Ingrid Straube, 1945 in Jena geboren, lebt heute in Aachen, begann bereits vor ihrem Studium schriftstellerisch zu arbeiten. Während eines Volontariats bei einer Düsseldorfer Zeitung veröffentlichte sie ihre ersten Gedichte. Im anschließenden Studium gab sie einen Lyrik- und einen Essayband im Selbstverlag heraus. Nach ihrer Promotion in Philosophie intensivierte sie ihre Auseinandersetzung mit den Werken Heinrich Heines. Die Autorin beabsichtigt keineswegs, Heines poetische Virtuosität und seinen genialen Witz zu schmälern oder zu bekritteln. Weder Heines brillantes Können noch seine emanzipatorischen Ziele werden infrage gestellt. Die Autorin fand jedoch bei sorgfältiger Lektüre in Heines Schriften ein Vorurteil gegen Frauen, das er literarisch stilisiert. Durch Heines gesamtes Schaffen zieht sich ein Frauenbild, das nach Meinung der Autorin eine Projektion des Mannes ist, und das die Selbständigkeit der Frau leugnet. Indem Heine sich zum kompetenten Sprecher über das «Wesen» der Frau macht, spricht er ihr das Recht auf Selbstbestimmung ab und gerät mit seinen humanistischen Ansichten in Widerspruch. Der vorliegende Band deckt auf, wie die Bevormundung der Frau literarisch ihren Ausdruck findet.
Archiv: Bücher
RTB 065 – Spiegelgeschichten
Aus dem Inhalt:
Einführung
- Hans Henny Jahnns Thomas Chatterton:
Düsterkeit und Abtrünnigkeit - «Fifty-fifty»: Zur Bedeutung des Doubles
und der Verdoppelung - Hubert Fichtes Chatterton und Chatterton:
Aufruhr und Profanation - «Die Spur des dunklen Engels»:
Biographische und intertextuelle Motive - Ernst Penzoldts Der arme Chatterton:
Ambivalenz und Verspieltheit
Schluss
EB Bd. 06 – Tigermuschel
EB Bd. 05 – Enkel des Odysseus
RTB 120 – Situationen / Projekte
“Der Mann ist erst ein Baby, dann ein Kind und dann ein Junge, bevor er Mann werden soll. Diesem Jungen gilt mein Hauptinteresse. Der Mann scheint mir fertig, der Junge hingegen vielversprechend zu sein. Den Jungen zu erforschen, ihn darzustellen in hundertfachen Situationen, das ist mein Ziel.”
Will McBride
Will McBride ist Fotograf des berühmten Aufklärungsbuchs „Zeig mal“, das 1974 erschien. Gewisse Anfeindungen brachten ihn 1996 dazu, das Buch zurück zu ziehen. Das fiel ihm nicht schwer, da er das 1992 im Rimbaud Verlag erschienene Buch „Situationen/Projekte“ als künstlerische Weiterführung verstand.
Die Sammlung E. J.
Nur selten gelangen auf Grund der Umsicht der Verwandten, welche den guten Ruf wahren wollen und homoerotische wie homosexuelle Neigungen verdrängen oder leugnen möchten, Sammlungen wie die E.J.’s auf die Nachwelt. Nur dem Umstand, daß E.J. alleinstehend war und die Sammlung über einen Zwischenhändler in die Hände des Wiener Galeristen Hubert Winter kam, hat sie erhalten. Zum ersten Male öffentlich gezeigt wurde sie als dessen Leihgabe in der Frankfurter Ausstellung «Das Aktfoto».
Meister Studien 02 – Ernst Meister Kolloquium. 1991
Ernst Meister Jahrbuch 02. 1992/93
Ernst Meister 1911–1979
Werkentwicklung und Lebensgang Ernst Meisters sind weitgehend unbekannt, und das trotz der Tatsache, daß das Werk immer wieder auf seinen Schöpfer verweist, mithin auch biographische Kenntnisse fordert. Eine Meister-Chronik, nichts anderes will dieses Buch sein, trägt diesem Desiderat Rechnung; soweit es eben die Materiallage erlaubt. Sie enthält Selbstaussagen und -deutungen Meisters, die so etwas wie eine fragmentarische Autobiographie darstellen, soweit die Erinnerungen Alice Kochs, seiner Frau, aber auch unveröffentlichte oder schwer zugängliche Dokumente und Fotos, wichtige Rezensionen und Gedichte.
RTB 093 – Medea. ein Monolog
Die Erzählung erschien zuerst 1988. In der Neuauflage ist ihr ein Gespräch zwischen Michael Basse und Dagmar Nick über «Medea, Kassandra und die Arbeit am Mythos» beigefügt.