RTB 073 – Der Fall Michael Guttenbrunner

Eine Verteidigungsschrift

 

Die Wehrmachtsakten im Österreichischen Staatsarchiv lassen keinen Zweifel daran, daß Guttenbrunner weder aktiv gegen das Hitlerregime Widerstand leistete, noch aus diesem oder einem anderen Grunde zum Tode verurteilt wurde. Läßt sich von daher seine Dichtung mit jener des Stephan Hermlin vergleichen? Dieser hatte nämlich behauptet, 1934 im KZ Sachsenhausen gewesen zu sein, also zu einem Zeitpunkt, wo es noch gar nicht errichtet war. Das Buch versucht darauf eine Antwort zu geben.

«Eines Tages wird sich unser Verlagsprogramm bei einer bestimmten Käuferschicht, jenseits des Bestsellerrummels und Feuilletongeklüngels durchsetzen.» (Bernhard Albers in einem Brief an Michael Guttenbrunner vom 15. August 1992)

 

 

 

Verschränkungen

Leben und Werk von Autoren aus der Bukowina anhand von Briefen und Nachlässen

 

Verschränkungen will hier als Metapher für Verbindungen und Verflechtungen im Leben und Werk von Rose Ausländer, Georg Drozdowski, Alfred Gong, Alfred Kittner und Alfred Margul-Sperber verstanden werden. Es wird versucht, ihre Verbindungen, Kontakte, gegenseitige Förderung und Beeinflussung aufzuzeigen und zu kommentieren. Die Offenlegung dieser Verschränkungen ermöglicht ein tieferes Verständnis der Lyrik dieser Autoren, erlaubt Rückschlüsse auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Werke und verhilft zu Einblicken in den Literaturbetrieb der 60er Jahre.

Alfred Margul-Sperber, Rose Ausländer und «Der Regenbogen» (1939)

Alfred Gong, Rose Ausländer und «Blinder Sommer» (1965)

«Gestatten Sie, – Drozdowski!» Alfred Gong und Georg Drozdowski

Alfred Gong, Alfred Kittner und die Anthologie «Welch Wort in die Kälte gerufen» (1968)

Großstadt als Thema bei Alfred Margul-Sperber, Rose Ausländer, und Alfred Gong

 

 

 

Michael Guttenbrunner oder Die Legende von seinem Widerstandskampf gegen das Hitlerregime

Die Wehrmachtsakten im Österreichischen Staatsarchiv lassen keinen Zweifel daran, daß Guttenbrunner weder aktiv gegen das Hitlerregime Widerstand leistete, noch aus diesem oder einem anderen Grunde zum Tode verurteilt wurde. Verliert daher seine Dichtung an Glaubwürdigkeit? Mit diesem Buch versucht der Verleger Michael Guttenbrunners, der dessen Spätwerk (Im Machtgehege II–VIII) anregte, eine Antwort zu geben.

Ernst Meister Jahrbuch 14. 2011/2012. Jahrgang 1911

Emil Cioran

Ernst Meister

Albrecht Fabri

 

Inhalt:

Teil I
Albrecht Fabri:  Fragment, Aphorismus, Essay
Emil Cioran:  Gedankendämmerung
Albrecht Fabri:  Gedanken über den Gedanken
Ernst Meister:  Ausgewählte «Gedanken eines Jahres»

Teil II
Bernhard Albers:  Erinnerung an Albrecht Fabri
Felix Kampel:  Ein Schriftsteller als Philosoph und Aphoristiker. Der junge Emil M. Cioran
Richard Dove:  Das Chaos als Steuermann. Über Ernst Meisters Aphorismussammlung «Gedanken eines Jahres»

Bilder und Objekte zum Werk von Claude Vigée

Das gesamte poetische Œuvre Claude Vigées, der – 1921 in Bischwiller im Unterelsass geboren – auf drei Kontinenten gelebt hat (in den Vereinigten Staaten von 1942 bis 1960, in Jerusalem von 1960 bis 2001, anschließend nur noch in Paris), erschien 2008 unter dem Titel «Mon heure sur la terre» (Galaade). Es ermöglicht seinen Lesern, im Dichterwort Umfang und Atem dieser langen beklemmenden Zeit zu ermessen, die Ereignisse und deren Schilderungen – die Widerstandsbewegung in Toulouse, dann das Exil und die langen, in Amerika verbrachten Jahre, bis schließlich Jubel und zugleich Bedrohung in Israel gefunden wurden. …

Das poetische Werk Claude Vigées stellt sich als untrennbare Einheit von Leben und der Reflexion über seine Schwierigkeiten, seine Umbrüche und Grausamkeiten dar. …

L’Association des Amis de l’Œuvre de Claude Vigée gibt jährlich eine Zeitschrift heraus; ihre dritte Nummer erscheint im Januar 2012.
http://revuepeut-etre.fr

Anne Mounic

 

 

Ich ist ein anderer

 

 

Inhalt:

Prolog: Ein Komponist und sein MäzenWagner und Ludwig II.

1. Kapitel: Eine Zeit in der HölleRimbaud und Verlaine

Exkurs 1: Das klassische LebenWilhelm von Gloeden

2. Kapitel: Die ZwillingsbrüderGeorge und Hofmannsthal

Exkurs 2: Die Wonnen der GewöhnlichkeitThomas Mann

Exkurs 3: Das Doppelgrab IHans Henny Jahnn

Exkurs 4: Das Doppelgrab IIJulien Green

Exkurs 5: Wir können nicht liebenRolf. Angestellter

3. Kapitel: Eine glückliche LiebeFichte und Mau

Epilog: Ein Komponist und seine StimmeBritten und Pears

RTB 074 – «Die Wiederbegegnung mit mir selber»

Die Briefe von Immanuel Weißglas an ihren im August 2006 verstorbenen Mann hat Marianne Baumann-Engels zur Veröffentlichung besorgt, geordnet und zur Verfügung gestellt, sowie außerdem mit aufschlussreichen Dokumenten ergänzt. Die erstmalige Publikation erfolgte 2010 im Rahmen des Immanuel Weißglas gewidmeten 14. Bandes der Jassyer Beiträge zur Germanistik: Andrei Corbea-Hoisie, Grigore Marcu, Joachim Jordan (Hg.): Immanuel Weißglas (1920–1979). Studien zum Leben und Werk. Konstanz, Jassy 2010.

HAH Bd. 13 – Gezählte Tage. Im freien Fall

 

 

 

 

HAH Bd. 14 – Frühe Gedichte

 

 

 

 

Liebe unter den Ruinen. Amor bajo las ruinas

Óscar Hahn ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über die lateinamerikanische Literatur. Zu seinen wichtigsten Gedichtbänden zählen Arte de morir (1977), Mal de amor (1981), Versos robados (1995), Apariciones profanas (2002), En un abrir y cerrar de ojos (2006), Pena de vida (2008), La primera oscuridad (2011). Seine Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt und in zahlreiche Anthologien aufgenommen.

Óscar Hahn wurde für sein lyrisches Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem chilenischen Altazor-Preis, dem spanischen Literaturpreis Casa de América und dem kubanischen Lezama-Lima-Preis. Erst kürzlich wurde ihm der renommierte Iberoamerikanische Poesiepreis Pablo Neruda verliehen.

Der chilenische Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda hatte seiner Lyrik schon früh «große Intensität und Originalität» bescheinigt, ein Urteil, das auch vom peruanischen Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa geteilt wird, der das Werk Hahns als «großartig und wahrhaft originell» und als «das Persönlichste, das mir in der Lyrik unserer Sprache seit langem begegnet ist» bezeichnete.