Moses Rosenkranz

(1904, Berhometh – 2003, Lenzkirch-Kappel)

Kindheit - Fragment einer Autobiographie
Jugend - Fragment einer Autobiographie
Bukowina - Gedichte 1920-1997
Im Untergang  Ein Jahrhundertbuch
Im Untergang II  Ein Jahrhundertbuch
Visionen
Kindheit - Fragment einer Autobiographie  Hörbuch
Jugend - Fragment einer Autobiographie  Hörbuch

Briefe an Alfred Margul-Sperber
Briefe an Kaspar Niklaus Wildberger


Elisabeth Axmann: Fünf Dichter aus der Bukowina
Bernhard Albers (Hrsg.): Blaueule Leid  Bukowina 1940-1944
Alfred Margul-Sperber: Die Buche  Anthologie

 

 
über
Moses Rosenkranz
 

 
Moses Rosenkranz kam zur Welt im Jahr 1904 in Berhometh am Pruth, einem kleinen Dorf im Norden der Bukowina. Diese war damals noch ein Kronland der Habsburgermonarchie, mit einem bunten Völkergemisch von Ruthenen, Polen, Rumänen, Deutschen und Magyaren. Im Osten grenzte sie an das Zarenreich. Die Eltern waren Bauern; er wuchs heran als siebtes von neun Kindern.

Die Kindheit verbrachte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche, später Nazilager, dann zehn Jahre Gulag aus politischen Gründen; danach, im volksrepublikanischen Bukarest, weiterhin nur eingeschränkte Freiheit und erneute Bedrohung. Darum Flucht in den Westen. Das bedeutete für ihn: in die Fremde.

Auch im modernen Literaturbetrieb ein Fremder, lebte er zurückgezogen in einem Dorf im Hochschwarzwald. 92-jährig erblindete er plötzlich und starb sieben Jahre später, am 17. Mai 2003.

 

 

 
Moses Rosenkranz
Briefe an Kaspar Niklaus Wildberger

1978–1993
Vorwort Kaspar Niklaus Wildberger
Nachwort Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 83)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 97)
21 Abb., 108 S., Klappenbrosch., erscheint Herbst 2016
ISBN 978-3-89086-354-2 ISBN 389086354X
€ 25,-
 
 

 

Letzte Erwartung

Die Treppe knarrt. Ich halt den Atem an.
Vielleicht kommt jemand jetzt zu mir:
ein Weib ein Kind ein obdachloser Mann.
Ich steh und warte hinter meiner Tür.

Mein Herz schlägt lauter als im Augenblick
da mir zum Kuß sich erster Mund genaht.
Wer jetzt hereinkommt ist mein letztes Glück,
ist die Erfüllung die ich oft erbat.

Wer du auch seist, komm nur geschwind herein,
hörst du die Glocke meiner Sehnsucht nicht;
hörst du nicht einer Seele Hilfeschrein,
die hinterm Türschloß Einsamkeit zerbricht?

 
aus: Wieder zu Haus; Klage und Bericht 4

 

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
 
 
Moses Rosenkranz

Jugend
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 81)
Eine Kooperation mit Bayern 2 / Kulturkritik und Literatur
4 Audio-CDs, zus. 291 Minuten, 2016
ISBN 978-3-89086-368-9 ISBN 389086368X
€ 19,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307950
 

 
Platz 5 auf der hr2-Hörbuchbestenliste von hr2 kultur und dem Börsenblatt des Deutschen Buchhandels
 
 

 
 
Moses Rosenkranz

Jugend
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 81)
Eine Kooperation mit Bayern 2 / Kulturkritik und Literatur
MP3-CD, 291 Minuten, 2016
ISBN 978-3-89086-370-2 ISBN 3890863701
€ 12,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307950
 

 
Eine Kooperation mit Bayern 2 / Kulturkritik und Literatur

Moses Rosenkranz –
Ein rebellischer Solitär der deutschen Literatur

Nikolaus Paryla liest aus
«Jugend – Fragment einer Autobiographie»

BR radioTexte – Das offene Buch (1/2)

BR radioTexte – Das offene Buch (2/2)
 
 

 

Moses Rosenkranz kam zur Welt im Jahr 1904 in Berhometh am Pruth, einem kleinen Dorf im Norden der Bukowina. Diese war damals noch ein Kronland der Habsburger­monarchie, mit einem bunten Völkergemisch von Ruthenen, Polen, Rumänen, Deutschen und Magyaren. Im Osten grenzte sie an das Zarenreich. Die Eltern waren Bauern; er wuchs heran als siebtes von neun Kindern.

Die Kindheit verbrachte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche, später Nazilager, dann zehn Jahre Gulag aus politischen Gründen; danach, im volksrepublikanischen Bukarest, weiterhin nur eingeschränkte Freiheit und erneute Bedrohung. Darum Flucht in den Westen. Das bedeutete für ihn: in die Fremde.

Auch im modernen Literaturbetrieb ein Fremder, lebte er zurückgezogen in einem Dorf im Hochschwarzwald. 92-jährig erblindete er plötzlich und starb sieben Jahre später, am 17. Mai 2003.

Im vorliegenden Hörbuch erzählt der junge Rosenkranz seine Erlebnisse auf seiner Wanderschaft in den 20er Jahren auf der Suche nach Arbeit. Über die Stationen Krakau, Triest, Bukarest, Wien, Passau, München, Kehl am Rhein, Straßburg und Paris gelangte er bis Blois an der Loire. Die Zeit in Frankreich verbrachte er hauptsächlich zusammen mit einer Freundin und dem gemeinsamen Kind. Am Ende gehen sie wieder in die Bukowina zurück.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

Als Download erhältlich bei unserem Partner cd baby
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Moses Rosenkranz

Kindheit
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 79)
6 Audio-CDs, zus. 455 Minuten, 2015
ISBN 978-3-89086-369-6 ISBN 3890863698
€ 19,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307943
 

 

 
 
Moses Rosenkranz

Kindheit
Fragment einer Autobiographie
Hörbuch

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 79)
MP3-CD, 455 Minuten, 2015
ISBN 978-3-89086-372-6 ISBN 3890863728
€ 12,-   beim Verlag bestellen
Auch als Download erhältlich: UPC 190394307943
 

 

 

Der Autor, geboren am 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, lebte bis 1930 vorwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest. 1941 bis 1944 war er in Arbeitslagern der rumänischen Faschisten interniert; 1947, verschleppt nach Rußland, verschwand er für 10 Jahre im Gulag. 1961, wieder politisch verfolgt, mußte er aus Rumänien fliehen und kam nach Deutschland. Er starb am 17. Mai 2003 im Schwarzwald.

Die Kindheit erlebte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch in einer kinderreichen Bauernfamilie. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche.
Weiteres zum Lebenslauf im Essay von Matthias Huff.

Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Hörbuch.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

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Moses Rosenkranz
Briefe an Alfred Margul-Sperber

1930–1963
mit autobiographischen sowie literaturkritischen Dokumenten
Herausgegeben von George Guțu
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 77)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 92)
232 S., brosch., 2015
ISBN 978-3-89086-377-1 ISBN 3890863779
€ 19,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Moses Rosenkranz stand, wie Alfred Kittner prägnant sagte, «in länger oder kürzer währenden Freundschaftsbeziehungen zu Alfred Margul-Sperber, Alfred Kittner, Oskar Walter Cisek, Immanuel Weissglas, Ion Pillat, Vasile Voiculescu, Harald Krasser, Wolf Aichelburg, Hermann Roth. Alle, die sein Werk und seine Persönlichkeit kannten, haben seiner Dichtung eine überragende Bedeutung beigemessen.» Als am längsten und am dauerhaftesten, auch wenn nicht völlig reibungslos, erwies sich das freundschaftliche und schriftstellerische Verhältnis zwischen Margul-Sperber und Rosenkranz.

Im Bukarester Sperber-Nachlass befinden sich im Muzeul Național al Literaturii Române zahlreiche Briefe und Postkarten, die Rosenkranz seinem Freund, «Margul, dem Riesen», geschickt hat. Das Persönliche wurde sehr oft von existenziell-dichterischen Freuden und Nöten weitgehend zurückgedrängt. Nicht immer ist das Verhältnis, wie gesagt, harmonisch gewesen, manchmal führten Dissonanzen bis zu seinem totalen Abbruch, bis zur «Kriegserklärung». Doch das dominierende Gefühl ist letztendlich jenes, dass man einen Freund hat, dem man sich anvertrauen kann, der mit der Zeit für die eigene lyrische Produktion fast unerlässlich wurde: man brauchte seine Anregungen, seine Kritik, sein Lob.

George Guțu

George Guțu, geboren 1944 in Galatz/Galați, Rumänien, studierte Germanistik und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig und wirkt weiterhin als nun emeritierter Germanistikprofessor und als Übersetzer an der Universität Bukarest. Er ist Gründer und Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens.

 

Alle Titel von Alfred Margul-Sperber

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Moses Rosenkranz
Im Untergang

Ein Jahrhundertbuch
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 39)
1 Abb., 120 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-913-1 ISBN 3890869130
€ 18,-   beim Verlag bestellen
€ 18,-   im Buchhandel bestellen
ISBN 3-88356-043-X ISBN 388356043X
ISBN 978-3-88356-043-4 ISBN 9783883560434

 

 

 

 
 
 
Moses Rosenkranz
Im Untergang II

Ein Jahrhundertbuch
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 40)
1 Abb., 106 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-819-6 ISBN 3890868193
€ 18,-   beim Verlag bestellen ISBN 3-88356-143-6 ISBN 3883561436
€ 18,-   im Buchhandel bestellen
ISBN 3-85373-111-2 ISBN 3853731112
ISBN 978-3-85373-111-6 ISBN 9783853731116

 

Der Band ‹Im Untergang II› ist die Fortsetzung des 1986 erschienenen Gedichtbuches ‹Im Untergang›. Die in beiden Bänden versammelten Gedichte rechtfertigen den anspruchsvollen Untertitel ‹Ein Jahrhundertbuch›, indem hier die überwältigenden Ereignisse des Jahrhunderts poetisch gestaltet sind: Die Zerstörungen durch den Zweiten, den totalen Weltkrieg, die, von allen Parteien betrieben, nichts verschonten außer der Industrie die dazu die Maschinen stellte. Man weiß es, aber hier sieht man es. Treibt die eine Partei Völker in Gaskammern, so die andere Bauernmassen in sibirische Eiswüsten. Wird in Europa verbrannte Erde praktiziert, so werden in Fernost Städte atomisiert. Nach diesem Sturm der Teufel bahnt sich, ebenfalls mit Hilfe der Industrie, die universelle Apokalypse an. Man weiß auch das; hier erlebt man es, durchgefühlt in poetischer Vision vom Exitus der Meere bis zum Mittagstisch mit Schattenspeisen. Diese Gedichte lassen sich in keine Konzeption ihrer Kunstgattung einfügen. Sie sind Ausdruck einer Besessenheit durch das Zeitgeschehen und des Protests dagegen.

 

 

 
 
 
Moses Rosenkranz
Jugend
Fragment einer Autobiographie

Herausgegeben von Doris Rosenkranz
mit einem Essay von Matthias Huff
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 26)
160 S., geb., 2014
ISBN 978-3-89086-692-5 ISBN 3890866921
€ 18,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Im vorliegenden Band erzählt der junge Rosenkranz seine Erlebnisse auf seiner Wanderschaft in den 20er Jahren auf der Suche nach Arbeit. Über die Stationen Krakau, Triest, Bukarest, Wien, Passau, München, Kehl am Rhein, Straßburg und Paris gelangte er bis Blois an der Loire. Die Zeit in Frankreich verbrachte er hauptsächlich zusammen mit einer Freundin und dem gemeinsamen Kind. Am Ende gehen sie wieder in die Bukowina zurück.

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Moses Rosenkranz
Visionen

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 14)
160 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-728-1 ISBN 3890867286
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Dieser Band enthält Visionen im weitesten Verständnis des Wortes, in den verschiedensten Aspekten. Gewiss findet sich in diesen Gedichten auch reine Imagination, Vision im engeren, im herkömmlichen Sinn. Doch was bei Moses Rosenkranz immer wieder auffällt, ist sein visionärer Zugriff auf Themen, auf Bereiche, die durchaus realitätsverhaftet sind. Das wird deutlich spürbar, weil die in der Vision verborgene Wirklichkeit vom Dichter erlebt und empfunden wurde – das ist auch dort noch zu erkennen, wo er sie gedanklich umgestaltet hat …

Bukowiner Literaturlandschaft

 
 

 
Moses Rosenkranz
Kindheit
Fragment einer Autobiographie

Herausgegeben von George Guțu und Doris Rosenkranz
mit einem Essay von Matthias Huff
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 9)
256 S., brosch., 4. Aufl. 2007
ISBN 978-3-89086-758-8 ISBN 3890867588
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 
SWR «Kindheit» ist persönliche Empfehlung von Elke Schmitter (SWR Bestenliste)
 
 

Textauszug

Rezension Der Tagesspiegel

Rezension Süddeutsche Zeitung

Rezension NZZ

Rezension Der Spiegel

Rezension Literaturen

Die Kindheit erlebte Moses Rosenkranz bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch in einer kinderreichen Bauernfamilie. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche.
Weiteres zum Lebenslauf im oben genannten Essay von Matthias Huff.

Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Buch.

«Sehr fremd und unheimlich vertraut mutet diese Geschichte an, rücksichtslos schön erzählt, zart und rabiat im Wechsel, der Umstände halber häufig düster. […] ‹Kindheit› ist […] ein Kleinod von besonderer, im wahrsten Sinne seltsamer Größe.»

Der Spiegel

«Von keiner Utopie läßt sich [Rosenkranz] sich etwas vormachen; keine Ideologie kann ihn über die Realität hinwegtäuschen.»

Thomas Rietzschel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

«… Das Wunder dieses Buches ist Rosenkranz’ Deutsch, das so wenig standardisiert ist wie sein ganzer Bildungsgang und sein Lebenslauf. Es ist ein intensives, hochpoetisches, präzises, wie hastiges und zugleich unverbildetes Deutsch, das Resultat des Versuchs, gewissermaßen dichterisch und unmittelbar auf die Möglichkeiten der deutschen Sprache durchzugreifen. […]
Diese gar nicht herleitbare Liebe zum Deutschen prägte, zusammen mit der Geschichte dieses Jahrhunderts, sein Leben, und wir haben den Gewinn in Gestalt eines dichterisch bedeutenden und als Zeitzeugnis unvergleichlichen autobiografischen Fragments […]»

Jörg Drews, Süddeutsche Zeitung

«Eines der schönsten Bücher aus jüngster Zeit sind die Kindheitserinnerungen von Moses Rosenkranz, der uns bislang vor allem als Lyriker bekannt war. […] Rosenkranz schildert das Leben jüdischer Kleinbauern, und das ist neu und spannend, aus direkter Nähe, aus der Persepektive des Kindes, eng vertraut mit Tieren und ländlicher Arbeit. […] Das zentrale Ereignis dieser Kindheit zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist der große Krieg, der die scheinbar so festgefügte Welt wie ein Kartenhaus zum Einsturz bringt. Der Krieg erscheint dem jungen Moses als Aneinanderreihung absurder Episoden […], erzählt in dieser wunderbaren Sprache, die Rosenkranz als großen Prosadichter auszeichnet.»

Martin Pollack, Literaturen

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Moses Rosenkranz
Bukowina
Ausgewählte Gedichte 1920–1997

zusammengestellt vom Verfasser
unter Mitwirkung von Doris Rosenkranz und George Guțu
Mit einem Interview von Stefan Sienerth
und einem Essay von Hans Bergel
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 6)
7 Abb., 192 S., brosch., 2. Aufl. 2004
ISBN 978-3-89086-828-8 ISBN 3890868282
€ 25,-   beim Verlag bestellen
 

 

Dieser Band ist eine Sammlung von Gedichten mit dem Ziel, die Bukowina zu schildern: ihre Landschaft, ihre Bevölkerung und ihre Geschichte.

«Seine Gedichte…, denen eine einnehmende Sprachmelodik und eine unverwechselbare Bildlichkeit eigen sind, die aus dem Erlebnisraum seiner buchenländischen Heimat und aus den Erfahrungen seines außergewöhnlichen Lebens gespeist werden, haben Rosenkranz einen herausragenden Platz im Rahmen der Bukowiner Literatur gesichert.»

Stefan Sienerth

«Moses Rosenkranz schuf sich nicht nur die eigene dichterische Sprache, er vervollkommnete die Unverwechselbarkeit seines lyrischen Idioms in seinen besten Texten bis zur Gültigkeit des makellosen Gedichts.»

Hans Bergel

«Die Gedichte dieses Autors sind von tiefem Ernst, von poetischer Ausdruckskraft und unerbittlicher Aufrichtigkeit.»

Evelyn von Bonin

«Meine Gedichte … zeigen Zustände auf mit einem Hintersinn von Rebellion.»

Moses Rosenkranz

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 

 
Elisabeth Axmann
Fünf Dichter aus der Bukowina

Rose Ausländer
Paul Celan
Alfred Kittner
Alfred Margul-Sperber
Moses Rosenkranz
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 35)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 59)
140 S., brosch., 2007
ISBN 978-3-89086-561-4 ISBN 3890865615
€ 20,-   beim Verlag bestellen
 
 

 

Elisabeth Axmann, geboren 1926 in Sereth, verbrachte ihre Kindheit in der Bukowina, der Moldau und Siebenbürgen. 1944–1946 Flucht, Aufenthalte und verschiedene Tätigkeiten in Rumänien. 1946/47 Abitur, 1947 Studium in Klausenburg. 1954 Heirat und Umzug nach Bukarest, dort bis 1970 Kulturredakteurin bei «Neuer Weg». 1970 Lektorin des Kriterion Verlages. 1972 Redakteurin bei «Neue Literatur». Zahlreiche Übersetzungen. 1977 Flucht aus Rumänien. Seit 1978 hauptsächlich Kunst- und Literaturkritik in rumänischer Sprache. Elisabeth Axmann starb 2015.

Alle Titel von Elisabeth Axmann

Bukowiner Literaturlandschaft

Weitere Rimbaud-Taschenbücher

 

 

 
Blaueule Leid
Bukowina 1940–1944

Eine Anthologie
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 10)
Hrsg. und kommentiert von Bernhard Albers
160 S., fadengeh. Brosch., 2003
ISBN 978-3-89086-806-6 ISBN 3890868061
€ 22,-   beim Verlag bestellen
 
SWR «Blaueule Leid» ist persönliche Empfehlung von Caroline Neubaur (SWR Bestenliste)
 
 

 

Literatur-Tipp FOCUS

Autoren und ihre Texte in alphabetischer Reihenfolge

Aharon Appelfeld   Die Eismine
Rose Ausländer   Erinnerungen an eine Stadt · Ins Nichts gespannt
Elisabeth Axmann   die donau der mieresch · Erinnerungen
Klara Blum   Czernowitzer Ghetto
Paul Celan   Die Geisterstunde · Es fällt nun, Mutter, Schnee · Nähe der Gräber
Georg Drozdowski   Damals in Czernowitz
Robert Flinker   Fegefeuer
David Goldfeld   Todeslied
Alfred Gong   Bukowina · Ihr werdet vergessen · Kinderlied über'n «Jud» · Mein Vater · Topographie
Edgar Hilsenrath   Nacht
Leo Katz   Brennende Dörfer · Totenjäger
Heinz Kehlmann   So weit nach Westen
Alfred Kittner   Blaueule Leid · Erinnerungen · Heimkehr aus dem Lager · Podoliens Erde
Itzig Manger   Die Ballade vom weissen Brot
Alfred Margul-Sperber   Auf den Namen eines Vernichtungslagers · Der Neger Jessy Owens · Gespräch mit einem Kind · Glüht das dunkelnde Leben
Selma Meerbaum-Eisinger   Poem · Tragik · Trauer
Gregor von Rezzori   Blumen im Schnee
Moses Rosenkranz   Bukowina 1940–1941 · Die Blutfuge · Der Erledigte · Der Todeszug · Jüdisches Morgenlied 1941
Dorothea Sella   Der Ring des Prometheus
Ilana Shmueli   Erinnerungen · Ohne Boden war die Heimat
Edith Silbermann   Erinnerungen
Immanuel Weißglas   Babylonische Klage · Er
Manfred Winkler   Das Gedicht vom Nichts · Der Flüchtling 1938

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 
Alfred Margul-Sperber
Die Buche

Eine Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina
Zusammengestellt von Alfred Margul-Sperber
Aus dem Nachlass herausgegeben von George Guțu, Peter Motzan und Stefan Sienerth
469 S., geb., 2. Auflage 2011
ISBN 978-3-89086-516-4 ISBN 389086516X
Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!
€ 28,50
ISBN 978-3-9809851-4-7 ISBN 9783980985147 
 

 

Rose Ausländer · Uriel Birnbaum · Klara Blum · Paul Celan · Zeno Einhorn · Norbert Feuerstein · Ernst Maria Flinker · Robert Flinker · Benjamin Fuchs · David Goldfeld · Lotte Jaslowitz · Josef Kalmer · Alfred Kittner · Ewald Ruprecht Korn · Artur Kraft · Josef I. Kruh · Kamillo Lauer · Siegfried Laufer · Ariadne Baronin Löwendal · Hugo Maier · Itzig Manger · Alfred Margul-Sperber · Tina Marbach · Salome Mischel · Johann Pitsch · Moses Rosenkranz · Heinrich Schaffer · Isaac Schreyer · Jakob Schulsinger · Erich Singer · Isak Sonntag · Klaus Udo Tepperberg · Victor Wittner · Kubi Wohl

Erstens sind ihre Träger Dichter, in einer Zeit. in der, wie ein Witz lautet, ein Ehemann seiner Frau auf die vor dem Schaufenster einer Modistin geäußerten Bitte, er möge ihr einen bestimmten Hut kaufen, denn er sei wie ein Gedicht, mit geringschätzendem Achselzucken erwidert: «Aber Liebling, wer kauft heutzutage noch Gedichte!» Zweitens sind diese Dichter Juden, und das heißt, dass die nichtjüdische Welt von diesen Dichtern nichts wissen will […] und dass die jüdische Welt, wenn man ihr mit jüdischen Gedichten kommt, erklärt, sie habe heutzutage andere Sorgen. Drittens schreiben die jüdischen Dichter der Bukowina in der überwältigenden Mehrzahl deutsch, und das ist ein Fall besonderer Tragik in einer Zeit, in der man ja auch den in Deutschland lebenden jüdischen Dichtern […] dies Recht auf ihre Zuständigkeit in der Dichtung deutscher Zunge abspricht […]. Die vierte, vielleicht wesentlichste Tragik der jüdischen Dichter der Bukowina besteht darin, dass sie eben in der Bukowina leben, wo es für sie weder ein Echo noch ein Publikum gibt, weder Verleger noch Verbreitungsmöglichkeit durch periodischen Druck, keine Zeitschriften, nur Tageszeitungen […].

Bukowiner Literaturlandschaft

 

 

 

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