RTB 024/025 – Götterinseln der Ägäis

Dagmar Nick zeigt nicht nur das vordergründige Gesicht der Kykladen, sie weiß die Geschichte der sechs Inseln, ihre Landschaft, Volkskunst und überall auftauchende Mythologie so trefflich zu schildern, daß sich der Leser nicht mehr bei der Lektüre eines Sachbuchs wähnt, sondern von einem spannenden Roman gefesselt wird.

Das Buch, das sich durch Schönheit und Prägnanz der Sprache, aber auch durch profundes Wissen von der Menge anderer Reisebücher abhebt. Ein informatives, dazu ein poetisches Buch, das Wissen vermittelt, ohne belehrend zu sein, das den Zauber der Landschaft eingefangen hat, ohne in Schwärmerei auszuarten.

Das Buch von Dagmar Nick hat Seltenheitswert. Naxos, Paros, Mykonos, Delos, Sifnos, Thera – sechsmal gelingt die schwierige Annäherung. Ein Glücksfall, für den es kein Rezept gibt.

Süddeutsche Zeitung

Halbstadt

In sechzehn Kapiteln wird der Weg von drei jungen Menschen Toni Klingson, Alexander Müller und Veronika Vogler beschrieben. Klingson versucht sich als Schriftsteller, Müller als Maler und die Vogler als Muse. Das alles spielt in den 80er Jahren. Dabei werden immer wieder, wenn auch verfremdet, Elemente der Zeitgeschichte eingefügt (die Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten, Tschernobyl, der Fall Barschel, der Fall der Mauer). Anfang und Schluß des Romans finden am Silvestermorgen und -nachmittag des Jahres 1989 statt. Das erste und das letzte Kapitel bilden den Rahmen, in dem die Geschichte von Klingson und Müller erzählt wird.

Ernst Meister Jahrbuch 10. 2003

Mit Beiträgen von:

Ernst Meister, Erich Jansen, Emil Barth, Erich Arendt, Moses Rosenkranz, Alfred Kittner, Rudolf Hartung, Max Hölzer, Karl Schwedhelm, Hans Bender, Michael Guttenbrunner, Alfred Gong, Tuvia Rübner, Elisabeth Axmann, Dagmar Nick, Oskar Pastior, Paul Wühr, Gerhard Neumann, Walter H. Fritz, Joseph Kopf, Karin Dosch, Werner Dürrson, Haralod Hartung, Günter Lanser, Horst Bingel, Peter Härtling, Friedemann Rosdücher, Christoph Meckel, Peter Horst Neumann, Jörg Stöhrer, Michael Krüger, Julia Weiteder-Varga, Andreas Reimann, Ingram Hartinger, Richard Dove, Ralph Dutli, Hans Weßlowski, Reinhard Kiefer, Matthias Kehle, Jürgen Nendza, Christoph Leisten, Andreas Altmann, Olga Martynova, Frank Schablewski, Christoph Wenzel.

Paul Wühr Jahrbuch. 2002 / 2003

Aus dem Inhalt:

Hörspiel
Wenn Florich mit Schachter spricht

Über das Hörspiel
Jürgen Nelles: Communication Breakdown oder die Frage nach dem Jenseits der Strategie

Briefe
Paul Wühr an August Everding
Helmut Eisendle an Paul Wühr
Christoph Schlotterer an Paul Wühr
Christoph Schlotterer an Inge Wühr
Sophia Wild an Paul Wühr
Gisela Elsner an Paul Wühr

Widmungsgedichte
Edoardo Costadura
Alfred Gulden
Ludwig Harig

Autorenbuchhandlung
Inge Poppe: Programmierter Verzicht auf Brotartikel. Im Blickpunkt (1978)
Mitglieder der Autorenbuchhandlung, Stand zum 31.12.1985
Jörg Drews: Letzter Arbeitstag. Inge Poppe übergibt die Autorenbuchhandlung (2.2.1986)

Fotogalerie

Fichte Studien 03 – Fast glaubwürdige Geschichten

Inhalt:

I. Spökenkiekerei und Betriebsamkeit

Gespräch mit Herbert Jäger. ;
Herbert Jäger: Versuch über die Pubertät. Brief an Hubert Fichte, 1. August 1974. ;
Ulrich Krause: Hubert Fichte. Ein neuer Erzähler. ;
Gespräch mit Ulrich Krause. ;
Gespräch mit Hans Christoph Buch. ;
Gespräch mit Hermann Peter Piwitt. ;
Günter Guben: Eine fast glaubwürdige Geschichte von Hubert Fichte.

II. In Wollis Welt

Wolli Köhler: H.F. ;
Ein langes Gespräch mit Wolli und Linda Köhler. ;
Wolli Köhler: Lebenslauf eines roten Krokodils. ;
Jim Wafer: Narrative Therapy. ;
Gespräch mit Renate Durand. ;
Gespräch mit Peggy Parnass.

III. Fichte lesen, Fichte hören

Brigitte Kronauer: Dankeswort. Hubert Fichte Preis 1998. ;
Gespräch mit Kathrin Röggla. ;
Gespräch mit Klaus Sander.

Autoren und Gesprächspartner

Anmerkungen

LTB 046 – Antworten in der Vogelsprache

Die Gedichte «Antworten in der Vogelsprache» von Ernst Schönwiese geben uns allen Antwort.
«Vergiß dein eignes Geschwätz – und das Märchen ist Wirklichkeit»

Der besondere Reiz dieser späten Gedichte liegt in ihrer vollen Reife und Altersweisheit. Der Grand Old Man der österreichischen Lyrik, der Präsident des PEN-Zentrums war, beeindruckt vor allem durch Vitalität; auch das, was weise klingt, wirkt kein bißchen müde.

RTB 032 – Das Mädchen aus dem Souterrain

RTB 033 – Lustverlust

Hier handelt es sich um das Interview mit dem sechzigjährigen Angestellten «Rolf», das 1972 geführt wurde. Fichte hatte Heinz Sachs, so sein wirklicher Name, 1964 kennengelernt. Da Fichte bei der Verschriftlichung die Fragen geschickt wegzulassen wusste, nimmt das Interview als exemplarischer Lebenslauf den Charakter eines inneren Monologs an, was auf mich bei Erscheinen einen grossen Eindruck machte. Vom § 175 hatte ich erst im Jahr seiner Abschaffung gehört. Da war ich achtzehn Jahr alt, mit einem, in dieser Hinsicht, enormen Informationsbedürfnis.

Bernhard Albers

Die blaue Periode oder Traurige Zeiten und andere Gedichte. il periodo blu e altre poesie

Nach dem Krieg arbeitete Cacciaguerra für den Minister Rodolfo Siviero in Florenz, dessen Aufgabe es war, Kunstschätze, die als Beutegut nach Deutschland geschafft worden waren, in ihr Land zurückzuführen. Später in Rom arbeitete sie für die Fulbright Foundation und schließlich ein Jahr für die UNO in Genf.

Sie hat früh zu schreiben begonnen, ihr Kriegstagebuch stammt aus den Jahren 1943–1945 (ibiscos Editore). Danach wendet sie sich der Poesie zu. Zwischen 1951 und 2000 erscheinen zahlreiche Gedichtsammlungen, Prosabände und ein Theaterstück, die mit diversen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden. Sie hat auch aus dem Amerikanischen übersetzt: für Mondadori die «Antologia di poeti negri d’America», in Zusammenarbeit mit Leone Piccioni, «Per amore» von Robert Creeley und «La scuola di New York»; für Guanda die Gedichte von Jude Stefan und für den «Almanacco dello specchio» einige Gedichte von Philip Larkin. Für die RAI hat sie mehrere Hörspiele geschrieben. 1996 wurden an der East Carolina University vier Kompositionen von Brett Watson nach Texten von Perla Cacciaguerra uraufgeführt.

RTB 034/035 – Die diskreten Kritiker

Inhalt:

I. Vom Schreiben schreiben

Faszinosum Literatur: Moritz Heimann und Oskar Loerke, zwei Beispiele


Und heute? – Vom Autor-Lektor zum Kritiker-Lektor


Einstellungsgespräch am Kamin


Mit Vertrauen in die Literatur


Peter Suhrkamp, Siegfried Unseld – der neue Lektorentyp


Mit abgeschlossenem Studium und die Arbeit an «mittleren» Büchern


Sekundäres – aus primärer Lust

II. Rezensieren, Porträtieren, Edieren – ein Beispiel

1. 1985 – Die erste Werkausgabe von Ernst Jandl


Ein Lektor beginnt


Zwei einfache und eine komplizierte Herausgaben


Die erste Ausgabe der Werke Ernst Jandls


Der Altverleger entscheidet


Über Recherche zum Konzept


Grundsätze der Edition


Der Editionsplan


Der erste Realisierungsversuch


Der zweite Realisierungsversuch


Ein Werk setzt sich durch

2. 1990 – Materialienbücher und die Arbeit an Peter Härtlings Gesammelten Werken


Von den Vorzügen sperriger Bücher


Neue Aufgaben des Herausgebers


Das Gespräch über Autoren vertiefen


Wenn Nähe zu groß wird oder Entfernung zu stark wächst


Peter Härtlings Gesammelte Werke

3. 1995 – Ernst Jandl, seine Biographie: es wird wieder erzählt


Ein Neubeginn


Mit Jandl für Jandl – ohne Jandl für Jandl


Der Lektor wird Autor


Jandl für Buchhändler


Eine erste Biographie und letzte Gedichte


Vom Endes des Erzählens und seinen neuen Anfängen

III. Die diskreten Kritiker

Diskretion – Schutz des Genies


Der Kult des Dienens und die Ökonomie


Die Textingenieure – oder die Praxis praktisch gesehen Gezieltes Mitschreiben

IV. Literatur über Lektoren

Bücher und Aufsätze zum Thema


Lebenszeugnisse


Allgemeine Beiträge


Anmerkungen