Neu erschienen

Autor:

Albers, Bernhard

Agadir im Tagebuch. Ernst Jünger und Reinhard Kiefer

Ausgewählt von Bernhard Albers
64 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

2. Auflage in Vorbereitung

ISBN 978-3-89086-307-8

«Subtile Jagden» – das Studium der Insekten – gehören zu den «Genüssen» Ernst Jüngers, «die mit dem Alter zunehmen», und die ihn auch nach Agadir führten. Bei Reinhard Kiefer wird Agadir zum vertrauten Ort poetologischer Selbstreflexion. Sein marokkanisches Tagebuch «Die goldene Düne» (1983–2013) setzt im Dezember ein, wobei ich für den Abdruck das erste Jahrzehnt auswähle. Die «goldene Düne» war das Wahrzeichen Agadirs und der Ort «subtiler Jagden» Ernst Jüngers. Wie so vieles im menschlichen Leben gehört die «goldene Düne» längst der Vergangenheit an.

Autor:

Monioudis, Perikles

Azra und Kosmás

Kosmás Groß, ein Schriftsteller mit beträchtlichem Bekanntheitsgrad und ebenso großer Öffentlichkeits­scheu, verunfallt in einer Frost­nacht in Berlin. Er zieht sich nach Lesbos zurück, wo sein Großvater mütterlicherseits sein Haus hatte und wo er schon als Kind öfter den Sommer verbrachte. Er frönt zunächst seiner großen Leidenschaft, dem Backgammon, und nimmt, mit den Schicksalen der in Nuss­schalen über die Ägäis Geflüchteten konfrontiert, den Schleppern beim Backgammon das Geld ab, um es den Geflüchteten zurück­zugeben. Dabei lichtet ihn ein Wärter ab – und er fliegt vor der Weltöffentlichkeit auf. Azra, Berliner Ärztin und freiwillige Helferin auf Lesbos, ist von Anfang an präsent; sie folgt dem flüchtigen Kosmás mit dem Schlauchboot auf die nächste Insel. Ihre neuerliche Begegnung wird von einem fürchterlichen Ereignis überschattet, das über die Menschen dort hereinbricht.

Autor:

Kopf, Joseph

beer-sheva

Gedichte
Herausgegeben von Adrian Krug
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-324-5

eines

bettlers sternenaussatz
das
blaue licht seiner füsse
der
maulbeerbaum seiner stirn

weisse tiere rings um beersheva

frau martita jöhr zu weihnachten 1963

 

Autor:

Bender, Hans

Bruderherz

Erzählungen

Ausgewählte Werke Band 8

Verlagsübernahme vom Hanser Verlag
Erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2020

ISBN 978-3-89086-221-7

Autor:

Batberger, Reinhold

Das einundsiebzigste Jahr

Heinrich Maria ist einundsiebzig Jahre alt, oh mein Gott! Wollte er nicht Tiermissionar werden? Und jetzt lebt er tatsächlich mit seinen schäbigen Tieren auf einem abgewrackten Flugplatz und unternimmt kleine, grausame Ausflüge. Aber nicht in die Abtei Münsterschwarzach, bitte nicht! Eben noch im elften Jahr ist Heinrich Maria im einundsiebzigsten Jahr gelandet und auch auf einem ehemaligen Flugplatz. Alex und seine Mutter, die Tierärztin sind bereits auf dem Weg zu Heinrich Maria und den Tieren, ein frisch gebackener Grüßgottkuchen steht auf dem Tisch. Der Schnee ist zwar schon wieder schwarz, nicht aber die Zeit der Erinnerung. Kleine Ausflüge, eine Reise nach Israel, eine Reise nach Rom. Erstaunlicherweise gibt es eine religiöse Hintergrundstrahlung, doch Richie der Gewitterhund warnt vor jeder Art von Unwetter und sei es im Augenblick noch so weit entfernt.

Autor:

Bender, Hans

Der Junge, der Asta Nielsen sah

Zehn Geschichten
Hrsg. und Nachwort von Hans Georg Schwark
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 111)
104 S., Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-313-9

Autor:

Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V.

Gedenkbuch für die Opfer der Shoah aus Aachen

Herausgegeben vom
Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V.
Mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Aachen Marcel Philipp
182 Abb., 360 S., Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-311-5

Liebe Kinder Bin abgereist. Seid ohne Sorge, wenn ich nicht schreibe. Hoffe auf gesundes Wiedersehen. Grüßt Ernst, Lotte u. Kinder. Eure Mutter Aus dem Vorwort: Mit diesem Buch gedenken wir der 2.000 jüdischen Aachener Bürgerinnen und Bürger, die zwischen der «Machtergreifung» am 30. Januar 1933 und dem Ende der nationalsozialistischen Schreckens­herrschaft in der Synagogengemeinde Aachen durch das Naziregime aus «rassischen Gründen» verfolgt wurden. Das Schicksal dieser 2.000 Menschen versuchen wir zu klären. Das Ziel der Nationalsozialisten war es, diese Menschen zu vernichten. Dagegen setzen wir die Lebensgeschichten und die Namen der Ermordeten. Das Ziel des Gedenkbuchprojektes für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V. ist es, an diese Menschen zu erinnern und die Namen und Geschichten der ermordeten Aachenerinnen und Aachener in den Mittelpunkt des Gedenkens zu stellen. Bisher wissen wir von 841 Aachenerinnen und Aachenern, dass sie ermordet wurden, 150 Personen starben in der Zeit von 1933 bis 1945 eines natürlichen Todes, 563 Menschen überlebten durch Flucht und Emigration die Shoah. Das Schicksal von 446 Verfolgten konnten wir bisher noch nicht klären. Der unabgeschlossene Charakter dieses Gedenkbuchs bleibt also weiterhin bestehen. Das «Gedenkbuch für die Opfer der Shoah aus Aachen» besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil lesen Sie Biographien zu 174 ermordeten Personen und 102 ihrer Familienangehörigen. Mit den Biographien dieses Bandes wird vom Leben der Menschen in der Region, von Nachbarn und Kollegen, von Mitschülern und Freunden berichtet. Sie waren in erster Linie Aachener, waren Deutsche. Im zweiten Teil des Gedenkbuchs werden die Namen, Vornamen und Geburtsdaten aller uns bisher bekannten 841 ermordeten Aachenerinnen und Aachener, deren Deportationsweg, Todesdatum und der Ort ihrer Ermordung aufgeführt. Bettina Offergeld, Hannelore Herpertz, Corinna Broeckmann   WDR Lokalzeit Aachen berichtete am 25. Januar 2019 über die Übergabe des Gedenkbuchs an den Oberbürgermeister der Stadt Aachen WDR Lokalzeit Aachen berichtete am 13. März 2019 unter der Überschrift «Buch erinnert an ermordete Juden in Aachen» über Gedenkbuch, Gedenkbuch­projekt und Überreichung des Gedenkbuchs an Hinterbliebene der Opfer

Autor:

Piontek, Heinz

Gedichte

Ausgewählt von Reinhard Kiefer
mit einem Text von Gerhard Neumann
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 120)
104 S., brosch., 2019

ISBN 978-3-89086-322-1

Die Halbinsel Zwei Fischer ziehn das Netz aus dem Gewässer. Den Raben ist die Stille nicht geheuer. Der Knabe schürt das schwache Reisigfeuer und wetzt am Stein sein Taschenmesser. Im Knieholz rührt der Wind die Haselruten, das sachte Wehen, wo begann es? Der toten Fische Kiemen bluten. Die Männer heißen Simon und Johannes.  

Autor:

Albers, Bernhard

Helmut Käutner Cineast und Pazifist

von Film zu Film
ca. 500 Abb., 240 S., Großformat A4, fadengeh. Klappenbrosch., 2018

ISBN 978-3-89086-329-0

Über Helmut Käutner ist seit seinem 100. Geburtstag einiges Interessante veröffentlicht worden, aber immer nur in Teilaspekten. Eine Darstellung seines filmischen Gesamtkunstwerkes ist bislang ausgeblieben und wird hiermit in knappster Form vorgelegt. Eine umfangreiche Sammlung von Autogrammkarten, Kinoplakaten, Aushang- , Presse- und Privatfotos soll eine längst vergangene Kinowelt näher bringen.

RP Online veröffentlichte am 10. Januar 2019 unter dem Titel «Käutners Leben in Filmbildern erzählt» eine Rezension von Dorothee Krings.

Autor:

Krier, Jean

Île d’Ouessant

Gedichte
Ausgewählt von Frank Schablewski
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-325-2

 

Autor:

Schlögl, Hermann A.

Ins Elend wird diese Welt kommen durch jene, die sich bereichern. Weisheit aus dem Alten Ägypten

übersetzt durch Hermann A. Schlögl

144 S., Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-270-5

Was war das Geheimnis des Lebens und Sterbens im Alten Ägypten? Was lehrten seine Weisen? Was dachten die Ägypter über Liebe und Tod, die Schöpfung und den Lauf der Sterne? Im Zentrum dieser einzigartigen Sammlung stehen Unterweisungen für das Zusammenleben mit anderen Menschen. Aufgenommen wurden aber auch anrührende Liebeslieder, Briefe an Verstorbene, der Sonnenhymnus des Echnaton, dem zu Herzen gehende Klagen über die Schlechtigkeit der Schöpfung zur Seite gestellt sind, sowie astrologische Lehren des Hermes Trismegistos. Alle Texte wurden für diese Ausgabe neu übersetzt. Sie zeigen eindrucksvoll: Das Alte Ägypten ist untergegangen, aber seine Weisheit lebt weiter.

Autor:

Albers, Bernhard

Jahrgang 1919

Herausgegeben von Bernhard Albers
96 S., fadengeh. Klappenbrosch., 3. überarb. Aufl. 2019al

ISBN 978-3-89086-348-1

Hans Bender · Horst Krüger Michael Guttenbrunner Eine Köpenickiade im Hause Zuckmayer

Autor:

Sanjosé, Àxel

Márius Torres - Poesies. Gedichte

Ausgewählt und übertragen von Àxel Sanjosé
Mit einem Vorwort von Margarida Prats Ripoll
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 121)
124 S., Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-306-1

Das ist die Freude

Das ist die Freude – ein Vogel sein und einen Himmel / durchkreuzen, wo der Sturm leuchtenden Frieden hinterließ.
Und das der Tod – die Augen schließen, lauschen / der Stille des Moments, in welchem die Musik beginnt.
Der frühverstorbene katalanische Lyriker Màrius Torres (1910–1942) wandte sich in seinen Gedichten von der trostlosen Realität des Spanischen Bürgerkriegs, der frühen Franco-Diktatur und seines eigenen, von Krankheit geprägten Alltags entschieden ab. Sein am Symbolismus orientiertes Werk zeichnet sich durch hohe Musikalität aus und setzt sich auf sehr eigene, zugleich unmittelbare und abstrakte Art mit Tod und Kosmos auseinander. Nach dem Krieg beinahe vergessen, wurde Torres in den 1960er und 1970er Jahren neu entdeckt und zählt heute zu den Klassikern der katalanischen Lyrik des 20. Jahrhunderts.

Autor:

Salomon, Peter

Mylord

Für Frank

Ich hänge die Jacke weg.

Liebe läßt immer paar Kleider zurück.

Seine Jacke also hängt

Jetzt in meinem Schrank.

Kommt er wieder, ist er froh

Über die verloren geglaubte Jacke.

 

Peter Salomon hat in seine Gedichtbände immer auch ein paar "schwule Gedichte" eingestreut, nie jedoch ein explizit schwules Buch gemacht. Im vorliegenden Band sind diese verstreut erschienenen, zwischen 1972 und 2019 entstandenen Gedichte gebündelt. Es handelt sich um "Klartext-Gedichte", die deutlich aussprechen, was Sache ist.

Interview Dr. Stefan Hölscher mit Peter Salomon

 

"Seine 'schwulen Gedichte' sind nämlich verzauberte Wunderdinge: melancholisch und witzig, poetisch und sexy."

Thomas Ott

Autor:

Kiefer, Reinhard

Warum wir sterben müssen

Nach «Vor der Natur» (2001) und «Die Wiedereinführung der Sprichwörter» (2009) legt Reinhard Kiefer nun den dritten Band seines «Satzbaus» vor. Der Begriff «Satzbau» erinnert nicht zufällig an Schwitters «Merzbau». Wie dieser ist Kiefers «Satzbau» geprägt vom Prinzip der Collage: Absicht und Zufall treffen aufeinander. Zitate, Geschichten, Aufzeichnungen und Reflektionen umspielen in denkbar weitem Rahmen die Frage «Warum wir sterben müssen».  

Autor:

Enders, Ria

Weltuntergänge

Von der Sintflut zum apokalyptischen Event
Ein Essay und ein Hörstück
9 Abb., 116 S., brosch., 2019

ISBN 978-3-89086-312-2

Auf und nieder auf und nieder Wunder gibt es immer wieder Wir wären alle schön verrückt Wenn uns der Untergang nicht glückt Was sagt uns der Prophet? Wenn die Welt schon untergeht Kommt alle Buß und Reu zu spät   Inhalt: Vorwort Sintflut im Zeitraffer «Das Jüngste Gericht» von Jacopo Tintoretto Essay Der Weltuntergang findet nicht statt Hörstück

Autor:

Kröhnke, Friedrich

Zurück vom Mondgebirge

Erzählung
Erstabdruck: Dieser Berliner Sommer, Berlin 1993

31 S., Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-381-8

Kein fester Punkt. Die Erde kreist, und von der Zeitverschiebung verwirrte Passagiere sind dabei, Pakete günstig gekaufter Zigaretten unterm Arm, und keiner erwartet sie. Schau dir meine Schätze an, sagt Adrian zu dem Jungen, geh alle Stapel durch, Jacken und Halstücher, such dir aus, was du magst.