Aufgesang auf die Tiervernunft
TiersinnGedichte
Mit Nachbemerkungen von Pia-Elisabeth Leuschner und Jean Boase-Beier
136 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
ISBN 978-3-89086-295-8
Rund um ein Pferd mit philosophischen Anwandlungen, das auf die Uni geht mit dem Fernziel, Hegel und möglichst viele andere patriarchale „Meisterdenker“ ordentlich vom Kopf auf die Hufe zu stellen − Wenn ich den Marx gut kenne, dann wirds heiter – / Ihr werdet unten sein und ich der Reiter –, arbeitet sich ein bunt zusammengewürfeltes Team kleinerer sowie größerer Tiere und Untiere, sanft bis unbändig, ab an einer quasi systematischen Kritik der unkantianisch-unreinen zweibeinigen Unvernunft, die sie umzingelt. Ziel ist eine Umkehrung der bestehenden Verkehrten Welt, bei der die unterdrückte Tierseite – nicht zuletzt unsere gemeinsamen Vorfahren die Rippenquallen – Oberwasser erlangen: Auf Hufe, Flossen und Krallen gestellt / Umstülpung der kopfstehenden Welt. Die aristotelische Stufenleiter der Natur, die von angeblich niederen zu vermeintlich höheren Wesensformen führt, wird anders an die Existenzwand gelehnt. Aufgesang auf die Tiervernunft. Tiersinngedichte versteht sich als utopische Korrektur seines Zwillingsbands Abgesang auf den menschlichen Wahn. Unsinngedichte.