Neuerscheinungen

Frühjahr 2016
Hans Bender – Elias Canetti: Briefwechsel 1963-1990
Selma Meerbaum: Du, weißt du, wie ein Rabe schreit?

Neuerscheinungen Winter 2015/2016:
Margot Ehrich: Komm nach Madagaskar
Ria Endres: Augen auf  Augen zu  Gedichte
Federico García Lorca: Liebesgedichte
Christoph Leisten: Argana  Notizen aus Marokko
Moses Rosenkranz: Jugend - Fragment einer Autobiographie  Hörbuch

Neuerscheinungen Herbst 2015:
Bernhard Albers (Hrsg.): Die Welt kennt keine Poesie  100 Gedichte von 100 Autoren
Heinz-Albert Heindrichs: Grün vor Blau. Entgrenzungen.  Gedichte
Reinhard Kiefer: Die Wiedereinführung der Sprichwörter  Prosa
Gregor von Rezzori: Blumen im Schnee
Moses Rosenkranz: Kindheit - Fragment einer Autobiographie  Hörbuch
Àxel Sanjosé: Gelegentlich Krähen
Frank Schablewski: Mauersegler  Gedichte
Gerhard Weidmann (Hrsg.): Englischsprachige Lyrik aus vier Jahrhunderten  Teil III

Neuerscheinungen Sommer 2015:
Georg Britting: Jahreszeiten  Ausgewählte Gedichte
Georg Drozdowski: An die Wand gemalt  Gedichte
Dagmar Nick: Medea, ein Monolog Prosa

 

 

 
   

Frühjahr 2016

   

 

 
Hans Bender – Elias Canetti
Briefwechsel
1963–1990

Hrsg. von Hans Georg Schwark und Walter Hörner
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 94)
6 Abb., 136 S., brosch., 2016
ISBN 978-3-89086-367-2 ISBN 3890863671
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Canetti schätzte Bender persönlich, er habe ihn «sehr gern», schrieb er an Wolfgang Kraus: «Ich glaube, man kann sagen, dass uns eine Freundschaft verbindet». Auch Bender direkt gestand er, er habe ihn «immer ganz besonders gemocht, für viele Schicksale und Qualitäten, und wenn ich den Mut gehabt hätte, zu den 50 schlimmen Charakteren auch 50 gute zu schreiben, wären Sie mehrmals darunter.»

(aus: Sven Hanuschek: Elias Canetti. Biographie. München: Carl Hanser 2005)

 
Inzwischen habe ich alle Briefe mit großem Interesse gelesen. Ich finde sie sehr schön. Obwohl manche von ihnen eher kurz sind und es darin hauptsächlich um die Veröffentlichung von Texten meines Vaters in den Akzenten / dem Jahresring geht, so sind sie meiner Meinung nach doch ein sehr wichtiges und durchaus auch persönliches Dokument für die jahrzehntelange Freundschaft meines Vaters mit Bender.

Johanna Canetti an Bernhard Albers

 
Alle Titel von Hans Bender

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 

 
Selma Meerbaum-Eisinger
Du, weißt du, wie ein Rabe schreit?

Gedichte
Hrsg. und mit einem Essay von Helmut Braun
sowie Fotos und Dokumenten
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 71)
51 teils farb. Abb., 206 S., geb., 3. erweiterte Aufl. 2016
ISBN 978-3-89086-439-6 ISBN 3890864392
€ 40,-   beim Verlag bestellen
€ 40,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 
Du, weißt du …

Du, weißt du, wie ein Rabe schreit?
Und wie die Nacht, erschrocken bleich,
nicht weiß, wohin zu fliehn?
Wie sie verängstigt nicht mehr weiß:
Ist es ihr Reich, ist es nicht ihr Reich,
gehört sie dem Wind oder er ihr,
und sind die Wölfe mit ihrer Gier
nicht zum Zerreißen bereit? ..

Du, weißt du, wie der Wind schrill heult
und wie der Wald, erschrocken bleich,
nicht weiß, wohin zu fliehn?
Wie er verängstigt nicht mehr weiß:
Ist es sein Reich, ist es nicht sein Reich,
gehört er dem Regen oder der Nacht
und ist der Tod, der schauerlich lacht,
nicht sein allerhöchster Herr?

 
Eine junge Frau konnte ihre große Liebe nicht leben. Sie musste sterben, weil sie Jüdin war. 57 Gedichte machen sie unvergesslich.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
   

Winter 2015/2016

   

 

 
 
 
Moses Rosenkranz

Jugend
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 81)
Eine Kooperation mit Bayern 2 / Kulturkritik und Literatur
4 Audio-CDs, zus. 291 Minuten, 2016
ISBN 978-3-89086-368-9 ISBN 389086368X
€ 19,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307950
 

 
Platz 5 auf der hr2-Hörbuchbestenliste von hr2 kultur und dem Börsenblatt des Deutschen Buchhandels
 
 

 
 
Moses Rosenkranz

Jugend
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 81)
Eine Kooperation mit Bayern 2 / Kulturkritik und Literatur
MP3-CD, 291 Minuten, 2016
ISBN 978-3-89086-370-2 ISBN 3890863701
€ 12,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307950
 

 
Eine Kooperation mit Bayern 2 / Kulturkritik und Literatur

Moses Rosenkranz –
Ein rebellischer Solitär der deutschen Literatur

Nikolaus Paryla liest aus
«Jugend – Fragment einer Autobiographie»

BR radioTexte – Das offene Buch (1/2)

BR radioTexte – Das offene Buch (2/2)
 
 

 

Moses Rosenkranz kam zur Welt im Jahr 1904 in Berhometh am Pruth, einem kleinen Dorf im Norden der Bukowina. Diese war damals noch ein Kronland der Habsburger­monarchie, mit einem bunten Völkergemisch von Ruthenen, Polen, Rumänen, Deutschen und Magyaren. Im Osten grenzte sie an das Zarenreich. Die Eltern waren Bauern; er wuchs heran als siebtes von neun Kindern.

Die Kindheit verbrachte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche, später Nazilager, dann zehn Jahre Gulag aus politischen Gründen; danach, im volksrepublikanischen Bukarest, weiterhin nur eingeschränkte Freiheit und erneute Bedrohung. Darum Flucht in den Westen. Das bedeutete für ihn: in die Fremde.

Auch im modernen Literaturbetrieb ein Fremder, lebte er zurückgezogen in einem Dorf im Hochschwarzwald. 92-jährig erblindete er plötzlich und starb sieben Jahre später, am 17. Mai 2003.

Im vorliegenden Hörbuch erzählt der junge Rosenkranz seine Erlebnisse auf seiner Wanderschaft in den 20er Jahren auf der Suche nach Arbeit. Über die Stationen Krakau, Triest, Bukarest, Wien, Passau, München, Kehl am Rhein, Straßburg und Paris gelangte er bis Blois an der Loire. Die Zeit in Frankreich verbrachte er hauptsächlich zusammen mit einer Freundin und dem gemeinsamen Kind. Am Ende gehen sie wieder in die Bukowina zurück.

Alle Titel von Moses Rosenkranz

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

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Ria Endres
Augen auf
Augen zu

Gedichte 2014–2015
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 108)
104 S., brosch., 2016
ISBN 978-3-89086-359-7 ISBN 3890863590
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

Die FAZ veröffentlichte am 12. April 2016 im Feuilleton (Literatur und Sachbuch, S. 10) unter dem Titel «Vater, Mutter, Kommunionkind. Die Rätsel einer persönlichen Geschichte» eine Rezension von Lorenz Jäger.

rasende Gedanken
luzide auf der
Wäscheleine schwanken

 

«Die Gedichte von Ria Endres sind traditionsbewußt und zwar auf eine besondere Weise: [sie] enthalten Botschaften, die nur von ihr entziffert werden können.»

Lorenz Jäger, FAZ

 

Ria Endres, geboren 1946 in Buchloe. Geistes­wissen­schaft­liches Studium. Promotion. Sie lebt seit 1969 in Frankfurt am Main.

Bekannt wurde Ria Endres vor allem durch ihre Essays über Thomas Bernhard, Samuel Beckett, Ingeborg Bachmann, Hannah Arendt, Elfriede Jelinek und ihre Prosa, Theaterstücke und Hörspiele.

Im Rimbaud erschienen bisher die Essays «Samuel Beckett und seine Landschaften», 2006; «Die Dame mit dem Einhorn», 2008 und «Jacopo Tintoretto und Venedig», 2010; der Gedichtband «Froher Wahnsinn», 2014 und die fünf Stücke «Doktor Alzheimer bittet zu Tisch», 2015.

Alle Titel von Ria Endres

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Christoph Leisten
Argana

Notizen aus Marokko
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 96)
152 S., fadengeh. Brosch., 2016
ISBN 978-3-89086-433-4 ISBN 3890864333
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Seit 1982 reist der Lyriker und Prosa-Autor Christoph Leisten regelmäßig nach Marokko. Seinen im Rimbaud Verlag erschienenen Prosaband «Marrakesch, Djemaa el Fna», eine literarische Annäherung an den titelgebenden Platz, würdigte Stefan Weidner in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung «als große Schule der Wahrnehmung». Mit weiteren Skizzen, Notizen und Prosaminiaturen vermittelt uns der Autor zweifellos den bleibenden Eindruck einer einzigen «großen» Reise durch Marokko.

Titel von Christoph Leisten

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Margot Ehrich
Komm nach Madagaskar

Erzählungen
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 66)
114 S., brosch., 2. Aufl. 2016
ISBN 978-3-89086-539-3 ISBN 3890865399
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Margot Ehrich, geboren in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. 1981–86 schrieb sie für den Remscheider General Anzeiger kommunalpolitische Lokalspitzen unter dem Pseudonym «Pauline». Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Im Rimbaud Verlag erschienen die Gedichtbände «Nachts» 2005 und «ich finde aus wohin er ging» 2006 sowie die Erzählungen «Mädchenlied»; die Erzählung «Weißt du woher die Kriege kommen» und andere Bände sind jetzt bei Rimbaud lieferbar.

«Poetische kurze Erzählungen, die allesamt ein ‹Fenster in der Traurigkeit› aufstoßen. Die in Bautzen geborene Autorin spürt dem Leben verlorener Menschen und ihren eigenen Erinnerungen nach.»

Sächsischer Kulturrat

«In der Geschichte dieses Kindes und seiner Mutter ist die Geschichte der Nation, der Welt, einer Welt-Zerrüttung. Sie fordert unsere Teilnahme und Erschütterung heraus. Weit über das Thematische hinaus, bewegt mich diese Sprache und Fähigkeit, ihr jenen Schub an Kraft zu geben, der sie in einem einleuchtenden Sinn modern macht. Margot Ehrich verfügt über jene Abbreviaturen, die unserem Zeitalter gemäß sind und trotzdem dichte Substanz vermitteln. Das Thema wird Syntax, ohne daß es doch zerfiele oder sich ins Ungreifbare zurückzöge.»

Gertrud Fussenegger

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Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Federico García Lorca
Liebesgedichte

zweisprachige Ausgabe spanisch / deutsch
Übersetzt und erläutert von Ulrich Daum
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 102)
112 S., brosch., 2016
ISBN 978-3-89086-402-0 ISBN 3890864023
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Stiftung Lyrik Kabinett und der Literaturwerkstatt Berlin / Haus für Poesie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bibliotheksverband
 
 

 

Bienenkorb

Wir leben in Zellen
aus Glas,
in einem Bienenkorb aus Luft!
Wir küssen uns
durch das Glas.
Welch wunderbares Gefängnis,
dessen Tür
der Mond ist!

 
Federico García Lorca dürfte neben Jorge Luis Borges und Octavio Paz der in Deutschland bekannteste spanisch­sprachige Lyriker und – neben Cervantes – der bekannteste spanische Dichter sein. Sein Leben endete viel zu früh, im Jahr 1936, zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges, als er von faschistischen Schergen ermordet wurde. Seine Schauspiele – vor allem «Bernarda Albas Haus» – haben Millionen von Zuschauern in ihren Bann gezogen. Seine Lyrik erschüttert immer wieder unzählige Leser.

Titel von Federico García Lorca

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
   

Herbst 2015

   

 

 
Heinz-Albert Heindrichs
Grün vor Blau
Über die Grenze

(Gesammelte Gedichte Bd. 17)
116 S., geb., 2015
ISBN 978-3-89086-371-9 ISBN 389086371X
€ 20,-   beim Verlag bestellen
€ 20,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Heinz-Albert Heindrichs, Komponist, Lyriker, Maler, geboren 1930 in Brühl, lebt seit 1960 in Gelsenkirchen. Nach Studien in Köln (Musikhochschule) und Bonn (Uni) zunächst Dirigent, Film-, Hörspiel- und Bühnenkomponist und von 1970 bis 1996 Professor für Musik und Komposition an der Uni Essen und an der Folkwang-Hochschule. Im Widerstand gegen die Vereinnahmung im Kulturbetrieb begann er in den sechziger Jahren bewusst Gedichte zu schreiben.

Alle Titel von Heinz-Albert Heindrichs

 

 

 
Frank Schablewski
Mauersegler

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 29)
62 S., brosch., 3. Aufl. 2015
ISBN 978-3-89086-745-8 ISBN 3890867456
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Frank Schablewski (geb. 1965) lebt in Düsseldorf. 2001 wurde er nach Israel eingeladen an einem Künstleraustausch teilzunehmen. Mehrere Monate bereiste er die Städte und Landschaften des Nahen Ostens, traf mit Künstlern und Intellektuellen des Landes zusammen. In dieser Zeit sind die Gedichte des Buches entstanden an den Nahtstellen von Okzident und Orient, von Wallfahrtsorten und Wüsten, Kibbuz und Tel Aviv.

Alle Titel von Frank Schablewski

Weitere Lyrik-Taschenbücher

Lesungen

 

 

 
Die Welt kennt keine Poesie
100 Gedichte von 100 Autoren

herausgegeben von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 100)
116 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-390-0 ISBN 3890863906
€ 18,-   beim Verlag bestellen
€ 18,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Nil-Sein

Im Lande Licht, im Lande Leer,
Einödegebunden,
Liegen sie verstreut umher,
Die Sterne, die Stunden.

Cheopsfriede,
Nilblaues Sein,
Zeitpyramide
Aus Sonne und Stein.

Immanuel Weißglas

 
Hundert Autoren werden jeweils mit einem Gedicht vorgestellt, soweit es im Rimbaud Verlag – dessen Programm von mir nun schon 35 Jahre lang gestaltet wird – erschienen ist. Zugleich eröffnet sich mit den zahlreichen Übersetzungen so etwas wie ein bescheidener Blick auf die Weltliteratur.

Die Gedichte wurden nicht mühsam und mit viel Überlegung zusammengestellt, sondern ganz spontan und rein chronologisch. Kein Gedicht musste verworfen werden, weil sich alle, meines Erachtens, auf wunderbare Weise zu einem Mosaik zusammenfügten.

Von einigen Autoren, das sei hier einmal gesagt, war es mir nicht vergönnt, eine Auswahl ihrer Gedichte im Rimbaud Verlag herauszubringen. So von Gottfried Benn, Wilhelm Lehmann, Paul Celan und Nelly Sachs beispielsweise.

Alle Titel von Bernhard Albers

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Englischsprachige Lyrik
aus vier Jahrhunderten

Teil III

Ausgewählt und übersetzt von Gerhard Weidmann
Zweisprachige Ausgabe englisch / deutsch
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 94)
134 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-388-7 ISBN 3890863884
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Hymne für die dem Tod geweihte Jugend

Welch Sterbegeläut für die, die sterben wie das Vieh?
Nur das riesige Wüten der Kanonen.
Nur ratterndes Rasen stotternder Gewehre
Kann hinausprasseln ihre hastigen Gebete.
Nichts mehr höhnt ihnen, nicht Beten oder Läuten,
Noch irgendein Trauergesang, nur die Chöre, –
Die irren, schrillen Chöre heulender Granaten;
Und Hörner rufen nach ihnen aus trauriger Heimat.

Wilfred Owen

 
 

Edmund Waller (1606–1687)
George Herbert (1593–1633)
Percy Bysshe Shelley (1792–1822)
Elizabeth Barrett Browning (1806–1861)
Christina Georgina Rossetti (1830–1894)
Mary Gilmore (1865–1962)
Thomas Hardy (1840–1928)
William Henry Davies (1871–1940)
Lorma Leigh (verfasst um 1910)
Alfred Noyes (1880–1958)
William Butler Yeats (1865–1939)
Edna St. Vincent Millay (1892–1950)
Margaret Widdemer (1884–1978)
Wilfred Owen (1893–1918)
Siegfried Sassoon (1886–1967)
Rupert Brooke (1887–1915)
May Herschel-Clarke (verfasst 1915)
Charles H. Sorley (1895–1915)
John Gillespie Magee (1922–1941)
John Betjeman (1906–1984)
Ella Wheeler Wilcox (1850–1919)
Fleur Adcock (geboren 1934)
Sylvia Kantaris (geboren 1936)
Elizabeth Jennings (1926–2001)
Erica Jong (geboren 1942)
Laurence Lerner (geboren 1925)
Harold Monro (1879–1932)
Christopher Brennan (1870–1932)

 
Gerhard Weidmann, 1937 in Nürnberg geboren, in Hamburg aufgewachsen, absolvierte an der Hamburger Universität ein Pädagogik- und Anglistikstudium und war danach als Berufsschullehrer tätig sowie als Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. Seit 1974 lebt er in Bonn. Der Autor der deutschen Gedichtübertragungen spricht ein idiomatisches Englisch, das er seine zweite Muttersprache nennt. Bei häufigen Urlaubsreisen – mit Vorliebe nach London, durch die südwestenglischen Grafschaften und in die Region der schottischen ‹Highlands and Islands› – erlaubte ihm diese zweite Muttersprache in zahlreichen Begegnungen tiefe Einblicke in die Psyche der Gastgeber.

Die zweisprachige Anthologie in drei Teilen ist das Ergebnis einer langjährigen intensiven Beschäftigung mit englischsprachiger Lyrik. Auch hier stand Pate die Idee, authentisches Wissen über das Wesen unserer Nachbarn aus dem reichhaltigen Fundus der Lyrik von vier verflossenen Jahrhunderten anzusammeln.

Alle Titel von Gerhard Weidmann

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
 
 
Moses Rosenkranz

Kindheit
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 79)
6 Audio-CDs, zus. 455 Minuten, 2015
ISBN 978-3-89086-369-6 ISBN 3890863698
€ 19,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307943
 

 

 
 
Moses Rosenkranz

Kindheit
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 79)
MP3-CD, 455 Minuten, 2015
ISBN 978-3-89086-372-6 ISBN 3890863728
€ 12,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307943
 

 

 

Der Autor, geboren am 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, lebte bis 1930 vorwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest. 1941 bis 1944 war er in Arbeitslagern der rumänischen Faschisten interniert; 1947, verschleppt nach Rußland, verschwand er für 10 Jahre im Gulag. 1961, wieder politisch verfolgt, mußte er aus Rumänien fliehen und kam nach Deutschland. Er starb am 17. Mai 2003 im Schwarzwald.

Die Kindheit erlebte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch in einer kinderreichen Bauernfamilie. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche.
Weiteres zum Lebenslauf im Essay von Matthias Huff.

Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Hörbuch.

Alle Titel von Moses Rosenkranz

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

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Àxel Sanjosé
Gelegentlich Krähen

Gedichte
Nachwort Michael Braun
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 105)
88 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-363-4 ISBN 3890863639
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Nachhauseweg

Jeder Feldstein so vertraut,
Lage, Gestalt, selbst Farbe,
Eidechsen, deren Kadaver
Kinder in die Ritzen stopften.

Aber man lässt sich nicht täuschen,
nicht mehr so leicht,
fragt nun Fremde nach dem Wald.
Farbe? Farbe? welche Farbe?
Völlig missglückt, dieses
Husten, bei allem Blut.

 
Àxel Sanjosé wurde 1960 in Barcelona geboren und lebt seit 1978 in München. Er studierte Germanistik und ist haupt­beruflich für ein Design- und Kommunikationsbüro tätig, daneben Lehrbeauftragter am Institut für Komparatistik der Universität München. Von ihm sind bislang die Gedichtbände Gelegentlich Krähen und Anaptyxis erschienen. Außerdem übersetzt er Lyrik aus dem Katalanischen und dem Spanischen.

Alle Titel von Àxel Sanjosé

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Reinhard Kiefer
Die Wiedereinführung der Sprichwörter

Prosa
Nachwort Andrea Neuhaus
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 91)
140 S., brosch., 2016
ISBN 978-3-89086-378-8 ISBN 3890863787
€ 15,-   beim Verlag bestellen
€ 15,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Reinhard Kiefer, 1956 in Nordbögge geboren, Lyriker, Erzähler, Romancier, publiziert seit Gründung des Rimbaud Verlages im Jahre 1981.

 
So führen die Spuren, die in diesem Buch gelegt werden, tief hinein in das dichterische Werk Reinhard Kiefers und erhellen es für jene, die es kennen und lieben. Doch ist die Sammlung weit mehr als bloß ein Wegweiser: Sie ist das Porträt eines Dichters aus ausgewählten Gedanken.

Andrea Neuhaus

 
Seine letzten Veröffentlichungen sind: «Vor der Natur. Ein Satzbau» (2001); «Thomas Mann. Letzte Liebe», Erzählung (2001); «Café Moka. Nachschreibungen zu Agadir» (2003); «nur die fenster im blick», Gedichte (2005); «Ein Geheimnis in Oberwald», Geschichte (2006); «Halbstadt», Roman (2006); «Marokkanische Geschichten» (2011); «Die Goldene Düne», Marokkanisches Tagebuch (2014).

Titel von Reinhard Kiefer

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 
Gregor von Rezzori
Blumen im Schnee

Portraitstudien zu einer Autobiographie, die ich nie schreiben werde; auch: Versuch eines gleicherweise nie geschriebenen Bildungsromans
Mit einem Nachwort von Andrei Corbea-Hoisie
Ausgewählte Werke in Einzelbänden Bd. 5
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 17)
320 S., gebunden, 2. Aufl. 2015
ISBN 978-3-89086-707-6 ISBN 3890867073
€ 36,-   beim Verlag bestellen
 
 

Textauszug

Gregor von Rezzori wurde am 13. Mai 1914 in Czernowitz geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der Bukowina und zeitweilig in einem österreichischen Internat. 1934 studierte er in Wien Malerei und debütierte während des Krieges mit unterhaltsamer Prosa.

Gregor von Rezzoris Bücher sind in der Regel im besten Sinne unterhaltsam, geprägt von Witz, Ironie und scharfer Beobachtungsgabe. Daher war er auch als Autor im Rundfunk und bei Illustrierten erfolgreich. Seit 1960 lebte er in Donnini (bei Florenz), wo er am 24. April 1998 starb. «Ich kann mich hinbegeben, wo ich will», hat der Autor einmal geäußert, «Czernowitz holt mich ein.» Mit seinen Erinnerungen «Blumen im Schnee» ist ihm allerdings ein von allem Plauderton befreites Buch von «poetischer Lebendigkeit» (Hans Bergel) und von seltener ästhetischer Schönheit gelungen. «Eine Sternstunde deutscher Erzählprosa im ausgehenden 20. Jahrhundert, ein Glücksfall auch der souveränen Menschen-, Selbst- und Weltbetrachtung in deutscher Sprache» (Hans Bergel) Das Buch trägt den barocken Untertitel «Portraitstudien zu einer Autobiographie, die ich nie schreiben werde; auch: Versuch der Erzählweise eines gleicherweise nie geschriebenen Bildungsromans».

Man kann der «Holzköpfigkeit» (Rezzori) des Verlegers der Erstausgabe dankbar sein, daß er sich nicht auf den vom Autor vorgesehenen Titel «Schnee von gestern» eingelassen hat: «So steht mit einemmal eine Blume im Schnee, in sparsamsten Zeichen aufs Wesentliche vereinfacht».

Alle Titel von Gregor von Rezzori

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
   

Sommer 2015

   

 

 
Georg Drozdowski
An die Wand gemalt

Gedichte
Nachwort Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 80)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 95)
98 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-387-0 ISBN 3890863876
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Wenn der letzte Morgen kommt

Wenn der letzte Morgen kommt,
hat sein Abend andere Sterne,
und zur Nähe wird die Ferne,
wenn der letzte Abend kommt.

Wenn der letzte Abend naht,
gehst du in den ersten Morgen.
Dir erschließt sich, was verborgen,
wenn der erste Morgen naht.

Von dem Ganzen Teil zu werden,
fordert dich die Ewigkeit.
Sei ergriffen und bereit,
von dem Ganzen Teil zu werden.

Abend, Morgen werden eins,
alle Zeit ist aufgehoben.
Nur noch Rühmen, nur noch Loben,
werden Morgen, Abend eins.

 
Georg Drozdowski (1899–1987) wurde in Czernowitz geboren und veröffentlichte dort in der Zwischenkriegszeit seine erste Lyriksammlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich in Klagenfurt nieder, wo er als Kulturredakteur der Kärntner Volkszeitung mit seinen journalistischen Arbeiten über zwei Jahrzehnte das kulturelle Leben Kärntens begleitete. Sein literarisches Werk umfaßt ernste und heitere Lyrik, erzählende Prosa, Hörspiele, Bühnenstücke und Übersetzungen aus dem Polnischen und Rumänischen.

Alle Titel von Georg Drozdowski

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Dagmar Nick
Medea, ein Monolog

Prosa
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 93)
80 S., brosch., 4. Aufl. 2015
ISBN 978-3-89086-949-0 ISBN 3890869491
€ 17,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Die Erzählung erschien zuerst 1988. In der Neuauflage ist ihr ein Gespräch zwischen Michael Basse und Dagmar Nick über «Medea, Kassandra und die Arbeit am Mythos» beigefügt.

 
Dagmar Nick, geboren 1926 in Breslau, ab 1933 in Berlin, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Seit 1947 veröffentlichte sie zahlreiche Lyrik- und Prosabände, Reisebücher und Hörspiele. Sie ist Mitglied des PEN und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und lebt heute in München. Seit 1990 erscheint ihr Werk im Rimbaud Verlag.

Auszeichnungen u.a.: Liliencron-Preis der Stadt Hamburg 1948, Eichendorff-Literaturpreis 1966, Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis 1970, Roswitha-von-Gandersheim-Medaille 1977, Tukan-Preis der Stadt München 1981, Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen 1986, Schwabinger Kunstpreis für Literatur der Stadt München 1987, Andreas-Gryphius-Preis 1993, Silbermedaille «München leuchtet» der Landeshauptstadt München 2001, Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth 2002, Ernst-Hoferichter-Preis 2006, Bayerischer Verdienstorden 2006, Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2009.

Alle Titel von Dagmar Nick

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Georg Britting
Jahreszeiten

Ausgewählte Gedichte
Ausgewählt von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 96)
94 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-386-3 ISBN 3890863868
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Sommerlicher Garten

Grüne Wildnis, hinter dem Zaun zu schauen:
Blätterschatten und Wipfelneigen,
Und der Laube Geheimnis, bienenumbraust,
Herbergende
Zelle der Liebe,
Und neben dem Kiesweg, das Beet,
Wo das Blumenvolk haust,
Und über dem Wasserfaß steht
Wie aus Gold die Libelle –
Ach, daß es so sommerlich bliebe!

 
Georg Britting wurde 1891 in Regensburg geboren. Er studierte in Weihenstephan. 1914 zog er als Freiwilliger in den Krieg, danach zog er nach München und arbeitete als Schriftsteller. Er gab «Die Sichel» heraus, eine Zeitschrift für Dichtung und Grafik. Schrieb Dramen, einen Roman und zahlreiche Erzählungen und Gedichte. 1953 Immermann-Preis, 1959 Bundesverdienstkreuz, 1961 Großer Preis von Nordrhein-Westfalen. In seinen Werken stehen Naturimpressionen teils unwirklichen oder erschreckenden Handlungen gegenüber. Britting starb 1964 in München.

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