Autor: Albers, Bernhard

Können Verlagspreise die Buchkultur retten?

Aufsätze und Gespräche
fadengeh. mit Klappen
40 S., 2019

ISBN 978-3-89086-120-3

"Es waltet in jeder Zeit ein geheimes Bündnis verwandter Geister."

-Robert Schumann

Erstmals waren für den Verlagspreis 2021 Verlage nicht teilnahmeberechtigt, wenn sie in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet wurden. Es wäre schön, wenn diese Gelegenheit genutzt worden wäre, um mehr Vielfalt zu fördern. Mit dem Verlagspreis 2022 bewahrheitete sich eine Befürchtung: Mehrfach ausgezeichnete Verlage werden erneut bedacht, der Kreis der Preisträger bleibt also weiterhin ausgesprochen klein, bedenkt man die mehr als 300 Bewerbungen allein in diesem Jahr. Kann von einer Förderung der 'Verlagslandschaft' die Rede sein? Schon im Buchhandel fällt auf, dass Literatur wenig vertreten ist, Zeitschriften gibt es in Massen, Literaturzeitschriften sucht man in den Auslagen eher vergeblich. Insbesondere solche Verlage haben es schwer und finden auch durch den 'Deutschen Verlagspreis' keine Beachtung, denn: Wer nicht gewinnt, wird nicht genannt. Und wenn die Jury  zusätzlich nur eine kleine Auswahl an Preisträgern jahrjährlich favorisiert, führt dies unweigerlich zu Wettbewerbsverzerrung. Es stellt sich notwendigerweise die Frage nach der Aktualität und dem Nutzen eines Förderpreises für die Verlagslandschaft.