Neuerscheinungen

Neuerscheinungen Sommer 2014:
Rose Ausländer: Grüne Mutter Bukowina  Gedichte
Hans Bender: Aufzeichnungen
Heinrich Detering: Drei Erscheinungen  Ein Triptychon
Heinz-Albert Heindrichs: Sterngefieder. Die Ferne so nah.
Reinhard Kiefer: Die Goldene Düne  Marokkanisches Tagebuch
Jürgen Nelles (Hrsg.): Ernst Meister Jahrbuch 2013/2014: Die Hörspiele. Interpretationen I
Sebastian Schau (Hrsg.): Weg der Steinmalven  Poème collectif II
Hans Weßlowski: Zuende bringen  Ausgewählte Gedichte

Neuerscheinungen Frühjahr 2014:
Margot Ehrich: wieder hebe ich deinen blick auf
Ria Endres: Froher Wahnsinn Gedichte
Vera Hacken: Kinder- und Jugendjahre mit Elieser Steinbarg
Friedrich Kröhnke: P 14  Roman
Ernst Meister: Kopf auf dem Hebros
Dagmar Nick: Liebesgedichte
Gregor von Rezzori: Denkwürdigkeiten eines Antisemiten
Moses Rosenkranz: Jugend
Tuvia Rübner: Wunderbarer Wahn

 

 

 
   

Sommer 2014

   

 

 
Jürgen Nelles (Hrsg.)
Ernst Meister Jahrbuch
15   2013 / 2014

Die Hörspiele
Interpretationen I
142 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-412-9 ISBN 3890864120
€ 50,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Ernst Meister Jahrbuch 2013 / 2014

Alle Titel von und zu Ernst Meister

 

 

 
Hans Bender
Aufzeichnungen

2000–2007
(Ausgewählte Werke Bd. 6)
120 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2014
ISBN 978-3-89086-408-2 ISBN 3890864082
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Hans Bender, 1919 in Mühlhausen/Kraichgau geboren, lebt seit 1959 in Köln. Nach der Kriegsgefangenschaft Fortsetzung des Studiums der Literatur- und Kunstgeschichte in Heidelberg, Herausgeber der Literaturzeitschriften Konturen und Akzente sowie zahlreicher Anthologien. Veröffentlichte Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen, zwei Romane und Aufzeichnungen, Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Kulturpreis Köln 2000 sowie Ehrengabe 2006 der Deutschen Schillerstiftung von 1859, Weimar.

Alle Titel von Hans Bender

 

 

 
Reinhard Kiefer
Die Goldene Düne

Marokkanisches Tagebuch
1983–2013
3 Abb., 168 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2014
ISBN 978-3-89086-434-1 ISBN 3890864341
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Reinhard Kiefer, 1956 in Nordbögge geboren, Lyriker, Erzähler, Romancier, publiziert seit Gründung des Rimbaud Verlages im Jahre 1981. – Bisher hat Reinhard Kiefer nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Zu leise, zu bedächtig scheint seine Prosa für den lärmenden Literaturbetrieb zu sein. Aber nicht nur das Schaffen derjenigen, die sich auf dem Markt durchsetzen, prägt die Signatur einer Zeit. Ihr verborgenes Fundament wird oft gerade von jenen gelegt, deren Ruhm verspätet einsetzt.

Seine letzten Veröffentlichungen sind: «Vor der Natur. Ein Satzbau» (2001); «Thomas Mann. Letzte Liebe», Erzählung (2001); «Café Moka. Nachschreibungen zu Agadir» (2003); «nur die fenster im blick», Gedichte (2005); «Ein Geheimnis in Oberwald», Geschichte (2006); «Halbstadt», Roman (2006); «Die Wiedereinführung der Sprichwörter. Ein Satzbau II» (2009); «Marokkanische Geschichten» (2011).

Lesungen

Titel von Reinhard Kiefer

 

 
Heinz-Albert Heindrichs
Sterngefieder
Die Ferne so nah

(Gesammelte Gedichte Bd. 16)
116 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-407-5 ISBN 3890864074
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Heinz-Albert Heindrichs, Komponist, Lyriker, Maler, geboren 1930 in Brühl, lebt seit 1960 in Gelsenkirchen. Nach Studien in Köln (Musikhochschule) und Bonn (Uni) zunächst Dirigent, Film-, Hörspiel- und Bühnenkomponist und von 1970 bis 1996 Professor für Musik und Komposition an der Uni Essen und an der Folkwang-Hochschule. Im Widerstand gegen die Vereinnahmung im Kulturbetrieb begann er in den sechziger Jahren bewusst Gedichte zu schreiben.

Alle Titel von Heinz-Albert Heindrichs

 

 

 
Heinrich Detering
Drei Erscheinungen

Ein Triptychon
Lyrik und Prosa
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 91)
70 S., brosch., 2014
ISBN 978-3-89086-397-9 ISBN 3890863973
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Der schottische Dichter James Macpherson sieht im achtzehnten Jahrhundert die toten Helden Ossians. Die heilige Bernadette Soubirous sieht im neunzehnten Jahrhundert die Jungfrau Maria. Der amerikanische Schriftsteller H. P. Lovecraft sieht in seinen Horrorgeschichten die Monstren des zwanzigsten Jahrhunderts. Um drei historische Gestalten, ihre Stimmen, Visionen und Träume geht es in diesem poetischen Triptychon, einem Experiment zwischen Cento und Collage, Erzählung und Gedicht.

Heinrich Detering ist Literaturwissenschaftler an der Universität Göttingen. Er veröffentlichte Studien u. a. über Brecht und Laotse, Andersen, Nietzsche, Thomas Mann, Bob Dylan. 2004 erschien sein Gedichtband Schwebstoffe, 2009 folgte der Band Wrist, 2012 Old Glory. 2003 war er Paul-Celan-Fellow an der Washington University (St. Louis), 2004 hatte er die Mainzer Poetikdozentur und 2012 die Kieler Liliencron-Dozentur inne. 2014 war er Aston Writer in Residence in Birmingham.

Alle Titel von Heinrich Detering

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Hans Weßlowski
Zuende bringen

Ausgewählte Gedichte
Hrsg. Sebastian Schau
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 88)
68 S., brosch., 2014
ISBN 978-3-89086-409-9 ISBN 3890864090
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Wenn in den Ecken der Wohnung die Nacht sitzt,
ein großes irres Kind in den Raum grinst,
und das Wort Draußenangst spricht,
wie der Gehvogel, im zweiten Stock, durch die Zimmer
spazieren geht, laut aufschreit und lacht,
als säße der große Spaß im Ohrensessel.
Vielleicht kommt dann der Dünne zum Staubessen,
wenn draußen das Autolicht angeht –
denn im Licht sieht man den Staub…

– 1996 –

 
Hans Weßlowski, geboren 1954 in Gößlitz, lebt in Hagen. Sein erster Gedichtband «Ausgesprochenes Dunkel» erschien 1996. Seine Gedichte sind voll dunkler beunruhigender Bilder, deren Stimmungsgehalt an Trakl erinnert. Es ist eine sprachlich präzise Lyrik, die in seelische Grenzbereiche vorstößt. Weiterhin erschienen die Gedichtbände «Die Mühlen mahlen den Tag aus», 1998; «Aus weißen Hallen», 2003; «Was außen wie innen war», 2004; «Die Diva in schwarz», 2005.

Alle Titel von Hans Weßlowski

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Sebastian Schau
Margot Ehrich
Julia Weiteder-Varga
Hans Weßlowski

Weg der Steinmalven

Poème collectif II
Hrsg. Sebastian Schau
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 83)
120 S., brosch., 2. Aufl. 2014
ISBN 978-3-89086-429-7 ISBN 3890864295
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

der tod starb
als er dich sah
wurde er ein mensch

sei still ganz still
ich erzähle dir von ihm
als ich wurde wie er

nachts sitzt er auf seinem grab
und lauscht ob jemand
etwas sagt

Margot Ehrich

 
Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

 
Margot Ehrich

Julia Weiteder-Varga

Hans Weßlowski

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Rose Ausländer
Grüne Mutter Bukowina

Ausgewählte Gedichte und Prosa
Hrsg. Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 20)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 34)
170 S., brosch., 2. Aufl. 2014
ISBN 978-3-89086-677-2 ISBN 3890866778
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Als Rose Ausländer – mit Mädchenname Rosalie Scherzer – am 11. Mai 1901 zur Welt kam, galt Czernowitz, die Hauptstadt des Kronlandes Bukowina, als das bedeutendste deutschsprachige Kulturzentrum im Osten der Habsburger Doppelmonarchie. Viele Juden, die insgesamt mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, lasen deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, interessierten sich für Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Literatur und Philosophie. Man sprach zum großen Teil allerdings ein Deutsch, auf das freilich verschiedene anderssprachliche Einflüsse abgefärbt hatten, das durch neue Wortbildungen und Redewendungen jedoch auch bereichert worden war. Anderthalb Jahrhunderte war die Bukowina eine Heimstätte jüdisch-deutscher Symbiose.

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Bukowiner Literaturlandschaft

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Frühjahr 2014

   

 

 
Friedrich Kröhnke
P 14

Roman
Neuauflage (früher Ammann Verlag)
192 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-414-3 ISBN 389086414-7
€ 25,-   beim Verlag bestellen
€ 25,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

… von der ungleichen Liebe zwischen einem promovierten West-Berliner Mittdreißiger und einem Ost-Berliner Jungen …

Munzinger Archiv, Ravensburg

Eine der schönsten Liebesgeschichten, die die deutsche Literatur der letzten Jahre hervorgebracht hat … die Darstellung eines Frühlingserwachens, die dank einer gewissen bukolischen Heiterkeit in der zeitgenössischen Literatur ihresgleichen sucht.

Tilman Krause, Sender Freies Berlin

So läßt sich der Roman auch als sensible poetische Topographie lesen, … eines Stromers, der Atmosphäre einzufangen weiß. Doch zugleich präsentiert Kröhnke … eine wohlkomponierte Romanze im Goldschnitt abendländischer Tradition.

Wilhelm Kühlmann, Frankfurter Allgemeine

Kröhnke hält uns damit in Atem, daß er … uns zu Sympathisanten einer menschlichen Begegnung macht, der bei allem Außenseiterischen nie die Würde fehlt.

Martin Ripkens, Frankfurter Rundschau

Ein Stück Zeitgeschichte, aber nicht so, wie sie einmal in Geschichtsbüchern vorzufinden sein wird.

Esther Bürki, Der Bund, Bern

 
Friedrich Kröhnke, *1956, lebt in Berlin. Zuletzt erschienen u.a. «Ein Geheimnisbuch» (bei Ammann 2009), «Nach Asmara!», Roman (bei Jung & Jung 2011), «Die Weise von Liebe und Tod», Novelle (bei Rimbaud 2012).

Alle Titel von Friedrich Kröhnke

 

 

 
Gregor von Rezzori
Denkwürdigkeiten eines Antisemiten

Ein Roman in fünf Erzählungen
Ausgewählte Werke in Einzelbänden Bd. 4
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 74)
344 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-424-2 ISBN 3890864244
€ 34,-   beim Verlag bestellen
€ 34,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Gregor von Rezzori wurde am 13. Mai 1914 in Czernowitz geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der Bukowina und zeitweilig in einem österreichischen Internat. 1934 studierte er in Wien Malerei und debütierte während des Krieges mit unterhaltsamer Prosa.

Gregor von Rezzoris Bücher sind in der Regel im besten Sinne unterhaltsam, geprägt von Witz, Ironie und scharfer Beobachtungsgabe. Daher war er auch als Autor im Rundfunk und bei Illustrierten erfolgreich. Seit 1960 lebte er in Donnini (bei Florenz), wo er am 24. April 1998 starb. «Ich kann mich hinbegeben, wo ich will», hat der Autor einmal geäußert, «Czernowitz holt mich ein.»

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Vera Hacken
Kinder- und Jugendjahre
mit Elieser Steinbarg

Aus dem Jiddischen übertragen von Othmar Andrée
Herausgegeben von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 61)
104 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-417-4 ISBN 3890864171
€ 25,-   beim Verlag bestellen
€ 25,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

Vera Hacken, geboren 1912 in Odessa, lebte seit 1919 in Czernowitz. Der große jiddische Dichter Elieser Steinbarg lehrte sie Jiddisch in Wort und Schrift. Er, der als Pädagoge tätig war, bildete sie auch zur Kindergärtnerin aus. 1941 floh Vera Hacken mit ihrem Ehemann, dem Mediziner und Komponisten Emanuel Hacken, und ihren Eltern in die Sowjetunion. Ab 1947 lebten die Hackens in Garmisch-Partenkirchen, 1951 übersiedelten sie nach New York.

Bis zur Ankunft in den USA hatte die Dichterin ihre Texte in deutscher Sprache geschrieben, nun aber wechselte sie in die jiddische Sprache und publizierte in den USA und in Israel Erzählungen und Gedichte mit beachtlichen Erfolgen. Ab 1982 veröffentlichte sie in der Edition Weitbrecht in Stuttgart und im Goldmann Verlag in München als Herausgeberin und Übersetzerin die «Bücher der goldenen Pawe». Diese Ausgaben der klassischen jiddischen Dichter erzielten erstaunlich hohe Auflagen; bedingt durch den Tod Vera Hackens konnte die Buchreihe leider nicht beendet werden. Vera Hacken starb 1988 in Cliffside, New Jersey.

War sie in den USA und in Israel – in der jiddischen Welt – bekannt, ist Vera Hacken, die Dichterin aus Czernowitz, in Deutschland noch zu entdecken.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Margot Ehrich
wieder hebe ich deinen blick auf

Liebesgedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 86)
88 S., brosch., 2014
ISBN 978-3-89086-411-2 ISBN 3890864112
€ 18,-   beim Verlag bestellen
€ 18,-   im Buchhandel bestellen
 
 

 

wieder hebe ich deinen
blick auf

worte im haar
nimmt die erde die
blumen zurück auch

sie wird ertrinken

 
Margot Ehrich, geb. in Bautzen. Sie wuchs auf in Leitmeritz/Nordböhmen, von wo sie 1945 vertrieben wurde. 1950 Flucht aus der DDR, 12 Jahre Aufenthalt in der Schweiz, Studium der Pädagogik an der Grande École de Danse, Bern. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Undeloh/Nordheide. Zahlreiche Auszeichnungen.

Alle Titel von Margot Ehrich

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
 
 
Ria Endres
Froher Wahnsinn

Gedichte
Zeichnungen von Ingrid Hartlieb
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 87)
5 Abb., 102 S., brosch., 2. Aufl. 2014
ISBN 978-3-89086-585-0 ISBN 3890865852
€ 18,-   beim Verlag bestellen
€ 18,-   im Buchhandel bestellen
 
 

DIE ZEIT veröffentlichte am 20. März 2014 (Nr. 13) unter dem Titel «Man kann nicht raus!» eine Rezension von Franz Schuh.

6 Gedichte von Ria Endres. Text und Audio. Faust Kultur 27. Juni 2014

Faust Kultur veröffentlichte am 24. Juni 2014 unter dem Titel «Den Luxus der Wörter finden» ein Gespräch mit Ria Endres.

RAST

im Morgenrot
da bist du tot

sagte der Reim

laß das Reimen sein

 
Ria Endres, geboren 1946 in Buchloe. Geisteswissenschaft­liches Studium. Promotion. Sie lebt seit 1969 in Frankfurt am Main.

Bekannt wurde Ria Endres vor allem durch ihre Essays über Thomas Bernhard, Samuel Beckett, Ingeborg Bachmann, Hannah Arendt, Elfriede Jelinek und ihre Prosa, Theaterstücke und Hörspiele.

Im Rimbaud erschienen bisher die Essays: «Samuel Beckett und seine Landschaften», 2006; «Die Dame mit dem Einhorn», 2008 und «Jacopo Tintoretto und Venedig», 2010.

Alle Titel von Ria Endres

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 

 

 
Dagmar Nick
Liebesgedichte

(Lyrik-Taschenbuch Nr. 23)
100 S., brosch., 2. Aufl. 2014
ISBN 978-3-89086-778-6 ISBN 3890867782
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Vorsorge

Rechtzeitig habe ich
einbalsamiert, was ich liebte:
damit ich dich eines Nachts,
wenn ich an nichts mehr glaube,
weil alle Wunder verbraucht sind,
wiederfinde, die harzigen Binden
von meinem Gedächtnis löse,
Ambra und Myrrhe noch einmal
erinnere, die Betäubung, wann war das,
als wir uns trennten,
und wieder von Anfang an lerne
zu lieben, was mir
nicht gehört.

 
Dagmar Nick, geboren 1926 in Breslau, ab 1933 in Berlin, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Seit 1947 veröffentlichte sie zahlreiche Lyrik- und Prosabände, Reisebücher und Hörspiele. Sie ist Mitglied des PEN und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und lebt heute in München. Seit 1990 erscheint ihr Werk im Rimbaud Verlag.

Auszeichnungen u.a.: Liliencron-Preis der Stadt Hamburg 1948, Eichendorff-Literaturpreis 1966, Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis 1970, Roswitha-von-Gandersheim-Medaille 1977, Tukan-Preis der Stadt München 1981, Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen 1986, Schwabinger Kunstpreis für Literatur der Stadt München 1987, Andreas-Gryphius-Preis 1993, Silbermedaille «München leuchtet» der Landeshauptstadt München 2001, Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth 2002, Ernst-Hoferichter-Preis 2006, Bayerischer Verdienstorden 2006, Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2009.

Alle Titel von Dagmar Nick

Weitere Lyrik-Taschenbücher

 
Ernst Meister
Kopf auf dem Hebros

Gedicht aus dem Nachlaß
Supplementband 3
Hrsg. und Nachwort von Dieter Breuer
52 S., brosch., 2014
ISBN 978-3-89086-419-8 ISBN 3890864198
€ 15,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Das «lange Gedicht», von dem Ernst Meister erstmals im Brief an Reinhard Paul Becker (14.2.1956) spricht, gehört nicht zum Konvolut der nachgelassenen Gedichte, den er mit Ilse Demtröder zusammengestellt hat. Entstanden im Umkreis von «Der Südwind sagte zu mir» (1955) und des Dramas «Ein Haus für meine Kinder», unterscheidet es sich durch Umfang und parodistisch-ironische Machart so extrem von Meisters weiterer Entwicklung als Lyriker, daß er es auch nach einer straffenden Bearbeitung 1963/64 wieder und endgültig beiseite legte.

Dieter Breuer

Dieter Breuer war bis zu seiner Emeritierung Professor für Germanistik an der RWTH Aachen.

 
Ernst Meister, geboren am 3. September 1911 in Hagen-Haspe (Westfalen), starb am 15. Juni 1979 in seiner Heimatstadt. Er studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Sein erster Gedichtband, «Ausstellung», erschien 1932. Von 1939 bis 1960 war er Angestellter in der Fabrik seines Vaters, im Kriege Soldat. Er veröffentlichte wieder ab 1953. Neben seiner Lyrik schrieb er Hörspiele. 1957 erhielt er den Westfälischen Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, 1963 den Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, 1976 den Petrarca-Preis, 1978 den Rilke-Preis. Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die ihm im Herbst 1979, posthum, den Georg-Büchner-Preis für sein lyrisches Werk verlieh.

Alle Titel von Ernst Meister

 

 

 
Tuvia Rübner
Wunderbarer Wahn

Gedichte
120 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-415-0 ISBN 3890864155
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Tuvia Rübner wurde 1924 in Preßburg (Bratislava) geboren. Seine Muttersprache ist Deutsch, Slowakisch lernte er privat. 1938 Ausschluß vom Schulunterricht wegen seiner jüdischen Herkunft. 1941 gelangte er als einziger seiner Familie mit dem letzten Flüchtlingstransport aus der Slowakei nach Palästina.

12 Jahre lang schreibt er noch weiter deutsche Gedichte in einer Sprache, die er nicht mehr spricht, bis er 1953 völlig ins Hebräische hinüberwechselt.

Die Gedichte dieses Bandes sind alle in meinem 88. und 89. Lebensjahr geschrieben worden. Wenn ich sie jetzt gesammelt sehe, fällt mir auf, wie verschiedenartig sie sind in Ton, Haltung, Aussage.

Tuvia Rübner

In Deutschland, wo er Mitglied der Darmstädter und Mainzer Akademien ist, bekam er 1999 den Jeanette-Schocken-Preis («gegen Unrecht und Gewalt, gegen Hass und Intoleranz»), den vor ihm unter anderem Louis Begley und Imre Kertész erhielten, sowie den Paul-Celan-Preis für seine Übersetzung von Agnons Roman «Shira».

Sein dichterisches Formgefühl verhindert dabei jede Beliebigkeit. Bemerkenswert ist auch, dass er kein Selbstmitleid, keine Wehleidigkeit kennt und dass er vieles nur andeutet. Es schimmert Trauer durch, tiefer Schmerz um den menschlichen Verlust. Dem gegenüber steht ein leichter Ton in dem Beschreibenden des Lebens in seinen Gedichten. Die Gegenwart blendet Tuvia Rübner keineswegs aus.

2008 erhält Tuvia Rübner schließlich den Literaturpreis des Landes Israel, die höchste literarische Auszeichnung dort. Von der Kritik wird er zu den erstrangigen europäischen Nachkriegsdichtern gezählt. 2012 bekommt er den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für sein Lebenswerk verliehen.

Alle Titel von Tuvia Rübner

 

 

 
 
 
Moses Rosenkranz
Jugend
Fragment einer Autobiographie

Herausgegeben von Doris Rosenkranz
mit einem Essay von Matthias Huff
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 26)
160 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-692-5 ISBN 3890866921
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Moses Rosenkranz kam zur Welt im Jahr 1904 in Berhometh am Pruth, einem kleinen Dorf im Norden der Bukowina. Diese war damals noch ein Kronland der Habsburgermonarchie, mit einem bunten Völkergemisch von Ruthenen, Polen, Rumänen, Deutschen und Magyaren. Im Osten grenzte sie an das Zarenreich. Die Eltern waren Bauern; er wuchs heran als siebtes von neun Kindern.

Die Kindheit verbrachte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche, später Nazilager, dann zehn Jahre Gulag aus politischen Gründen; danach, im volksrepublikanischen Bukarest, weiterhin nur eingeschränkte Freiheit und erneute Bedrohung. Darum Flucht in den Westen. Das bedeutete für ihn: in die Fremde.

Auch im modernen Literaturbetrieb ein Fremder, lebte er zurückgezogen in einem Dorf im Hochschwarzwald. 92-jährig erblindete er plötzlich und starb sieben Jahre später, am 17. Mai 2003.

Im vorliegenden Band erzählt der junge Rosenkranz seine Erlebnisse auf seiner Wanderschaft in den 20er Jahren auf der Suche nach Arbeit. Über die Stationen Krakau, Triest, Bukarest, Wien, Passau, München, Kehl am Rhein, Straßburg und Paris gelangte er bis Blois an der Loire. Die Zeit in Frankreich verbrachte er hauptsächlich zusammen mit einer Freundin und dem gemeinsamen Kind. Am Ende gehen sie wieder in die Bukowina zurück.

Titel «Kindheit»

Weitere Titel von Moses Rosenkranz

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
   
 
 

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