Schönwiese, Ernst

(1905, Wien – 1991, Wien)

 

Über Ernst Schönwiese:

Ernst Schönwiese, 1905 in Wien geboren, starb 1991 in seiner Geburtsstadt. Vor dem Krieg arbeitete er als Publizist und Dozent. Nach dem Krieg war er Programmdirektor beim Österreichischen Rundfunk, wo er für die Literaturvermittlung große Verdienste erwarb. Zugleich war er als Herausgeber einer Literaturzeitschrift und als Übersetzer tätig.

Werkausgabe

Schönwiese, Ernst

Antworten in der Vogelsprache

Die Gedichte «Antworten in der Vogelsprache» von Ernst Schönwiese geben uns allen Antwort. «Vergiß dein eignes Geschwätz – und das Märchen ist Wirklichkeit»

Der besondere Reiz dieser späten Gedichte liegt in ihrer vollen Reife und Altersweisheit. Der Grand Old Man der österreichischen Lyrik, der Präsident des PEN-Zentrums war, beeindruckt vor allem durch Vitalität; auch das, was weise klingt, wirkt kein bißchen müde.

Schönwiese, Ernst

Baum und Träne

Ich schreibe für den Baum vor meinem Fenster, / und für die Wildtaube, die auf ihm gurrt, / angesichts des Lächelns der Toten / und der Tränen derer, die am Leben blieben. / Baum und Taube, / Lächeln und Träne / sind eins.

Schönwiese, Ernst

In seinen Bann. Gedichte

Wirken und tätig sein, laßt uns / auch in der Zukunft / und immer, / doch jetzt mit dem Lächeln dessen, / der weiß:

Tun / ist nichts als ein Zeichen, / an dem wir Menschen einander erkennen, - / aber vergänglich, / bitter gewürzt mit dem Wissen / um seine Nichtigkeit ... / Und doch - trotz allem - / im Traum unsres Lebens: wie schön!