Literatur / Filmkunst

Autor:

Orton, Joe

Die Tagebücher

sowie der Briefwechsel von Edna Welthorpe etc.
ediert von John Lahr
übersetzt von Anette Bretschneider und Sabine Griesbach
44 Abb., 392 S., geb., 1995

ISBN 978-3-89086-889-9

The Orton Diaries (Hrsg. John Lahr) wurden 1986 erstmals veröffentlicht. Der englische Regisseur Stephan Frears verfilmte bereits 1987 das Tagebuch „Prick Up Your Ears“.

Aus dem Vorwort:

"Ich habe aus den Londoner Orton-Tagebüchern fast nur das gekürzt, was zur Vermeidung von Verleumdungsklagen nötig war. Aus dem Tanger-Tagebuch wurden einige Wiederholungen gestrichen. Einige Namen wurden aus rechtlichen Gründen geändert. Ansonsten gehen wir davon aus, daß die Tagebücher so sind, wie sie am Tage des Mordes von der Polizei auf dem Schreibtisch von Orton gefunden wurden.

[...]

Noch immer sind die Tagebücher von Geheimnissen umgeben. Halliwells Abschiedsbrief besagt, daß die Tagebücher - hauptsächlich der letzte Teil - alles erklären werden. Sie tun es nicht, jedenfalls nicht eindeutig. So wie sie von Orton geschrieben wurden, enden die Tagebücher mit einem Bindestrich: abgeschnitten, wie auch Orton, in vollem Schwung. Für jemanden, der so konsequent schrieb wie Orton, erscheint mir dies recht unwahrscheinlich. Die Tagebücher enden am 1. August 1967. Orton starb am 9. August."                                            

Autor:

Albers, Bernhard

Helmut Käutner. Cineast und Pazifist

von Film zu Film
Enthält 593 Abbildungen
240 S., Großformat A4
Fadengeheftet, 2018

ISBN 978-3-89086-329-0

Über Helmut Käutner ist seit seinem 100. Geburtstag einiges Interessante veröffentlicht worden, aber immer nur in Teilaspekten. Eine Darstellung seines filmischen Gesamtkunstwerkes ist bislang ausgeblieben und wird hiermit in knappster Form vorgelegt. Eine umfangreiche Sammlung von Autogrammkarten, Kinoplakaten, Aushang- , Presse- und Privatfotos soll eine längst vergangene Kinowelt näher bringen.

"Im neuen Buch „Helmut Käutner – Cineast und Pazifist“ von Bernhard Albers gibt es ein Wiedersehen mit Kitty. Und mit all den anderen Figuren, die Helmut Käutner in seiner langen Schaffenszeit selbst erfand oder aus der Literatur entlehnte, um sie vor der Kamera lebendig werden zu lassen. Aus unzähligen Filmbildern, Kinoplakaten, Setfotos hat Albers den gesamten Werdegang Käutners akribisch zusammengetragen. So blättert man durch den Bilderbogen eines Schauspieler- und Regisseurlebens, in dessen Verlauf berühmte Werke entstanden wie „Große Freiheit Nr. 7“, „Unter den Brücken“, „Des Teufels General“ oder „Der Hauptmann von Köpenick“. Doch ist das Buch keine beliebige Sammlung nostalgischer Bilder mit Schauspielern wie Marianne Hoppe, Hans Albers, Erich Ponto und wie sie alle hießen. Bernhard Albers verfolgt eine These in seiner Bilderbiografie, untersucht, wie Käutner seine pazifistische Haltung in seine Filme einarbeitete. Auch in jene, die während der Nazizeit entstanden und nicht verboten wurden." - Dorothee Krings in der Rheinischen Post, 10. Januar 2019

Autor:

Albers, Bernhard

Helmut Käutner. Regisseur und Schauspieler

Die Zeit am Set
Mit Beiträgen von Erika Pluhar.
(Käutner-Studien Nr. 2)
Enthält zahlreiche Abbildungen
191 S., 2023

ISBN 978-3-89086-321-4

"Es dunkelte schon, als ich vor seiner Villa aus dem Taxi stieg. Als ich klingelte, öffnete sich das eiserne Gartentor selbsttätig, und auf einem Kiesweg gelangte ich zum erleuchteten Entree des Hauses. Da stand in der geöffneten Tür ein schmaler Mann mit weißem Haar, sagte: "Das sind Sie ja, meine Liebe, nur herein!" nahm mich nach dem Händeschütteln um die Schultern und führte mich in einen riesengroßen Salon, wo wir Platz nahmen. Alles hier beeindruckte mich." - Erika Pluhar

Über Helmut Käutner ist seit seinem 100. Geburtstag einiges Interessante veröffentlicht worden, aber immer nur in Teilaspekten. Eine Darstellung seines filmischen Gesamtkunstwerkes ist bislang ausgeblieben und wird hiermit in knappster Form vorgelegt. Eine umfangreiche Sammlung von Autogrammkarten, Kinoplakaten, Aushang-, Presse- und Privatfotos soll eine längst vergangene Kinowelt näher bringen.

Autor:

Rodenbach, Georges

RTB 029 - Brügge. Die Tote

Der 1920 von Erich Wolfgang Korngold geschriebenen Oper «Die tote Stadt» diente Rodenbachs Roman als Vorbild. Alfred Hitchcocks „Vertigo“ (1958) basiert offiziell auf den Roman „D‘entre les morts“ (1954), der allerdings offensichtlich von Rodenbachs „Brügge. Die Tote“ stark beeinflusst ist.

Autor:

Bernède, Arthur

RTB 080 - Belphégor, das Phantom des Louvre

Aus dem Französischen von Heribert Becker
(Rimbaud-Taschenbuch Nr. 80)
372 S., brosch., 2013

ISBN 978-3-89086-435-8

Die dreizehnteilige Serie «Belphégor, Le fantôme du Louvre» aus den Kindertagen des Fernsehens basierte auf dem Unterhaltungsroman von Arthur Bernède aus dem Jahre 1927. Er diente dem Regisseur als Grundidee für ein filmisches Meisterwerk, durchaus vergleichbar mit Alfred Hitchcocks «Vertigo» (Rodenbachs «Brügge, die Tote») oder – bleiben wir im deutschen Raum – mit Helmut Käutners «Zürcher Verlobung» (Barbara Noack). Bernhard Albers Heribert Becker (*1942) arbeitete nach seinem Studium in Köln, Nancy und Paris (Germanistik, Romanistik) 30 Jahre lang als freier Autor für den Hörfunk. Ab Mitte der 70er Jahre spezialisierte er sich publizistisch mehr und mehr auf den Surrealismus. Als Autor, Ausstellungsmacher, Herausgeber und Übersetzer hat er bis heute über 80 Bücher publiziert, davon gut die Hälfte surrealistischen Inhalts: Anthologien sowie vor allem Übersetzungen von Autoren wie André Breton, Benjamin Péret, Leonora Carrington, Jacques Prévert u.a.