Albers, Bernhard

(1951, Helmstedt)

 

Über Bernhard Albers:

Bernhard Albers wurde 1951 in Helmstedt geboren. Er absolvierte 1968 eine Verlagslehre in Bonn. In den Jahren 1972 -77: Studien der Betriebswirtschaft, Philosophie, Theologie und historische Pädagogik. Im Jahre 1979 erlangte Bernhard Albers das Zweite Staatsexamen. 1987 promovierte er zum Dr. phil.
Seit seiner Gründung des Rimbaud Verlages 1981 leitet Bernhard Albers das Verlagshaus.

Werk

Albers, Bernhard

Agadir im Tagebuch. Ernst Jünger und Reinhard Kiefer

«Subtile Jagden» – das Studium der Insekten – gehören zu den «Genüssen» Ernst Jüngers, «die mit dem Alter zunehmen», und die ihn auch nach Agadir führten. Bei Reinhard Kiefer wird Agadir zum vertrauten Ort poetologischer Selbstreflexion. Sein marokkanisches Tagebuch «Die goldene Düne» (1983–2013) setzt im Dezember ein, wobei ich für den Abdruck das erste Jahrzehnt auswähle. Die «goldene Düne» war das Wahrzeichen Agadirs und der Ort «subtiler Jagden» Ernst Jüngers. Wie so vieles im menschlichen Leben gehört die «goldene Düne» längst der Vergangenheit an.

Albers, Bernhard

Améry – Canetti – Hartung

Mit Briefen und Texten aus dem Nachlass
Kommentiert von Hanna Tröger
Mit Beiträgen von Ingrid Pohl und Hans Dieter Zimmermann
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 102)
152 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2017

ISBN 978-3-89086-401-3
Weitere Informationen

Inhalt:

Rudolf Hartung: Mit Vergangenheit und Schicksal und Die Freiheit, sein Leben zu beenden.
Briefwechsel Jean Améry und Elias Canetti; Jean Améry und Rudolf Hartung
Texte aus dem Nachlass von Elias Canetti Aufzeichnungen zu Jean Améry Rudolf Hartungs letzte Krankheit
Brief von Elias Canetti
Ingrid Pohl: Allein und Anmerkungen zu Canetti
Hans Dieter Zimmermann: Über Rudolf Hartung

Albers, Bernhard

Aus zerstäubten Steinen. Texte deutscher Surrealisten

Daß der Surrealismus schon in seinen Anfängen keine französische Angelegenheit bleiben sollte, zeigen die Aktivitäten von Hans Arp, Max Ernst, Meret Oppenheim und die des deutschsprachigen Ivan Goll. In Deutschland selbst hat er nach dem zweiten Weltkrieg keine tiefen Wurzeln schlagen können. Weder Max Hölzer, K. O. Götz und Rudolf Wittkopf mit ihren Zeitschriften «Surrealistische Publikationen» (1950/54), «Meta» (1948-53) und «Profile» (1953-55) noch Dieter Wyss mit seiner Untersuchung «Der Surrealismus» (1950) sprengten den elitären Rahmen. Zwar waren die meisten der deutschen Surrealisten der Nachkriegszeit befreundet oder standen zumindest miteinander im Gedankenaustausch, zu einer surrealistischen Gruppenbildung wie in Paris (oder einer vergleichsweise publikumswirksamen «Gruppe 47» in Berlin) kam es aber nicht. Der Band enthält Texte von Richard Anders, K. O. Götz, Anneliese Hager, Max Hölzer, Johannes Hübner, Dieter Hülsmanns, Lothar Klünner, Joachim Uhlmann, Friedrich Umbran, Rudolf Wittkopf, Dieter Wyss, Unica Zürn.

Albers, Bernhard

Blaueule Leid. Bukowina 1940–1944

Autoren und ihre Texte in alphabetischer Reihenfolge Aharon Appelfeld   Die Eismine Rose Ausländer   Erinnerungen an eine Stadt · Ins Nichts gespannt Elisabeth Axmann   die donau der mieresch · Erinnerungen Klara Blum   Czernowitzer Ghetto Paul Celan   Die Geisterstunde · Es fällt nun, Mutter, Schnee · Nähe der Gräber Georg Drozdowski   Damals in Czernowitz Robert Flinker   Fegefeuer David Goldfeld   Todeslied Alfred Gong   Bukowina · Ihr werdet vergessen · Kinderlied über’n «Jud» · Mein Vater · Topographie Edgar Hilsenrath   Nacht Leo Katz   Brennende Dörfer · Totenjäger Heinz Kehlmann   So weit nach Westen Alfred Kittner   Blaueule Leid · Erinnerungen · Heimkehr aus dem Lager · Podoliens Erde Itzig Manger   Die Ballade vom weissen Brot Alfred Margul-Sperber   Auf den Namen eines Vernichtungslagers · Der Neger Jessy Owens · Gespräch mit einem Kind · Glüht das dunkelnde Leben Selma Meerbaum-Eisinger   Poem · Tragik · Trauer Gregor von Rezzori   Blumen im Schnee Moses Rosenkranz   Bukowina 1940–1941 · Die Blutfuge · Der Erledigte · Der Todeszug · Jüdisches Morgenlied 1941 Dorothea Sella   Der Ring des Prometheus Ilana Shmueli   Erinnerungen · Ohne Boden war die Heimat Edith Silbermann   Erinnerungen Immanuel Weißglas   Babylonische Klage · Er Manfred Winkler   Das Gedicht vom Nichts · Der Flüchtling 1938

Albers, Bernhard

Der Celan-Mythos

Leben die Bücher bald? - Friedrich Hölderlin

"Die Landschaft, aus der ich zu Ihnen komme, dürfte den meisten von Ihnen unbekannt sein", erklärte Celan bei der Entgegenahme des Literaturpreises der Freien Hansestadt Bremen. "Es ist die Landschaft, in der ein nicht unbeträchtlicher Teil jener chassidischen Geschichten zu Hause war, die Martin Buber uns allen auf Deutsch wiedererzählt hat. Es war eine Gegend, in der Menschen und Bücher lebten."

Albers, Bernhard

Der Fall Michael Guttenbrunner

Eine Verteidigungsschrift
(Guttenbrunner-Studien Bd. 3)
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73)
8 Abb., 52 S., brosch., 2011

Bei uns vergriffen! Out of print!

ISBN 978-3-89086-464-8
Weitere Informationen

Eine Verteidigungsschrift   Die Wehrmachtsakten im Österreichischen Staatsarchiv lassen keinen Zweifel daran, daß Guttenbrunner weder aktiv gegen das Hitlerregime Widerstand leistete, noch aus diesem oder einem anderen Grunde zum Tode verurteilt wurde. Läßt sich von daher seine Dichtung mit jener des Stephan Hermlin vergleichen? Dieser hatte nämlich behauptet, 1934 im KZ Sachsenhausen gewesen zu sein, also zu einem Zeitpunkt, wo es noch gar nicht errichtet war. Das Buch versucht darauf eine Antwort zu geben. «Eines Tages wird sich unser Verlagsprogramm bei einer bestimmten Käuferschicht, jenseits des Bestsellerrummels und Feuilletongeklüngels durchsetzen.» (Bernhard Albers in einem Brief an Michael Guttenbrunner vom 15. August 1992)      

Albers, Bernhard

Der Mensch ist nichts

Hubert Fichte (1935–1986) ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Inhalt: 1 Hans Henny Jahnn 2 Die zweite Schuld 3 «Wir können nicht lieben.» 4 Leonore Mau 5 «Leben, um eine Form der Darstellung zu erreichen.» 6 Die Edition 7 Marcel Proust 8 Im Feuilletonzeitalter 9 Agadir

Albers, Bernhard

Dichtung und Wahrheit

Versuch über Michael Guttenbrunner
(Rimbaud Taschenbuch Nr. 68)
63 S., brosch., 2010

Bei uns vergriffen! Out of print!

ISBN 978-3-89086-497-6
Weitere Informationen

Michael Guttenbrunner wurde 1919 in Althofen in Kärnten geboren. Er lebte seit 1954 in Wien, wo er 2004 starb. Seine präzise Arbeit am Text ist an Karl Kraus geschult. Mit seinem Werk ist er für die österreichische Literatur durchaus das, was Ludwig Hohl für die Schweiz bedeutet.  

Albers, Bernhard

Die Welt kennt keine Poesie

100 Gedichte von 100 Autoren

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Nil-Sein
Im Lande Licht, im Lande Leer, / Einödegebunden, / Liegen sie verstreut umher, / Die Sterne, die Stunden. /
Cheopsfriede, / Nilblaues Sein, / Zeitpyramide / Aus Sonne und Stein. /

Immanuel Weißglas

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Hundert Autoren werden jeweils mit einem Gedicht vorgestellt, soweit es im Rimbaud Verlag – dessen Programm von mir nun schon 35 Jahre lang gestaltet wird – erschienen ist. Zugleich eröffnet sich mit den zahlreichen Übersetzungen so etwas wie ein bescheidener Blick auf die Weltliteratur.
Die Gedichte wurden nicht mühsam und mit viel Überlegung zusammengestellt, sondern ganz spontan und rein chronologisch. Kein Gedicht musste verworfen werden, weil sich alle, meines Erachtens, auf wunderbare Weise zu einem Mosaik zusammenfügten.
Von einigen Autoren, das sei hier einmal gesagt, war es mir nicht vergönnt, eine Auswahl ihrer Gedichte im Rimbaud Verlag herauszubringen. So von Gottfried Benn, Wilhelm Lehmann, Paul Celan und Nelly Sachs beispielsweise.

Albers, Bernhard

Echnaton als Künstler

nunZum ersten Mal in der Geschichte ändert ein Pharao seinen Geburtsnamen in Echnaton, «einer, der wirksam ist für Aton» und übernimmt die persönliche Verantwortung inform von Richtlinien für ein Gesamtkunstwerk. Große Teile des Gesamtkunstwerks Echnatons sind nach über dreitausend Jahren wie durch ein Wunder, von Naturgewalten unbeschadet, strahlend wieder auferstanden. Herrlich erhalten in den Pylonen Karnaks, im Sand von Amarna und im Grab Tutanchamuns - und wieder ist ein Versteck der Alten Welt entzaubert. Was wir dagegen hinterlassen, hat keinen ästhetischen Wert. Die Entdeckung unserer Verstecke wird den Ungeborenen apokalyptische Todesqualen bereiten. Der große Sonnengesang Echnatons regte Heinz Kreutz zu einem Triptychon an, welches das große Spektrum der Farbnuancen, das tiefe Dunkel und das strahlende Licht beständig wiederzugeben vermag. Heinz Kreutz, geboren 1923 in Frankfurt. 1940 absolvierte er die Ausbildung zum Photograph. Er leistete Kriegsdienst von 1940 bis 1942 in Stalingrad, mit einem Lazarettaufenthalt bis 1944 in Marburg. Bis zu seinem  35. Lebensjahr arbeitet Kreutz als Weißbinder und fotografischer Gelegenheitsarbeiter. Im Jahre 1951 erhält er ein privates Stipendium, welches ihm den Aufenthalt in Paris und Südfrankreich ermöglicht. Seit 1976 lebt Heinz Kreutz nun in Antdorf (Bayern). Deutsches Informel Quadriga                    

Albers, Bernhard

Echnaton. Der Sonnengesang

Du erscheinst schön im Horizont des Himmels, / du lebender Sonnengott, der Anfang des Lebens! / Wenn Du aufgeleuchtet im Osten / erfüllst du jedes Land mit deiner Schönheit. / Du bist schön und groß, glänzend und hoch über allem Land. / Deine Strahlen umarmen die Länder, und alles, was du erschaffen hast

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Zum ersten Mal in der Geschichte ändert ein Pharao seinen Geburtsnamen in Echnaton, «einer, der wirksam ist für Aton» und übernimmt die persönliche Verantwortung inform von Richtlinien für ein Gesamtkunstwerk. Große Teile des Gesamtkunstwerks Echnatons sind nach über dreitausend Jahren wie durch ein Wunder, von Naturgewalten unbeschadet, strahlend wieder auferstanden. Herrlich erhalten in den Pylonen Karnaks, im Sand von Amarna und im Grab Tutanchamuns. Wieder ist ein Versteck der Alten Welt entzaubert. Was wir dagegen hinterlassen, hat keinen ästhetischen Wert. Die Entdeckung unserer Verstecke wird den Ungeborenen apokalyptische Todesqualen bereiten.

Albers, Bernhard

Echnaton. Der Untergang einer Familie

Inhalt: I Echnaton als Künstler II Der Sonnengesang des Echnaton III Echnaton in der Oper    

Albers, Bernhard

Helmut Käutner Cineast und Pazifist

Über Helmut Käutner ist seit seinem 100. Geburtstag einiges Interessante veröffentlicht worden, aber immer nur in Teilaspekten. Eine Darstellung seines filmischen Gesamtkunstwerkes ist bislang ausgeblieben und wird hiermit in knappster Form vorgelegt. Eine umfangreiche Sammlung von Autogrammkarten, Kinoplakaten, Aushang- , Presse- und Privatfotos soll eine längst vergangene Kinowelt näher bringen.

RP Online veröffentlichte am 10. Januar 2019 unter dem Titel «Käutners Leben in Filmbildern erzählt» eine Rezension von Dorothee Krings.
"Über 500 Abbildungen versammelt Bernhard Albers in 'Helmut Käutner. Cineast und Pazifist. Von Film zu Film.' Die linke Doppelseite ist jeweils gänzlich Abbildungen vorbehalten, meist zwei bis drei, mehrfach aber auch ganzseitige Plakatreproduktionen sind zu sehen, während die rechte kleinere Abbildungen und Bildlegenden enthält und daneben den Text, in den zahlreiche Zitate eingeflossen sind." - Rheinpfalz, September 2020

Albers, Bernhard

Ich ist ein anderer

Inhalt: Prolog    Ein Komponist und sein Mäzen Wagner und Ludwig II. 1. Kapitel    Eine Zeit in der Hölle Rimbaud und Verlaine Exkurs 1    Das klassische Leben Wilhelm von Gloeden 2. Kapitel    Die Zwillingsbrüder George und Hofmannsthal Exkurs 2    Die Wonnen der Gewöhnlichkeit Thomas Mann Exkurs 3    Das Doppelgrab I Hans Henny Jahnn Exkurs 4    Das Doppelgrab II Julien Green Exkurs 5    Wir können nicht lieben Rolf. Angestellter 3. Kapitel    Eine glückliche Liebe Fichte und Mau Epilog    Ein Komponist und seine Stimme Britten und Pears      

Albers, Bernhard

Ich ist ein Wesen, das verschwindet. Über Reinhard Kiefer

«Bisher hat Reinhard Kiefer nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Zu leise, zu bedächtig scheint seine Prosa für den lärmenden Literaturbetrieb zu sein. Aber nicht nur das Schaffen derjenigen, die sich auf dem Markt durchsetzen, prägt die Signatur einer Zeit. Ihr verborgenes Fundament wird oft gerade von jenen gelegt, deren Ruhm verspätet einsetzt.»

Andrea Neuhaus
Mit Beiträgen von Susanne Schramm, Ralf Stiftel, Reinhard Ermen, Andrea Neuhaus, Elisabeth Axmann, Olga Martynova, Jan-Frederik Bandel, Hugo Sarbach, Reinhard Kiefer, Antonio Fian, Frank Schablewski, Richard Wall, Gerhard Neumann, Ulisse Dogà, Walter Gödden, Christoph Leisten, Christian Teissl, Perikles Monioudis, Ria Endres, Peter Urban-Halle.            

Albers, Bernhard

Jahrgang 1919

Hans Bender · Horst Krüger

Michael Guttenbrunner
Eine Köpenickiade im Hause Zuckmayer

Albers, Bernhard

Können Verlagspreise die Buchkultur retten?

Der Deutsche Verlagspreis 2020 wurde vergeben! 334 Verlage haben sich beworben. Eine Jury maßte sich an, die Verlage nach „Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationskraft“ zu beurteilen. Jedoch erinnern Gütesiegel und Prämien wohl eher an die Etikettierung der Fleischindustrie. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn von 66 ausgewählten Verlagen 30 den Preis wiederholt erhalten. Hier sind unserer Meinung nach Lobbyisten am Werk. In der Tat wird als Partner die Kurt-Wolff-Stiftung genannt, es wundert überhaupt nicht, dass eine Vielzahl der Preisträger dort zu finden ist – sogar der dreiköpfige Vorstand ist wiederholt vertreten, jedenfalls 2019 (in diesem Jahr sind es zwei).

Man hat den Eindruck, die Apparatschiks bestimmen das Wohl der Verlagswelt, und alle sind ruhig, denn sie hoffen auch einmal an den Geldhahn zu kommen. Warum vergibt die Kurt-Wolff-Stiftung nicht gleich den Deutschen Verlagspreis, in der Preisvergabe hat sie ja jahrelange Erfahrung und das Ministerium hätte Kosten gespart. Jedenfalls ist der Rimbaud Verlag schon vor Jahren aus der Kurt-Wolff-Stiftung ausgetreten, zu einer Zeit, in welcher schlaue Literaturschieber immer hemmungsloser wurden: Projektförderungen werden nach dem sogenannten 'Windhundverfahren' vergeben. Einfach lächerlich!

"Die Flut schlechter und mittelmäßiger Bücher nimmt zu, die guten und herausragenden Werke werden weniger (...) Trotz aller Anstrengungen ist dieser Tatbestand nicht mehr umzudrehen: Die Menschheit ist mit mittelmäßigen Dingen zufrieden, sie will es nicht anders."

- Michael Krüger

Das Wort 'Komissionsverlag' ist heute in Vergessenheit geraten. Verlage, die also im Auftrag von wissenschaftlichen Institutionen Bücher herstellen lassen. Der Wallstein Verlag zählt 29 Institutionen auf; der Wienand Verlag zählt 35 Institutionen. Dass die Frau des Verlegers Wienand Generalsekretärin der Kunststiftung NRW wurde, wundert mich gar nicht mehr. Die alte und neue Generalsekretärin reichen sich die Hände. Dazu meine offenen Briefe:
Offener Brief an die Kunststiftung NRW
NRW Verlagspreis 2017 eine Posse?

Albers, Bernhard

Lehrerbild und Lehrerbildung

Albers, Bernhard

Michael Guttenbrunner oder Die Legende von seinem Widerstandskampf gegen das Hitlerregime

Die Wehrmachtsakten im Österreichischen Staatsarchiv lassen keinen Zweifel daran, daß Guttenbrunner weder aktiv gegen das Hitlerregime Widerstand leistete, noch aus diesem oder einem anderen Grunde zum Tode verurteilt wurde. Verliert daher seine Dichtung an Glaubwürdigkeit? Mit diesem Buch versucht der Verleger Michael Guttenbrunners, der dessen Spätwerk (Im Machtgehege II–VIII) anregte, eine Antwort zu geben.

Albers, Bernhard

Michael Guttenbrunner posthum rehabilitiert?

(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 85)
44 S., brosch., 2014

Bei uns vergriffen! Out of print!

ISBN 978-3-89086-394-8
Weitere Informationen

Michael Guttenbrunner wurde 1919 in Althofen in Kärnten geboren. Er lebte seit 1954 in Wien, wo er 2004 starb. Seine präzise Arbeit am Text ist an Karl Kraus geschult. Mit seinem Werk ist er für die österreichische Literatur durchaus das, was Ludwig Hohl für die Schweiz bedeutet. Die Wehrmachtsakten im Österreichischen Staatsarchiv lassen keinen Zweifel daran, daß Guttenbrunner weder aktiv gegen das Hitlerregime Widerstand leistete, noch aus diesem oder einem anderen Grunde zum Tode verurteilt wurde. Läßt sich von daher seine Dichtung mit jener des Stephan Hermlin vergleichen? Dieser hatte nämlich behauptet, 1934 im KZ Sachsenhausen gewesen zu sein, also zu einem Zeitpunkt, wo es noch gar nicht errichtet war. Das Buch versucht darauf eine Antwort zu geben. «Eines Tages wird sich unser Verlagsprogramm bei einer bestimmten Käuferschicht, jenseits des Bestsellerrummels und Feuilletongeklüngels durchsetzen.» (Bernhard Albers in einem Brief an Michael Guttenbrunner vom 15. August 1992)

Albers, Bernhard

Michael Guttenbrunner. Ein Autor verschwindet

Ein Traktat
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 81)
50 S., brosch., 2013

Bei uns vergriffen! Out of print!

ISBN 978-3-89086-432-7
Weitere Informationen

Michael Guttenbrunner wurde 1919 in Althofen in Kärnten geboren. Er lebte seit 1954 in Wien, wo er 2004 starb. Seine präzise Arbeit am Text ist an Karl Kraus geschult. Mit seinem Werk ist er für die österreichische Literatur durchaus das, was Ludwig Hohl für die Schweiz bedeutet. Der Rimbaud Verlag verliert die Rechte am Werk Guttenbrunners, sieben Jahre nach seinem Tod, obwohl der Autor schriftlich bestätigte, daß er nur in diesem Verlag sein Werk wissen wollte. Wie es dazu kam, erfährt der Leser hier zum ersten Mal.

Albers, Bernhard

Nacht wie Blei. Helmut Käutner verfilmt «Mulligans Rückkehr»

Albers, Bernhard

Paul Celan in den Händen von Experten

Über die Bonner historisch-kritische Ausgabe
herausgegeben von Bernhard Albers
(Studien zur Literaturgeschichte Bd. 2)
42 S., brosch., 2000

ISBN 978-3-89086-756-1
Weitere Informationen

Albers, Bernhard

Poème collectif

Hrsg. Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 70)
56 S., brosch., 2009

Bei uns vergriffen! Out of print!

ISBN 978-3-89086-512-6
Weitere Informationen

Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

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Inhalt:
Bernhard Albers: Der Fall Eva Hesse
Ingram Hartinger / Reinhard Kiefer: Statt üblicher Nachrichten
Frank Schablewski / Hans Weßlowski: Dialog
Sibylle Klefinghaus / Swantje Lichtenstein / Rosemarie Zens: Eine Woche, Wie es war, Hüttenbuch
Christoph Wenzel / Christoph Leisten: und immer wieder dieses falsche erwachen
Jörg Stöhrer / Friedemann Rosdücher: Spiegelung
Gerrit Wustmann: engelbertstr., köln

Albers, Bernhard

Rimbaud in Luxor. Das Alte Ägypten im deutschen Gedicht

Albers, Bernhard

Rimbaud vivant

Aus dem Inhalt: I. Mythos Rimbaud Klaus Mann: Arthur Rimbaud Hans Mayer: Arthur Rimbaud Bernhard Albers: Arthur Rimbaud und Oscar Wilde II. Rimbaud vivant Martin Heidegger: Rimbaud vivant Theo Buck: Rimbauds Ophelia-Gedicht und seine lyrische Rezeption bei Heym, Benn und Brecht Georg Heym: Die Tote im Wasser Georg Heym: Ophelia Gottfried Benn: Schöne Jugend Bertolt Brecht: Vom ertrunkenen Mädchen Peter Huchel: Ophelia Walter Hinck: Vom Tod in der Stacheldrahtreuse Christoph Meckel: Ophelia Hans Christoph Buch: Kein Fall von Nekrophilie III. Homme de lettres Erich Jansen: Arthur Rimbaud aus Charleville Peter Weiss: Rimbaud (ein Fragment) Reinhard Kiefer: Eine Sequenz Saint-Pol-Roux: Orpheus aus den Ardennen Ulrich Berkes: Rendezvous mit Rimbaud Ulrich Berkes: Ein Sommer in der Hölle Andreas Reimann: Rimbauds Ankunft Frank Schablewski: Delirien IV. Merde pour la poésie! Erich Arendt: Adua Karl Schwedhelm: Rimbaud in Luxor Ernst Meister: Seit jenem Scheitern Reinhard Kiefer: Poem VI Gerhard Neumann: Ein Unordentlicher

Albers, Bernhard

Wir Außenseiter 33 Jahre Rimbaud Verlag (1981–2014)

Bernhard Albers. Wir Außenseiter. 33 Jahre Rimbaud Verlag (1981-2014). Eine Verlagsgeschichte.   Aus dem Inhalt: 33 Autoren werden vorgestellt: