Gift
Gesammelte Erzählungen
Herausgegeben von Uwe Czier
Mit einem Nachwort von Marla Jansen
126 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
ISBN 978-3-89086-298-9
„Ssam“ ist im Hebräischen und Jiddischen das Wort für „Gift“; und „ssam“ nannte Josef Burg sein zweites, gerade einmal 32 Seiten umfassendes Büchlein, das 1940 noch in Czernowitz erscheinen konnte. Gemeint ist das chauvinistisch-rassistische Gift des Nationalsozialismus, das Burg in seinen Auswirkungen im Wien des Anschluss-Jahres 1938 „miterlebte“, als er dort von 1935 bis 1938 Germanistik studierte.
In der Zeit um das Jahr 1938 schrieb er eine Reihe von Erzählungen, die Wien zum Schauplatz haben. Nur zwei davon, die je ein anderes Einzelschicksal aus der Zeit des „Anschlusses“ zum Inhalt haben, konnten damals herausgegeben werden, weil für ein umfangreicheres Buch kein Geld mehr vorhanden war. – Dieses kleine Büchlein – im Österreichischen Literaturarchiv in Wien konnte das wohl weltweit einzige Exemplar ausfindig gemacht werden – liegt hiermit erstmalig in deutscher Übersetzung vor.