Lyrik und Prosa

Autor:

Arendt, Erich

Ägäis

Gedichte (1967)
(Sämtliche Gedichte Bd. 6)
hrsg. von Gerhard Wolf
128 S., geb., 1995

ISBN 978-3-89086-890-5

Der Gedichtband «Ägäis» erschien 1967 im Insel Verlag Leipzig. Arendt setzte das Erlebnis griechischer Inselwelt, die er in einem Bildband kulturhistorisch beschrieben und mit der Kamera eindrucksvoll festgehalten hat, in große poetische Visionen um. Er hat sechs Jahre an diesem Gedichtband gearbeitet. Hiermit liegt der erste Band der Edition des lyrischen Gesamtwerks Erich Arendts vor.

Autor:

Dove, Richard

Am Fluß der Wohlgerüche

Autor:

Bertók, László

Ameisen ziehen

                   

Autor:

Neumann, Gerhard

Angriff der Möven

Gerhard Neumann galt in den fünfziger Jahren als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der jüngeren Generation. Die neue Tonlage in Neumanns Lyrik kommt in dem Gedicht «Im Mal der Tiere» vielleicht am stärksten und eigenwilligsten zum Ausdruck. Ein Geflecht aus Chiffren und Zeichen, dessen Faszinationskraft sich aus den souveränen sprachlichen Setzungen speist, ein sensibler Leser wird sich wohl kaum diesen Gedichten entziehen können.

Autor:

Weißglas, Immanuel

Aschenzeit

Gesammelte Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 2)
1 Abb., 160 S., geb., 1994

ISBN 978-3-89086-923-0

Die vorliegende Sammlung erlaubt erstmals einen geschlossenen Überblick über das lyrische Schaffen von Immanuel Weißglas. In ihrem Kern besteht sie aus den zwei vom Autor selbst zusammengestellten und veröffentlichten Gedichtbänden: «Kariera am Bug» (1947) und «Der Nobiskrug» (1972). Beide Sammelbände kommen hier in unveränderter Textfolge zum Abdruck, damit die Authentizität der in Rumänien erschienenen Auswahl aus dem lyrischen Schaffen vom Leser unmittelbar nachvollzogen werden kann. Abgedruckt werden ferner die für das Verständnis des Werkzusammenhangs und seiner Entwicklung notwendigen Gedichte und Gedichtgruppen aus dem Nachlaß.

Autor:

Neumann, Peter Horst

Auf der Wasserscheide

Autor:

Götz, K. O.

Augenmoose

Autor:

Meister, Ernst

Aus dem Zeitlied eines Kindes

Gedichte
Supplementband 2
Nachwort von Reinhard Kiefer
Mit einem alphabetischen Verzeichnis aller Überschriften und Gedichtanfänge der «Gesammelten Gedichte» zusammengestellt von Martin Linnhoff.
100 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-757-1

Autor:

Kiefer, Reinhard

aus der messingstadt

Autor:

Weßlowski, Hans

Ausgesprochenes Dunkel

Autor:

Monioudis, Perikles

Azra und Kosmás

Kosmás Groß, ein Schriftsteller mit beträchtlichem Bekanntheitsgrad und ebenso großer Öffentlichkeits­scheu, verunfallt in einer Frost­nacht in Berlin. Er zieht sich nach Lesbos zurück, wo sein Großvater mütterlicherseits sein Haus hatte und wo er schon als Kind öfter den Sommer verbrachte. Er frönt zunächst seiner großen Leidenschaft, dem Backgammon, und nimmt, mit den Schicksalen der in Nuss­schalen über die Ägäis Geflüchteten konfrontiert, den Schleppern beim Backgammon das Geld ab, um es den Geflüchteten zurück­zugeben. Dabei lichtet ihn ein Wärter ab – und er fliegt vor der Weltöffentlichkeit auf.

Azra, Berliner Ärztin und freiwillige Helferin auf Lesbos, ist von Anfang an präsent; sie folgt dem flüchtigen Kosmás mit dem Schlauchboot auf die nächste Insel. Ihre neuerliche Begegnung wird von einem fürchterlichen Ereignis überschattet, das über die Menschen dort hereinbricht.
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Perikles Monioudis erzählt in hohem Tempo die schicksalhafte Begegnung von Azra und Kosmás in der Ägäis, vom Sog des illegalen Backgammonspiels, von Flüchtlingsbooten, spielsüchtigen Schleppern und einer unerwarteten Katastrophe, die über alle dort hereinbricht.
---
"Der kann wirklich schreiben, der kann schauen, der kann denken." - Raoul Schrott im Literaturclub des Schweizer Fernsehens über Perikles Monioudis.

Autor:

Kopf, Joseph

beer-sheva

Gedichte
Herausgegeben von Adrian Krug
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-324-5

eines

bettlers sternenaussatz
das
blaue licht seiner füsse
der
maulbeerbaum seiner stirn

weisse tiere rings um beersheva

frau martita jöhr zu weihnachten 1963

 

Autor:

Leisten, Christoph

bis zur schwerelosigkeit

Von Christoph Leisten wurden im Rimbaud Verlag bislang drei Bände publiziert. Seinen Prosaband «Marrakesch, Djemaa el Fna», jüngst ins Arabische übersetzt, würdigte Stefan Weidner in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» als «große Schule der Wahrnehmung«. – Auch die hier versammelten Gedichte setzen im Raum der Wahrnehmung an, um in poetischen Bewegungen des Unterwegsseins die Schwebe auszuloten zwischen alter Geschichte und Jetztzeit, Orient und Okzident, Werden und Vergehen.   Rezension                    

Autor:

Boot und Tier

Mathias Jeschke, geboren 1963 in Lüneburg, aufgewachsen in der Lüneburger Heide. Er studierte Theologie in Göttingen, Heidelberg und Rostock. Seit 1999 lebt er in Stuttgart und arbeitet dort als Verlagslektor. Für seine literarische Arbeit erhielt er ein Stipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern und den Würth-Literatur-Preis.

Autor:

Krier, Jean

Bretonische Inseln

Autor:

Rosenkranz, Moses

Bukowina. Ausgewählte Gedichte 1920–1997

zusammengestellt vom Verfasser
unter Mitwirkung von Doris Rosenkranz und George Guțu
Mit einem Interview von Stefan Sienerth
und einem Essay von Hans Bergel
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 6)
7 Abb., 192 S., brosch., 2. Aufl. 2004

ISBN 978-3-89086-828-8

Dieser Band ist eine Sammlung von Gedichten mit dem Ziel, die Bukowina zu schildern: ihre Landschaft, ihre Bevölkerung und ihre Geschichte. «Seine Gedichte…, denen eine einnehmende Sprachmelodik und eine unverwechselbare Bildlichkeit eigen sind, die aus dem Erlebnisraum seiner buchenländischen Heimat und aus den Erfahrungen seines außergewöhnlichen Lebens gespeist werden, haben Rosenkranz einen herausragenden Platz im Rahmen der Bukowiner Literatur gesichert.»

Stefan Sienerth
«Moses Rosenkranz schuf sich nicht nur die eigene dichterische Sprache, er vervollkommnete die Unverwechselbarkeit seines lyrischen Idioms in seinen besten Texten bis zur Gültigkeit des makellosen Gedichts.»
Hans Bergel
«Die Gedichte dieses Autors sind von tiefem Ernst, von poetischer Ausdruckskraft und unerbittlicher Aufrichtigkeit.»
Evelyn von Bonin
«Meine Gedichte … zeigen Zustände auf mit einem Hintersinn von Rebellion.»
Moses Rosenkranz

Autor:

Kiefer, Reinhard

Café Moka

Prosa
erschienen beim Toubkal Verlag, Casablanca 2013
128 S., brosch.

10

راينهارد كيفر
مقهى موكا
تأملات حول أكَادير
اتخذ راينهارد كيفر من مقهى موكا فضاء لامس من خلاله حقيقة الواقع المغربي عن قرب، وسبر أغوارمرجعيته الثقافية. أظهر قدرة فائقة على فك رموز هذه الثقافة ونقلها إلى قرائه من الألمان، ليحصل على مادة مكثفة وإيحاءات لا تنضب، وظفها في قالب غني ومبدع من الحكايات عن المغرب. يتضح جليا عبرهذا الكتاب، بأن المغرب بقدر ماهو بعيد فهو قريب من القيم الأخلاقية لأوروبا. لايعكس فقط الاهتمام المتبادل الثقافي والأدبي، بل يكشف المستور وينطق المسكوت في الثقافتين. لهذا يفتح الباب لجيل جديد من الكتاب والأدباء الألمان الذين يطرحون الثقافة المغربية في أبعاد جديدة للنقد والمساءلة، بعيدا عن العقلية الاستعمارية المتكبرة. جيل يقدر هذه الثقافة ويحترمها، ويمنحها بعدا عالميا يتجاوز الحدود.

Autor:

Kopf, Joseph

das geöffnete schneeblatt

Gesammelte Gedichte Bd. II – 1967–1979
(Hrsg. von Paul Good)
192 S., geb., 1992

ISBN 978-3-89086-892-9

Autor:

Rübner, Tuvia

Das vergebliche Gebet der Verse

Letzte Gedichte

Mit Nachworten von Frank Schablewski und Matthias Weichelt
215 S, geb. Fadenheftung, 2022

ISBN 978-3-89086-425-9

"Was bringt einen Dichter dazu, auch dann weiterzuschreiben, wenn die Verse nur noch mit Mühe ihren Weg aufs Papier finden, jede Silbe Qual und Anstrengung bedeutet? Wenn die Phantasie ihn im Stich lässt, die Bilder ausbleiben? Warum legt er den Stift nicht aus der ungelenkig gewordenen Hand, wo doch alles gesagt zu sein scheint? Für den im Juli 2019 gestorbenen Tuvia Rübner war das Schreiben Lebensimpuls, Ausdruck innerer Erregung kein Entschluss, sondern Notwendigkeit" - Matthias Weichelt

~~~
In diesem Band sind die letzten Gedichte Tuvia Rübners versammelt. Zuerst erschienen in seinen Bänden 'Wunderbarer Wahn' (2014) und 'Im halben Licht' (2016).

Autor:

Hölzer, Max

Der Doppelgänger

Autor:

Schreyer, Isaac

Der Tag des Einsamen

Gedichte und Nachdichtungen
Nachwort von Armin Eidherr
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 60)
1 Abb., 172 S., geb., 2011

ISBN 978-3-89086-474-7

Isaac Schreyer Geboren 1890 in Wischnitz/Bukowina; gestorben 1948 im New Yorker Exil. Lyriker und Übersetzer aus dem Jiddischen und Hebräischen. Lebte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, bis er 1939 zuerst nach Großbritannien und dann in die USA emigrieren konnte. Veröffentlichte seine Gedichte in literarischen Zeitschriften. Erst nach seinem Tod wurden sie in Buchform veröffentlicht. Armin Eidherr Geboren 1963 in Wels/Oberösterreich. Studium u.a. der Germanistik und Romanistik. 2000 Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seit 2005 Mitarbeiter am Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte und seit 2008 am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg als Professor für Jüdische Kulturgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Jiddistik und Deutsch-Jüdischen Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen zur jiddischen und deutsch-jüdischen Literatur.            

Autor:

Weßlowski, Hans

Die Mühlen mahlen den Tag aus

Autor:

Jansen, Erich

Die nie gezeigten Zimmer

Grenzstadt in der Dämmerung Ich sah die Toten in ihren Blechgewändern von den Türmen herabsteigen. Ich hörte die Glocken, gelb, aus Abendmessing und Fledermausangst, und die Häuser bewegten sich nicht. Und der Bischof vom Platz verzeichnete alles in den Annalen.

Autor:

Jansen, Erich , Krug, Adrian ,

Die Tochter des Glasbild-Fabrikanten

Gedichte und Fotos aus Linnich um 1900

Hrsg. von Adrian Krug
Die Texte haben einen Bezug zur Stadt Linnich und der dort beheimateten Familie der ‘Glasfabrik’.
Der vorliegende Band wird ergänzt durch historische Fotographien der Stadt und der Familie Oidtmann, den ‘Glasfabrikanten’. Aus ihrem privaten Familienalbum ist auch die hier vorliegende Abbildung entnommen.

29 S., Fadenheftung, Klappenbroschur, 2021

ISBN 978-3-89086-305-4

Die Tochter des Glasbild-Fabrikanten

Immer in der Nacht,

wenn sie in weißer Seide

über das mondne

Katzenkopfpflaster des Innenhofs

schreitet und

alle Uhren im Hause verstummen,

ziehen dreißig Künstler

ihre schwarzen Tellerhüte

und malen ihr Bild

in die Madonnen ihrer Glasfenster;

breitwangig,

mit dem Duft hellweißer Oblaten;

die Augen aber,

in Malvenwasser gebadet,

innen ganz blau,

und die Arme malen sie

rund, französisch kalt,

wie auch die Nächte sind,

wenn sie im weißen Kleid

den Innenhof durchschreitet

und zurückschaut.

Sie sieht nicht,

wie am Apfelbaum

das violette Blut entlangläuft                                            

Autor:

Nick, Dagmar

DM Bd. 01 - In den Ellipsen des Mondes

Autor:

Nick, Dagmar

DM Bd. 02 - Zeugnis und Zeichen

Autor:

Nick, Dagmar

DM Bd. 03 - Gezählte Tage

Gedichte (1986)
(Gedichte Bd. 3)
63 S., geb., 2. Aufl. 2010

ISBN 978-3-89086-947-6

«Das Erstaunliche dieser Lyrik ist die gelassene Beherrschung der Sprache, die gebändigte Leidenschaft, der Geist gewordene Eros. In dieser Lyrik gibt es keine falschen Töne, keine abgegriffenen Metaphern, keine leeren Worthülsen.»

Peter Jokostra

Autor:

Nick, Dagmar

DM Bd. 04 - Im Stillstand der Stunden

Autor:

Nick, Dagmar

DM Bd. 05 - Gewendete Masken

Autor:

Meerbaum, Selma

Du, weißt du, wie ein Rabe schreit?

Gedichte
Hrsg. und mit einem Essay von Helmut Braun
sowie Fotos und Dokumenten
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 71)
51 teils farb. Abb., 208 S., fadengeh. geb.,
4. erweiterte Aufl. 2022

ISBN 978-3-89086-439-6

Du, weißt du …

Du, weißt du, wie ein Rabe schreit?

Und wie die Nacht, erschrocken bleich,

nicht weiß, wohin zu fliehn?

Wie sie verängstigt nicht mehr weiß:

Ist es ihr Reich, ist es nicht ihr Reich,

gehört sie dem Wind oder er ihr,

und sind die Wölfe mit ihrer Gier

nicht zum Zerreißen bereit? ..
Du, weißt du, wie der Wind schrill heult

und wie der Wald, erschrocken bleich,

nicht weiß, wohin zu fliehn?

Wie er verängstigt nicht mehr weiß:

Ist es sein Reich, ist es nicht sein Reich,

gehört er dem Regen oder der Nacht

und ist der Tod, der schauerlich lacht,

nicht sein allerhöchster Herr?

Autor:

Barth, Emil

EB Bd. 06 - Tigermuschel

Gedichte (1956)
Mit einem Nachwort von Karl Ruhrberg
(Gesammelte Werke Bd. 6)
63 S., geb., 1989

ISBN 978-3-89086-958-2

Autor:

Weißglas, Immanuel

Einsame Weihnachten

Hrsg. Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 78)
40 S., Klappenbrosch., 2016

ISBN 978-3-89086-383-2

Gedichte von Rose Ausländer, Hans Bender und Immanuel Weißglas.

Weihnachtsgedichte in deutscher Sprache, geschrieben nach 1945. Texte von drei sehr unterschiedlichen Dichtern sollen zeigen, in welchen Ausdrucksformen das in jener Zeit noch möglich war. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen – aus der Bukowina vertrieben – Rose Ausländer (1901–1988) nach New York und Immanuel Weißglas (1920–1979) nach Bukarest; beide jüdischen Dichter schrieben Weihnachtsgedichte, Rose Ausländer auf Englisch, Weißglas – obwohl er nie in Deutschland gelebt hatte – auf Deutsch. Um dieselbe Zeit verfasste Hans Bender (1919–2015), wenig später Mitbegründer der Zeitschrift «Akzente», ein denkwürdiges Weihnachtsgedicht in sowjetischer Gefangenschaft.

Heinrich Detering

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 01 - Ausstellung

Gedichte (1932, Reprint)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 1)
70 S., fadengeh. Brosch., 1985

ISBN 978-3-89086-984-1

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 02 - Unterm schwarzen Schafspelz. Dem Spiegelkabinett gegenüber

Gedichte (1953 / 1954)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 2)
69 S., fadengeh. Brosch., 1986

ISBN 978-3-89086-983-4

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 03 - Der Südwind sagte zu mir. Fermate

Gedichte (1955 / 1957)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 3)
63 S., fadengeh. Brosch., 1986

ISBN 978-3-89086-982-7

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 04 - … und Ararat. Pythiusa. Lichtes Labyrinth

Gedichte (1956 / 1958 / 1959)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 4)
95 S., fadengeh. Brosch., 1987

ISBN 978-3-89086-981-0

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 05 - Zahlen und Figuren

Gedichte (1958)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 5)
127 S., fadengeh. Brosch., 1987

ISBN 978-3-89086-980-3

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 06 - Die Formel und die Stätte

Gedichte (1960)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 6)
95 S., fadengeh. Brosch., 1987

ISBN 978-3-89086-979-7

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 07 - Flut und Stein

Gedichte (1962)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 7)
127 S., fadengeh. Brosch., 1988

ISBN 978-3-89086-985-8

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 08 - Anderer Aufenthalt

Verstreut veröffentlichte Gedichte (1932–1964)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 8)
80 S., geb., 1997

ISBN 978-3-89086-978-0

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 09 - Zeichen um Zeichen

Gedichte (1968)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 9)
160 S., geb., 1999

ISBN 978-3-89086-977-3

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 10 - Es kam die Nachricht

Gedichte (1970)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 10)
95 S., geb., 1990

ISBN 978-3-89086-976-6

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 11 - Sage vom Ganzen den Satz

Gedichte (1972)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 11)
128 S., geb., 1996

ISBN 978-3-89086-975-9

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 12 - Im Zeitspalt

Gedichte (1976)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 12)
64 S., geb., 1994

ISBN 978-3-89086-974-2

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 13 - Wandloser Raum

Gedichte (1979)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 13)
96 S., geb., 1996

ISBN 978-3-89086-973-5

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 14 - Schatten

Verstreut veröffentlichte Gedichte (1964–1979)
(Gedichte in 15 Bänden, Bd. 14)
64 S., geb., 1998

ISBN 978-3-89086-972-8

Autor:

Meister, Ernst

EM Bd. 15 - Gedichte aus dem Nachlaß

Autor:

Hölzer, Max

Entstehung eines Sternbilds

In den 50er Jahren war Hölzer einer der wenigen Lyriker deutscher Sprache, die den Surrealismus in selbständiger Weise für sich nutzbar machten. Später wandte er sich u.a. dem Studium der Kaballa zu, das große Bedeutung für seine lyrische Produktion gewann. Das bislang zerstreute lyrische Werk Hölzers erscheint im Rimbaud Verlag.

Autor:

Hülsmanns, Dieter

Erinnerungen eines Erotomanen

Vier Erzählungen
Prosa 1960–1966
7 Abb., 64 S., geb., 1992

ISBN 978-3-89086-887-5

Dieter Hülsmanns  ist einer der wenigen wirklich authentischen Surrealisten in der deutschen Literatur. «Die Lektüre des Surrealismus», so schrieb er einmal, «habe ich integriert, aber nicht auf sterile Weise durch einfache Übernahme, sondern durch Verarbeitung und Einbeziehung der Errungenschaften, die wir der surrealistischen Bewegung wohl ein für allemal verdanken.» Die vier Erzählungen des vorliegenden Bandes geben einen genauen Einblick in die von Hülsmanns angesprochene Verfahrensweise.

Autor:

Schablewski, Frank

Eros Ionen

Die Künstler der Renaissance und später des Barock haben den toten Körper geöffnet, um Wesen und Physiognomie des Menschen zu sezieren in Bild und Gestalt. Nach diesem Muster verfährt Frank Schablewski heute mit der Sprache. Er hat allerdings mit dem Motiv und der Motivation das Reich des Thanatos mit dem des Eros getauscht. Die Gedichte seines neuen Buches Eros Ionen bestehen aus Schlüsselwörtern, mit denen Liebende sich zu erkennen geben. Die Idee zu diesem Buch entstand im vergangenen Jahr während eines Stipendiums im Künstlerdorf Schöppingen bei Münster. Dieses Jahr erhält der 1965 in Hannover geborene Autor den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Autor:

Kiefer, Reinhard

Gedichte durchziehen den Himmel

Ausgewählte Gedichte
übersetzt von Mohammad Khallouk
erschienen im Haus der Lyrik, Rabat 2015
65 S., brosch.

11

Autor:

Krier, Jean

Gefundenes Fressen

Autor:

Hölzer, Max

Gesicht ohne Gesicht

Autor:

Rübner, Tuvia

Granatapfel

Frühe Gedichte
Mit einem Nachwort von Hans Otto Horch
64 S., geb., 1995

ISBN 978-3-89086-855-4

"Der Titel des schmalen Bandes mit frühen deutschen Gedichten Tuvia Rübners empfiehlt ein Gedicht der Sammlung beseonderer Aufmerksamkeit: Granatapfel. Seit dem Altertum ist der in Hainen angesiedelte krummästig-dornige, scharlachrot blühende Granatapfelstrauch, Punica granatum, im vorderen Orient als Fruchtbaum heimisch; die reife Frucht enthält in einer dünnhäutigen Hülle viele Samenkerne und wurde deshalb früh als Fruchtbarkeitssymbol angesehen - geweiht der phönizischen Astarte ebenso wie Demeter, Hera, Aphrodite oder Athene, verwendet bei Mysterien und vielfach dargestellt. Von der emphatischen Fruchtbarkeitssymbolik findet sich freilich im Gedicht kaum eine Spur - dafür eine emblematische Struktur, wie sie sich im Emblemata-Handbuch Arthur Henkels und ALbrecht Schönes nachschlagen läßt: der Granatapfel erscheint da als Sinnbild der Verbindung guter und schlechter Eigenschaften." - Hans Otto Horch, aus dem Nachwort

~~~
Granatapfel
Aus Schattengrün entgegen das Purpurrot,

geheime Frucht mir leuchtet im dunklen Laub.

- Wo Apfel, hell, wo reife Birne,

flaumige Pflaume und samtner Pfirsisch?
Dort, wo sie birst und glasige Fülle quellt,

metallen glänzend drängt sich dicht Kern an Kern.

Und tausend Augen starren lidlos,

Tränen vergaßen die kühlen Augen.
So spiegelt klar und liegt in ergriffner Hand

Geheimnis kalter Flamme und stummen Seins.

Und tiefer fühl ich und begreife

Sehnsucht und Sprache und Nacht der Toten.                                            

Autor:

Leisten, Christoph

grand hotel tazi

"Christoph Leisten wird zum lyrischen Botschafter zwischen den Kulturen."

Anton G. Leitner

 

Lange bevor der Massentourismus einsetzte und Marrakesch zum Jet-Set-Ziel wurde, gehörte das Grand Hotel Tazi zu den ersten Häusern in der Stadt. Später wohnen auch Elias Canetti und Hubert Fichte hier.

In Christoph Leistens neuem Gedichtband wird das Hotel zum Ausgangspunkt der poetischen Expedition in eine andere Welt - und in unsere Gegenwart.

Autor:

Gong, Alfred

Gras und Omega

Gedichte
(Schriften der Alfred Gong Gesellschaft Bd. 2)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 5)
7 Abb., 80 S., geb., 1997

ISBN 978-3-89086-967-4

Dieser erste Gedichtband von Alfred Gong ist der Niederschlag seiner äußeren und inneren Erlebnisse in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Darüberhinaus bedeutet «Gras und Omega» den anonymen Kreislauf von Leben und Tod in dieser Zeit. Alpdrückende Rückschau und prophetisches «Vorblenden» fließen in diesen Texten zusammen, um sich endlich zu einer ergreifenden Freske aus Existenz und Transrealismus zu verdichten, die eine Deutung der Muster und Mythen unseres Zeitraumes versucht.

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 01 - Traumschutt. In der Kelter

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 02 - Fort von wo. Verloren die Form

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 03 - Honigklavier. Vor der Stille

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 04 - Unter dem Horizont. Weil es dich gibt

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 05 - Aus der Rosenschlucht. Über die Lichtung

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 06 - Du nicht zu halten. Weißt du das Wort

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 07 - Die Nonnensense I · II

Laut- und Unsinnsgedichte
(Gesammelte Gedichte Bd. 7)
252 S., geb., 2017

ISBN 978-3-89086-344-3

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 08 - An mich. Flugpost

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 09 - Atem für Atem. Von Jahr zu Jahr

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 10 - Erinnern Erwarten. Je dunkler es wird

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 11 - Verhüllte Sonne. Blühender Staub

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 12 - Über uns in uns. Vor niemandes Ort

                   

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 13 - Gezählte Tage. Im freien Fall

       

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 14 - Frühe Gedichte

       

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 15 - Coda I / Coda II

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 16 - Sterngefieder. Die Ferne so nah

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 17 - Grün vor Blau. Über die Grenze

Der Autor, geboren am 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, lebte bis 1930 vorwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest. 1941 bis 1944 war er in Arbeitslagern der rumänischen Faschisten interniert; 1947, verschleppt nach Rußland, verschwand er für 10 Jahre im Gulag. 1961, wieder politisch verfolgt, mußte er aus Rumänien fliehen und kam nach Deutschland. Er starb am 17. Mai 2003 im Schwarzwald. Die Kindheit erlebte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch in einer kinderreichen Bauernfamilie. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche. Weiteres zum Lebenslauf im Essay von Matthias Huff. Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Hörbuch. Sprecher: Nikolaus Paryla mit einem 40-seitigen Booklet

Autor:

Heindrichs, Heinz-Albert

HAH Bd. 18 - Miteinander. Wer weiß wohin

Autor:

Bender, Hans

HB Bd. 02 - Verweilen, gehen

Gedichte in vier Zeilen
(Ausgewählte Werke Bd. 2)
96 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2003

ISBN 978-3-89086-682-6

Vierzeiler aber wollen nicht repräsentieren, nicht ihren Autor, nicht einmal sich selbst. Es sind keine anerkannten lyrischen Kunstformen, keine Haikus, keine Tankas. Sind es überhaupt Gedichte? Oder sind es Aufzeichnungen, wie sie Bender sonst auch geschrieben hat? Deren Ideal hat Bender in dem Satz gefaßt: «Einige Sätze, die etwas komprimieren und konzentrieren.» Hier in den Vierzeilern wird nicht einmal das mehr versucht: die Substanz, die zu komprimieren und zu konzentrieren wäre, ist Hauch geworden, Duft: etwas, das immer noch Sprache anlockt, Sprache, die zum Menschen gehört. «Nun kommt / ihr summenden Wörter!»

Harald Hartung

Autor:

Bender, Hans

HB Bd. 08 - Bruderherz

Erzählungen
(Ausgewählte Werke Bd. 8)
Verlagsübernahme vom Hanser Verlag

Nur über den Verlag lieferbar.
(Kein Nachdruck)

Gab es im Leben Herthas, überlegte ich, früher so etwas wie ein Liebeserlebnis? Nur eines fiel mir ein, das traurig ausging. In unserem Dorf hatte sie einen jungen Mann kennengelernt; einen Mechaniker, der in einer Autowerkstatt arbeitete. Wilhelm hieß er. Ein netter, aufgeweckter Junge mit rehbraunen Augen. Er gefiel ihr, und Wilhelm bewunderte Hertha, das Mädchen aus der Stadt. Als sie wieder daheim war, kam er auf seinem Motorrad angebraust und stand erwartungsvoll, in einer Lederjacke mit Reißverschlüssen, vor der Tür. So sehr Hertha sich freute, so verwirrt war ihre Mutter. Sie trug Kaffee und Linzer Torte auf. Hinterher nahm sie Wilhelm mit in die Küche und erklärte ihm in wahrscheinlich schwer verständlichen Umschreibungen, es hätte keinen Zweck, mit ihrer Tochter ein Verhältnis anzufangen. Der verstörte Wilhelm ließ nie mehr von sich hören.

Autor:

Bender, Hans

HB Bd. 13 - Wie es kommen wird. Meine Vierzeiler.

80 S., Erstauflage 2009
(Ausgewählte Werke Bd. 13)

Verlagsübernahme Hanser Verlag

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06

Meine Vierzeiler

Vertraute Wörter, Rhytmen, Reime

vier Zeilen, leicht zu verstehn.

Schön, meine Freundinnen und Freunde

bei der Lektüre lächeln zu sehn.

Autor:

Bender, Hans

HB Bd. 14 - Auf meine Art. Gedichte in vier Zeilen.

112 S., Erstauflage 2012
(Ausgewählte Werke Bd. 14)

Verlagsübernahme Hanser Verlag

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03

Interview

Welche Antwort geben?

Bin ich belohnt

oder bestraft

so lang zu leben?

Autor:

Kiefer, Reinhard

hofnarrenkorrespondenz

Gedichte
Mit 6 Zeichnungen von Wolfgang Wittkämper
28 S., geheftet, 1981

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12

Autor:

Berkes, Ulrich

Ikarus über der Stadt

Berkes wurde durch sein in der DDR erschienenes Lautréamont- Tagebuch «Eine schlimme Liebe» bekannt. Dieser Band gibt eine repräsentative Auswahl aus seinen veröffentlichten sowie auch unveröffentlichten Gedichten.

Autor:

Krier, Jean

Île d’Ouessant

Gedichte
Ausgewählt von Frank Schablewski
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-325-2

Jean Krier, geboren 1949 in Luxemburg, studierte Germanistik und Anglistik in Freiburg im Breisgau. Er veröffentlichte zahlreich in Literaturzeitschriften (u. a. Akzente, manuskripte, Sprache im technischen Zeitalter), sowie in Rundfunksendungen. Krier starb 2013 in Freiburg im Breisgau.

Autor:

Leisten, Christoph

in diesem licht

Christoph Leisten Lyriker, Essayist und Mitherausgeber der Kulturzeitschrift «Zeichen und Wunder», debütierte 2001 mit dem Band «entfernte nähe». Nach Publikationen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien legt er nunmehr sein zweites Buch vor: luzide Gebilde, die einen Bogen spannen zwischen mitteleuropäischer, mediterraner und maghrebinischer Gegenwartserfahrung. Rezension

Autor:

Margul-Sperber, Alfred

Ins Leere gesprochen

Ausgewählte Gedichte (1914–1966)
Hrsg. von Peter Motzan
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 12)
1 Abb., 240 S., geb., 2002

ISBN 978-3-89086-792-2

Der hier vorgelegte Band bietet einen Querschnitt durch das lyrische Werk Alfred Margul-Sperbers (1898–1967) von den Anfängen der Wiener Gymnasiastenzeit bis zu seinen letzten in Bukarest – in der rumänischen Hauptstadt verbrachte der gebürtige Bukowiner 26 Jahre seines Lebens – geschriebenen Gedichten. Aufnahme fanden auch einige wenige Texte, in denen Sperber sich den didaktisch-operativen, ästhetisch-normativen und weltanschaulich-restriktiven Vorgaben des ‹sozialistischen Realismus› unterwarf. Sie sind zwar Ausdruck weitgehend fremdbestimmter Schreibweise und daher von strikt literatursoziologischem Interesse, können jedoch aus einer repräsentativen Auswahl nicht völlig ausgeklammert werden. «Ich versuche es, mir zu sagen, daß der Platz in Ihrem Herzen, wo ich ein wenig befangen, ein wenig undankbar (wie Sie mich jetzt beurteilen dürften, weil ich so selten schreibe), aber immer glücklich stand, um Ihnen Gedichte zu lesen, noch unbesetzt ist und bleibt, bis wir uns wieder sehen.»
Paul Celan, Wien, 21. April 1948
«Berghaft und von innen stark war Dein Rücken, zu tragen die Notwendigkeiten der Stunde, die eigenen Verantwortungen im Wort, das Dir bei aller Kunst nicht mehr galt als das Leben, in dessen Namen Du es traumbedacht setztest. Berghaft und vom Urwitz gewölbt war Dein Rücken zu tragen die langsamen Gegebenheiten der Jahre […]. Von Mensch zu Mensch entscheiden sich die Dinge. Dein Vorhandensein, Deine Gedichte, Deine Nachdichtungen lebten uns diese Hoffnung vor. Wir wollen sie hüten.»
Oskar Pastior: Vertrauen [Nachruf auf Alfred Margul-Sperber] Neuer Weg, Bukarest, 7. Januar 1967

Autor:

Meister, Ernst

Kopf auf dem Hebros

Gedicht aus dem Nachlaß
Supplementband 3
Hrsg. und Nachwort von Dieter Breuer
52 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-419-8

Das «lange Gedicht», von dem Ernst Meister erstmals im Brief an Reinhard Paul Becker (14.2.1956) spricht, gehört nicht zum Konvolut der nachgelassenen Gedichte, den er mit Ilse Demtröder zusammengestellt hat. Entstanden im Umkreis von «Der Südwind sagte zu mir» (1955) und des Dramas «Ein Haus für meine Kinder», unterscheidet es sich durch Umfang und parodistisch-ironische Machart so extrem von Meisters weiterer Entwicklung als Lyriker, daß er es auch nach einer straffenden Bearbeitung 1963/64 wieder und endgültig beiseite legte.

Dieter Breuer
Dieter Breuer war bis zu seiner Emeritierung Professor für Germanistik an der RWTH Aachen.

Autor:

Schwedhelm, Karl

KS Bd. 01 - Fährte der Fische

Karl Schwedhelm veröffentlichte 1955 seinen einzigen Gedichtband «Fährte der Fische».

Autor:

L'encore aveugle. Der noch Blinde

Von Yves Bonnefoy
Gedichte (französisch / deutsch)
Mit 6 farbigen Abb. von K. O. Götz
32 S., Großformat, Leinen, 1999
200 numerierte und signierte Exemplare

ISBN 978-3-89086-793-9

Autor:

Strauß, Ludwig

Land Israel

Immer schaun die heilige Stadt Unzählige Tote Durch ihre weißen Steine an, Gegenüber gelagert. Berg der Lebenden, Berg der Toten Ein Tal nur trennt sie.   Die Gedichte von «Land Israel» entstanden 1934 unter dem unmittelbaren Eindruck einer Palästinareise. Sie wurden noch 1935 in Deutschland im jüdischen Schocken-Verlag (Berlin) veröffentlicht.

Autor:

Whitman, Walt

Leaves of Grass. Grashalme

Zweisprachige Fassung der Erstausgabe von 1855
(englisch/deutsch)
Übersetzt von Walter Grünzweig und einer Gruppe von Übersetzern und Übersetzerinnen an der TU Dortmund.
226 S., Leineneinband, fadengeheftet 2022

ISBN 978-3-89086-710-6

AMERIKA verwirft nicht die Vergangenheit oder was sie in ihren Formen aus einer anderen Politik oder der Idee der Kasten oder der alten Religionen hervorgebracht hat .... akzeptiert die Lektion der Gelassenheit ... ist nicht so ungeduldig da man doch annehmen musste dass der Schorf noch an den Meinungen und Umgangsformen und der Literatur haftet während das Leben das den Anforderungen der Vergangenheit genügte in das neue Leben mit neuen Formen gewandert ist ...

Nachtgedicht [Auszug]
DIE GANZE NACHT lang streifte ich in meinem Traumbild umher,

Auf leichten Füßen .... flink und lautlos bewege ich mich und halte an.

Beuge mich offenen Auges über die geschlossenen Augen der Schläfer;

Umherstreifend und verwirrt .... verloren in mir selbst ... schlecht aufgestellt ....

widersprüchlich

Halte inne und schaue und beuge mich und stehe still.
Wie würdevoll sie da aussehen, ausgestreckt und ruhig;

Wie ruhig sie atmen, die kleinen Kinder in ihren Wiegen.                                            

Autor:

Rübner, Tuvia

Lichtschatten

Gedichte
Mit einem Nachwort von Bernd Albers
102 S., geb., 2011

ISBN 978-3-89086-482-2

«Lichtschatten» ist ein Buch voll von Paradoxen, aber je älter Rübner wird, desto leichter und klarer, ja selbst heiterer werden seine Verse: als wäre das Gedicht selbst ein Ausweg aus der auswegslosen Symmetrie des Paradoxes.

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Albtraum
Er ist gefangen.

Die Bösen wollen sein Herz.

Wollen sein Herz verschachern.

Entflieh! Ich flehe, entflieh! Rasch! Komm! Komm zu mir!

Er entflieht, er entflieht, er kommt rasch zu mir.

Er entflieht nicht. Er kommt nicht zu mir.
Kaum spürbare Helle

sickert ins Dunkel des Zimmers.

Ein Hund jault.

Ein Rascheln.

Bin ich wach?

Bin ich wirklich wach?                                            

Autor:

Kiefer, Reinhard , Meister, Ernst ,

Liebesgedichte

Liebesgedichte von Ernst Meister
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Reinhard Kiefer
(Sammlung Luchterhand 957)
83 S., Klebebindung 1991

ISBN 3-630-61957-6

Ernst Meister war ein Dichter der letzten Dinge. Ihn beschäftigte der Grund unseres Daseins, und damit auch die Liebe, ein Leben lang. In seinen puritanisch knappen Versen nahm er keine Rücksicht auf Moden. Die Liebesgedichte, die Ernst Meister in über 40 Jahren geschrieben hat, finden sich in diesem Band versammelt. Sarah Kirsch über Ernst Meister: "Seine Gedichte, die natürlich das Gegenteil von Lebenshilfe sind, eher Mutproben, gehen wie schwarze Choräle eines, der versucht an das Unbekannte zu denken, uns durch den Leib. Wir gelangen weiter in ihnen, indem wir ohne Eitelkeit beginnen, und es bedarf schon einer gewissen Demut. . . Einen geringen Trost vermag er ja auch zu geben. 'Am Ende sagt von Zweien der Eine noch: ich hab dich eingelebt in die Verlassenheit'."

~~~
LIEBESGEDANKEN
abwärts / bis ins Tote / der Geschaffenheit, / das Mütterorakel / ratlos.
Lied / meiner Lieder: / einzige Gegenwart, / vom Nichts / sinnreich ausgespien.
Ziemlich ein Gott, / die – wörtlich – / weibliche Leere.

Autor:

Kiefer, Reinhard

liegenschaften am atlantik

Autor:

Hölzer, Max

LTB 019 - Nigredo

Gedichte (1962)
Nachwort von Wieland Schmied
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 19)
72 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-852-3

An diesem Morgen war ich viel zu reich / ich suchte dich / jenseits der fliehenden Wolken /

Weide / Gerten bis über die Brust /
Wie sollte dein niedergerungenes / Lachen / im Blau sich abbilden. /

Autor:

Gong, Alfred

Manifest Alpha

Gedichte
(Schriften der Alfred Gong Gesellschaft Bd. 3)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 13)
Hrsg. und mit einem Nachwort von Joachim Herrmann
80 S., fadengeh. Brosch., 2001

ISBN 978-3-89086-735-9

     

Autor:

Hölzer, Max

Mare occidentis. Das verborgene Licht. Chrysopöe

Autor:

Kiefer, Reinhard

Marokkanische Geschichten

Prosa
erschienen beim Marsam Verlag, Rabat 2012
80 S., Klappenbrosch.

13

         

Autor:

Leisten, Christoph

Marrakesch, Djemaa el Fna

Prosa
erschienen beim Verlag al Masar, Beirut 2009
112 S., brosch.

14

كريستوف لايستن
مراكش ـ جامع لفنا
لم يكن المكان أول ما جلب انتباه كريستوف لايستن، بل الزمن في امتداده وبطئه ولانهائيته. فحيثما حل كاتبنا إلا وشعر بضغط هذا الزمن الذي لا يريد أن ينتهي، والذي يمعن في الاستمرار. إنه زمن آخر يقول كاتبنا، زمن كما لو أن الرض بعد تملك وقتا وكما لو أن الشياء تملك من الزمن ما لا ينتهي ولا ينضب. ليس البؤس ما يثيره، بل فقد هذه الديمومة من تشعره بالغربة. لكن هل لهذا الزمن من علاقة بالمكان، بجماع الفنا ، هذه السوق التي تعج بالأسرار والقصص؟ سؤال لم يطرحه لايستن بشكل مباشر، وإن ظل يراوده على طول صفحات الكتاب. إن الكتاب يدخل في باب االاثنولوجيا الشعرية، فهمو من جهة يبحث في جينالوجيا اسم جامع الفنا ومن جهة اخرى يرتبط ذلك لابحث ببحث الكاتب عن معنى للحياة، لأنه لا معنى للحياة خارج الزمن. وكما كتب لايستن:"وتقول الفنا، ما لا ينتهي. أريد أن اعرف معناه بالضبط. هل هو التدمير أهو العدم أهو الموت؟ الموت كشيء لا ينتهي؟ تسأل. لا، إذن أهو الجنة؟ الدائرة .. الله.. الحكاية..
 

Autor:

Arendt, Erich

Memento und Bild

Gedichte (1976)
(Sämtliche Gedichte Bd. 8)
hrsg. von Gerhard Wolf
112 S., geb., 2007

ISBN 978-3-89086-696-3

Erinnerung als Mahnung in den Vers, Erlebt-Erfahrenes ins Bild zu bringen, das besagt schon der sachlich-spröde Titel von diesem Gedichtband Erich Arendts, entstanden in den Jahren 1967 bis 1976. Arendt teilte sich schon von ersten Versentwürfen gern einem Adressaten mit, Zustimmung oder Zweifel herausfordernd, auf Einspruch geradezu erpicht, eigene Gewißheit oder Bedenken schon von Beginn an ins Gespräch, in Disput zu bringen, um das Gedicht zu der Gestalt voranzutreiben, die er gelten ließ – jedenfalls bis zum Zeitpunkt des Drucks.

Gerhard Wolf

Autor:

Chariarse, Leopoldo

Miraflores

Leopoldo Chariarse wurde 1928 in Peru geboren. Er studierte in Lima Ethnologie und Literatur und an der Sorbonne Musikwissenschaft, an den Konservatorien Lima und Köln Harfe, Laute und Gitarre. Auf Indien-Reisen kam er mit Yoga und Praktiken der Meditation in Berührung. Heute leitet er in Düsseldorf ein kulturübergreifendes Institut, die Gesellschaft für Geisteswissenschaftliche Fortbildung, die sich mit indischen und fernöstlichen Traditionen befaßt, aber auch Konzerte mit Musik aus asiatischen und südamerikanischen Ländern veranstaltet. 1952 veröffentlichte er «Los ríos de la noche» (Die Flüsse der Nacht). Danach wurde er führendes Mitglied der «50er Generation». Es folgte «La cena en el jardín» (Das Abendessen im Garten, 1975). Im Jahre 1988 erschien als spanisch-deutscher Paralleltext «Margen de la nostalgia» (Ufer der Sehnsucht), 1998 wurden die «Elegías» veröffentlicht, 1999 «Los sonetos» und 2000 «Solsticio» (Sonnenwende). Chariarse zeigt sich als vielseitiger Lyriker: er beherrscht zum einen klassische Formen wie das Sonett, zum andern schwelgt er in freier Lyrik unter Verzicht auf Satzzeichen, so daß der Leser angesichts der dadurch entstehenden Mehrdeutigkeit hin- und hergerissen ist. Bald aber überträgt sich die Seelenruhe, die das gesamte Werk durchzieht, auf den Leser. Und es ist diese innere Ruhe, mit der der Dichter Gedanken auszudrücken vermag, wie dies nur in lyrischer Kodierung gelingt. Kennzeichnend für sein Werk ist auch die Musikalität, die sich unter anderem in der Praxis des Einrückens zeigt, wo er durch musikalische Stilmittel wie Zäsuren und Kadenzen bestimmte Satzteile hervorheben kann. Obwohl er viele Reisen unternahm und zahllose Eindrücke aufnehmen konnte, zeigt sein Schaffen Kontinuität, Geradlinigkeit und Zielstrebigkeit. Sehnsucht und Elegie sind Merkmale, die sein Werk prägen. Das Sehnsuchtsmotiv tritt besonders in dem 2007 verfaßten Gedicht «Mis trapecios inmóviles» (Meine unbeweglichen Trapeze) zutage, inspiriert von seiner Liebe zum Zirkus, der ihn als Jugendlichen so begeisterte.

Ulrich Daum
         

Autor:

Nick, Dagmar

Momentaufnahmen

I Zwischenzeit Offene Texte Protokoll einer Grabrede II Donnerstagabend, Ophelia Bilanz Brief an Lina Morgenstern Beflügelte Jahre Momentaufnahmen bei einer Gruppenfahrt durch die Provence Der Empfang des Dichters Lustgewinn oder Das ewige Leben Die Boten III Meine unvergessenen Lehrer Gedenkblatt für Rosi Hazór, erinnert  

Autor:

Salomon, Peter

Mylord

schwule Gedichte
1972-2019
45 S., broschiert mit Klappen, 2019

Für begrenzte Zeit stark ermäßigt

ISBN 978-3-89086-271-2

Für Frank

Ich hänge die Jacke weg.

Liebe läßt immer paar Kleider zurück.

Seine Jacke also hängt

Jetzt in meinem Schrank.

Kommt er wieder, ist er froh

Über die verloren geglaubte Jacke.

Peter Salomon hat in seine Gedichtbände immer auch ein paar "schwule Gedichte" eingestreut, nie jedoch ein explizit schwules Buch gemacht. Im vorliegenden Band sind diese verstreut erschienenen, zwischen 1972 und 2019 entstandenen Gedichte gebündelt. Es handelt sich um "Klartext-Gedichte", die deutlich aussprechen, was Sache ist.

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Interview Stefan Hölscher mit Peter Salomon

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"Seine 'schwulen Gedichte' sind nämlich verzauberte Wunderdinge: melancholisch und witzig, poetisch und sexy."

-Thomas Ott

Autor:

Wyss, Dieter

Nadir

Autor:

Schablewski, Frank

Nebengeräusche

vom Wasser keine Spur führt zu dem Wolkenfeld


ein Gegengewicht von Flugsand und Grabstein

im Hafen schaukelt ein Fährschiff die Paar Älteren

mit Kind zum Auslaufen bereit                                            

Autor:

Hölzer, Max

Nigredo

Gedichte
60 S., gebundene Erstausgabe, 1962
Verlagsübernahme vom Insel Verlag

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09

Autor:

Kopf, Joseph

nur eine bewegung von licht

Gesammelte Gedichte Bd. I – 1952–1963
(Hrsg. von Paul Good)
192 S., geb., 1992

ISBN 978-3-89086-891-2

Die «Gesammelten Gedichte in zwei Bänden» machen erstmals (mit Ausnahme des jugendlichen Frühwerkes) das gesamte von Joseph Kopf selber verstreut veröffentlichte Hauptwerk in der historischen Gestalt und Abfolge zugänglich.

Autor:

Neumann, Peter Horst

Pfingsten in Babylon. Die Erfindung der Schere

Autor:

Meister, Ernst

Prosa 1931–1979

60. Veröffentlichung der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt
368 S., geb., 1989

ISBN 978-3-89086-848-6

Autor:

Rübner, Tuvia

Rauchvögel

Mutter am Grab ihres Sohnes

Sohn, Sohn

gebeugt über dich

bist ein Stein in meinem Schoß

wie Feuer bin ich in deinem Blut
erkaltet, erkaltet.

Dein kalter Blick

ist Feuer in meinem Blut.

Stein bin ich, du

in meiner Hut.                                            

Autor:

Hartung, Rudolf

RH Bd. 01 - Vor grünen Kulissen

Sämtliche Gedichte
(Werke Band I)
1 Abb., 96 S., geb., 1990

ISBN 978-3-89086-928-5

Autor:

Leisten, Christoph

RTB 043 - Marrakesch, Djemaa el Fna

Prosa
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 43)
80 S., fadengeh. Klappenbrosch., 3. Aufl. 2017

ISBN 978-3-89086-611-6

Christoph Leisten debütierte im Rimbaud Verlag mit dem Lyrikband «in diesem licht» (2003). – «Leistens Schreibbewegung geht von einzelnen Wörtern und von eindringlichen optischen Erscheinungen aus. Das Licht dieser Texte sind die Reflexe von Spiegelungen, ein hell-dunkles Zwielicht auch, das seismosgraphisch Veränderungen anzeigt», schrieb Angelika Overath dazu in der Neuen Zürcher Zeitung. In der vorliegenden Prosaarbeit geht Christoph Leisten von einem Ort aus, nämlich dem berühmten Platz Djemaa el Fna in Marrakesch, wo Geschichtenerzähler und Akrobaten, Heiler, Wahrsager und Musikanten bis in die Gegenwart Tag für Tag ein Fest der Sinnlichkeit entfalten. In den 88 Fragmenten dieses Buches wird die Djemaa el Fna zu einer Schule des Sehens, des Hörens, der Poesie und der Begegnung mit dem Anderen.

Autor:

Stölzel, Thomas

RTB 106 - Aus den Notizbüchern eines Menschenforschers

Die hier dargebotenen Notizen erscheinen in unter­schiedlichen Gestalten und Verdichtungs­graden: Aphoristische Texte, Aperçus, Einfälle, Maximen, Zitate, Fragmente, Fragen, Miniaturen und Materialien zu größeren Betrachtungen. Sie umkreisen auf ihre Weise ein unerschöpfliches Themenfeld: das menschliche Verhalten. Dadurch stehen sie in einer moralistischen Tradition, in der es darum geht, den Menschen möglichst illusionsfrei und pointiert in all seinen Ab- und Hintergründen zu beschreiben.

Autor:

Zins, Jaffa

Scheindele

Gedichte
Hrsg. und aus dem Hebräischen übs. von Konstantin Kaiser
in Zusammenarbeit mit der Autorin
Mit Übersetzungen von Manfred Winkler und Frederick Brainin
80 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-556-0

                   

Autor:

Győrffy, Ákos

Schneefall in Amiens

Gedichte
ungarisch/deutsch

64 S., 2020
Fadengeh., Klappenbroschur

 

ISBN 978-3-89086-291-0

Ákos Györffy wird von vielen als pantheistischer Dichter angesehen. Im Lyrikband Schneefall in Amiens entführt er den Leser zu traumhaften Touren in imaginierte Landschaften, eigentlich seine Lieblingsgebiete: Flussufer, von der Natur zurückeroberte Täler, der verlassene Weinberg, die menschenleere Meeresbucht – Koordinaten, zwischen denen es sich noch lohnte zu leben. Er befasst sich mit den quälendsten Fragen des Menschen in einer seiner unwürdigen Welt, sucht nach Ursachen und Verantwortlichen, weist Wege des Ausgangs. Den Gedichten wohnt Ehrlichkeit,  Einfachheit, Schlichtheit inne. Mit leisen, zur Meditation anregenden Gedichten haben wir es hier zu tun.

Autor:

Mauritz, Hartwig

schwarze landschaft aus dem brillenetui nachts

Schon immer bewegten sich die Gedichte von Hartwig Mauritz in den unterschiedlichsten Wirklichkeitsbereichen, spannten Bögen zwischen Geografie und Geschichte, zwischen Sinnlichkeit und technischer Welt. Auf diese Weise hat Mauritz mit den Jahren zu einer ganz eigenen Sprache gefunden, die nicht nur subjektivste Erinnerungen an die Räume der Kindheit, sondern auch weit entfernte geografische und historische Momentaufnahmen lesbar macht als überraschende poetische Zugänge zu unserer Gegenwart. Der vorliegende Band vereinigt erstmalig eine Auswahl der frühen Gedichte des Autors.
hochauflösendes fernweh
nipkow teilt seine eltern in linien, zeilen, punkte, setzt licht

in den draht, baut weiter an morses apparat. dreißigzeilig

tastet sie die eltern ab, die drehende scheibe. weihnachten
1883. die augenbrauen hoch aufgeschossen schneidet sie

vom gesicht. die nase, der mund, das kinn kippt, fällt ins bild

der empfänger zieht schatten in punkten heran. die eltern
sitzen an der scheibe traurigen rändern kreisen die augen

werden von farben nicht satt. die eingabe, die ausgabe birgt

lücken im rhythmus laufen die achsen, die augen saugen
den schattenriss an. portraits wachsen, verlöschen in nipkows

gesicht. ihr bestand verwirrt seinen blick. nipkow

kürzt entfernungen, wenn die scheibe seine iris fixiert.                                            

Autor:

Margul-Sperber, Alfred

Sinnloser Sang

Frühe Gedichte (1914–1928)
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 8)
mit einem Nachwort von Erich Rückleben
1 Abb., 96 S., fadengeh. Brosch., 2002

ISBN 978-3-89086-765-6

Autor:

Rübner, Tuvia

Spätes Lob der Schönheit

Gedichte
Mit einem Nachwort von Konstantin Kaiser
10 Abb., 80 S., geb., 2010

ISBN 978-3-89086-511-9

"Es ist etwas in Rübners Gedichten, wo wir einen Moment zusammenbleiben können, und wo wir bleiben können, können wir uns auch finden, wenn auch nur in gewährter Frist.(…) Aber was bei ihm kenntnisreich entfaltet ist, ist das Spiel des Gedichts, das Leben des Gedichts mit der Erinnerung. Oft geht es, wie gesagt, um sehr konkrete Erinnerungen, aber manchmal geht es nur darum, daß eine Hand sich vorschiebt, sagt: Da muß Erinnerung sein, jetzt, immer. Kein Schlaf bewahrt vor ihr. An vielen Stellen stellt Rübner die Beziehung von schmerzhaft obsessiver Erinnerung und Schlaflosigkeit dar. Diese moderne Poesie ist auch eine der Schlaflosigkeit, als gelte es durch nicht endende Wachheit dem Vergessen zu wehren." - Konstantin Kaiser

Das Nachwort «Nachdenken über Tuvia Rübner» beruht auf der im Literaturhaus Salzburg im Mai 2008 frei gehaltenen Einleitung zu einer Lesung Tuvia Rübners aus Anlaß des Theodor Kramer Preises für Schreiben im Widerstand und im Exil 2008.
~~~
Zeitlos
Es ist.
Es kann nicht sein. Unsagbar
Es ist.

Autor:

Hübner, Johannes

Stern auf der Schwelle

Autor:

Nick, Dagmar

Sternfährten – Gefährten

Bilder von Klaus Bertelsmann und Gedichte von Dagmar Nick
31 Abb., 76 S., Großformat, geb., 1993

ISBN 978-3-89086-894-3

Autor:

Lanser, Günter

Sternjerusalem

Die vorliegende Sammlung bietet einen Querschnitt durch Günter Lansers poetische Arbeit aus den letzten dreißig Jahren. Der Autor hat nicht sehr viel veröffentlicht, zwischen 1964 und 1984 erschienen die zum Teil recht schmalen Bände «An den Ufern» (1964), «Schwarznebel» (1973), der zweisprachige Auswahlband «Viadukte – Viaducs» (1977) und schließlich «Nachtworte» (1984). Alle diese Bände sind vergriffen oder zum Teil schwer zugänglich, so daß eine erneute Präsentation von Lansers Lyrik schon längst überfällig ist.

Autor:

Götz, K. O.

Sternsprünge

Autor:

Krier, Jean

Tableaux · Sehstücke

Die Sprache, die er (Jean Krier) gebraucht, entspricht seiner Überzeugung vom Zerstörtwerden und Kaputtgehen der uns umgebenden Wirklichkeit. Es ist die Sprache dieser «schlechten» Wirklichkeit, der verdrehten Redewendungen, die wir gedankenlos benutzen und die Jean Krier blasphemisch verfremdet und verstümmelt. Solche Sprache erscheint als einzige ihm angemessen, um unserer Befindlichkeit Ausdruck zu geben … Paradiese, wenn es sie überhaupt noch gibt, sind künstlich, inhaltslos und von kurzer Dauer. So sagen uns die Gedichte von Jean Krier in einer nicht tröstenden, auch in kurzen Passagen artifizieller Munterkeit untröstlichen Sprache viel über das Heillose unserer Existenz. Joachim Sartorius in «Sprache im technischen Zeitalter» Jean Kriers Tableauxgedichte sind auf den ersten Blick unsentimentale, nüchterne Bestandsaufnahmen des Lebens, aber der Untergrund, auf dem sich der Autor bewegt, ist bodenlos, ist, wie das Meer, unberechenbar in seiner Schönheit und Undurchdringlichkeit. Oder, wie es in einem seiner Gedichte heißt: «Wie du dich auch kehrst und wendest, / alle Wege führen daran vorbei, es fällt dir stets / in den Rücken das Meer.» Rosemarie Altenhofer, Hessischer Rundfunk        

Autor:

Arendt, Erich

Tolú

Gedichte aus Kolumbien (1973)
(Sämtliche Gedichte Bd. 3)
hrsg. von Gerhard Wolf
96 S., geb., 1997

ISBN 978-3-89086-867-7

Erich Arendts Gedichtzyklus «Tolú», zuerst veröffentlicht in seinem Band «Trug doch die Nacht den Albatros», Berlin 1951, der eine Bilanz seines Schaffens im Exil zieht, verzeichnet die Jahre von 1948 bis 1950 als Entstehungszeit der Gedichte. Ein Manuskript dazu liegt uns nicht vor. Sicher hatte er die meisten der Verse oder ihre Entwürfe im Gepäck, als er 1950 aus Kolumbien heimkehrte und in Ostberlin seinen Wohnsitz nahm, an den Wänden die Bilder des Malers Wiedemann, mit dem er in der Emigration in Bogotá befreundet war; Gemälde in den kräftigen, ausschweifenden Farben tropischer Urwaldlandschaft und ihrer Bewohner, «den leisen Indios der Höhen und den elementareren Negern der Stromtäler und Küstenstriche … die Sinne überwältigend … steht Tolú, das Fischer- und Reisbauerndorf an der Moroquillobucht, für den ganzen Tropenbereich, seine Menschen und ihr Leben».

Autor:

Nick, Dagmar

Trauer ohne Tabu

Gedichte
Mit 4 Aquarellen von Gertrude Gröninger-van der Eb
28 S., Großformat, Leinen, 1999
250 numerierte und signierte Exemplare

Vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-784-7

Autor:

Neumann, Gerhard

Unter Ziegelbränden

Autor:

Dove, Richard

Unterwegs nach San Borondón

Unterwegs nach San Borondón

Wer war ich, was bezweckte meine Reise? / An Ceuta fuhren wir vorbei, der Zaun, / An dem Flüchtlinge hingen, klirrte leise
Hinüber nach Gabeltariq. Das Grau'n / Des Abendlandes lichtete sich ein Stück, / Gedämpft die Galgenschreie des Alraun.
Sein Himmelsgewölbe nahm Atlas zurück, / Fad schmeckte uns die Hesperidenfrucht. / Atlantiswärts wendeten wir den Blick,

Ergaben uns treuherzig unsrer Sucht. / Das Kreuz des Südens strahlte uns entgegen, / Das eigne Firmament schwand in der Schlucht ...

(Auftakt des Titelgedichts)

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"Der polyphone Klang von Richard Doves Lyrik verdankt sich vor allem der Kunst, ein der Oberfläche abgelauschtes Vokabular und die Stimmen der literarischen Tradition in genaue Bilder aus 'Byrons Gruft' zu verwandeln." - Nico Bleutge, Neue Zürcher Zeitung
"Unterwegs nach San Borondón ist der reichste Gedichtband, den ich seit langem gelesen habe. Ich habe fast den Eindruck, man könne heute ehrlicherweise nur so noch Gedichte schreiben: nach allen Seiten im Gegenwartsraum und in die Vergangenheit offen, Stimmen von überallher empfangend, aus ihrem Echo die eigene Stimme findend." - Albert von Schirnding
Hier finden Sie weitere Informationen über den Gedichtband und den Zyklus, sowie weitere kritische Stimmen.

Autor:

Rosenkranz, Moses

Visionen

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 14)
160 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-728-1

Dieser Band enthält Visionen im weitesten Verständnis des Wortes, in den verschiedensten Aspekten. Gewiss findet sich in diesen Gedichten auch reine Imagination, Vision im engeren, im herkömmlichen Sinn. Doch was bei Moses Rosenkranz immer wieder auffällt, ist sein visionärer Zugriff auf Themen, auf Bereiche, die durchaus realitätsverhaftet sind. Das wird deutlich spürbar, weil die in der Vision verborgene Wirklichkeit vom Dichter erlebt und empfunden wurde – das ist auch dort noch zu erkennen, wo er sie gedanklich umgestaltet hat …

Autor:

Klünner, Lothar

Wagnis und Passion

Autor:

Winkler, Manfred

War es unser Schatten

Gedichte
Nachwort von Hans Bergel
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 50)
148 S., geb., 2010

ISBN 978-3-89086-499-0

«Manfred Winklers Lyrik lebt aus der Spannung zwischen und der Synthese von Sinnenhaftigkeit und Abstraktion, aus poetischem Drang zum Visionären und zur eigenwilligen Reflexion.»

Hans Bergel
                   

Autor:

Klünner, Lothar

Warum nicht Ithaka?

«Warum nicht Ithaka?» bietet eine Auswahl aus Klünners lyrischen Gesamtwerk, vermehrt um einige neue Gedichte.

Autor:

Neumann, Peter Horst

Was gestern morgen war

   

Autor:

Schablewski, Frank

Wasserfelle

Muttermal sich gegenseitig die Blöße gegeben den Mund zu halten zwischen Zahnhälsen auf dem Zungengrund mit der Kuppe zu fingern verkehrt mit dem Kopf in eigenen Kreisen

veröden voll Schweiß
Muttermale
teilweise aus der Haut gefahren das vernarbte Gewebe ohne weiteres
Silber
steif am Horizont von gestern
bis das Häute berührt wie die anderen einem selbst als Eindrücke bleiben im Dunkeln vor Augen die alten Hände zu sehen am Kind im Mann Frank Schablewski legt nach «Süssholzköpfe» (1998) und «Lauffeuerpausen» (1999) seinen dritten Gedichtband vor. Dieser enthält alle bisher veröffentlichten in überarbeiteter Form sowie neue Gedichte.

Autor:

Koch, Alice

Wenn Augen Augen suchen

Autor:

Rübner, Tuvia

Wer hält diese Eile aus

Ratschläge für einen jungen Dichter

Bleib dem Gedanken treu

dem verlassenen

Lausche dem Klang

mit verschlossenen Ohren

Hör mit den Händen

Schlage den Takt

ohne etwas zu rühren

Vergiss Marsyas und seine abgezogene Haut

Vergiss Orpheus und sein zerrissenes Fleisch

Vergiss den Spott,

Vergiss den Rauch, vergiss das Feuer

Vergiss dein Herz, vergiss dein Hirn

Die Stimme in der Kehle

wer du bist

Und, wenn möglich, so beginn

im Schweiße deines Angesichts                                            

Autor:

Neumann, Gerhard

Wind auf der Haut

Autor:

Mauritz, Hartwig

zentralgestirn

nachtspiel

deine beobachtung schafft sterne, geschliffene bilder, einen mond

dessen schatten dem meer folgt. hörst du den himmel rauschen

über dem horizont weht ein verlassener wind, fordert die bewegung

des schlafs, auf dessen planken du stehst und in die träume einbrichst

träge zieht das schiff seine bahn, wenn dir die kugel ins glas sinkt

treiben umher weithin verstreute horizonte, gekreuselte wellen

wasser, das abfließt, zurückkehrt, sich türmt. zugvögel schlagen die luft

unter ihren flügeln dreht sich der wind. es ist das ufer, das sich bewegt

bleibt nur die sonne im hafen. weit hinter den schlaf gefallen

verbrennt sie die dunkelheit.                                            

Autor:

Götz, K. O.

Zungensprünge

Autor:

Shmueli, Ilana

Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 36)
112 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-562-1

Ilana Shmueli, 1924 in Czernowitz geboren, seit 1944 in Israel, arbeitete über lange Jahre als Sozialpädagogin in Tel Aviv. Sie starb im November 2011 in Jerusalem. Im Suhrkamp Verlag liegt ihr Briefwechsel mit Paul Celan vor. Theodor Kramer Preis 2009 an Ilana Shmueli  

Autor:

Bertram, Ernst

Zwischenland

Ausgewählte Gedichte 1911–1955
Nachwort von Ralph-Rainer Wuthenow
1 Abb., 87 S., fadengeh. Brosch., 1988

ISBN 978-3-89086-992-6

Aus dem Gedichtwerk stellt diese Ausgabe eine repräsentative Auswahl vor, die zeigen soll, daß es sich lohnt, an den Dichter zu erinnern.

Autor:

Kiefer, Reinhard

Zwölf Poeme

Autor:

Rübner, Tuvia

Zypressenlicht

Am hellen Tag

Wo kam ich hin am hellen Tag?

Kam ich hierher am hellen Tag?

Der Mann im Boot schwenkte sein Ruder und setzt

wieder über zum anderen Ufer. Ein Hund hob das linke Bein,

verstreute Reste von Schalen, das Licht ein wenig

zypressenhaft. Ich sprach zu mir. Hierher kam ich,

sprach ich zu mir, und

weshalb kam ich hierher am hellen Tag?

Ein kleines Mädchen, einen Fink in der Hand,

glaubte, sie könne sich drücken. Auch Kinder -

schwenkte sein Ruder und setzt wieder über zum anderen Ufer -

kommen hierher. Wie Schatten bin ich hier im eigenen Herzen

Wie Schatten mein Herz.

Weshalb kam ich hierher am hellen Tag?
(übersetzt von Manfred Winkler)