KS Bd. 03 – Figur und Zeichen

Aus dem Inhalt:

Personen
Ernst Bertram zum 70. Geburtstag
«Wahr spricht, wer Schatten spricht»
Ein Brennpunkt der Mißverständnisse
«Unter dem Dach der Sprache»
Ein Versuch zur Überwindung des Nihilismus
«Zarte Empirie»
Auschwitz und Kanaan

Zur Kulturgeschichte und Bildenden Kunst
Der Aufstand gegen das Bild
Figur und Zeichen
Gespräch mit Willi Baumeister
Raoul Dufy
Figur und Zeichen des Seins

Nachwort
«Wald des Jetzt»

Anhang
Zur Anordnung und Textgestalt
Register

KS Bd. 02 – Anatomie der Illusion

Aus dem Inhalt:

Zur Poetologie
Anatomie der Illusion
Die Entstehung eines Gedichts

Zu Personen
Das metaphysische Abenteuer der Poesie
Paul Celan «Mohn und Gedächtnis»
Allein: du mit den Worten …
«Von nichts, als vom Gedicht beschützt …»
Wälder der Traumgesichte
Gemisch von Glut und Eis
Den Schlaf der Welt stören
Eine Notiz
Glut und Schlacken
Der Weg des Dichters Gottfried Benn

Zur zeitgenössischen Literatur
Der Mensch als Randfigur
Das Gedicht in einer veränderten Wirklichkeit
Epik auf Millimeterpapier
Nachkriegsliteratur im deutschen Südwesten

Anhang
Zur Anordnung und Textgestalt

KS Bd. 01 – Fährte der Fische

Karl Schwedhelm veröffentlichte 1955 seinen einzigen Gedichtband «Fährte der Fische».

Die nie gezeigten Zimmer

Grenzstadt in der Dämmerung

Ich sah die Toten


in ihren Blechgewändern


von den Türmen


herabsteigen.


Ich hörte die Glocken,


gelb, aus Abendmessing


und Fledermausangst,


und die Häuser


bewegten sich nicht.


Und der Bischof vom Platz


verzeichnete alles


in den Annalen.

Jahnn Studien 01.: Begegnung mit Hans Henny Jahnn

«Auch heute noch erlebe ich beim Durchlesen die Stimmungen und Gefühle der damaligen Zeit, mit allen Peinlichkeiten – Freuden, Stolz und Scham. Ich höre fast die Stimme meines Vaters. Es ist so, als ob ich diese Zeit oder Abschnitte daraus, wieder erlebe.»

Signe Trede-Jahnn

Ende der Reise

Seit 1987 hat der Autor kein neues Buch veröffentlicht. Ein Gespräch im Frühjahr 2025 ergab, dass sein Leben wie “eine lange Spur von Trümmern, jeden Tag mehr Trümmer, noch mehr Trümmer, lange, lange Spuren von Trümmern, und nichts was sie hinwegräumen kann” (Tennessee Williams) verlaufen ist.

Preis der Liebe

«Gesprochen hat sie nie über ihn. Es war, als habe sie mit dem Sohn eine Übereinkunft getroffen. Sie sprach nicht über ihn, und er fragte nicht nach dem Vater. Nur einmal glaubte er, ihn gesehen zu haben, flüchtig, auf dem Flur, die Treppe hinuntergehend. Die Sehnsucht und Angst, daß der Fremde eines Tages wiederkäme, behielt er für sich.» Daß er ihre große Liebe war, war kein Geheimnis. Das mußte sie nicht wiederholen. Es zu tun, wäre ihr wie Verrat vorgekommen, schreibt Raimund Hoghe in seiner Geschichte «Preis der Liebe», in der er Spuren und Spiegelungen dieser Liebe im Deutschland der fünfziger und sechziger Jahre aufzufinden sucht.

Jahnn Studien 03.: Gespräche mit Hans Henny Jahnn

Im Herbst 1933 führte der schweizer Literaturwissenschaftler Walter Muschg (1898–1965) mit dem deutschen Schriftsteller Hans Henny Jahnn in Zürich eine Reihe von Gesprächen, die in vielfältiger Weise mit Jahnns literarischem Werk verknüpft sind. Sie erhellen sowohl den autobiographischen Anteil seines Schaffens als auch die intensive Beschäftigung mit Architektur, Musik, Sexualität und anderen zentralen Themen seines Werks. Muschg hat die protokollierten Aussagen Jahnns zu einem großen Monolog über seine Kindheit und Jugend in Hamburg, seine Jahre in Norwegen während des 1. Weltkriegs, seine Zeit als geistiger Mittelpunkt der Glaubensgemeinde Ugrino, seine literarischen Provokationen und kulturellen Kämpfe in der Weimarer Republik arrangiert.

So können die nach über 25 Jahren hier wieder veröffentlichten Gespräche einen umfassenden Einblick in die persönliche Entwicklung und das ästhetische Denken von Hans Henny Jahnn geben.

Endloser Tod. Muerte sin fin

Die vorliegende Werkausgabe ist die erste deutsche Übersetzung der Lyrik José Gorostizas.

«Endloser Tod» schließt einen Zyklus der Poesie ab: er ist das Monument, das die Form ihrem eigenen Tod errichtet hat. Nach «Endloser Tod» ist die Erfahrung des Gedichts – im Sinne von Gorostiza – unmöglich und undenkbar. Andere Erfahrungen, andere Tode, erwarten uns. «Endloser Tod» ist die Uhr aus Bergkristall der hispano-amerikanischen Poesie: für sich allein stehend und von schlankem Wuchs besingt dieses Gedicht die endlose Zeit.

Octavio Paz

Angriff der Möven

Gerhard Neumann galt in den fünfziger Jahren als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der jüngeren Generation.
Die neue Tonlage in Neumanns Lyrik kommt in dem Gedicht «Im Mal der Tiere» vielleicht am stärksten und eigenwilligsten zum Ausdruck. Ein Geflecht aus Chiffren und Zeichen, dessen Faszinationskraft sich aus den souveränen sprachlichen Setzungen speist, ein sensibler Leser wird sich wohl kaum diesen Gedichten entziehen können.