Kindheit. Fragment einer Autobiographie (Hörbuch)

Der Autor, geboren am 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, lebte bis 1930 vorwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest. 1941 bis 1944 war er in Arbeitslagern der rumänischen Faschisten interniert; 1947, verschleppt nach Rußland, verschwand er für 10 Jahre im Gulag. 1961, wieder politisch verfolgt, mußte er aus Rumänien fliehen und kam nach Deutschland. Er starb am 17. Mai 2003 im Schwarzwald.

Die Kindheit erlebte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch in einer kinderreichen Bauernfamilie. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche.
Weiteres zum Lebenslauf im Essay von Matthias Huff.

Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Hörbuch.

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet

Jugend. Fragment einer Autobiographie (Hörbuch)

Im vorliegenden Hörbuch erzählt der junge Rosenkranz seine Erlebnisse auf seiner Wanderschaft in den 20er Jahren auf der Suche nach Arbeit. Über die Stationen Krakau, Triest, Bukarest, Wien, Passau, München, Kehl am Rhein, Straßburg und Paris gelangte er bis Blois an der Loire. Die Zeit in Frankreich verbrachte er hauptsächlich zusammen mit einer Freundin und dem gemeinsamen Kind. Am Ende gehen sie wieder in die Bukowina zurück.

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet

Jugend. Fragment einer Autobiographie (Hörbuch)

Im vorliegenden Hörbuch erzählt der junge Rosenkranz seine Erlebnisse auf seiner Wanderschaft in den 20er Jahren auf der Suche nach Arbeit. Über die Stationen Krakau, Triest, Bukarest, Wien, Passau, München, Kehl am Rhein, Straßburg und Paris gelangte er bis Blois an der Loire. Die Zeit in Frankreich verbrachte er hauptsächlich zusammen mit einer Freundin und dem gemeinsamen Kind. Am Ende gehen sie wieder in die Bukowina zurück.

Sprecher: Nikolaus Paryla
mit einem 40-seitigen Booklet

RTB 094 – Briefwechsel mit Elias Canetti 1963–1990

Hans Bender – Elias Canetti

 

Canetti schätzte Bender persönlich, er habe ihn «sehr gern», schrieb er an Wolfgang Kraus: «Ich glaube, man kann sagen, dass uns eine Freundschaft verbindet». Auch Bender direkt gestand er, er habe ihn «immer ganz besonders gemocht, für viele Schicksale und Qualitäten, und wenn ich den Mut gehabt hätte, zu den 50 schlimmen Charakteren auch 50 gute zu schreiben, wären Sie mehrmals darunter.»

(aus: Sven Hanuschek: Elias Canetti. Biographie. München: Carl Hanser 2005)

Inzwischen habe ich alle Briefe mit großem Interesse gelesen. Ich finde sie sehr schön. Obwohl manche von ihnen eher kurz sind und es darin hauptsächlich um die Veröffentlichung von Texten meines Vaters in den Akzenten / dem Jahresring geht, so sind sie meiner Meinung nach doch ein sehr wichtiges und durchaus auch persönliches Dokument für die jahrzehntelange Freundschaft meines Vaters mit Bender.

Johanna Canetti an Bernhard Albers

LTB 103 – die urwelt steht ihnen offen

Eines muss man bedenken die /
saurierforscher sind viel unterwegs /
die urwelt steht ihnen offen /
wie schön ist es in die tiefe zu gehen /
zum stein mit dem sich die tiere /
für immer verbinden /

“Immer neue Schöpfungsgeschichten erzählen diese von Menschen und Tieren und Dingen bewohnten Gedichte. Ein poetisches Traumland der Erinnerung und Trauer, der Luftgeister und Zauberformeln.”

– Matthias Weichelt

LTB 105 – Gelegentlich Krähen

Nachhauseweg

Jeder Feldstein so vertraut, /
Lage, Gestalt, selbst Farbe, /
Eidechsen, deren Kadaver /
Kinder in die Ritzen stopften. /

Aber man lässt sich nicht täuschen, /
nicht mehr so leicht, /
fragt nun Fremde nach dem Wald. /
Farbe? Farbe? welche Farbe? /
Völlig missglückt, dieses /
Husten, bei allem Blut.

“Es ist diese Zurückhaltung in Wortwahl und Form, die neben der allen Texten eigenen Melancholie den spezifischen Ton der Gedichte Sanjosés ausmacht. Und doch […] findet sich in dem schmalen Band eine große Zahl ganz unterschiedlicher Sprecharten, vom Prosagedicht über Balladenhaftes und epigrammatisch Kurzes bis hin zum Sonett. Und stets öffnen die Gedichte dabei den Blick auf ein „Mehr”, das sie in die Welt hinein bringen, ohne es explizit nennen zu müssen, denn Sanjosé beherrscht […] neben der Kunst der präzisen Formulierung auch die Kunst des präzisen Verschweigens.”

-Dirk Uwe Hansen im Signaturen-Magazin
Die vollständige Rezension können Sie hier lesen.

RTB 095 – Wir Außenseiter

Peter Huchel, auch er ein enger Freund von Mayer seit DDR-Tagen, gab mir den Tipp: «Mit Hänschen ist es ganz einfach, sie müssen ihm jeden Tag ein Kompliment machen, dann ist er reizend.» Das stimmte; er war reizend, ich hatte nie Schwierigkeiten mit ihm und er mit mir hoffentlich auch nicht. «Doch mit dem Kompliment ist das nicht so einfach,» erklärte ich Huchel: «Neulich hielt er einen brillanten Vortrag, frei natürlich, vor dem Plenum der Akademie. Als er das Podium verließ, stieß ich pflichtschuldigst als sein Sekretär auf ihn zu, um zu sagen: Sie waren großartig. Doch bevor ich das sagen konnte, sagte er: War ich nicht großartig? In der Tat, er war großartig.»

Hans Dieter Zimmermann

RTB 098 – Minotaurus vernichtet alle, die ihm nahekommen

LTB 108 – Augen auf. Augen zu

rasende Gedanken /
luzide auf der /
Wäscheleine schwanken

«Die Gedichte von Ria Endres sind traditionsbewußt und zwar auf eine besondere Weise: [sie] enthalten Botschaften, die […] nur von ihr entziffert werden können.»

Lorenz Jäger, FAZ

Die FAZ veröffentlichte am 12. April 2016 im Feuilleton (Literatur und Sachbuch) unter dem Titel «Vater, Mutter, Kommunionkind. Die Rätsel einer persönlichen Geschichte» eine Rezension von Lorenz Jäger.

Am Erker, Zeitschrift für Literatur, veröffentlichte unter dem Titel «Ein Fleck, ein Heft, ein Gedicht» eine Rezension von Rolf Birkholz.

Im halben Licht

“Dieses einerseits Bewundert-­, andererseits Gehasst­-Sein, mal willkommen, mal bloß geduldet, mal befreundet, mal befremdet, immer wieder Vertrieben­-und­-Verjagt­-Sein, von Zeit­-zu­-Zeit­Gemordet­-Werden und aus unbeschreiblicher Lebenskraft und Hart­näckigkeit immer wieder Aus-­BracherErde­-Hervorsprießen von uns Juden, von denen im Laufe der Jahrhunderte mehr das Judentum verlassen haben als ihm treu geblieben sind – die meisten bitterarm und eine Minderheit vermögend und schwerreich, «wirt­schaftswichtig» – dieses «Geschick», nämlich der rote Faden, der erst im Nachhinein als die Geschichte durchlaufend erkannt werden kann und dem der Zionismus ein Ende bereiten wollte – wird für mich mit zunehmendem Alter immer unverständlicher, aber fühlbarer.” – Tuvia Rübner

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Entsetzlich, dass

Entsetzlich


dass entsetzlich


nicht entsetzlich ist

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Entsetzen


dass Entsetzen


nicht entsetzt