liegenschaften am atlantik

hören – denken – fühlen. Eine kleine Studie über Schrekers Operntexte

In meiner Schrift wird der Leser die sonst übliche Inhaltsangabe vermissen. (Wer darauf Wert legt, den verweise ich auf die kürzlich erschienene Studie Werner Oehlmanns im Verlag Lafite: «Schreker und seine Oper») Mir ist es um etwas ganz anderes, etwas ganz bestimmtes zu tun: die Physiognomie des schaffenden Künstlers Schreker ins rechte Licht zu rücken und nachzuweisen, daß seine Weltanschauung sich in anderer Richtung bewegt, als bisher angenommen wurde. So hoffe ich auch, daß es mir gelingen wird, seinen Bühnengestalten einen neuen, für manche vielleicht sogar befremdenden «Steckbrief» auszustellen. Ich bediene mich dabei der in meiner Lehrzeit an der Berliner Staatlichen Schauspielschule erworbenen Kenntnisse, die es mir zur Aufgabe machten, den Untergründen der Handlungsweise der darzustellenden Personen nachzuspüren.

Haidy Schreker-Bures

Franz Schreker. Studie zur Kritik der modernen Oper (1918)

Ich bin Impressionist, Expressionist, Internationalist, Futurist, musikalischer Verist; Jude und durch die Macht des Judentums emporgekommen, Christ und von der katholischen Clique unter Patronanz einer erzkatholischen Wiener Fürstin «gemacht» worden.

Ich bin Klangkünstler, Klangphantast, Klangzauberer, Klangästhet und habe keine Spur von Melodie (abgesehen von sogenannten kurzatmigen Floskeln neuestens «Melodielein» genannt). Ich bin Melodiker von reinstem Geblüt, als Harmoniker aber anämisch, pervers, trotzdem ein Vollblutmusiker! Ich bin (leider) Erotomane und wirke verderblich auf das deutsche Publikum (die Erotik ist augenscheinlich meine ureigenste Erfindung trotz Figaro, Don Juan, Carmen, Tannhäuser, Tristan, Walküre, Salome, Elektra, Rosenkavalier u.s.f.).

Franz Schreker

Israels letzter Psalm

Neben Weißglas und Kittner gehörte Gong zum Kreis der Jugendfreunde Paul Celans.

RH Bd. 01 – Vor grünen Kulissen

Reden zu Ausstellungen von Hann Trier

Vorbemerkung:

Die hier versammelten Reden sind historisch, insofern sie sich jeweils auf eine bestimmte Kunstsituation und deren Jargon beziehen.
Sie sind des weiteren historisch, insofern sie das Accompagnement einer inzwischen 47jährigen heiteren Freundschaft bilden, in der nur das nicht klar ist, wer von wem wann was gelernt hat.
Eine neuere Rede müßte sich mit dem Versuch unbedarfter Kritiker beschäftigen, Hann Trier in das schon seiner Undefiniertheit wegen unsinnige Kasterl INFORMEL einzusperren. Dieser Undefiniertheit wegen bleibt es bei dem Versuch.

Inhalt:

Vorbemerkung

Die Reden

  1. Galerie Der Spiegel, Köln (1951)
  2. Galerie Martinet, Amsterdam (1953)
  3. Galerie Hella Nebelung, Düsseldorf (1957)
  4. Lübecker Kunstverein (1965)
  5. Haus Kaspar Brüninghaus, Köln (1968)
  6. Galerie Der Spiegel, Köln (1975)
  7. Galerie Der Spiegel, Köln (1985)
  8. Kölner Artothek (1986)

Nachtrag

  1. Interview mit Sisyphos, Köln (1948)
  2. Katalog des Kölnischen Kunstvereins (1986)

Entstehung eines Sternbilds

In den 50er Jahren war Hölzer einer der wenigen Lyriker deutscher Sprache, die den Surrealismus in selbständiger Weise für sich nutzbar machten. Später wandte er sich u.a. dem Studium der Kaballa zu, das große Bedeutung für seine lyrische Produktion gewann. Das bislang zerstreute lyrische Werk Hölzers erscheint im Rimbaud Verlag.

Ärger wie die Hund’

Franz Heinz wurde 1929 in Perjamosch, Banat, geboren. Seit 1976 lebt er in Ratingen bei Düsseldorf. Die Erzählung «Ärger wie die Hund’» erschien zuerst 1972 in Rumänien.

«Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wurden vor Jahren drei Schreibhefte gefunden, in denen ein Mann namens Peter Melcher sein Leben erzählt. Verwackelte gotische Schriftzüge, die hart am Heftrand ansetzen und den Zeilenabstand nicht so genau nehmen, verwischte Bleistiftstriche, durchgedrückt von einer zu schweren Hand. Aber die Bauern halten nicht viel vom Schreiben, und für den Melcher Pitt hatten sie nur ein Lächeln übrig.»

Aschenzeit

Die vorliegende Sammlung erlaubt erstmals einen geschlossenen Überblick über das lyrische Schaffen von Immanuel Weißglas. In ihrem Kern besteht sie aus den zwei vom Autor selbst zusammengestellten und veröffentlichten Gedichtbänden: «Kariera am Bug» (1947) und «Der Nobiskrug» (1972). Beide Sammelbände kommen hier in unveränderter Textfolge zum Abdruck, damit die Authentizität der in Rumänien erschienenen Auswahl aus dem lyrischen Schaffen vom Leser unmittelbar nachvollzogen werden kann. Abgedruckt werden ferner die für das Verständnis des Werkzusammenhangs und seiner Entwicklung notwendigen Gedichte und Gedichtgruppen aus dem Nachlaß.

LTB 006 – Mögliches Gelände

Die Ausgabe ergänzt die beiden frühen Bände – «Wind auf der Haut» 1956 und «Salziger Mond» 1958 – um Gedichte aus den folgenden Jahren bis in die Gegenwart.