UnnsinnsGedichte
Mit Nachbemerkungen von Pia-Elisabeth Leuschner und Jean Boase-Beier
116 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
Autor:
Dove, Richard
UnnsinnsGedichte
Mit Nachbemerkungen von Pia-Elisabeth Leuschner und Jean Boase-Beier
116 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
Abgesang auf den menschlichen Wahn setzt sich zusammen aus ironischen bis bösen Gegengesängen auf die männlich-allzu männliche Poesiegeschichte (Durch den Fleischwolf der Parodie) sowie aus Lust-, Frust- und Verlustliedern über die Ungereimtheiten des Anthropozäns (Heraklit im Kriegsgebiet). Im tragikomischen Modus werden verschiedene Schichten der Geschichte von Homo Whatever abgetragen und einer mal drolligen, mal rockigen, mal schaurigen Dekonstruktion ausgesetzt. Im Zwillingsband, Aufgesang auf die Tiervernunft, bastelt ein bunt zusammengewürfeltes Team kleinerer sowie größerer Tiere und Untiere, sanft bis unbändig, an einem utopischen Gegenwurf: an einer Umstülpung der bestehenden Verkehrten Welt, bei der die unterdrückte Tierseite – nicht zuletzt unsere gemeinsamen Vorfahren die Rippenquallen – Oberwasser erlangen.
Autor:
Dove, Richard
TiersinnGedichte
Mit Nachbemerkungen von Pia-Elisabeth Leuschner und Jean Boase-Beier
136 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
Rund um ein Pferd mit philosophischen Anwandlungen, das auf die Uni geht mit dem Fernziel, Hegel und möglichst viele andere patriarchale „Meisterdenker“ ordentlich vom Kopf auf die Hufe zu stellen − Wenn ich den Marx gut kenne, dann wirds heiter – / Ihr werdet unten sein und ich der Reiter –, arbeitet sich ein bunt zusammengewürfeltes Team kleinerer sowie größerer Tiere und Untiere, sanft bis unbändig, ab an einer quasi systematischen Kritik der unkantianisch-unreinen zweibeinigen Unvernunft, die sie umzingelt. Ziel ist eine Umkehrung der bestehenden Verkehrten Welt, bei der die unterdrückte Tierseite – nicht zuletzt unsere gemeinsamen Vorfahren die Rippenquallen – Oberwasser erlangen: Auf Hufe, Flossen und Krallen gestellt / Umstülpung der kopfstehenden Welt. Die aristotelische Stufenleiter der Natur, die von angeblich niederen zu vermeintlich höheren Wesensformen führt, wird anders an die Existenzwand gelehnt. Aufgesang auf die Tiervernunft. Tiersinngedichte versteht sich als utopische Korrektur seines Zwillingsbands Abgesang auf den menschlichen Wahn. Unsinngedichte.
Autor:
Schablewski, Frank
Novelle/Roman
Die erste Hälfte aus dem dritten Teil aus dem Roman „Schwarmbeben“
160 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
Mooning, „mondend“ ist ein Begriff aus dem amerikanisch-englischen Slang, der das „enthüllte Gesäß“ bezeichnet, und somit als Pate dient für den Titel „Der doppelte Mond“, des dritten Teils des Romans „Schwarmbeben“. Der erste Teil beschreibt eine verhängnisvolle Ehe, die mit einem Mord endet. Der Zweite beleuchtet das Schicksal der Ermordeten, die sich aus einem Mann in eine Frau verwandelt und von einem Polizisten geheiratet wird. In „Der doppelte Mond“ verliebt sich dieser Polizist in einen noch sehr jungen Mann. Der Ort ihrer Begegnungen ist ein öffentlicher Park, der in der Nacht zu einem Dschungel wird. Das plötzlich üppige Grün verbirgt alles, was tagsüber nur schwerlich ausgelebt werden kann.
Autor:
Burg, Josef
Gesammelte Erzählungen
Herausgegeben von Uwe Czier
Mit einem Nachwort von Marla Jansen
126 S.; 2026
Klappenbroschur, Fadengeheftet
„Ssam“ ist im Hebräischen und Jiddischen das Wort für „Gift“; und „ssam“ nannte Josef Burg sein zweites, gerade einmal 32 Seiten umfassendes Büchlein, das 1940 noch in Czernowitz erscheinen konnte. Gemeint ist das chauvinistisch-rassistische Gift des Nationalsozialismus, das Burg in seinen Auswirkungen im Wien des Anschluss-Jahres 1938 „miterlebte“, als er dort von 1935 bis 1938 Germanistik studierte. In der Zeit um das Jahr 1938 schrieb er eine Reihe von Erzählungen, die Wien zum Schauplatz haben. Nur zwei davon, die je ein anderes Einzelschicksal aus der Zeit des „Anschlusses“ zum Inhalt haben, konnten damals herausgegeben werden, weil für ein umfangreicheres Buch kein Geld mehr vorhanden war. – Dieses kleine Büchlein – im Österreichischen Literaturarchiv in Wien konnte das wohl weltweit einzige Exemplar ausfindig gemacht werden – liegt hiermit erstmalig in deutscher Übersetzung vor.
Autor:
Lehmann, Wilhelm
Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 143)
64 S., fadengeheftet mit Klappen, 2026
Das letzte Gedicht dieses Bandes rühmt das Dasein, „Anfang und Ende“ (S. 38). Es preist das Leben als „flüchtige Dauer“, denn das Leben des Individuums ist „flüchtig“, bemessen, doch das Leben selbst geht darüber hinaus. Zugleich ist der Tod nicht nur Vernichtung, Auflösung, sondern „Anfang“ zu etwas Neuem, Unbekanntem, dem man nur zustimmen kann: Flüchtige Dauer sei gegrüßt, Ende, das der Anfang süßt. Ende als Anfang Wie Kern in der Nuß: Tiefe Begegnung, Williger Schluß!
Autor:
Nick, Dagmar
Ausgewählte Gedichte
Herausgegeben von Àxel Sanjosé
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 144)
148 S., brosch. mit Klappen, erweiterte Neuauflage 2026
Dagmar Nick, geboren 1926 in Breslau, ab 1933 in Berlin, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Seit 1947 veröffentlichte sie zahlreiche Lyrik- und Prosabände, Reisebücher und Hörspiele. Sie ist Mitglied des PEN und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und lebt heute in München. Seit 1990 erscheint ihr Werk im Rimbaud Verlag.
Autor:
Kiefer, Reinhard
Erzählung
Erschienen bei Telegramme, Schweiz
64 S., fadengeheftet mit Klappen, 2026
Die Umarmung bildet den Zwillingsband zu Thomas Mann. Letzte Liebe, der bereits erschienen ist. Reinhard Kiefer schreibt empathisch und mit ausholender kulturgeschichtlicher Geste in diesem vorliegenden zweiten Band die Erzählung über die letzten Sehnsüchte des Literaturnobelpreisträgers fort, die Einsicht in das schwindende Begehren, das Schwindende schlechthin. Ein lebenskluges Buch ohne jede Larmoyant, das uns auch die Schauplätze Zürich und die Niederlande, zwei von vielen Aufenthaltsorten Thomas Manns, auf eigene Weise näherbringt.
Autor:
Albers, Bernhard
Schwarzweiß-Fotographien
Herausgeben von Bernhard Albers
Rimbaud-Taschenbuch Nr. 125
64 S., gebunden, 2026
Mit Versen von Konstantin Kavafis.