Verlagsgeschichte

Autor:

Albers, Bernhard

Können Verlagspreise die Buchkultur retten?

Aufsätze und Gespräche
fadengeh. mit Klappen
40 S., 2019

ISBN 978-3-89086-120-3

"Es waltet in jeder Zeit ein geheimes Bündnis verwandter Geister."

-Robert Schumann

Erstmals waren für den Verlagspreis 2021 Verlage nicht teilnahmeberechtigt, wenn sie in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet wurden. Es wäre schön, wenn diese Gelegenheit genutzt worden wäre, um mehr Vielfalt zu fördern. Mit dem Verlagspreis 2022 bewahrheitete sich eine Befürchtung: Mehrfach ausgezeichnete Verlage werden erneut bedacht, der Kreis der Preisträger bleibt also weiterhin ausgesprochen klein, bedenkt man die mehr als 300 Bewerbungen allein in diesem Jahr. Kann von einer Förderung der 'Verlagslandschaft' die Rede sein? Schon im Buchhandel fällt auf, dass Literatur wenig vertreten ist, Zeitschriften gibt es in Massen, Literaturzeitschriften sucht man in den Auslagen eher vergeblich. Insbesondere solche Verlage haben es schwer und finden auch durch den 'Deutschen Verlagspreis' keine Beachtung, denn: Wer nicht gewinnt, wird nicht genannt. Und wenn die Jury  zusätzlich nur eine kleine Auswahl an Preisträgern jahrjährlich favorisiert, führt dies unweigerlich zu Wettbewerbsverzerrung. Es stellt sich notwendigerweise die Frage nach der Aktualität und dem Nutzen eines Förderpreises für die Verlagslandschaft.

Wir Außenseiter. 33 Jahre Rimbaud Verlag (1981–2014)

Hrsg. von Bernhard Albers

143 Abb., 464 S.,
Klappenbrosch., 2015

ISBN 978-3-89086-416-7

Über den Rimbaud Verlag

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Seit 2020 befindet sich das Archiv des Rimbaud Verlages in der Hand der Berliner Akademie der Künste. Rimbaud Verlag im Archiv der Berliner Akademie der Künste

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„Bernhard Albers gab 2003 im Rimbaud-Verlag Aachen eine Anthologie heraus: ‚Blaueule Leid. Bukowina 1940-1944‘. Eine wohl dokumentierte Anthologie mit Texten von 23 deutschsprachigen Autoren aus Czernowitz und der Bukowina, die bis 1918 zum Habsburger-Reich gehörte, danach zu Rumänien, heute zur Ukraine. Im Rimbaud Verlag erscheint eine Reihe ‚Bukowiner Literaturlandschaft‘, die mit 100 Titeln abgeschlossen ist.“ [...] „Dass Rudolf Hartung, der Lyriker und Kritiker und Redakteur der ‚Neuen Rundschau‘, nicht vergessen ist, verdanken wir dem Rimbaud Verlag, der seine wichtigsten Arbeiten verlegt. ‚Literatur‘, so Rudolf Hartung in seinen Aufzeichnungen, ‚ist jene Berufungsinstanz, vor der der verlorene Prozess des Lebens noch einmal aufgerollt wird.‘ “ [...] „Hans Mayer gab diese Rede ‚Wir Außenseiter‘ an den Rimbaud-Verlag in Aachen, ich wiederhole jetzt, was ich über den verschwundenen Neske-Verlag sagte: an einen bescheidenen, aber feinen Verlag, der von dem literaturbesessenen Verleger Bernhard Albers und seinem Freund geschaffen wurde. Mayers Text war der erste eines prominenten Autors, dem weitere prominente Autoren im Verlagsprogramm folgten: Erich Arendt, Ernst Meister und die Akademie-Mitglieder, Jean Améry, Hans Bender, Elias Canetti, Rudolf Hartung. Man könnte sagen, niemand hat diesen Autoren der Abteilung Literatur der alten West-Berliner Akademie der Künste so sehr die Treue gehalten wie der Verleger von Rimbaud.“

-Zimmermann, Hans Dieter: Ein Rückblick auf 80 Jahre. Und was ich der Gruppe 47 verdanke. Erinnerungen. Klagenfurt, 2021.

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Inhalt (Auswahl):
33 Jahre Gespräche
Walt Whitman
Arthur Rimbaud
Georges Rodenbach
Wilhelm von Gloeden
Stefan George
Franz Schreker
Ezra Pound
Georg Britting
Cesar Vallejo
Erich Jansen
Emil Barth
Rose Ausländer
Erich Arendt
Moses Rosenkranz
Ernst Schönwiese
Alfred Kittner
Hans Mayer
Ernst Meister
Alice Koch
K. O. Götz
Rudolf Hartung
Gregor von Rezzori
Max Hölzer
Karl Schwedhelm
Hans Bender
Michael Guttenbrunner
Immanuel Weißglas
Tuvia Rübner
Ilana Shmueli
Elisabeth Axmann
Dagmar Nick
Gerhard Neumann
Joseph Kopf
Heinz-Albert Heindrichs
Hubert Fichte
Margot Ehrich
Ria Endres
Hans Weßlowski
Richard Dove
Reinhard Kiefer
Christoph Leisten
Frank Schablewski
Register
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Weitere Informationen zum Rimbaud Verlag und dem Verlagsprogramm finden Sie hier.