Lehmann, Wilhelm

Werk

Lehmann, Wilhelm

KS Bd. 08 - Briefwechsel und Dokumente 1948 bis 1967

Karl Schwedhelm und Wilhelm Lehmann.

Mit Anmerkungen und einem Nachwort
herausgegeben von Klaus Johann.
Mit einem Lebenslauf Karl Schwedhelms von Sabine Schwedhelm
(Werke Band 8)
192 S., geb., 2007

ISBN 978-3-89086-554-6
Weitere Informationen
Der Briefwechsel zwischen Wilhelm Lehmann (1882–1968) und Karl Schwedhelm (1915–1988) aus den Jahren 1948 bis 1967 ist nach denen mit Gottfried Benn und Nelly Sachs der dritte umfangreiche Briefwechsel Schwedhelms, der publiziert wird. Ähnlich wie Benn hatte Lehmann auch für Schwedhelms eigenes Schaffen eine große Bedeutung. Schließlich galt Lehmann in der Zeit dieses Briefwechsels mit seiner Lyrik vielen Kritikern und Literaturwissenschaftlern als durchaus gleichrangiger Antipode einerseits Benns und andererseits Bertolt Brechts. Neben den Briefen der beiden Autoren enthält das Buch auch Artikel, Radiosendungen, Rezensionen und einen Brief Schwedhelms über Lehmann, sowie einen Text Lehmanns zu Schwedhelms Gedichtband «Fährte der Fische». Darüber hinaus werden zahlreiche persönliche Kontakte und Begegnungen angesprochen und in den Anmerkungen ausführlich erläutert, so daß deutlich wird, daß das literarische Leben jener Zeit weitaus vielfältiger und nuancenreicher war, als es manche Literaturgeschichte glauben machen will.                    
Wilhelm Lehmann : Sichtbare Zeit

Lehmann, Wilhelm

LTB 143 – Wilhelm Lehmann: Sichtbare Zeit

Das letzte Gedicht dieses Bandes rühmt das Dasein, „Anfang und Ende“ (S. 38). Es preist das Leben als „flüchtige Dauer“, denn das Leben des Individuums ist „flüchtig“, bemessen, doch das Leben selbst geht darüber hinaus. Zugleich ist der Tod nicht nur Vernichtung, Auflösung, sondern „Anfang“ zu etwas Neuem, Unbekanntem, dem man nur zustimmen kann: Flüchtige Dauer sei gegrüßt, Ende, das der Anfang süßt. Ende als Anfang Wie Kern in der Nuß: Tiefe Begegnung, Williger Schluß!