karnaks, im Sand von Amarna und im Grab Tutanchamuns. Wieder ist ein Versteck der Alten Welt entzaubert.
Was wir dagegen hinterlassen, hat keinen ästhetischen Wert. Die Entdeckung unserer Verstecke wird den Ungeborenen apokalyptische Todesqualen bereiten.

Titel von Bernhard Albers

 

 

 
Elisabeth Axmann
Glykon

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 65)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 77)
1 farb. Abb., 62 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-447-1 ISBN 3890864473
€ 20,-   beim Verlag bestellen
€ 20,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Alter Friedhof im Osten

Ein Grab zu finden
ist aussichtslos hier:
Holunder, Pappeln, Brombeergestrüpp
und endlos fällt Regen.

Nasse Blätter bedecken die Schrift,
die Hand die freilegen will
wird von Dornen geritzt

Hirsch und Löwe bröckeln im Stein,
Holunder blüht weiß
vom Himmel
fallen die Wasser der Welt

 
Elisabeth Axmann, geboren 1926 in Sereth, verbrachte ihre Kindheit in der Bukowina, der Moldau und Siebenbürgen. 1944–1946 Flucht, Aufenthalte und verschiedene Tätigkeiten in Rumänien. 1946/47 Abitur, 1947 Studium in Klausenburg. 1954 Heirat und Umzug nach Bukarest, dort bis 1970 Kulturredakteurin bei «Neuer Weg». 1970 Lektorin des Kriterion Verlages. 1972 Redakteurin bei «Neue Literatur». Zahlreiche Übersetzungen. 1977 Flucht aus Rumänien. Seit 1978 hauptsächlich Kunst- und Literaturkritik in rumänischer Sprache.

Alle Titel von Elisabeth Axmann

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Rose Ausländer
Der Regenbogen

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 63)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 17)
140 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-450-1 ISBN 3890864503
€ 20,-   beim Verlag bestellen
€ 20,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Des Geliebten Nächte zu entzünden,
will ich augenspendend süß erblinden.

Des Geliebten Atem zu umkosen,
wandelt sich mein Blut in tausend Rosen.

Des Geliebten Liebe zu erhalten,
möcht’ ich mich in tausend Frauen spalten,

daß er tausendfach nur mich begehre,
alle liebend nur mir angehöre!

 
Rose Ausländer starb am 3. Januar 1988, berühmt, geehrt und von ihren Leserinnen und Lesern geliebt im Nelly-Sachs-Haus und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Düsseldorf beerdigt.

Titel von und zu Rose Ausländer

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Christian Saalberg
Die unsichtbare Zeit

Frühe Gedichte (1963–1985)
Nachwort von Jürgen Brôcan
herausgegeben von Viola Rusche
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 75)
158 S., brosch., 2012
ISBN 978-3-89086-476-1 ISBN 3890864767
€ 25,-   beim Verlag bestellen
€ 25,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Morgengebet eines Poeten

Herr mein Gott, mache, daß ich den Wächtern
entkomme, ohne deren Wissen ich heut Nacht
die mit schwarzen Tüchern verhängten Nischen
im Gemäuer der Infanterie-Kaserne (die
Schaufenster der Schatten) und das schöne
Tor zum Phönix-Park mit Vögeln behängt habe,
deren Lockruf das Schweigen in den fernen Wäldern
aufhorchen läßt und die Reihen der Jäger lichtet,
der Reiter, deren Hellebarden schon Feuer fangen
und denen das Wild im dürren Holz prasselnd
durch die Lappen geht.

 
Christian Saalberg, geboren 1926 in Hirschberg, gestorben im Mai 2006 in Kronshagen bei Kiel. Das Pseudonym Saalberg leitet sich von dem gleichnamigen Ort (dem heutigen Zachełmie) im Riesengebirge her. Im bürgerlichen Leben Rechtsanwalt und Notar. Von 1963 an 23 Gedichtbände, zuletzt 2005 «Offenes Gewässer». 1988 Lenau-Preis, 1990 Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis, 1992 Eichendorff-Preis, 1998 Lyrikpreis der Künstlergilde Esslingen. Zahlreiche Veröffentlichungen in namhaften Literaturzeitschriften.

Titel von Christian Saalberg

Weitere lieferbare Bücher: www.christiansaalberg.de

 

 

 
Ernst Schönwiese
Baum und Träne

(Lyrik-Taschenbuch Nr. 74)
72 S., brosch., 2011
ISBN 978-3-89086-475-4 ISBN 3890864759
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Ich schreibe für den Baum vor meinem Fenster,
und für die Wildtaube, die auf ihm gurrt,
angesichts des Lächelns der Toten
und der Tränen derer, die am Leben blieben.
Baum und Taube,
Lächeln und Träne
sind eins.

 
Ernst Schönwiese, 1905 in Wien geboren, starb 1991 in seiner Geburtsstadt. Vor dem Krieg arbeitete er als Publizist und Dozent. Nach dem Krieg war er Programmdirektor beim Österreichischen Rundfunk, wo er für die Literaturvermittlung große Verdienste erwarb. Zugleich war er als Herausgeber einer Literaturzeitschrift und als Übersetzer tätig.

Alle Titel von Ernst Schönwiese

 

 

 
Immanuel Weißglas
Der Nobiskrug

Gedichte
Nachwort von Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 55)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 72)
80 S., brosch., 2011
ISBN 978-3-89086-486-0 ISBN 3890864864
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Das Überlebensmotto der Bukowiner Dichter Weißglas, Kittner und Rosenkranz in den Todeslagern war die Überzeugung, «daß die in der Erde der Sprache Wurzelnden nimmer gefällt werden können.» Sie waren in Bezug auf Celans Büchnerpreisrede wie «lebende Bücher» – sie lebten und überlebten mit und für ihre Gedichte. Selten hatten sie Schreibutensilien. Doch schrieben und memorierten sie weiter unter unmenschlichsten Bedingungen. Der klassizistische Stil und der «unendliche Besitz der deutschen Sprache» halfen folglich, «den Spund jenes inneren Schreis, den wir, mundgerecht, Gedicht nennen» (Weißglas), zu formulieren. An den konventionellen Formtypus, der ihnen das Überleben in der Unmenschlichkeit gesichert hatte, hielten sie auf den zweiten Blick nicht ungebrochen fest. Es fällt nämlich auf, daß durch ungewöhnliche Reime und Wortwahl eine Hamonie immer wieder in Frage gestellt wird.

Immanuel Weißglas, geboren 1920 in Czernowitz, starb 1979 in Bukarest.

Alle Titel von Immanuel Weißglas

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Rose Ausländer
Liebesgedichte

Hrsg. und Nachwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 54)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 67)
96 S., brosch., 2010
ISBN 978-3-89086-490-7 ISBN 3890864902
€ 15,-   beim Verlag bestellen
€ 15,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Rose Ausländer starb am 3. Januar 1988, berühmt, geehrt und von ihren Leserinnen und Lesern geliebt im Nelly-Sachs-Haus und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Düsseldorf beerdigt.

 
Nur die Liebe

Arbeit wartet auf mich
die ich immer verschiebe
Nur der Flug
berechtigt mein Herz
zu schlagen
Nur der Gedanke der Ewigkeit
unterstützt meinen Atem
Nur die Liebe
erlaubt mir
ein Mensch zu sein
 

Titel von und zu Rose Ausländer

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
David Goldfeld
Der Brunnen

Gedichte
Hrsg. u. Nachwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 51)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 71)
204 S., geb., 2010
ISBN 978-3-89086-496-9 ISBN 3890864961
€ 35,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Anders als von manchen Czernowitzer Dichtern, deren Texte nur per Manuskript oder in Zeitungen und Anthologien überliefert sind, gibt es von David Goldfeld das in Czernowitz erschienene Buch «Der Brunnen». Die Datenlage zu seinem Leben aber kann nur als äußerst dürftig beschrieben werden. Ein Nachlass scheint nicht vorhanden zu sein.

 
Mein Lied ist ein Brunnen, der einsam tönt,
vergessen auf wüstem Feld,
in seiner Dämmertiefe stöhnt
gefangen meine Welt.

Zerfallen liegt lang schon der Hebebaum.
Kein Eimer zur Tiefe sinkt,
an’s Licht zu schöpfen den tönenden Traum,
den Trank, der Kühle bringt.

So kann nichts löschen diesen Brand,
den Schicksal ins Herz mir gab:
Ich stehe dürstend am Brunnenrand
Und lausche bang hinab.
 

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Poème collectif

Hrsg. Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 70)
56 S., brosch., 2009
ISBN 978-3-89086-512-6 ISBN 3890865127
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

Inhalt:

Bernhard Albers
    Der Fall Eva Hesse

Ingram Hartinger / Reinhard Kiefer
    Statt üblicher Nachrichten

Frank Schablewski / Hans Weßlowski
    Dialog

Sibylle Klefinghaus / Swantje Lichtenstein / Rosemarie Zens
    Eine Woche
    Wie es war
    Hüttenbuch

Christoph Wenzel / Christoph Leisten
    und immer wieder dieses falsche erwachen

Jörg Stöhrer / Friedemann Rosdücher
    Spiegelung

Gerrit Wustmann
    engelbertstr., köln

 

 

 
Michael Guttenbrunner
Opferholz

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 18)
96 S., fadengeh. Brosch., 2009
ISBN 978-3-89086-674-1 ISBN 3890866743
bei uns vergriffen!
 
 

 

In den Abruzzen

Wer wandert auf baumlosen Bergen,
über dem Abgrund des Meeres?
Wer sitzt am Fluß
im Tal der Zikaden
und sieht, wie das Licht auf Gipfel
strahlende Füße setzt?
Die Berge rühren sich nicht.
Still wachsen die Schatten der Steine.
Der Saumpfad ist leer, ohne Schritt.
Kein klirrendes Rad rührt den Staub.

 
Alle Titel von Michael Guttenbrunner

 

 

 
Peter Horst Neumann
Der Heckenspringer

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 66)
96 S., fadengeh. Brosch., 2009
ISBN 978-3-89086-524-9 ISBN 3890865240
€ 19,-   beim Verlag bestellen
 
 

Nachruf Nürnberger Zeitung
Nachruf Süddeutsche Zeitung

Frühes Photo der Eltern

Da bin ich
noch nicht dabei,
da waren sie erst verlobt,
da hätten sie’s noch
verhindern können.

Wie gern bin ich da.

 
Peter Horst Neumann, wurde 1936 in Neiße/Oberschlesien geboren. Von 1968 bis 2001 lehrte er als Professor für Literaturgeschichte an den Universitäten Fribourg/Schweiz, Gießen und Erlangen.

Für seine Gedichte erhielt er 1996 den Eichendorff-, 1998 den Nikolaus-Lenau-Preis, 2001 den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen und 2005 den August Graf von Platen Literaturpreis. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er starb 2009 in Nürnberg.

Die Gedichte in diesem Auswahlband erschienen zuvor in den Gedichtbänden mit den Titeln: «Pfingsten in Babylon», «Die Erfindung der Schere», «Auf der Wasserscheide» und «Was gestern morgen war» im Rimbaud Verlag.

Alle Titel von Peter Horst Neumann

 

 

 
Otto Basil
Schon sind wir Mund und Urne

Ausgewählte Gedichte
hrsg. von Christian Teissl
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 65)
96 S., fadengeh. Brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-565-2 ISBN 3890865658
€ 10,-   beim Verlag bestellen
 
 

Rezension Die Welt

Seele des Sommers

Eh die Nacht noch und ihr Volk in Scharen
heilen Hauchs die Zäune überstiegen,
soll der Wein im Schattenkrug versiegen,
Gerten tränkend, die hineingefahren.

Kühl im Beerenbusch. Und wir gewahren
weit hinaus im Auseinanderbiegen,
wo die raunenden Arenen liegen
glüh’nd und dunkel, dürstend und agraren.

Manchmal mit dem Donner der Geräte
um die Erntewagen leise läuten
wie im Orgelbrausen schwarze Messen,

und durch Mohn und Meilenstein die Drähte
golden blinkend nach den Städten deuten
der Paläste mit metallnen Tressen.

 
Otto Basil, 1901 in Wien geboren, starb 1983 in seiner Geburtsstadt.
Seine ersten Gedichte veröffentlichte er mit 18 Jahren, seine frühe erzählende Prosa gilt allgemein als verschollen. Die NS-Zeit verbrachte er, mit Publikationsverbot belegt, in der Inneren Emigration. Unmittelbar nach der Befreiung vom Nationalsozialismus gab er die kurzlebige, doch bedeutende Kulturzeitschrift «Plan» heraus, die Ausgangspunkt einer ganzen Generation österreichischer Schriftsteller war.
Bekannt geworden vor allem als Theater- und Literaturkritiker, durch seine Trakl- und Nestroy-Monographien und durch seinen satirischen Roman «Wenn das der Führer wüßte» (1966), geriet Basil als Lyriker rasch in Vergessenheit. Der vorliegende Band macht sein lyrisches Werk in einer repräsentativen Auswahl wieder zugänglich.

 

 

 
Dusza Czara-Rosenkranz
Gedichte

(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 45)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 64)
76 S., brosch., 2009
ISBN 978-3-89086-566-9 ISBN 3890865666
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Selbstbildnis

Mein Leben ist Sturm
Ich bin Wind,
Atem nur und Hauch
Schein ich mir selber zu sein,
Bald Dichter – bald Kind,
Aber in tiefinnerster Seele allein …
Kenn’ ein Lied, das mich gelehrt,
In Güte alles zu ertragen,
Weiß ein Wort, das in mir wohnt,
Doch kann ich’s niemand sagen,
So eil’ ich durch’s Leben hin
Und bleibe Blick nur und Sinn.

 
Dusza Czara-Rosenkranz’ Biographie liegt weitgehend im Dunkel und ist dermaßen überschattet, dass nur wenig Erhellendes bzw. Greifbares verfügbar ist. Was man weiß ist, dass Dusza Czara Rosenkranz als älteste Schwester von Moses Rosenkranz 1899 in dem nordbukowinischen Ort Berhomet geboren wurde. Über ihre Schulbildung, berufliche Tätigkeit, Lebensumstände und Aufenthaltsorte ist nichts bekannt.
Nach dem Krieg übersiedelte Dusza Czara-Rosenkranz mit ihrem Mann nach Polen, wo sie im Jahre 1971 verstarb.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Claudia Gabler
Die kleinen Raubtiere unter ihrem Pelz

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 57)
64 S., fadengeh. Brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-533-1 ISBN 389086533X
€ 10,-   beim Verlag bestellen
 
 

Rezension Stuttgarter Zeitung

Die Ausstattung unserer Körper machte
diverse Nutzungsvarianten möglich. Wir gingen
die Produktpalette der atmenden Stoffe durch,
fanden Türme, Obelisken und andere Monumente
der Architekturgeschichte. Sie galten als Verbündete
unserer neuen Behausung und wir setzten Türen ein
und ein Guckloch zum Meer. Die Verantwortung für
die Fassadengestaltung gaben wir an das Licht ab,
als wir uns über unsere Flächen erstreckten.

 
So hob sich das Licht aus dem Geklapper
der Muscheln und legte sich auf unseren Flügeln ab.
Wir schlugen die Augen auf, aber seine Quelle
blieb unsichtbar, die Leere zwischen den Wänden
sei etwas anderes als bei den Philosophen –
dachten wir, Strandläufer daheim.

 
Claudia Gabler, geboren 1970 in Lörrach. Studium der Theaterwissenschaft und Publizistik in Berlin. Lyrik, Hörspiele und Stücke. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und beim Funk.

Titel von Claudia Gabler

 

 

 
Stefan George
Algabal

Gedichte
mit einem Nachwort von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 62)
64 S., brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-568-3 ISBN 3890865682
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Fühl ich noch dies erste ungemach ·
Sündig eilte fremden stapfen nach
Der um sie den schönsten traum zerbrach:
Wenn mir neulich vor die sinne tritt
Wie ich früh vom gram am tiefsten litt
Bei den gräbern pochend «führt mich mit»:
Deucht er heut mir fast geschwind und sacht ·
Halt ich dich sogar in milder acht ·
Trübster tröster sohn der nacht!

 
Im Sommer 1891, im Todesjahr Rimbauds, besucht der gänzlich unbekannte Dichter Stefan George (1868–1933) das Schloß Linderhof. Die schöpferische Verwandtschaft, die er zu dem Erbauer des Schlosses, Ludwig II. von Bayern, fühlte, löste in George, wie er schrieb, «heftigen Seelenkatarrh» […]
Zum Zeitpunkt der Schloßbesichtigung arbeitet George an einem schmalen Gedichtband, den er «Algabal» nennen und Ludwig II. widmen wird. Von römischen Soldaten war der vierzehnjährige Algabal im Juni 218 aufgrund seines Priestertums «aus dem Geschlecht des Sonnengottes» (Artaud) und seiner alles überragenden Schönheit auf den Thron gehoben worden. Der Vergleich zu Ludwig liegt auf der Hand; auch Algabal verlegte seine Herrschaft in ein surreales «Unterreich». Während Ludwig allerdings wegen seiner homosexuellen Veranlagung religiöse Gewissensbisse peinigten, war Algabals Wille wirklich absolut. Nichts in dieser Welt ist denkbar ohne den Herrscher, alles untersteht seinem Willen und existiert nur, weil es ihm gefällt.

 

 

 
Erich Arendt
Zeitsaum

Gedichte (1978)
(Sämtliche Gedichte Bd. 9)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 20)
112 S., brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-695-6 ISBN 3890866956
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Augenblicksblind
du liegst
unterm Schafott:

Die gläsernen
Handschuh!
Das Nickel!

Blutätherisch

du liegst

und die Weltnadel tickt

Unterwasserlichtig
am Zeitsaum
du

erreichst dich nicht mehr,
die Tiefe ist
außen …

weltnadelfern

 
Erich Arendt, geboren 1903 in Neuruppin. Bis 1923 Besuch des örtlichen Lehrervereins. 1933 Emigration in die Schweiz, ab 1934 Flucht nach Spanien, Frankreich, Kolumbien. Sommer 1950 Rückkehr nach Europa und Niederlassung in der DDR, gestorben 1984 in Wilhelmshorst.
Im Rimbaud Verlag erschienen bislang die Gedichtbände «Bergwindballade», «Tolú», «Gesang der sieben Inseln», «Flug-Oden», «Ägäis», «Feuerhalm» und «entgrenzen».

Alle Titel von Erich Arendt

 

 

 
Manfred Winkler
Im Lichte der langen Nacht

Neue Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 44)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 63)
120 S., brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-567-6 ISBN 3890865674
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Schneestimmung in Jerusalem

Es schneit wieder nach langer Zeit
allmählich werden die Bäume weiß,
eine weise Schicht von Weiß
bedeckt die Hagelkörnerschicht im Gras

Weiß wird auch das weite Horizontengrau
und nah fallen weiße Flocken leis
mit ihrer kurzbemessenen Zeit auf dich

Der müde Abend naht

Vom Fenster sieht alles
wie ein Märchen aus
das du gläubig erfahren hast einst

Es schneit und schneit und du bist weit
in deine Kind-heit Wind-heit eingeschneit
als wärst du nicht
ein alter Mann
der hinter einem Fenster steht

und in-sich-weilt

 
Manfred Winkler, geboren 1922 in der Bukowina, lebt heute als Schriftsteller und Bildhauer in Jerusalem.

«Manfred Winklers Lyrik lebt aus der Spannung zwischen und der Synthese von Sinnenhaftigkeit und Abstraktion, aus poetischem Drang zum Visionären und zur eigenwilligen Reflexion.»

Hans Bergel

Titel von Manfred Winkler

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Michael Guttenbrunner
Die lange Zeit

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 22)
92 S., brosch., 2008
ISBN 978-3-89086-673-4 ISBN 3890866735
bei uns vergriffen!
 
 

 

Bauernmädchen

Leicht gebeugt unter schweren Bürden
schreiten sie über die Hügel,
barfüßig, auf bloßen Sohlen.
Schleppende Röcke umrauschen lautlose Schritte.
Auf Schultern und Brüsten
leimt nasses Leinen.
Unter den tropfenvollen Haarflechten
glänzen gezähmte Gesichter im Nebelgrau.
Vorüber wallen sie gleich Bildern,
noch feucht vom Gottesfinger
schon in Schweiß gebadet,
gepeitscht, gestriegelt vom Regengusse.

 
Alle Titel von und zu Michael Guttenbrunner

 

 
Kubi Wohl
Briefe und Gedichte

Hrsg. und mit einem Nachwort von Erich Rückleben
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 37)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 51)
96 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-553-9 ISBN 3890865534
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Unsere Helden

Unsere Helden haben keine Namen
und kein Denkmal spricht von ihrer Tat;
einer lichtdurchstrahlten Menschheitszukunft
sind sie erste Opfer: blutige Saat.

Unsere Helden schmiedet man in Ketten
und ihr Leben endet an der Wand;
mit dem Worte Freiheit auf den Lippen
kollern ihre Köpfe in den Sand.

Unsere Helden haben keine Tränen
zum Geleite, wenn die Salve hallt,
nur das Zähneknirschen der Genossen
und ein Fäusteballen hart und kalt.

Unsere Helden, das sind Pioniere
einer rotmessianischen Mission,
unsere Helden, unsere Namenlosen
sind die Fahne flammender Legion.

 
Kubi Wohl, geboren 1911 in dem kleinen Ort Zibau am Rande der Ostkarpaten, starb bereits 1935. Sein literarischer Nachlass ist ein schmales Œuvre. Vieles ging während des Krieges vorloren oder ist verschollen. Seine Gedichte stießen beim Bürgertum auf Ablehnung, bei den Massen des Proletariats auf großen Beifall. 1980 erschien in Haifa (Israel) ein zweisprachiger (deutsch/jiddisch) Band, wofür Alfred Kittner das Vorwort schrieb.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Spanischsprachige Lyrik
aus sechs Jahrhunderten

Teil I

Ausgewählt und übersetzt von Ulrich Daum
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 68)
84 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-555-3 ISBN 3890865550
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Das Leben ein Traum

Nur ein Traum ist das Leben,
doch ein Fiebertraum, der ganz schnell vorbei ist;
wenn man aus ihm erwacht,
erkennt man, daß alles nur Schall und Rauch ist …

Ach, wäre es doch ein langer,
ein langer Traum und ein tiefer!
Ein Traum, der bis zum Tode anhielte! …
Ich träumte wohl von meiner und Deiner Liebe.

Gustavo Adolfo Bécquer

 
Eine Anthologie der so reichhaltigen Lyrik Spaniens und Lateinamerikas vorzulegen, ist vor allem deshalb ein schwieriges Unterfangen, weil die Kriterien für die Auswahl der Dichter und ihrer Werke nicht einfach festzulegen sind. Die hier vorgelegte Auswahl ist sicher nicht zu 100 % repräsentativ, aber doch insoweit, als sich behaupten läßt, daß die meisten der großen spanischsprachigen Lyriker der letzten sechs Jahrhunderte zu Wort kommen. Für die Auswahl war es von Belang, wie groß der Einfluß der Dichter auf andere war, ob sie die Dichtung ihrer Zeit gut widergespiegelt haben, ob sie in ihrer Zeit bekannt waren oder es noch sind, und – ob ihre Werke dem, der ausgewählt hat, gefallen.

Marqués de Santillana (1398–1458)
Antón de Montoró (ca. 1404 – ca. 1480)
Juan de Mena (1411–1456)
Luis de Góngora (1561–1627)
Lope Félix de Vega Carpio (1562–1635)
Francisco Gómez de Quevedo y Villegas (1580–1645)
Esteban Manuel de Villegas (1589–1669)
Pedro Cálderón de la Barca (1600–1681)
Juan de Iriarte (1702–1771)
José de Cadalso (1741–1782)
Félix María Samaniego (1745–1801)
Juan Meléndez Valdés (1754–1817)
Manuel José Quintana (1772–1857)
Ángel Saavedra Duque de Rivas (1791–1865)
José de Espronceda (1808–1842)
Gustavo Adolfo Bécquer (1836–1870)
Domingo Rivero (1862–1929)
Miguel de Unamuno (1864–1936)

siehe auch Teilband II

 

 

 
Sibylle Klefinghaus
ein unbenutztes ohr

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 61)
104 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-572-0 ISBN 3890865720
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

neujahr

wie viele familien mit haustieren
schlendern auch wir unbeholfen
durch das land und malen uns aus,
wie reisen sein könnte: dunkel, erfrischend,
ohne die mühen von essen und schlafen,
geldwechsel und schaffnerbestechung.
wir besitzen gar keine koffer, wir haben
nur einander und dann hat noch
jeder sich selbst und das scheint
genug für den anfang

Sibylle Klefinghaus, geboren 1949 in Lüdenscheid; medizinische Ausbildung, Studium der Ethnologie, Religionswissenschaft und Amerikanistik in Berlin. Seit Mitte der achtziger Jahre lange Auslandsaufenthalte in Tunesien, Jemen, Kenia sowie Zentralafrika. Lebt jetzt im Oderbruch nahe der polnischen Grenze; Publikationen: Das Kopfdromedar (Berlin 1980); Tribut der schriftkundigen Stämme (Kellner Verlag, 1983); Der zarte unsichtbare Kompass (Berlin, 1991).

Titel von Sibylle Klefinghaus

 

 

 
Peter Nim
Haiku-Paare

Nachwort von Walter Gebhard
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 60)
96 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-579-9 ISBN 3890865798
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Mundet färberblau
Hoch im Sommer   tief im Wald
Zartes Rot zuerst

 

Tags gestutzter Kirsch  
Unter tausend Blüten stehn
Nachts wir lichtbestürzt

Peter Nim, 1943 bei Höxter geboren, Lyriker aus dem Rheinland («Flaggstatt», Köln 1980) und Verfasser experimenteller Texte («Litanien», Paris 1984), schreibt neben Aphorismen («Post aus dem Vorgebirge», Köln 1985) und Spruchdichtung auch seit Jahrzehnten Kurzgedichte in der Form des japanischen Haiku («Jahr und Tag», 136 Haikus, München 1996, zweisprachig bei édition Delatour in Vorb.). Lebt nach Universitätsjahren und Wanderleben überwiegend in Frankreich, wo sein erster zweisprachiger Gedichtband, von Robert Marteau übersetzt, bei Atelier La Feugraie erschienen («Essor», St. Pierre La Vieille, 1998).

Titel von Peter Nim

 

 

 
Swantje Lichtenstein
figurenflecken oder: blinde verschickung

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 53)
104 S., brosch., 2006
ISBN 978-3-89086-587-4 ISBN 3890865879
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

dran glauben

gewichtloses meinen einer trauer
grachtenlang rettet die verdünnung
deine hüfte, die leugnung eines
gedanken, der aus dem bau kommt.

im rothaus am see vom wohnwagen aus
guckst du, kühe, die salz leckend grasend
           den wald stärken.

 
Swantje Lichtenstein, geb. 1970 in Tübingen. Promotion in Germanistik. Lebt nach Auslandslektorat in New Delhi, Indien in Köln. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.

 

 

 
Christian Saalberg
An diesem schönen Todestag im Mai

Gedichte
Nachwort von Jürgen Brôcan
Hrsg. von Viola Rusche
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 59)
112 S., brosch., 2006
ISBN 978-3-89086-580-5 ISBN 3890865801
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Das war mein Tag

Bin aufgestanden habe gegurgelt
habe mich rasiert

Sah am Fenster wie ein Geschoß vorüberflog

Das war die Sonne
Das war mein Leben

Das ich noch einmal sehen kann
bevor morgen ein Stein

meinen Namen trägt

 
Christian Saalberg, geboren 1926 in Hirschberg, gestorben im Mai 2006 in Kronshagen bei Kiel. Das Pseudonym Saalberg leitet sich von dem gleichnamigen Ort (dem heutigen Zachełmie) im Riesengebirge her. Im bürgerlichen Leben Rechtsanwalt und Notar. Von 1963 an 23 Gedichtbände, zuletzt 2005 «Offenes Gewässer». 1988 Lenau-Preis, 1990 Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis, 1992 Eichendorff-Preis, 1998 Lyrikpreis der Künstlergilde Esslingen. Zahlreiche Veröffentlichungen in namhaften Literaturzeitschriften.

Titel von Christian Saalberg

Weitere lieferbare Bücher: www.christiansaalberg.de

 

 

 
Christoph Leisten
der mond vergebens

Gedichte aus zehn Jahren
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 58)
76 S., brosch., 2006
ISBN 978-3-89086-584-3 ISBN 3890865844
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

tasten, worauf die buchstaben längst abgetragen sind
in ferne räume, wo sie von bildschirmen leuchten

in immer neuen variationen deiner worte,
die fremde augen wärmen und weiten, während

du weiterschreibst, blindlings wissend vor schmerz
und glück, zwischen trance und tränen die ganze nacht,

für die du zu müde bist, bis du davon erwachst,
im schatten des lichts, dass die bewegung deiner finger

all deine vielen facetten ins gegenüber schleift
und wieder zu dir zurück, wo du dich beginnen kannst,

tief unter den unsichtbaren zeichen, die sich dir zutragen,
leise und leicht, um dich hinüber ins freie zu tasten.

 
Christoph Leisten, geboren 1960, Lyriker, Essayist und Prosaautor, publizierte nach seinem Lyrikdebüt unter dem Titel «entfernte nähe» (2001) im Rimbaud Verlag die Bände «in diesem licht» (Gedichte) und «Marrakesch, Djemaa el Fna» (Prosa).

«Es geht um ein Abtasten der alltäglichen Topographien nach neuer Intensität. Das Licht dieser Texte sind die Reflexe von Spiegelungen, ein helldunkles Zwielicht auch, das seismographisch Verwandlungen anzeigt.»

Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung

Lesungen

Weitere Titel von Christoph Leisten

 

 

 
Margot Ehrich
ich finde aus wohin er ging

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 56)
64 S., brosch., 2006
ISBN 978-3-89086-586-7 ISBN 3890865860
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Weitere Titel von Margot Ehrich

 

 

 
Alfred Gong
Gnadenfrist

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 16)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 32)
76 S., brosch., 2006
ISBN 978-3-89086-733-5 ISBN 3890867332
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Alfred Liquornik, geboren 1920 in Czernowitz, verließ 1946 seine Heimat und lebte in Wien bis 1951, dann übersiedelte er in die USA, wo er sich 1957 unter dem Namen Alfred Gong einbürgern ließ. Er war Mitarbeiter deutsch-amerikanischer Zeitschriften. 1981 starb er in New York.

Neben Weißglas gehörte Gong zum Kreis der gleichaltrigen Jugendfreunde Paul Celans.

Weitere Titel von Alfred Gong

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Christoph Wenzel
zeit aus der karte

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 49)
74 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-633-8 ISBN 3890866336
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

Rezension Macondo

im spiel die bewegung von klappen
und tasten
zunächst: luftstrom und anschlag
dann die leerstelle zwischen erregung und klang

in erwartung des tons
nähen die blicke den musiker
ans instrument: finger
und mund im spiel

mit dem körper

 
Christoph Wenzel, 1979 in Hamm/Westf. geboren, lebt in Aachen. Studium der Literatur- und Sprachwissenschaften. Verschiedene Nachwuchs- und Förderpreise, Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift [SIC].

Titel von Christoph Wenzel

 

 

 
Hans Weßlowski
Die Diva in schwarz

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 55)
84 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-619-2 ISBN 3890866190
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Hans Weßlowski, geboren 1954 in Gößlitz, lebt in Hagen. Sein erster Gedichtband «Ausgesprochenes Dunkel» erschien 1995. Seine Gedichte sind voll dunkler beunruhigender Bilder, deren Stimmungsgehalt an Trakl erinnert. Es ist eine sprachlich präzise Lyrik, die in seelische Grenzbereiche vorstößt.

Weitere Titel von Hans Weßlowski

 

 

 
Margot Ehrich
Nachts

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 54)
76 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-620-8 ISBN 3890866204
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

 

 

 

 
Max Hölzer
Nigredo

Gedichte (1962)
Nachwort Wieland Schmied
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 19)
72 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-852-3 ISBN 3890868525
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

An diesem Morgen war ich viel zu reich
ich suchte dich
jenseits der fliehenden Wolken

Weide
Gerten bis über die Brust

Wie sollte dein niedergerungenes
Lachen
im Blau sich abbilden.

 
Max Hölzer, geboren 1915 in Graz, gestorben 1984 in Paris, gab mit Edgar Jené 1950 bis 1952 die Surrealistischen Publikationen heraus, in denen erstmals nach dem Krieg Übersetzungen von Breton, Péret, Lautréamont u.a. erschienen. In den 50er Jahren war Hölzer einer der wenigen Lyriker deutscher Sprache, die den Surrealismus in selbständiger Weise für sich nutzbar machten. Später wandte er sich u.a. dem Studium der Kaballa zu, das große Bedeutung für seine lyrische Produktion gewann. Das bislang zerstreute lyrische Werk Hölzers erscheint im Rimbaud Verlag.

Zur gebundenen Erstausgabe

Alle Titel von Max Hölzer

 

 

 
Erich Arendt
entgrenzen

Gedichte (1981)
(Sämtliche Gedichte Bd. 10)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 33)
136 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-694-9 ISBN 3890866948
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Erich Arendt hat seinen letzten Gedichtband 1981, nur drei Jahre vor seinem Tod, entgrenzen genannt und man kann das Wort als die umfassende, große Metapher für sein Dasein und Dichten nehmen. Wort, Begriff, Vision, wie man nun will, Begrenzungen des Ortes, der Zeit und der Lebensumstände, günstige wie widrige, zu durchbrechen; Kreuzpunkte zu spüren, zu erkennen, andere Wege zu gehen als alle anderen, Gegebenes nicht hinzunehmen, nicht dieses verflixte Gebundensein auch an das einmal gefundene Wort, selbst den geglückten Vers entgrenzen.

Gerhard Wolf

Erich Arendt, geboren 1903 in Neuruppin. Bis 1923 Besuch des örtlichen Lehrervereins. 1933 Emigration in die Schweiz, ab 1934 Flucht nach Spanien, Frankreich, Kolumbien. Sommer 1950 Rückkehr nach Europa und Niederlassung in der DDR, gestorben 1984 in Wilhelmshorst.
Im Rimbaud Verlag erschienen bislang die Gedichtbände «Bergwindballade», «Tolú», «Gesang der sieben Inseln», «Flug-Oden», «Ägäis», und «Feuerhalm».

Alle Titel von Erich Arendt

 

 

 
Gerhard Neumann
Splittergelächter

Lyrik und Prosa
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 52)
76 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-632-1 ISBN 3890866328
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Stosslüfter

Stündlich
in Fünfminutentakten
der Aufbruch frierenden Himmels: seine

Trecks schleudern Graupeln gegen
die Stirn, Armeen,
von Mirnicht erwartet,
ihm, der vergeblich

den Zuruf gewählt:
das Splittergelächter.
Keinmehr auch lässt er sich rufen.

 
Gerhard Neumann (geb. 1928 in Rostock, gest. 25. Juni 2002 in Hamburg) galt in den fünfziger Jahren als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der jüngeren Generation.

Weitere Titel von Gerhard Neumann

 

 

 
Michael Guttenbrunner
Der Abstieg

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 50)
100 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-847-9 ISBN 3890868479
bei uns vergriffen!
 
 

 

Der Abstieg

Unter dir
immer wieder
ein tiefer
stehender Wirbel;
nie ein Fuß.

 
Weitere Titel von Michael Guttenbrunner

 

 

 
Reinhard Kiefer
nur die fenster im blick

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 48)
80 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-635-2 ISBN 3890866352
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Reinhard Kiefer, 1956 in Nordbögge (Westfalen) geboren, studierte Literaturwissenschaft. Er ist Herausgeber der Sämtlichen Gedichte Ernst Meisters. Kiefer lebt in Aachen.

Weitere Titel von Reinhard Kiefer

 

 

 
Matthias Kehle
Vorübergehende Nähe

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 47)
72 S., brosch., veränderte Neuausgabe 2005
ISBN 978-3-89086-637-6 ISBN 3890866379
€ 15,-   Bei uns nicht mehr lieferbar
 
 

 

Matthias Kehle, geboren 1967, lebt als freier Journalist und Schriftsteller in Karlsruhe. Er studierte in Heidelberg und Karlsruhe Germanistik und Soziologie, 1994 bis 2001 Soziologe an der Karlsruher Universität. Wissenschaftliche Publikationen. Seit 1987 zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk, mehrere Bücher, Herausgebertätigkeit. Daneben Reportagen, Feuilletons und Kritiken in vielen Tageszeitungen und Magazinen.

Matthias Kehle erhielt für seine Gedichte das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg.

Titel von Matthias Kehle

 

 

 
Ernst Schönwiese
Antworten in der Vogelsprache

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 46)
88 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-644-4 ISBN 3890866441
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Ernst Schönwiese, 1905 in Wien geboren, starb 1991 in seiner Geburtsstadt. Vor dem Krieg arbeitete er als Publizist und Dozent. Nach dem Krieg war er Programmdirektor beim Österreichischen Rundfunk, wo er für die Literaturvermittlung große Verdienste erwarb. Zugleich war er als Herausgeber einer Literaturzeitschrift und als Übersetzer tätig.

Die Gedichte «Antworten in der Vogelsprache» von Ernst Schönwiese geben uns allen Antwort. «Vergiß dein eignes Geschwätz – und das Märchen ist Wirklichkeit»

Der besondere Reiz dieser späten Gedichte liegt in ihrer vollen Reife und Altersweisheit. Der Grand Old Man der österreichischen Lyrik, der Präsident des PEN-Zentrums war, beeindruckt vor allem durch Vitalität; auch das, was weise klingt, wirkt kein bißchen müde.

 

 

 
Arthur Rimbaud
Leuchtende Bilder / Illuminations

Gedichte (französisch / deutsch)
(Werke Band 4)
übertragen von Reinhard Kiefer und Ulrich Prill
mit Anmerkungen von Claude Jeancolas
und einem Text von Michel Butor
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 30)
164 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-870-7 ISBN 3890868703
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Rimbaud, geboren 1854 in Charleville, gestorben 1891 in Marseille, verfaßte sein poetisches Werk zwischen dem 15. und (vermutlich) 20. Lebensjahr.

Weitere Titel von und zu Arthur Rimbaud

 

 

 
Arthur Rimbaud
Das Trunkene Schiff

Gedichte
(Werke Band 1)
übertragen von Thomas Eichhorn
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 7)
128 S., brosch., 5. Aufl. 2010
ISBN 978-3-89086-871-4 ISBN 3890868711
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Wenn ich noch Sehnsucht nach Europas Wassern habe,
Dann nach dem schwarzen Tümpel, wo im Abendschein
Voll süßem Duft ein kauernder, trauriger Knabe
Mit Schiffchen spielt, wie Frühlingsschmetterlinge fein.

Ich kann, ihr Wellen, eingehüllt in euer Schlagen,
Nicht mehr im Kielwasser der Baumwollschiffe ziehn,
Noch den Hochmut der Fahnen und Wimpel ertragen,
Noch des Brückenboots schrecklichen Augen entfliehn.

 

Rimbaud, geboren 1854 in Charleville, gestorben 1891 in Marseille, verfaßte sein poetisches Werk zwischen dem 15. und (vermutlich) 20. Lebensjahr.
Die Gedichte dieses Bandes entstanden zwischen 1869 und 1872. Er ist der erste der Neuübersetzung.

Thomas Eichhorn erhielt für seine Neuübersetzung den André-Gide-Preis für deutsch-französische Literaturübersetzungen.

Weitere Titel von und zu Arthur Rimbaud

 
Michael Guttenbrunner
Schwarze Ruten

Gedichte (1947)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 8)
64 S., fadengeh. Brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-769-4 ISBN 3890867693
bei uns vergriffen!
 
 

 

Michael Guttenbrunner wurde 1919 in Althofen in Kärnten geboren. Er starb 2004 in Wien.

Veröffentlichungen: «Schwarze Ruten» Gedichte 1947. «Spuren und Überbleibsel» Prosa. «Schmerz und Empörung» Anthologie. «Opferholz» Gedichte 1959. «Die lange Zeit» Gedichte 1965. «Der Abstieg» Gedichte 1975.

Alle Titel von Michael Guttenbrunner

 

 

 
Benjamin Péret
Das große Spiel / Le grand jeu

Ausgewählte Gedichte
(französisch/deutsch)
Übersetzt von Heribert Becker
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 45)
120 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-652-9 ISBN 3890866522
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Benjamin Péret, geb. 1899 in Rezé bei Nantes. Er schloß sich 1920 den Pariser Dadaisten an und war 1924 Gründungsmitglied der Pariser Surrealistengruppe. 1929 tritt er eine Reise mit seiner brasilianischen Frau nach Rio de Janeiro an, wird aber schon 1931 wegen subversiver Aktivitäten des Landes verwiesen. Von 1936 bis 1937 kämpft er im spanischen Bürgerkrieg. 1941 flieh er aus Frankreich nach Mexiko, wo er sich politisch betätigt und mit den Indianerkulturen Mesoamerkias beschäftigt. 1947 kehrt Péret nach Paris zurück, wo er 1959 stirbt.

Über Benjamin Péret

 

 

 
Jörg Stöhrer
Mauerbrüche

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 44)
74 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-653-6 ISBN 3890866530
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Die Mauerbrüche dort
lassen Fenster offen.

Dahinter –
Weltlandschaften.

Wellenschlag lockt.

Ich ahne dich –
daß Du Gestalt annimmst!

 

 

 
Hans Weßlowski
Was außen wie innen war

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 43)
68 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-655-0 ISBN 3890866557
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 
 
Julia Weiteder-Varga
Scherbennacht

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 40)
68 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-656-7 ISBN 3890866565
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Erbe

Ein Wort noch

Dann kehren die Gedanken
in sich zurück

Im Kern
wo der Anfang mit dem Ende
kokettiert
wo das Ende über den Anfang
stolpert
leben die Rätsel noch

Ein Wort

 
Julia Weiteder-Varga, 1943 in Budapest (Ungarn) geboren, macht nach dem Abitur eine Ausbildung als Grafikerin und später Ausstellungsmacherin. 1980 übersiedelt sie nach Deutschland. Heute lebt sie in Herzogenrath bei Aachen. Seit 1986 schreibt sie auch in deutscher Sprache. Ihr erster Gedichtband «Statt Wortcontainer» erschien 1991.

 

 

 
Elisabeth Axmann
Spiegelufer

Gedichte 1968–2004
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 22)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 36)
96 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-678-9 ISBN 3890866786
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Elisabeth Axmann, geboren 1926 in Sereth, verbrachte ihre Kindheit in der Bukowina, der Moldau und Siebenbürgen. 1944–1946 Flucht, Aufenthalte und verschiedene Tätigkeiten in Rumänien. 1946/47 Abitur, 1947 Studium in Hermannstadt. 1954 Heirat und Umzug nach Bukarest, dort bis 1970 Kulturredakteurin bei «Neuer Weg». 1970 Lektorin des Kriterion Verlages. 1972 Redakteurin bei «Neue Literatur». Zahlreiche Übersetzungen. 1977 Flucht aus Rumänien. Seit 1978 hauptsächlich Kunst- und Literaturkritik in rumänischer Sprache.

Alle Titel von Elisabeth Axmann

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Kittner
Der Wolkenreiter

Gedichte 1925–1945
Hrsg. und Nachwort von Edith Silbermann und Amy Colin
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 18)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 37)
96 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-699-4 ISBN 3890866999
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Unter den unmenschlichsten Bedingungen hat Kittner nicht aufgehört, Gedichte zu schreiben. Die poetische Bewältigung der ihn umzingelnden feindlichen Realität wurde zum Rettungsring aus der Flut des Grauens.

Alfred Kittner, geboren 1906 in Czernowitz (Bukowina) lebte seit 1981 als freier Schriftsteller in Düsseldorf, wo er 1991 starb.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Kittner
Wahrheitsspiel

Gedichte 1945–1991
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 27)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 38)
96 S., brosch., 2005
ISBN 978-3-89086-666-6 ISBN 3890866662
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 
 
Jürgen Nendza
und am Satzende das Weiß

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 39)
60 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-657-4 ISBN 3890866573
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Jürgen Nendza, geb. 1957 in Essen, lebt in Aachen und Vaals/NL. Studium der Germanistik und Philosophie, Promotion. Herausgaben, Hörspiele, Features. Zuletzt erschienen die Erzählung «Eine andere, eine Nacht» (2002) und der Gedichtband «Haut und Serpentine» (2004). Für seine Gedichte erhielt er verschiedene literarische Auszeichnungen, u.a. den Lyrikpreis Meran.

 

 

 
Rose Ausländer
Grüne Mutter Bukowina

Ausgewählte Gedichte und Prosa
Hrsg. Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 20)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 34)
176 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-677-2 ISBN 3890866778
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Als Rose Ausländer – mit Mädchenname Rosalie Scherzer – am 11. Mai 1901 zur Welt kam, galt Czernowitz, die Hauptstadt des Kronlandes Bukowina, als das bedeutendste deutschsprachige Kulturzentrum im Osten der Habsburger Doppelmonarchie. Viele Juden, die insgesamt mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, lasen deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, interessierten sich für Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Literatur und Philosophie. Man sprach zum großen Teil allerdings ein Deutsch, auf das freilich verschiedene anderssprachliche Einflüsse abgefärbt hatten, das durch neue Wortbildungen und Redewendungen jedoch auch bereichert worden war. Anderthalb Jahrhunderte war die Bukowina eine Heimstätte jüdisch-deutscher Symbiose.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Hans Weßlowski
Aus weißen Hallen

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 35)
60 S., brosch., 2003
ISBN 978-3-89086-689-5 ISBN 3890866891
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Hans Weßlowski, geboren 1954 in Gößlitz, lebt in Hagen. Sein erster Gedichtband «Ausgesprochenes Dunkel» erschien 1995. Seine Gedichte sind voll dunkler beunruhigender Bilder, deren Stimmungsgehalt an Trakl erinnert. Es ist eine sprachlich präzise Lyrik, die in seelische Grenzbereiche vorstößt.

Weitere Titel von Hans Weßlowski

 

 

 
Erich Arendt
Flug-Oden

Gedichte (1959)
(Sämtliche Gedichte Bd. 5)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 25)
96 S., brosch., 2002
ISBN 978-3-89086-726-7 ISBN 389086726X
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Erich Arendt, geboren 1903 in Neuruppin. Bis 1923 Besuch des örtlichen Lehrervereins. 1933 Emigration in die Schweiz, ab 1934 Flucht nach Spanien, Frankreich, Kolumbien. Sommer 1950 Rückkehr nach Europa und Niederlassung in der DDR, gestorben 1984 in Wilhelmshorst.
Im Rimbaud Verlag erschienen bislang die Gedichtbände «Bergwindballade», «Tolú», «Gesang der sieben Inseln», «Flug-Oden», «Ägäis», und «Feuerhalm».

Alle Titel von Erich Arendt

 

 

 
Erich Arendt
Gesang der sieben Inseln

Gedichte (1957)
(Sämtliche Gedichte Bd. 4)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 31)
108 S., brosch., 2002
ISBN 978-3-89086-711-3 ISBN 3890867111
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Erich Arendt, geboren 1903 in Neuruppin. Bis 1923 Besuch des örtlichen Lehrervereins. 1933 Emigration in die Schweiz, ab 1934 Flucht nach Spanien, Frankreich, Kolumbien. Sommer 1950 Rückkehr nach Europa und Niederlassung in der DDR, gestorben 1984 in Wilhelmshorst.
Im Rimbaud Verlag erschienen bislang die Gedichtbände «Bergwindballade», «Tolú», «Gesang der sieben Inseln», «Flug-Oden», «Ägäis», und «Feuerhalm».

Alle Titel von Erich Arendt

 

 

 
Frank Schablewski
Mauersegler

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 29)
60 S., brosch., 2. Aufl. 2005
ISBN 978-3-89086-745-8 ISBN 3890867456
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Frank Schablewski (geb. 1965) lebt in Düsseldorf. 2001 wurde er nach Israel eingeladen an einem Künstleraustausch teilzunehmen. Mehrere Monate bereiste er die Städte und Landschaften des Nahen Ostens, traf mit Künstlern und Intellektuellen des Landes zusammen. In dieser Zeit sind die Gedichte des Buches entstanden an den Nahtstellen von Okzident und Orient, von Wallfahrtsorten und Wüsten, Kibbuz und Tel Aviv.

Vita und weitere Titel von Frank Schablewski

Lesungen

 

 
Michael Guttenbrunner
Ungereimte Gedichte

(1959)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 28)
100 S., brosch., 2002
ISBN 978-3-89086-746-5 ISBN 3890867464
bei uns vergriffen!
 
 

 

Michael Guttenbrunner, geb. 7. September 1919 in Althofen in Kärnten. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, war er früh zur Selbstständigkeit gezwungen. Er war auch früh politisch aktiv: Wegen illegaler Betätigung für die sozialdemokratische Partei wurde er im «Ständestaat» 1935 verhaftet. 1938 wurde er in Wien wegen regimefeindlichen Verhaltens von der Ausbildung zum Graphiker ausgeschlossen, seine Einberufung 1940 hinderte ihn nicht an der Beibehaltung seiner regimekritischen Haltung. Nach dem Krieg war er wiederum ein unbequemer Zeitgenosse, war in verschiedenen Berufen tätig. Seine erste literarische Veröffentlichung datiert von 1947. Er schrieb keine «moderne» Literatur. Sein Vorbild war Karl Kraus. Er blieb mit Absicht ein Außenseiter des Literaturbetriebes, er war zu keinen Kompromissen bereit. Michael Guttenbrunner lebte seit 1954 in Wien, wo er am 12. Mai 2004 starb.

Veröffentlichungen: «Schwarze Ruten» Gedichte 1947. «Spuren und Überbleibsel» Prosa. «Schmerz und Empörung» Anthologie. «Opferholz» Gedichte 1959. «Die lange Zeit» Gedichte 1965. «Der Abstieg» Gedichte 1975.

Weitere Titel von Michael Guttenbrunner

 

 

 
Alfred Margul-Sperber
Jahreszeiten

Ausgewählte Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 11)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 27)
64 S., brosch., 2002
ISBN 978-3-89086-741-0 ISBN 3890867413
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Der Autor wurde 1898 in Storoshinetz (Bukowina) geboren und starb 1967 in Bukarest

Weitere Titel von Alfred Margul-Sperber

 

 

 
    Paul Wühr
Leibhaftig

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 24)
108 S., brosch., 2001
ISBN 978-3-89086-724-3 ISBN 3890867243
€ 20,-   beim Verlag bestellen

Jörg Drews

Paul Wühr

 
Paul Wühr, geboren 1927, lebt in München und Passignano, Italien.

Rezension Süddeutsche Zeitung

Rezension literaturkritik

Weitere Titel von und zu Paul Wühr

 

 
Dagmar Nick
Liebesgedichte

(Lyrik-Taschenbuch Nr. 23)
96 S., brosch., 2001
ISBN 978-3-89086-778-6 ISBN 3890867782
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Dagmar Nick, geboren 1926 in Breslau. Ab 1933 in Berlin. Sie gehört neben Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer und Hilde Domin zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Sie lebt heute in München.

Gedichtbände: «Märtyrer» 1947, «Das Buch Holofernes» 1955, «In den Ellipsen des Mondes» 1959, «Zeugnis und Zeichen» 1969, «Fluchtlinien» 1978, «Gezählte Tage» 1986.
Außerdem verfaßte sie erzählende Prosa, Reiseberichte und Hörspiele.

Auszeichnungen u.a.: Liliencron-Preis der Stadt Hamburg 1948, Eichendorff-Literaturpreis 1966, Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis 1970, Roswitha-von-Gandersheim-Medaille 1977, Tukan-Preis der Stadt München 1981, Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen 1986, Schwabinger Kunstpreis für Literatur der Stadt München 1987, Andreas-Gryphius-Preis 1993, Silbermedaille «München leuchtet» der Landeshauptstadt München 2001, Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth 2002, Ernst-Hoferichter-Preis 2006, Bayerischer Verdienstorden 2006, Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2009.
Seit 1990 erscheint ihr Werk im Rimbaud Verlag.

Weitere Titel von Dagmar Nick

 
Rafał Wojaczek
In tödlicher Not

Ausgewählte Gedichte
Aus dem Polnischen und mit einem Nachwort von Gregor Simonides und Tobias Rößler
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 21)
96 S., brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-762-5 ISBN 3890867626
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Rafał Wojaczek (1945–1971) war eine schillernde, skandalumwitterte Persönlichkeit: Alkoholiker, Rebell, «Breslauer Rimbaud», Bohèmien und Streuner, «Clochard an den schmutzigen Kanälen der Oder» und Selbstmörder.
Unabhängig von den Masken, die er trug und den Rollen, die er spielte, fühlte sich Wojaczek schon früh als Künstler.

 

 
Erich Arendt
Bergwindballade

Gedichte des spanischen Freiheitskampfes (1952)
(Sämtliche Gedichte Bd. 2)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 16)
120 S., brosch., 2004
ISBN 978-3-89086-697-0 ISBN 3890866972
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Erich Arendt, geboren 1903 in Neuruppin. Bis 1923 Besuch des örtlichen Lehrervereins. 1933 Emigration in die Schweiz, ab 1934 Flucht nach Spanien, Frankreich, Kolumbien. Sommer 1950 Rückkehr nach Europa und Niederlassung in der DDR, gestorben 1984 in Wilhelmshorst.
Im Rimbaud Verlag erschienen bislang die Gedichtbände «Bergwindballade», «Tolú», «Gesang der sieben Inseln», «Flug-Oden», «Ägäis», und «Feuerhalm».

Alle Titel von Erich Arendt

 

 

 
Emil Barth
Im Morgenlicht meiner Augen

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 14)
88 S., brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-764-9 ISBN 3890867642
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Emil Barth, geboren 1900 in Haan, gestorben 1958 in Düsseldorf, war Mitbegründer der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Mitglied des PEN sowie Träger zahlreicher wichtiger Literaturpreise.

Weitere Titel von Emil Barth

 
Erich Arendt
Feuerhalm

Gedichte (1973)
(Sämtliche Gedichte Bd. 7)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 13)
76 S., brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-763-2 ISBN 3890867634
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Erich Arendt, geboren 1903 in Neuruppin. Bis 1923 Besuch des örtlichen Lehrervereins. 1933 Emigration in die Schweiz, ab 1934 Flucht nach Spanien, Frankreich, Kolumbien. Sommer 1950 Rückkehr nach Europa und Niederlassung in der DDR, gestorben 1984 in Wilhelmshorst.
Im Rimbaud Verlag erschienen bislang die Gedichtbände «Bergwindballade», «Tolú», «Gesang der sieben Inseln», «Flug-Oden», «Ägäis», und «Feuerhalm».

Alle Titel von Erich Arendt

 
Tchicaya U Tam'si
Welch böses Blut

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 12)
84 S., brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-761-8 ISBN 3890867618
€ 10,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Tchicaya U Tam'si (1931–1988) ist der Dichter, der «uns aufrührt», «ein Mann des Traums und der Leidenschaft» (hatte Senghor im Vorwort zu «Epitomé» geschrieben).
«Er ist für Schwarzafrika, was Pablo Neruda für Lateinamerika ist … der Vater unseres Traums» (Sony Labou Tansi); kompromißlos, auffällig in seiner Erscheinung, mit einer holprigen, ungeglätteten Stimme.
In seiner Dichtung «röchelt, lacht, murrt und wettert er» (J. Rancourt). Seine Literatur ist eine, die die Zirkulation des Blutes und die Seele in Erregung vorführt (Obenga) – «le nouveau barbare», wie man ihn verschiedentlich voller Hochachtung genannt hat.

Weitere Titel von Tchicaya U Tam'si

 
K. O. Götz
Im Nebel zweier Äxte

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 11)
4 Abb., 32 S., fadengeh. Brosch., 2. Aufl. 2000
ISBN 978-3-89086-878-3 ISBN 3890868789
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

K. O. Götz, geboren 1914 in Aachen, ist ein Hauptvertreter der informellen Malerei. Um 1933 entstanden seine ersten abstrakten Arbeiten, die ihm von 1933 bis 1945 ein Ausstellungsverbot durch die Nationalsozialisten eintrugen. Seit 1945 hat der Maler viele Ausstellungen im In- und Ausland. 1949 wurde Götz Mitglied der Gruppe COBRA. 1952 gründete er mit Otto Greis, Heinz Kreutz und Bernard Schultze die «Quadriga» – in diesem Jahr entstanden auch die ersten informellen Bilder. Von 1959 bis 1979 war er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er lebt und arbeitet seit 1975 in Wolfenacker im Westerwald.

K. O. Götz ist – neben Max Hölzer, Johannes Hübner, Lothar Klünner und Dieter Hülsmanns – einer der wenigen Vertreter des literarischen Surrealismus in Deutschland. Mit dem französischen Surrealismus beschäftigte er sich schon 1934. Zu den ersten Schreibversuchen kam es Anfang der vierziger Jahre, doch erst ab 1945 fand Götz seinen eigenständigen poetischen Stil. Von 1948 bis 1953 gab er die Zeitschrift «Meta» heraus, in der beispielsweise Paul Celan zum ersten Mal in Deutschland veröffentlicht wurde.
Sein dichterisches Werk erscheint seit 1992 im Rimbaud Verlag.

Weitere Titel von und zu K. O. Götz

 
Dagmar Nick
Wegmarken

Ausgewählte Gedichte
Mit einem Gesamtverzeichnis der Gedichte von Dagmar Nick
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 10)
92 S., brosch., 2. Aufl. 2003
ISBN 978-3-89086-760-1 ISBN 389086760X
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Dagmar Nick, geboren 1926 in Breslau. Ab 1933 in Berlin. Sie gehört neben Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer und Hilde Domin zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Sie lebt heute in München.

Gedichtbände: «Märtyrer» 1947, «Das Buch Holofernes» 1955, «In den Ellipsen des Mondes» 1959, «Zeugnis und Zeichen» 1969, «Fluchtlinien» 1978, «Gezählte Tage» 1986.
Außerdem verfaßte sie erzählende Prosa, Reiseberichte und Hörspiele.

Auszeichnungen u.a.: Liliencron-Preis der Stadt Hamburg 1948, Eichendorff-Preis 1966, Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis 1970, Roswitha-von-Gandersheim-Medaille 1977, Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen 1986.
Seit 1990 erscheint ihr Werk im Rimbaud Verlag.

Weitere Titel von Dagmar Nick

 
Reinhard Kiefer
schwärmerlatein oder küchenhebräisch

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 9)
96 S., brosch., 2000
ISBN 978-3-89086-781-6 ISBN 3890867812
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Reinhard Kiefer, Autor der ersten Stunde des Rimbaud Verlages, wurde 1956 in Nordbögge geboren. Die vorliegende Auswahl aus vier Gedichtbänden, vermehrt mit neuen Gedichten, umfaßt zwei Jahrzehnte: «hofnarrenkorrespondenz» (1981); «am ortsende» (1984); «aus der messingstadt» (1990); «liegenschaften am atlantik» (1997).

Weitere Titel von Reinhard Kiefer

 
Gerhard Neumann
Mögliches Gelände

Ausgewählte Gedichte 1956–1991
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 6)
112 S., fadengeh. Brosch., 2. Aufl. 2001
ISBN 978-3-89086-922-3 ISBN 389086922X
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Gerhard Neumann (geb. 1928 in Rostock, gest. 25. Juni 2002 in Hamburg) galt in den 50er Jahren als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der jüngeren Generation.

Die Ausgabe ergänzt die beiden frühen Bände – «Wind auf der Haut» 1956 und «Salziger Mond» 1958 – um Gedichte aus den folgenden Jahren bis in die Gegenwart.

Weitere Titel von Gerhard Neumann

 

טוביה ריבנר
Tuvia Rübner
Stein will fließen

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 5)
92 S., brosch., 1999
ISBN 978-3-89086-791-5 ISBN 389086791X
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Die hebräische Literatur ist etwa 3000 Jahre alt. In ihrer Sprache verbinden sich biblische Tradition mit umgangssprachlichen Formen der Gegenwart. Die Überlieferung der Psalmen, des Hohenliedes und die hebräische Lyrik des Mittelalters in Spanien und Italien finden in dieser Literatur ihren Niederschlag ebenso wie die Aufklärungsliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts und die Poesie und Prosa der Einwanderer aus den europäischen Ländern zu Beginn dieses Jahrhunderts. Je älter das hebräische Wort, um so reicher seine Bedeutungen und Konotationen.

Dieses Spannungsfeld prägt die Poesie Rübners. Worte und Sätze aus Bibel, Gebet und rabbinischer Literatur, die, eingefaßt in heutigen Sprachgebrauch, das Vielschichtige ihrer Bedeutung nicht unmittelbar erkennen lassen, sind für ihn charakteristisch. Tuvia Rübner baut seine Verse Wort für Wort. Das Wort wird hochgehoben, wie ein Stein ins Licht gehalten, geprüft und eingefaßt. Im Zusammenklang seiner Worte ergibt sich eine eigene lyrische Komposition, die frei von Konventionen des Reims und der Metrik ist. Rübners Gedichte sind absichtslos modern, obwohl er sie aus biblischer, archaischer Sprache entstehen läßt.

Tuvia Rübner wurde 1924 in Preßburg (Bratislava) geboren. Seine Muttersprache ist Deutsch, Slowakisch lernte er privat. 1938 Ausschluß vom Schulunterricht wegen seiner jüdischen Herkunft. 1941 gelangte er als einziger seiner Familie mit dem letzten Flüchtlingstransport aus der Slowakei nach Palästina. Schrieb zunächst Deutsch, seit 1950 Hebräisch.

Im Rimbaud Verlag erschienen 1990 «Wüstenginster», 1995 «Granatapfel», 1998 «Rauchvögel», 2000 «Zypressenlicht».

Weitere Titel von Tuvia Rübner

 
Frank Schablewski
Lauffeuerpausen

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 4)
92 S., brosch., 1999
ISBN 978-3-89086-796-0 ISBN 3890867960
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Über pulsierende Metropolen, blitzartige Nächte und festgeschriebenes Leben kreuz und quer durch das Europa der 90er Jahre verfaßte der junge Schriftsteller Frank Schablewski seine vielschichtigen Gedichte vor Ort.

Mit seinen außergewöhnlichen Bildern und Wortschöpfungen schreibt er im schnellenden Rhythmus und in ausdrucksstarken Versen, die die Lyrik heute für jeden spannend machen.

Vita und weitere Titel von Frank Schablewski

Lesungen

 
Joseph Kopf
verwundetes der sprache

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 3)
88 S., brosch., 1999
ISBN 978-3-89086-790-8 ISBN 3890867901
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Joseph Kopf (1929–1979) wurde in St. Gallen (Schweiz) geboren und lebte dort, unterbrochen von Auslandsaufenthalten, bis zu seinem Tod.
Die späten Gedichte bezeugen in kargen Bildern die Schönheit einer kristallenen Wintersprache. Durch die Verleihung des Johann-Peter-Hebel-Preises im Jahre 1973 fand Kopfs lyrisches Schaffen zum ersten Mal breitere Anerkennung.

Weitere Titel von Joseph Kopf

 
Ernst Meister
Lang oder kurz ist die Zeit

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 2)
88 S., brosch., 1999
ISBN 978-3-89086-782-3 ISBN 3890867820
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Ernst Meister, geboren 1911 in Hagen, starb 1979 in seiner Heimatstadt. Er studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte.
Sein erster gedichtband, Ausstellung, erschien 1932. Von 1939 bis 1960 war er Angestellter in der Fabrik seines Vaters, im Kriege Soldat.
Er veröffentlichte wieder ab 1953. Neben seiner Lyrik schrieb er Hörspiele.
1957 erhielt er den Westfälischen Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, 1963 den Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, 1976 den Petrarca-Preis, 1978 den Rilke-Preis. Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die ihm im Herbst 1979, posthum, den Georg-Büchner-Preis für sein lyrisches Werk verlieh.

Weitere Titel von und zu Ernst Meister

 
Erich Jansen
Aus den Briefen eines Königs

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 1)
88 S., brosch., 2. Aufl. 2001
ISBN 978-3-89086-780-9 ISBN 3890867804
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Erich Jansen (1897–1968) lebte in Stadtlohn (Westfalen) als Apotheker und Lyriker. Für sein Werk erhielt er die Ehrengabe der Bayerischen Akademie der schönen Künste in München.

Weiterer Titel von Erich Jansen

 

 

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