Wohl, Kubi

(1911, Zibau – 1935, Czernowitz)

 

Über Kubi Wohl

Kubi Wohl, geboren 1911 in dem kleinen Ort Zibau am Rande der Ostkarpaten, starb bereits 1935. Sein literarischer Nachlass ist ein schmales Œuvre. Vieles ging während des Krieges vorloren oder ist verschollen. Seine Gedichte stießen beim Bürgertum auf Ablehnung, bei den Massen des Proletariats auf großen Beifall. 1980 erschien in Haifa (Israel) ein zweisprachiger (deutsch/jiddisch) Band, wofür Alfred Kittner das Vorwort schrieb.

 

 

Werk

Wohl, Kubi

Briefe und Gedichte

Unsere Helden Unsere Helden haben keine Namen und kein Denkmal spricht von ihrer Tat; einer lichtdurchstrahlten Menschheitszukunft sind sie erste Opfer: blutige Saat. Unsere Helden schmiedet man in Ketten und ihr Leben endet an der Wand; mit dem Worte Freiheit auf den Lippen kollern ihre Köpfe in den Sand. Unsere Helden haben keine Tränen zum Geleite, wenn die Salve hallt, nur das Zähneknirschen der Genossen und ein Fäusteballen hart und kalt. Unsere Helden, das sind Pioniere einer rotmessianischen Mission, unsere Helden, unsere Namenlosen sind die Fahne flammender Legion.                    

Wohl, Kubi

Granitene Strophen will ich erbauen Obelisken voll knirschender Wut

Gedichte und Briefe
Erinnerungen von Alfred Kittner, Klara Wohl, Josef Burg und Vera Hacken
Hrsg. und mit einem Nachwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 92)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 124)
11 Abb., 142 S., brosch., 2018

ISBN 978-3-89086-315-3
Weitere Informationen

Präludium […] Granitene Strophen will ich erbauen, Obelisken voll knirschender Wut, in sie den Schrei der Fabriken einhauen und röchelndes Atmen und hungriges Schauen und Händeringen, Tränen und Blut! […] Kristallener Hymne donnere ich dann: werde Sturmbock gegen die Fron! Reck’ dich gewaltig mit Riesengebärde, entfache Vulkane, entzünde die Erde! sei Brandpsalm der Revolution!