Ernst Meister Jahrbuch 12. 2005–2009

Beiträge von Bernhard Albers · Elisabeth Axmann · Ulisse Dogà · Richard Dove · Ria Endres · Walter Helmut Fritz · Klaus Johann · Reinhard Kiefer · Eckhard Kleßmann · Joseph Anton Kruse · Christoph Leisten · Ernst Meister · Jürgen Nelles · Andrea Neuhaus · Walter Neumann · Paul Raabe · Friedemann Rosdücher · Christian Teissl · Christoph Wenzel · Rosemarie Zens

 

 

 

 

 

 

 

Die Malerei am Ende?

Kandinsky hat einmal über Cézanne geschrieben: «Er verstand aus einer Teetasse ein beseeltes Wesen zu schaffen oder richtiger gesagt, in dieser Tasse ein Wesen zu erkennen.» In diesem Sinne ist Otto Greis ein verwandelter Nachfolger von Paul Cézanne geworden.

Bernhard Albers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAH Bd. 05 – Aus der Rosenschlucht. Über die Lichtung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAH Bd. 06 – Du nicht zu halten. Weißt du das Wort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAH Bd. 08 – An mich. Flugpost

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit versiegelter Order

Der gebürtige Czernowitzer Georg Drozdowski (1899–1987) veröffentlichte wie seine fast gleichaltrigen Landsleute Rose Ausländer, Alfred Kittner, Alfred Margul-Sperber und Moses Rosenkranz seine erste Lyriksammlung in der Zwischen­kriegs­zeit. Nach 1945 fand er eine zweite Heimat in Klagen­furt, wo er als Kulturredakteur der Kärntner Volks­zeitung tätig war und mit seinen journalistischen Arbeiten über zwei Jahrzehnte das kulturelle Leben Kärntens begleitete. Drozdowski veröffentlichte mehrere Gedicht­bände und Erzählungen, sowie Hörspiele, dramatische Arbeiten und Übersetzungen aus dem Rumänischen und Polnischen. Im hohen Alter ließ er noch einmal seine erste Heimat, Czernowitz und die Bukowina, in dem nostalgischen Erinnerungsbuch Damals in Czernowitz und rundum lebendig werden.

Der vorliegende Band bietet, nach thematischen Schwer­punkten geordnet, einen repräsentativen Querschnitt durch das facettenreiche lyrische Werk dieses Schriftstellers, in dem sich dieser zuweilen trotzig, manchmal ironisch, oft melancholisch zu einer «Welt von Gestern» und ihren Werten bekennt, von denen er etwas in die Zukunft hinüberretten möchte.

Das Nachwort von Helga Abret, der Herausgeberin des Bandes, gibt einen detaillierten Überblick über Leben und Werk dieses «Altösterreichers».

 

 

 

 

 

 

 

 

LTB 066 – Der Heckenspringer

Frühes Photo der Eltern

Da bin ich /
noch nicht dabei, /
da waren sie erst verlobt, /
da hätten sie’s noch /
verhindern können. /

Wie gern bin ich da.

Die Gedichte in diesem Auswahlband erschienen zuvor in den Gedichtbänden mit den Titeln: «Pfingsten in Babylon», «Die Erfindung der Schere», «Auf der Wasserscheide» und «Was gestern morgen war» im Rimbaud Verlag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAH Bd. 09 – Atem für Atem. Von Jahr zu Jahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAH Bd. 10 – Erinnern Erwarten. Je dunkler es wird

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Syrische Skyline

In seinem vierten Gedichtband nimmt Richard Dove mit auf eine Fahrt durch das unwegsame, verminte Terrain unserer Zeit – der Zeit nach den Anschlägen des 11. September 2001. «Weitab wütet in wenigen Köpfen / der Kampf der Kulturen» heißt es im Gedicht Budapest ’06 in polemischer Wendung gegen gewisse westliche Kulturideologen; und darum wird in diesen geographisch weit ausgreifenden Gedichten immer wieder zu Verständigung, zu Versöhnung, zum genauen Beobachten aufgerufen.

Syrische Skyline

Sie hat nicht den brutalen Chic von New York City – /
kein silberner Turm, von Walter P. Kreußler, /
abtrünniger Ingenieur bei Ford, in den Himmel gerammt. /
In der Dämmerung wirkt die karstige Landschaft zart. /
Die Dörfer, quadratische Blöcke, kauern /
unter dem prächtig sterbenden Himmel – /
um acht Uhr dreißig ist er erloschen. /
Schemen überall: die einzige Gewißheit /
ist das pfefferminzgrüne Licht, /
das ziemlich verschwommen mit den Minaretten vorbeizieht. /
Das ist nicht cool, das ist nicht heiß, /
da gibt es keine Ingredienz, die süchtig macht: /
das ist ein crème de menthe für den ganz anderen Durst.