Lyrik und Prosa

Autor:

Meister, Ernst

… und Ararat. Pythiusa. Lichtes Labyrinth

Gedichte (1956 / 1958 / 1959)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 4)
95 S., fadengeh. Brosch., 1987

ISBN 978-3-89086-981-0

Autor:

Arendt, Erich

Ägäis

Gedichte (1967)
(Sämtliche Gedichte Bd. 6)
hrsg. von Gerhard Wolf
128 S., geb., 1995

ISBN 978-3-89086-890-5

Der Gedichtband «Ägäis» erschien 1967 im Insel Verlag Leipzig. Arendt setzte das Erlebnis griechischer Inselwelt, die er in einem Bildband kulturhistorisch beschrieben und mit der Kamera eindrucksvoll festgehalten hat, in große poetische Visionen um. Er hat sechs Jahre an diesem Gedichtband gearbeitet. Hiermit liegt der erste Band der Edition des lyrischen Gesamtwerks Erich Arendts vor.

Autor:

Dove, Richard

Am Fluß der Wohlgerüche

                 

Autor:

Bertók, László

Ameisen ziehen

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

An mich. Flugpost

                   

Autor:

Meister, Ernst

Anderer Aufenthalt

Verstreut veröffentlichte Gedichte (1932–1964)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 8)
80 S., geb., 1997

ISBN 978-3-89086-978-0

Autor:

Neumann, Gerhard

Angriff der Möven

Gerhard Neumann galt in den fünfziger Jahren als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der jüngeren Generation. Die neue Tonlage in Neumanns Lyrik kommt in dem Gedicht «Im Mal der Tiere» vielleicht am stärksten und eigenwilligsten zum Ausdruck. Ein Geflecht aus Chiffren und Zeichen, dessen Faszinationskraft sich aus den souveränen sprachlichen Setzungen speist, ein sensibler Leser wird sich wohl kaum diesen Gedichten entziehen können.

Autor:

Weißglas, Immanuel

Aschenzeit

Gesammelte Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 2)
1 Abb., 160 S., geb., 1994

ISBN 978-3-89086-923-0

Die vorliegende Sammlung erlaubt erstmals einen geschlossenen Überblick über das lyrische Schaffen von Immanuel Weißglas. In ihrem Kern besteht sie aus den zwei vom Autor selbst zusammengestellten und veröffentlichten Gedichtbänden: «Kariera am Bug» (1947) und «Der Nobiskrug» (1972). Beide Sammelbände kommen hier in unveränderter Textfolge zum Abdruck, damit die Authentizität der in Rumänien erschienenen Auswahl aus dem lyrischen Schaffen vom Leser unmittelbar nachvollzogen werden kann. Abgedruckt werden ferner die für das Verständnis des Werkzusammenhangs und seiner Entwicklung notwendigen Gedichte und Gedichtgruppen aus dem Nachlaß.

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Atem für Atem. Von Jahr zu Jahr

                   

Autor:

Götz, K. O.

Augenmoose

Autor:

Meister, Ernst

Aus dem Zeitlied eines Kindes

Gedichte
Supplementband 2
Nachwort von Reinhard Kiefer
Mit einem alphabetischen Verzeichnis aller Überschriften und Gedichtanfänge der «Gesammelten Gedichte» zusammengestellt von Martin Linnhoff.
100 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-757-1

Autor:

Stölzel, Thomas

Aus den Notizbüchern eines Menschenforschers

Die hier dargebotenen Notizen erscheinen in unter­schiedlichen Gestalten und Verdichtungs­graden: Aphoristische Texte, Aperçus, Einfälle, Maximen, Zitate, Fragmente, Fragen, Miniaturen und Materialien zu größeren Betrachtungen. Sie umkreisen auf ihre Weise ein unerschöpfliches Themenfeld: das menschliche Verhalten. Dadurch stehen sie in einer moralistischen Tradition, in der es darum geht, den Menschen möglichst illusionsfrei und pointiert in all seinen Ab- und Hintergründen zu beschreiben.

Autor:

Kiefer, Reinhard

aus der messingstadt

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Aus der Rosenschlucht. Über die Lichtung

                   

Autor:

Weßlowski, Hans

Ausgesprochenes Dunkel

Autor:

Meister, Ernst

Ausstellung

Gedichte (1932, Reprint)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 1)
70 S., fadengeh. Brosch., 1985

ISBN 978-3-89086-984-1

Autor:

Monioudis, Perikles

Azra und Kosmás

Kosmás Groß, ein Schriftsteller mit beträchtlichem Bekanntheitsgrad und ebenso großer Öffentlichkeits­scheu, verunfallt in einer Frost­nacht in Berlin. Er zieht sich nach Lesbos zurück, wo sein Großvater mütterlicherseits sein Haus hatte und wo er schon als Kind öfter den Sommer verbrachte. Er frönt zunächst seiner großen Leidenschaft, dem Backgammon, und nimmt, mit den Schicksalen der in Nuss­schalen über die Ägäis Geflüchteten konfrontiert, den Schleppern beim Backgammon das Geld ab, um es den Geflüchteten zurück­zugeben. Dabei lichtet ihn ein Wärter ab – und er fliegt vor der Weltöffentlichkeit auf. Azra, Berliner Ärztin und freiwillige Helferin auf Lesbos, ist von Anfang an präsent; sie folgt dem flüchtigen Kosmás mit dem Schlauchboot auf die nächste Insel. Ihre neuerliche Begegnung wird von einem fürchterlichen Ereignis überschattet, das über die Menschen dort hereinbricht.

Autor:

Kopf, Joseph

beer-sheva

Gedichte
Herausgegeben von Adrian Krug
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-324-5

eines

bettlers sternenaussatz
das
blaue licht seiner füsse
der
maulbeerbaum seiner stirn

weisse tiere rings um beersheva

frau martita jöhr zu weihnachten 1963

 

Autor:

Leisten, Christoph

bis zur schwerelosigkeit

Von Christoph Leisten wurden im Rimbaud Verlag bislang drei Bände publiziert. Seinen Prosaband «Marrakesch, Djemaa el Fna», jüngst ins Arabische übersetzt, würdigte Stefan Weidner in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» als «große Schule der Wahrnehmung«. – Auch die hier versammelten Gedichte setzen im Raum der Wahrnehmung an, um in poetischen Bewegungen des Unterwegsseins die Schwebe auszuloten zwischen alter Geschichte und Jetztzeit, Orient und Okzident, Werden und Vergehen.   Rezension                    

Autor:

Krier, Jean

Bretonische Inseln

Autor:

Rosenkranz, Moses

Bukowina. Ausgewählte Gedichte 1920–1997

zusammengestellt vom Verfasser
unter Mitwirkung von Doris Rosenkranz und George Guțu
Mit einem Interview von Stefan Sienerth
und einem Essay von Hans Bergel
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 6)
7 Abb., 192 S., brosch., 2. Aufl. 2004

ISBN 978-3-89086-828-8

Dieser Band ist eine Sammlung von Gedichten mit dem Ziel, die Bukowina zu schildern: ihre Landschaft, ihre Bevölkerung und ihre Geschichte. «Seine Gedichte…, denen eine einnehmende Sprachmelodik und eine unverwechselbare Bildlichkeit eigen sind, die aus dem Erlebnisraum seiner buchenländischen Heimat und aus den Erfahrungen seines außergewöhnlichen Lebens gespeist werden, haben Rosenkranz einen herausragenden Platz im Rahmen der Bukowiner Literatur gesichert.»

Stefan Sienerth
«Moses Rosenkranz schuf sich nicht nur die eigene dichterische Sprache, er vervollkommnete die Unverwechselbarkeit seines lyrischen Idioms in seinen besten Texten bis zur Gültigkeit des makellosen Gedichts.»
Hans Bergel
«Die Gedichte dieses Autors sind von tiefem Ernst, von poetischer Ausdruckskraft und unerbittlicher Aufrichtigkeit.»
Evelyn von Bonin
«Meine Gedichte … zeigen Zustände auf mit einem Hintersinn von Rebellion.»
Moses Rosenkranz

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Coda I / Coda II

Autor:

Kopf, Joseph

das geöffnete schneeblatt

Gesammelte Gedichte Bd. II – 1967–1979
(Hrsg. von Paul Good)
192 S., geb., 1992

ISBN 978-3-89086-892-9

Autor:

Teissl, Christian

Das große Regenalphabet

   

Autor:

Hölzer, Max

Der Doppelgänger

Autor:

Meister, Ernst

Der Südwind sagte zu mir. Fermate

Gedichte (1955 / 1957)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 3)
63 S., fadengeh. Brosch., 1986

ISBN 978-3-89086-982-7

Autor:

Schreyer, Isaac

Der Tag des Einsamen

Gedichte und Nachdichtungen
Nachwort von Armin Eidherr
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 60)
1 Abb., 172 S., geb., 2011

ISBN 978-3-89086-474-7

Isaac Schreyer Geboren 1890 in Wischnitz/Bukowina; gestorben 1948 im New Yorker Exil. Lyriker und Übersetzer aus dem Jiddischen und Hebräischen. Lebte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, bis er 1939 zuerst nach Großbritannien und dann in die USA emigrieren konnte. Veröffentlichte seine Gedichte in literarischen Zeitschriften. Erst nach seinem Tod wurden sie in Buchform veröffentlicht. Armin Eidherr Geboren 1963 in Wels/Oberösterreich. Studium u.a. der Germanistik und Romanistik. 2000 Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seit 2005 Mitarbeiter am Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte und seit 2008 am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg als Professor für Jüdische Kulturgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Jiddistik und Deutsch-Jüdischen Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen zur jiddischen und deutsch-jüdischen Literatur.            

Autor:

Meister, Ernst

Die Formel und die Stätte

Gedichte (1960)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 6)
95 S., fadengeh. Brosch., 1987

ISBN 978-3-89086-979-7

Autor:

Weßlowski, Hans

Die Mühlen mahlen den Tag aus

Autor:

Jansen, Erich

Die nie gezeigten Zimmer

Grenzstadt in der Dämmerung Ich sah die Toten in ihren Blechgewändern von den Türmen herabsteigen. Ich hörte die Glocken, gelb, aus Abendmessing und Fledermausangst, und die Häuser bewegten sich nicht. Und der Bischof vom Platz verzeichnete alles in den Annalen.

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Die Nonnensense I · II

Laut- und Unsinnsgedichte
(Gesammelte Gedichte Bd. 7)
252 S., geb., 2017

ISBN 978-3-89086-344-3

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Du nicht zu halten. Weißt du das Wort

                   

Autor:

Meerbaum, Selma

Du, weißt du, wie ein Rabe schreit?

Gedichte
Hrsg. und mit einem Essay von Helmut Braun
sowie Fotos und Dokumenten
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 71)
51 teils farb. Abb., 208 S., fadengeh. geb.,
3. erweiterte Aufl. 2016

ISBN 978-3-89086-439-6

Du, weißt du … Du, weißt du, wie ein Rabe schreit? Und wie die Nacht, erschrocken bleich, nicht weiß, wohin zu fliehn? Wie sie verängstigt nicht mehr weiß: Ist es ihr Reich, ist es nicht ihr Reich, gehört sie dem Wind oder er ihr, und sind die Wölfe mit ihrer Gier nicht zum Zerreißen bereit? .. Du, weißt du, wie der Wind schrill heult und wie der Wald, erschrocken bleich, nicht weiß, wohin zu fliehn? Wie er verängstigt nicht mehr weiß: Ist es sein Reich, ist es nicht sein Reich, gehört er dem Regen oder der Nacht und ist der Tod, der schauerlich lacht, nicht sein allerhöchster Herr? …

Autor:

Bender, Hans , Ausländer, Rose , Weißglas, Immanuel ,

Einsame Weihnachten

Hrsg. Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 78)
40 S., Klappenbrosch., 2016

ISBN 978-3-89086-383-2

Gedichte von Rose Ausländer, Hans Bender und Immanuel Weißglas.   Weihnachtsgedichte in deutscher Sprache, geschrieben nach 1945. Texte von drei sehr unterschiedlichen Dichtern sollen zeigen, in welchen Ausdrucksformen das in jener Zeit noch möglich war. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen – aus der Bukowina vertrieben – Rose Ausländer (1901–1988) nach New York und Immanuel Weißglas (1920–1979) nach Bukarest; beide jüdischen Dichter schrieben Weihnachtsgedichte, Rose Ausländer auf Englisch, Weißglas – obwohl er nie in Deutschland gelebt hatte – auf Deutsch. Um dieselbe Zeit verfasste Hans Bender (1919–2015), wenig später Mitbegründer der Zeitschrift «Akzente», ein denkwürdiges Weihnachtsgedicht in sowjetischer Gefangenschaft. Heinrich Detering

Autor:

Hölzer, Max

Entstehung eines Sternbilds

In den 50er Jahren war Hölzer einer der wenigen Lyriker deutscher Sprache, die den Surrealismus in selbständiger Weise für sich nutzbar machten. Später wandte er sich u.a. dem Studium der Kaballa zu, das große Bedeutung für seine lyrische Produktion gewann. Das bislang zerstreute lyrische Werk Hölzers erscheint im Rimbaud Verlag.

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Erinnern Erwarten. Je dunkler es wird

                   

Autor:

Hülsmanns, Dieter

Erinnerungen eines Erotomanen

Vier Erzählungen
Prosa 1960–1966
7 Abb., 64 S., geb., 1992

ISBN 978-3-89086-887-5

Autor:

Schablewski, Frank

Eros Ionen

Die Künstler der Renaissance und später des Barock haben den toten Körper geöffnet, um Wesen und Physiognomie des Menschen zu sezieren in Bild und Gestalt. Nach diesem Muster verfährt Frank Schablewski heute mit der Sprache. Er hat allerdings mit dem Motiv und der Motivation das Reich des Thanatos mit dem des Eros getauscht. Die Gedichte seines neuen Buches Eros Ionen bestehen aus Schlüsselwörtern, mit denen Liebende sich zu erkennen geben. Die Idee zu diesem Buch entstand im vergangenen Jahr während eines Stipendiums im Künstlerdorf Schöppingen bei Münster. Dieses Jahr erhält der 1965 in Hannover geborene Autor den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Autor:

Meister, Ernst

Es kam die Nachricht

Gedichte (1970)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 10)
95 S., geb., 1990

ISBN 978-3-89086-976-6

Autor:

Schwedhelm, Karl

Fährte der Fische

Karl Schwedhelm veröffentlichte 1955 seinen einzigen Gedichtband «Fährte der Fische».

Autor:

Meister, Ernst

Flut und Stein

Gedichte (1962)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 7)
127 S., fadengeh. Brosch., 1988

ISBN 978-3-89086-985-8

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Fort von wo. Verloren die Form

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Frühe Gedichte

       

Autor:

Götz, K. O.

Gedichte

Gedichte (spanisch / deutsch)
Mit 6 schwarz-weißen Abb. von K. O. Götz
32 S., Großformat, Leinen, 1992
100 numerierte und signierte Exemplare mit einer Skizze des Künstlers

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

Autor:

Meister, Ernst

Gedichte aus dem Nachlaß

Autor:

Krier, Jean

Gefundenes Fressen

Autor:

Hölzer, Max

Gesicht ohne Gesicht

Autor:

Nick, Dagmar

Gewendete Masken

Autor:

Nick, Dagmar

Gezählte Tage

Gedichte (1986)
(Gedichte Bd. 3)
63 S., geb., 2. Aufl. 2010

ISBN 978-3-89086-947-6

«Das Erstaunliche dieser Lyrik ist die gelassene Beherrschung der Sprache, die gebändigte Leidenschaft, der Geist gewordene Eros. In dieser Lyrik gibt es keine falschen Töne, keine abgegriffenen Metaphern, keine leeren Worthülsen.»

Peter Jokostra

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Gezählte Tage. Im freien Fall

       

Autor:

Rübner, Tuvia

Granatapfel

Autor:

Leisten, Christoph

grand hotel tazi

Gedichte

 

Erscheint im Frühjahr 2020

ISBN 978-3-89086-220-0

"Christoph Leisten wird zum lyrischen Botschafter zwischen den Kulturen."

Anton G. Leitner

 

Lange bevor der Massentourismus einsetzte und Marrakesch zum Jet-Set-Ziel wurde, gehörte das Grand Hotel Tazi zu den ersten Häusern der Stadt. Später wohnen auch Elias Canetti und Hubert Fichte hier.

In Christoph Leistens neuem Gedichtband wird das Hotel zum Ausgangspunkt der poetischen Expedition in eine andere Welt - und in unsere Gegenwart.

Autor:

Gong, Alfred

Gras und Omega

Gedichte
(Schriften der Alfred Gong Gesellschaft Bd. 2)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 5)
7 Abb., 80 S., geb., 1997

ISBN 978-3-89086-967-4

Dieser erste Gedichtband von Alfred Gong ist der Niederschlag seiner äußeren und inneren Erlebnisse in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Darüberhinaus bedeutet «Gras und Omega» den anonymen Kreislauf von Leben und Tod in dieser Zeit. Alpdrückende Rückschau und prophetisches «Vorblenden» fließen in diesen Texten zusammen, um sich endlich zu einer ergreifenden Freske aus Existenz und Transrealismus zu verdichten, die eine Deutung der Muster und Mythen unseres Zeitraumes versucht.

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Grün vor Blau. Über die Grenze

Der Autor, geboren am 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, lebte bis 1930 vorwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest. 1941 bis 1944 war er in Arbeitslagern der rumänischen Faschisten interniert; 1947, verschleppt nach Rußland, verschwand er für 10 Jahre im Gulag. 1961, wieder politisch verfolgt, mußte er aus Rumänien fliehen und kam nach Deutschland. Er starb am 17. Mai 2003 im Schwarzwald. Die Kindheit erlebte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch in einer kinderreichen Bauernfamilie. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche. Weiteres zum Lebenslauf im Essay von Matthias Huff. Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Hörbuch. Sprecher: Nikolaus Paryla mit einem 40-seitigen Booklet

Autor:

Hübner, Johannes

Herren der Gezeiten

Gedichte
78 S., geb., 1960

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-850-9

Autor:

Kiefer, Reinhard

hofnarrenkorrespondenz

Gedichte
Mit 6 Zeichnungen von Wolfgang Wittkämper
28 S., geheftet, 1981

Bestellung nur über den Verlag

ISBN 3-922322-06-9

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Honigklavier. Vor der Stille

                   

Autor:

Berkes, Ulrich

Ikarus über der Stadt

Berkes wurde durch sein in der DDR erschienenes Lautréamont- Tagebuch «Eine schlimme Liebe» bekannt. Dieser Band gibt eine repräsentative Auswahl aus seinen veröffentlichten sowie auch unveröffentlichten Gedichten.

Autor:

Krier, Jean

Île d’Ouessant

Gedichte
Ausgewählt von Frank Schablewski
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-325-2

 

Autor:

Rübner, Tuvia

Im halben Licht

Tuvia Rübner wurde 1924 in Preßburg (Bratislava) geboren. Seine Muttersprache ist Deutsch, Slowakisch lernte er privat. 1938 Ausschluß vom Schulunterricht wegen seiner jüdischen Herkunft. 1941 gelangte er als einziger seiner Familie mit dem letzten Flüchtlingstransport aus der Slowakei nach Palästina. 12 Jahre lang schreibt er noch weiter deutsche Gedichte in einer Sprache, die er nicht mehr spricht, bis er 1953 völlig ins Hebräische hinüberwechselt. In Deutschland, wo er Mitglied der Darmstädter und Mainzer Akademien ist, bekam er 1999 den Jeanette-Schocken-Preis («gegen Unrecht und Gewalt, gegen Hass und Intoleranz»), den vor ihm unter anderem Louis Begley und Imre Kertész erhielten, sowie den Paul-Celan-Preis für seine Übersetzung von Agnons Roman «Shira». Sein dichterisches Formgefühl verhindert dabei jede Beliebigkeit. Bemerkenswert ist auch, dass er kein Selbstmitleid, keine Wehleidigkeit kennt und dass er vieles nur andeutet. Es schimmert Trauer durch, tiefer Schmerz um den menschlichen Verlust. Dem gegenüber steht ein leichter Ton in dem Beschreibenden des Lebens in seinen Gedichten. Die Gegenwart blendet Tuvia Rübner keineswegs aus. 2008 erhält Tuvia Rübner schließlich den Literaturpreis des Landes Israel, die höchste literarische Auszeichnung dort. Von der Kritik wird er zu den erstrangigen europäischen Nachkriegsdichtern gezählt. 2012 bekommt er den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für sein Lebenswerk verliehen.

Autor:

Nick, Dagmar

Im Stillstand der Stunden

Autor:

Meister, Ernst

Im Zeitspalt

Gedichte (1976)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 12)
64 S., geb., 1994

ISBN 978-3-89086-974-2

Autor:

Nick, Dagmar

In den Ellipsen des Mondes

Autor:

Leisten, Christoph

in diesem licht

Christoph Leisten Lyriker, Essayist und Mitherausgeber der Kulturzeitschrift «Zeichen und Wunder», debütierte 2001 mit dem Band «entfernte nähe». Nach Publikationen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien legt er nunmehr sein zweites Buch vor: luzide Gebilde, die einen Bogen spannen zwischen mitteleuropäischer, mediterraner und maghrebinischer Gegenwartserfahrung. Rezension

Autor:

Margul-Sperber, Alfred

Ins Leere gesprochen

Ausgewählte Gedichte (1914–1966)
Hrsg. von Peter Motzan
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 12)
1 Abb., 240 S., geb., 2002

ISBN 978-3-89086-792-2

Der hier vorgelegte Band bietet einen Querschnitt durch das lyrische Werk Alfred Margul-Sperbers (1898–1967) von den Anfängen der Wiener Gymnasiastenzeit bis zu seinen letzten in Bukarest – in der rumänischen Hauptstadt verbrachte der gebürtige Bukowiner 26 Jahre seines Lebens – geschriebenen Gedichten. Aufnahme fanden auch einige wenige Texte, in denen Sperber sich den didaktisch-operativen, ästhetisch-normativen und weltanschaulich-restriktiven Vorgaben des ‹sozialistischen Realismus› unterwarf. Sie sind zwar Ausdruck weitgehend fremdbestimmter Schreibweise und daher von strikt literatursoziologischem Interesse, können jedoch aus einer repräsentativen Auswahl nicht völlig ausgeklammert werden. «Ich versuche es, mir zu sagen, daß der Platz in Ihrem Herzen, wo ich ein wenig befangen, ein wenig undankbar (wie Sie mich jetzt beurteilen dürften, weil ich so selten schreibe), aber immer glücklich stand, um Ihnen Gedichte zu lesen, noch unbesetzt ist und bleibt, bis wir uns wieder sehen.»
Paul Celan, Wien, 21. April 1948
«Berghaft und von innen stark war Dein Rücken, zu tragen die Notwendigkeiten der Stunde, die eigenen Verantwortungen im Wort, das Dir bei aller Kunst nicht mehr galt als das Leben, in dessen Namen Du es traumbedacht setztest. Berghaft und vom Urwitz gewölbt war Dein Rücken zu tragen die langsamen Gegebenheiten der Jahre […]. Von Mensch zu Mensch entscheiden sich die Dinge. Dein Vorhandensein, Deine Gedichte, Deine Nachdichtungen lebten uns diese Hoffnung vor. Wir wollen sie hüten.»
Oskar Pastior: Vertrauen [Nachruf auf Alfred Margul-Sperber] Neuer Weg, Bukarest, 7. Januar 1967

Autor:

Meister, Ernst

Kopf auf dem Hebros

Gedicht aus dem Nachlaß
Supplementband 3
Hrsg. und Nachwort von Dieter Breuer
52 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-419-8

Das «lange Gedicht», von dem Ernst Meister erstmals im Brief an Reinhard Paul Becker (14.2.1956) spricht, gehört nicht zum Konvolut der nachgelassenen Gedichte, den er mit Ilse Demtröder zusammengestellt hat. Entstanden im Umkreis von «Der Südwind sagte zu mir» (1955) und des Dramas «Ein Haus für meine Kinder», unterscheidet es sich durch Umfang und parodistisch-ironische Machart so extrem von Meisters weiterer Entwicklung als Lyriker, daß er es auch nach einer straffenden Bearbeitung 1963/64 wieder und endgültig beiseite legte.

Dieter Breuer
Dieter Breuer war bis zu seiner Emeritierung Professor für Germanistik an der RWTH Aachen.

Autor:

Götz, K. O.

L'encore aveugle. Der noch Blinde

Gedichte (französisch / deutsch)
Mit 6 farbigen Abb. von K. O. Götz
32 S., Großformat, Leinen, 1999
200 numerierte und signierte Exemplare

ISBN 978-3-89086-793-9

Autor:

Strauß, Ludwig

Land Israel

Immer schaun die heilige Stadt Unzählige Tote Durch ihre weißen Steine an, Gegenüber gelagert. Berg der Lebenden, Berg der Toten Ein Tal nur trennt sie.   Die Gedichte von «Land Israel» entstanden 1934 unter dem unmittelbaren Eindruck einer Palästinareise. Sie wurden noch 1935 in Deutschland im jüdischen Schocken-Verlag (Berlin) veröffentlicht.

Autor:

Rübner, Tuvia

Lichtschatten

«Lichtschatten» ist ein Buch voll von Paradoxen, aber je älter Rübner wird, desto leichter und klarer, ja selbst heiterer werden seine Verse: als wäre das Gedicht selbst ein Ausweg aus der auswegslosen Symmetrie des Paradoxes.        

Autor:

Kiefer, Reinhard

liegenschaften am atlantik

Autor:

Gong, Alfred

Manifest Alpha

Gedichte
(Schriften der Alfred Gong Gesellschaft Bd. 3)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 13)
Hrsg. und mit einem Nachwort von Joachim Herrmann
80 S., fadengeh. Brosch., 2001

ISBN 978-3-89086-735-9

     

Autor:

Hölzer, Max

Mare occidentis. Das verborgene Licht. Chrysopöe

Autor:

Leisten, Christoph

Marrakesch, Djemaa el Fna

Prosa
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 43)
80 S., fadengeh. Klappenbrosch., 3. Aufl. 2017

ISBN 978-3-89086-611-6

Christoph Leisten debütierte im Rimbaud Verlag mit dem Lyrikband «in diesem licht» (2003). – «Leistens Schreibbewegung geht von einzelnen Wörtern und von eindringlichen optischen Erscheinungen aus. Das Licht dieser Texte sind die Reflexe von Spiegelungen, ein hell-dunkles Zwielicht auch, das seismosgraphisch Veränderungen anzeigt», schrieb Angelika Overath dazu in der Neuen Zürcher Zeitung. In der vorliegenden Prosaarbeit geht Christoph Leisten von einem Ort aus, nämlich dem berühmten Platz Djemaa el Fna in Marrakesch, wo Geschichtenerzähler und Akrobaten, Heiler, Wahrsager und Musikanten bis in die Gegenwart Tag für Tag ein Fest der Sinnlichkeit entfalten. In den 88 Fragmenten dieses Buches wird die Djemaa el Fna zu einer Schule des Sehens, des Hörens, der Poesie und der Begegnung mit dem Anderen.

Autor:

Arendt, Erich

Memento und Bild

Gedichte (1976)
(Sämtliche Gedichte Bd. 8)
hrsg. von Gerhard Wolf
112 S., geb., 2007

ISBN 978-3-89086-696-3

Erinnerung als Mahnung in den Vers, Erlebt-Erfahrenes ins Bild zu bringen, das besagt schon der sachlich-spröde Titel von diesem Gedichtband Erich Arendts, entstanden in den Jahren 1967 bis 1976. Arendt teilte sich schon von ersten Versentwürfen gern einem Adressaten mit, Zustimmung oder Zweifel herausfordernd, auf Einspruch geradezu erpicht, eigene Gewißheit oder Bedenken schon von Beginn an ins Gespräch, in Disput zu bringen, um das Gedicht zu der Gestalt voranzutreiben, die er gelten ließ – jedenfalls bis zum Zeitpunkt des Drucks.

Gerhard Wolf

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Miteinander. Wer weiß wohin

Autor:

Barth, Emil

Mohn

Gedichte aus dem Nachlaß
(Gesammelte Werke Bd. 7)
10 farb. Abb., 32 S., fadengeh. Brosch., 1993

ISBN 978-3-89086-895-0

Autor:

Nick, Dagmar

Momentaufnahmen

I Zwischenzeit Offene Texte Protokoll einer Grabrede II Donnerstagabend, Ophelia Bilanz Brief an Lina Morgenstern Beflügelte Jahre Momentaufnahmen bei einer Gruppenfahrt durch die Provence Der Empfang des Dichters Lustgewinn oder Das ewige Leben Die Boten III Meine unvergessenen Lehrer Gedenkblatt für Rosi Hazór, erinnert  

Autor:

Salomon, Peter

Mylord

Für Frank

Ich hänge die Jacke weg.

Liebe läßt immer paar Kleider zurück.

Seine Jacke also hängt

Jetzt in meinem Schrank.

Kommt er wieder, ist er froh

Über die verloren geglaubte Jacke.

 

Peter Salomon hat in seine Gedichtbände immer auch ein paar "schwule Gedichte" eingestreut, nie jedoch ein explizit schwules Buch gemacht. Im vorliegenden Band sind diese verstreut erschienenen, zwischen 1972 und 2019 entstandenen Gedichte gebündelt. Es handelt sich um "Klartext-Gedichte", die deutlich aussprechen, was Sache ist.

Interview Dr. Stefan Hölscher mit Peter Salomon

 

"Seine 'schwulen Gedichte' sind nämlich verzauberte Wunderdinge: melancholisch und witzig, poetisch und sexy."

Thomas Ott

Autor:

Wyss, Dieter

Nadir

Autor:

Schablewski, Frank

Nebengeräusche

vom Wasser keine Spur führt zu dem Wolkenfeld ein Gegengewicht von Flugsand und Grabstein im Hafen schaukelt ein Fährschiff die Paar Älteren mit Kind zum Auslaufen bereit

Autor:

Hölzer, Max

Nigredo

Gedichte (1962)
Nachwort von Wieland Schmied
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 19)
72 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-852-3

An diesem Morgen war ich viel zu reich ich suchte dich jenseits der fliehenden Wolken Weide Gerten bis über die Brust Wie sollte dein niedergerungenes Lachen im Blau sich abbilden.

Autor:

Hölzer, Max

Nigredo

Autor:

Kopf, Joseph

nur eine bewegung von licht

Gesammelte Gedichte Bd. I – 1952–1963
(Hrsg. von Paul Good)
192 S., geb., 1992

ISBN 978-3-89086-891-2

Die «Gesammelten Gedichte in zwei Bänden» machen erstmals (mit Ausnahme des jugendlichen Frühwerkes) das gesamte von Joseph Kopf selber verstreut veröffentlichte Hauptwerk in der historischen Gestalt und Abfolge zugänglich.

Autor:

Neumann, Peter Horst

Pfingsten in Babylon. Die Erfindung der Schere

Autor:

Meister, Ernst

Prosa 1931–1979

60. Veröffentlichung der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt
368 S., geb., 1989

ISBN 978-3-89086-848-6

Autor:

Rübner, Tuvia

Rauchvögel

Autor:

Meister, Ernst

Sage vom Ganzen den Satz

Gedichte (1972)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 11)
128 S., geb., 1996

ISBN 978-3-89086-975-9

Autor:

Meister, Ernst

Schatten

Verstreut veröffentlichte Gedichte (1964–1979)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 14)
64 S., geb., 1998

ISBN 978-3-89086-972-8

Autor:

Zins, Jaffa

Scheindele

Gedichte
Hrsg. und aus dem Hebräischen übs. von Konstantin Kaiser
in Zusammenarbeit mit der Autorin
Mit Übersetzungen von Manfred Winkler und Frederick Brainin
80 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-556-0

                   

Autor:

Margul-Sperber, Alfred

Sinnloser Sang

Frühe Gedichte (1914–1928)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 8)
mit einem Nachwort von Erich Rückleben
1 Abb., 96 S., fadengeh. Brosch., 2002

ISBN 978-3-89086-765-6

Autor:

Rübner, Tuvia

Spätes Lob der Schönheit

Gedichte
Nachwort Konstantin Kaiser
10 Abb., 80 S., geb., 2010

ISBN 978-3-89086-511-9

Es ist etwas in Rübners Gedichten, wo wir einen Moment zusammenbleiben können, und wo wir bleiben können, können wir uns auch finden, wenn auch nur in gewährter Frist.(…) Aber was bei ihm kenntnisreich entfaltet ist, ist das Spiel des Gedichts, das Leben des Gedichts mit der Erinnerung. Oft geht es, wie gesagt, um sehr konkrete Erinnerungen, aber manchmal geht es nur darum, daß eine Hand sich vorschiebt, sagt: Da muß Erinnerung sein, jetzt, immer. Kein Schlaf bewahrt vor ihr. An vielen Stellen stellt Rübner die Beziehung von schmerzhaft obsessiver Erinnerung und Schlaflosigkeit dar. Diese moderne Poesie ist auch eine der Schlaflosigkeit, als gelte es durch nicht endende Wachheit dem Vergessen zu wehren. Konstantin Kaiser «Nachdenken über Tuvia Rübner» zur Verleihung des Theodor Kramer Preises für Schreiben im Widerstand und im Exil 2008 an Tuvia Rübner.                

Autor:

Hübner, Johannes

Stern auf der Schwelle

Autor:

Nick, Dagmar

Sternfährten – Gefährten

Bilder und Gedichte
31 Abb., 76 S., Großformat, geb., 1993

ISBN 978-3-89086-894-3

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Sterngefieder. Die Ferne so nah

Autor:

Lanser, Günter

Sternjerusalem

Die vorliegende Sammlung bietet einen Querschnitt durch Günter Lansers poetische Arbeit aus den letzten dreißig Jahren. Der Autor hat nicht sehr viel veröffentlicht, zwischen 1964 und 1984 erschienen die zum Teil recht schmalen Bände «An den Ufern» (1964), «Schwarznebel» (1973), der zweisprachige Auswahlband «Viadukte – Viaducs» (1977) und schließlich «Nachtworte» (1984). Alle diese Bände sind vergriffen oder zum Teil schwer zugänglich, so daß eine erneute Präsentation von Lansers Lyrik schon längst überfällig ist.

Autor:

Götz, K. O.

Sternsprünge

Autor:

Dove, Richard

Straßenbahn, Hiroshima

Sommermorgen, drückende Schwüle, Gequake von Fröschen In den Reisfeldern. Diesig, Konturen sind nicht zu erkennen. Glitzernde Blätter im Garten, ein Haiku von Altmeister Bashō, Eines Flugzeugs Motorenlärm und Zikadengesurre. Äquivalénz / spréng / kráft: Molossós für stärkere Nerven … Im Fall Uran rund zweihundert MeV/Spaltereignis … Bei der Abbremsung der Spaltbruchstücke entsteht Energeia: Ist n größer als 1, werden aus dieser ersten Spaltung Neue Spaltneutronen freigesetzt, die dann auch weitre Reaktionen auslösen; in nur einer Millisekunde Schaukelt sich, gleichsam lawinenartig, dieser Effekt hoch … «Beispiellos wäre, erhaben schön, die Wirkung zu nennen.» Pornographie? «Wir alle sind nun Hurensöhne.» Hinter der Gartenmauer blitzt plötzlich ein schreiendes Licht auf, Wie eine zweite Sonne doch stärker, gewaltiges Blitzlicht, Gelblichweiß, magnesiumweiß, und die Steinlaterne, Die dem Mond keine Konkurrenz ja bieten darf, leuchtet – Offenbarung zum Frühstück – geradezu apokalyptisch. Daidai, saure Orange, im Garten: Die eine Seite, Dem Epizentrum am nächsten, ist gleich nur noch bittere Schlacke; Sandstein-Buddha, das linke Auge, die linke Wange Schwarz, wie von einem Napalmklümpchen jäh angefallen.        

Autor:

Dove, Richard

Syrische Skyline

In seinem vierten Gedichtband nimmt Richard Dove mit auf eine Fahrt durch das unwegsame, verminte Terrain unserer Zeit – der Zeit nach den Anschlägen des 11. September 2001. «Weitab wütet in wenigen Köpfen / der Kampf der Kulturen» heißt es im Gedicht Budapest ’06 in polemischer Wendung gegen gewisse westliche Kulturideologen; und darum wird in diesen geographisch weit ausgreifenden Gedichten immer wieder zu Verständigung, zu Versöhnung, zum genauen Beobachten aufgerufen. Syrische Skyline Sie hat nicht den brutalen Chic von New York City – kein silberner Turm, von Walter P. Kreußler, abtrünniger Ingenieur bei Ford, in den Himmel gerammt. In der Dämmerung wirkt die karstige Landschaft zart. Die Dörfer, quadratische Blöcke, kauern unter dem prächtig sterbenden Himmel – um acht Uhr dreißig ist er erloschen. Schemen überall: die einzige Gewißheit ist das pfefferminzgrüne Licht, das ziemlich verschwommen mit den Minaretten vorbeizieht. Das ist nicht cool, das ist nicht heiß, da gibt es keine Ingredienz, die süchtig macht: das ist ein crème de menthe für den ganz anderen Durst.                  

Autor:

Krier, Jean

Tableaux · Sehstücke

Die Sprache, die er (Jean Krier) gebraucht, entspricht seiner Überzeugung vom Zerstörtwerden und Kaputtgehen der uns umgebenden Wirklichkeit. Es ist die Sprache dieser «schlechten» Wirklichkeit, der verdrehten Redewendungen, die wir gedankenlos benutzen und die Jean Krier blasphemisch verfremdet und verstümmelt. Solche Sprache erscheint als einzige ihm angemessen, um unserer Befindlichkeit Ausdruck zu geben … Paradiese, wenn es sie überhaupt noch gibt, sind künstlich, inhaltslos und von kurzer Dauer. So sagen uns die Gedichte von Jean Krier in einer nicht tröstenden, auch in kurzen Passagen artifizieller Munterkeit untröstlichen Sprache viel über das Heillose unserer Existenz. Joachim Sartorius in «Sprache im technischen Zeitalter» Jean Kriers Tableauxgedichte sind auf den ersten Blick unsentimentale, nüchterne Bestandsaufnahmen des Lebens, aber der Untergrund, auf dem sich der Autor bewegt, ist bodenlos, ist, wie das Meer, unberechenbar in seiner Schönheit und Undurchdringlichkeit. Oder, wie es in einem seiner Gedichte heißt: «Wie du dich auch kehrst und wendest, / alle Wege führen daran vorbei, es fällt dir stets / in den Rücken das Meer.» Rosemarie Altenhofer, Hessischer Rundfunk        

Autor:

Neumann, Peter Horst

Textauszug

Autor:

Barth, Emil

Tigermuschel

Gedichte (1956)
Mit einem Nachwort von Karl Ruhrberg
(Gesammelte Werke Bd. 6)
63 S., geb., 1989

ISBN 978-3-89086-958-2

Autor:

Arendt, Erich

Tolú

Gedichte aus Kolumbien (1973)
(Sämtliche Gedichte Bd. 3)
hrsg. von Gerhard Wolf
96 S., geb., 1997

ISBN 978-3-89086-867-7

Erich Arendts Gedichtzyklus «Tolú», zuerst veröffentlicht in seinem Band «Trug doch die Nacht den Albatros», Berlin 1951, der eine Bilanz seines Schaffens im Exil zieht, verzeichnet die Jahre von 1948 bis 1950 als Entstehungszeit der Gedichte. Ein Manuskript dazu liegt uns nicht vor. Sicher hatte er die meisten der Verse oder ihre Entwürfe im Gepäck, als er 1950 aus Kolumbien heimkehrte und in Ostberlin seinen Wohnsitz nahm, an den Wänden die Bilder des Malers Wiedemann, mit dem er in der Emigration in Bogotá befreundet war; Gemälde in den kräftigen, ausschweifenden Farben tropischer Urwaldlandschaft und ihrer Bewohner, «den leisen Indios der Höhen und den elementareren Negern der Stromtäler und Küstenstriche … die Sinne überwältigend … steht Tolú, das Fischer- und Reisbauerndorf an der Moroquillobucht, für den ganzen Tropenbereich, seine Menschen und ihr Leben».

Autor:

Nick, Dagmar

Trauer ohne Tabu

Gedichte
Mit 4 Aquarellen von Gertrude Gröninger-van der Eb
28 S., Großformat, Leinen, 1999
250 numerierte und signierte Exemplare

Vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-784-7

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Traumschutt. In der Kelter

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Über uns in uns. Vor niemandes Ort

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Unter dem Horizont. Weil es dich gibt

                   

Autor:

Neumann, Gerhard

Unter Ziegelbränden

Autor:

Meister, Ernst

Unterm schwarzen Schafspelz. Dem Spiegelkabinett gegenüber

Gedichte (1953 / 1954)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 2)
69 S., fadengeh. Brosch., 1986

ISBN 978-3-89086-983-4

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

Verhüllte Sonne. Blühender Staub

                   

Autor:

Neumann, Peter Horst

Vertrau dem Schatten

Nachgelassene Gedichte
Ausgewählt und zusammengestellt von Dagmar Nick
96 S., geb., 2010

ISBN 978-3-89086-501-0

Am 27. Juli [2009] starb in Nürnberg der aus Neiße in Schlesien gebürtige Germanist und Lyriker Peter Horst Neumann. Eine Auswahl seiner Gedichte ist jetzt im Rimbaud Verlag erschienen. Der Band bietet eine gute Gelegenheit, das Werk dieses stillen Meisters kennenzulernen.

DIE ZEIT  6.8.2009
                   

Autor:

Bender, Hans

Verweilen, gehen

Gedichte in vier Zeilen
(Ausgewählte Werke Bd. 2)
96 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2003

ISBN 978-3-89086-682-6

Vierzeiler aber wollen nicht repräsentieren, nicht ihren Autor, nicht einmal sich selbst. Es sind keine anerkannten lyrischen Kunstformen, keine Haikus, keine Tankas. Sind es überhaupt Gedichte? Oder sind es Aufzeichnungen, wie sie Bender sonst auch geschrieben hat? Deren Ideal hat Bender in dem Satz gefaßt: «Einige Sätze, die etwas komprimieren und konzentrieren.» Hier in den Vierzeilern wird nicht einmal das mehr versucht: die Substanz, die zu komprimieren und zu konzentrieren wäre, ist Hauch geworden, Duft: etwas, das immer noch Sprache anlockt, Sprache, die zum Menschen gehört. «Nun kommt / ihr summenden Wörter!»

Harald Hartung

Autor:

Rosenkranz, Moses

Visionen

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 14)
160 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-728-1

Dieser Band enthält Visionen im weitesten Verständnis des Wortes, in den verschiedensten Aspekten. Gewiss findet sich in diesen Gedichten auch reine Imagination, Vision im engeren, im herkömmlichen Sinn. Doch was bei Moses Rosenkranz immer wieder auffällt, ist sein visionärer Zugriff auf Themen, auf Bereiche, die durchaus realitätsverhaftet sind. Das wird deutlich spürbar, weil die in der Vision verborgene Wirklichkeit vom Dichter erlebt und empfunden wurde – das ist auch dort noch zu erkennen, wo er sie gedanklich umgestaltet hat …

Autor:

Hartung, Rudolf

Vor grünen Kulissen

Sämtliche Gedichte
(Werke Band I)
1 Abb., 96 S., geb., 1990

ISBN 978-3-89086-928-5

Autor:

Klünner, Lothar

Wagnis und Passion

Autor:

Meister, Ernst

Wandloser Raum

Gedichte (1979)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 13)
96 S., geb., 1996

ISBN 978-3-89086-973-5

Autor:

Winkler, Manfred

War es unser Schatten

Gedichte
Nachwort von Hans Bergel
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 50)
148 S., geb., 2010

ISBN 978-3-89086-499-0

«Manfred Winklers Lyrik lebt aus der Spannung zwischen und der Synthese von Sinnenhaftigkeit und Abstraktion, aus poetischem Drang zum Visionären und zur eigenwilligen Reflexion.»

Hans Bergel
                   

Autor:

Klünner, Lothar

Warum nicht Ithaka?

«Warum nicht Ithaka?» bietet eine Auswahl aus Klünners lyrischen Gesamtwerk, vermehrt um einige neue Gedichte.

Autor:

Neumann, Peter Horst

Was gestern morgen war

   

Autor:

Sartorius, Joachim

Was im Turm begann

Ein Zyklus von siebzehn Gedichten
mit sechs Bildern von László Lakner
32 S., Großformat, Leinen, 1995
100 numerierte und signierte Exemplare

ISBN 978-3-89086-868-4

Autor:

Schablewski, Frank

Wasserfelle

Muttermal sich gegenseitig die Blöße gegeben den Mund zu halten zwischen Zahnhälsen auf dem Zungengrund mit der Kuppe zu fingern verkehrt mit dem Kopf in eigenen Kreisen

veröden voll Schweiß  
  Muttermale
teilweise aus der Haut gefahren das vernarbte Gewebe ohne weiteres
Silber  
  steif am Horizont von gestern
bis das Häute berührt wie die anderen einem selbst als Eindrücke bleiben im Dunkeln vor Augen die alten Hände zu sehen am Kind im Mann Frank Schablewski legt nach «Süssholzköpfe» (1998) und «Lauffeuerpausen» (1999) seinen dritten Gedichtband vor. Dieser enthält alle bisher veröffentlichten in überarbeiteter Form sowie neue Gedichte.

Autor:

Koch, Alice

Wenn Augen Augen suchen

Autor:

Rübner, Tuvia

Wer hält diese Eile aus

   

Autor:

Neumann, Gerhard

Wind auf der Haut

Autor:

Rübner, Tuvia

Wunderbarer Wahn

Tuvia Rübner wurde 1924 in Preßburg (Bratislava) geboren. Seine Muttersprache ist Deutsch, Slowakisch lernte er privat. 1938 Ausschluß vom Schulunterricht wegen seiner jüdischen Herkunft. 1941 gelangte er als einziger seiner Familie mit dem letzten Flüchtlingstransport aus der Slowakei nach Palästina. 12 Jahre lang schreibt er noch weiter deutsche Gedichte in einer Sprache, die er nicht mehr spricht, bis er 1953 völlig ins Hebräische hinüberwechselt. Die Gedichte dieses Bandes sind alle in meinem 88. und 89. Lebensjahr geschrieben worden. Wenn ich sie jetzt gesammelt sehe, fällt mir auf, wie verschiedenartig sie sind in Ton, Haltung, Aussage.

Tuvia Rübner
In Deutschland, wo er Mitglied der Darmstädter und Mainzer Akademien ist, bekam er 1999 den Jeanette-Schocken-Preis («gegen Unrecht und Gewalt, gegen Hass und Intoleranz»), den vor ihm unter anderem Louis Begley und Imre Kertész erhielten, sowie den Paul-Celan-Preis für seine Übersetzung von Agnons Roman «Shira». Sein dichterisches Formgefühl verhindert dabei jede Beliebigkeit. Bemerkenswert ist auch, dass er kein Selbstmitleid, keine Wehleidigkeit kennt und dass er vieles nur andeutet. Es schimmert Trauer durch, tiefer Schmerz um den menschlichen Verlust. Dem gegenüber steht ein leichter Ton in dem Beschreibenden des Lebens in seinen Gedichten. Die Gegenwart blendet Tuvia Rübner keineswegs aus. 2008 erhält Tuvia Rübner schließlich den Literaturpreis des Landes Israel, die höchste literarische Auszeichnung dort. Von der Kritik wird er zu den erstrangigen europäischen Nachkriegsdichtern gezählt. 2012 bekommt er den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für sein Lebenswerk verliehen.

Autor:

Rübner, Tuvia

Wüstenginster

Gedichte
Herausgegeben und übersetzt von Efrat Gal-Ed und Christoph Meckel
81 S., geb., 1990

ISBN 978-3-89086-786-1

Autor:

Meister, Ernst

Zahlen und Figuren

Gedichte (1958)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 5)
127 S., fadengeh. Brosch., 1987

ISBN 978-3-89086-980-3

Autor:

Meister, Ernst

Zeichen um Zeichen

Gedichte (1968)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 9)
160 S., geb., 1999

ISBN 978-3-89086-977-3

Autor:

Nick, Dagmar

Zeugnis und Zeichen

Autor:

Götz, K. O.

Zungensprünge

Autor:

Shmueli, Ilana

Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 36)
112 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-562-1

Ilana Shmueli, 1924 in Czernowitz geboren, seit 1944 in Israel, arbeitete über lange Jahre als Sozialpädagogin in Tel Aviv. Sie starb im November 2011 in Jerusalem. Im Suhrkamp Verlag liegt ihr Briefwechsel mit Paul Celan vor. Theodor Kramer Preis 2009 an Ilana Shmueli  

Autor:

Bertram, Ernst

Zwischenland

Ausgewählte Gedichte 1911–1955
Nachwort von Ralph-Rainer Wuthenow
1 Abb., 87 S., fadengeh. Brosch., 1988

ISBN 978-3-89086-992-6

Aus dem Gedichtwerk stellt diese Ausgabe eine repräsentative Auswahl vor, die zeigen soll, daß es sich lohnt, an den Dichter zu erinnern.

Autor:

Kiefer, Reinhard

Zwölf Poeme

Autor:

Rübner, Tuvia

Zypressenlicht

Die hebräische Literatur ist etwa 3000 Jahre alt. In ihrer Sprache verbinden sich biblische Tradition mit umgangssprachlichen Formen der Gegenwart. Die Überlieferung der Psalmen, des Hohenliedes und die hebräische Lyrik des Mittelalters in Spanien und Italien finden in dieser Literatur ihren Niederschlag ebenso wie die Aufklärungsliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts und die Poesie und Prosa der Einwanderer aus den europäischen Ländern zu Beginn dieses Jahrhunderts. Je älter das hebräische Wort, um so reicher seine Bedeutungen und Konotationen. Dieses Spannungsfeld prägt die Poesie Rübners. Worte und Sätze aus Bibel, Gebet und rabbinischer Literatur, die, eingefaßt in heutigen Sprachgebrauch, das Vielschichtige ihrer Bedeutung nicht unmittelbar erkennen lassen, sind für ihn charakteristisch. Tuvia Rübner baut seine Verse Wort für Wort. Das Wort wird hochgehoben, wie ein Stein ins Licht gehalten, geprüft und eingefaßt. Im Zusammenklang seiner Worte ergibt sich eine eigene lyrische Komposition, die frei von Konventionen des Reims und der Metrik ist. Rübners Gedichte sind absichtslos modern, obwohl er sie aus biblischer, archaischer Sprache entstehen läßt.