Ehrich, Margot

(1936, Bautzen – 2017)

 

Über  Margot Ehrich

Vita
Margot Ehrich ist 1936 in Bautzen geboren, im nordböhmischen Leitmeritz aufgewachsen, 1945 nach der Vertreibung der Sudetendeutschen nach Bautzen zurückgekehrt; 1950 Flucht in den Westen, später langer Aufenthalt in der Schweiz. Sie starb 2017.

 

Preise
Nikolaus-Lenau-Preis 1991
Werner-Ross-Preis, Wartburg 1996
Das neue Buch in Niedersachsen und Bremen 1996
Literaturpreis der Künstlergilde 1998 und 1999
Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates 1999
Sudetendeutscher Kulturpreis für Schrifttum 1999
Gabriel-Laub-Preis 2001 Exil-PEN
«Das neue Buch» VS Niedersachsen und Bremen 2008

 

Werkausgabe

Ehrich, Margot

ich finde aus wohin er ging

Ehrich, Margot

Ich weiß wer du bist

Das Paradies, das sind die Orte der Kindheit, die väterliche Wohnung im böhmischen Leitmeritz und das Haus der Urgroßmutter in Hoyerswerda. Dabei waren die Tage der Kindheit keinesfalls unbeschwert, sondern standen im Zeichen von Mangel, Krieg und Tod. Ein lebenskluger Pragmatismus und die kindliche Perspektive sorgen dann aber doch für eine hinreichende Poetisierung: «Im Krieg stinkt es selten nach Gänsebraten.» Kriegs- und Nachkriegswirren, die Flucht aus dem nun tschechischen Gebiet und später aus der DDR führen zum Verlust der Kindheitsorte, die auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nur durch einen Akt der Erinnerung zu beschwören sind.

Frankfurter Allgemeine 5.9.2008
                     

Ehrich, Margot

Komm nach Madagaskar

«Poetische kurze Erzählungen, die allesamt ein ‹Fenster in der Traurigkeit› aufstoßen. Die in Bautzen geborene Autorin spürt dem Leben verlorener Menschen und ihren eigenen Erinnerungen nach.»

Sächsischer Kulturrat
«In der Geschichte dieses Kindes und seiner Mutter ist die Geschichte der Nation, der Welt, einer Welt-Zerrüttung. Sie fordert unsere Teilnahme und Erschütterung heraus. Weit über das Thematische hinaus, bewegt mich diese Sprache und Fähigkeit, ihr jenen Schub an Kraft zu geben, der sie in einem einleuchtenden Sinn modern macht. Margot Ehrich verfügt über jene Abbreviaturen, die unserem Zeitalter gemäß sind und trotzdem dichte Substanz vermitteln. Das Thema wird Syntax, ohne daß es doch zerfiele oder sich ins Ungreifbare zurückzöge.»
Gertrud Fussenegger
       

Ehrich, Margot

Mädchenlied

«Diese zarten gleichsam aus Luft und Schwermut gewobenen Gebilde haben für mich einen hohen Reiz, die epischen Schritte sind seltsam traumwandlerisch …»

Gertrud Fussenegger
«… könnte es sein, daß dies im Freien Schweben unsere Freiheit ist? Unsere vielgepriesene große Freiheit? Margot Ehrich spricht von alledem in ihren Geschichten, mir spricht sie davon, anderen gewiß ganz anderes, was ja den Reichtum aller Literatur ausmacht. Sie erzählt mit einer poetischen Souveränität, als wär es selbstverständlich, dies Wort ohne ironischen Kommentar oder Kontext so schlicht und einfach für sich sprechen zu lassen im so ganz und gar enttabuisierten Deutschland unserer Jahre: das Wort Heimat …»
Martin Ahrends
     

Ehrich, Margot

Nachts

Ehrich, Margot

Weg der Steinmalven. Poème collectif II

Poème collectif II
Hrsg. Sebastian Schau
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 83)
120 S., brosch., 2. Aufl. 2014

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-429-7
Weitere Informationen

Sebastian Schau Margot Ehrich Julia Weiteder-Varga Hans Weßlowski   der tod starb als er dich sah wurde er ein mensch sei still ganz still ich erzähle dir von ihm als ich wurde wie er nachts sitzt er auf seinem grab und lauscht ob jemand etwas sagt Margot Ehrich Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

Ehrich, Margot

wieder hebe ich deinen blick auf

Liebesgedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 86)
88 S., brosch., 2014

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-411-2
Weitere Informationen

wieder hebe ich deinen blick auf worte im haar nimmt die erde die blumen zurück auch sie wird ertrinken