Osiris. Zeitschrift für Literatur und Kunst. Heft 09. 2000

Aus dem Inhalt:

Das historische Gedicht
Ezra Pound: Canto 36 (➛ siehe auch Ezra Pound Studien)

Gedichte
Gabriel Andreas Dirr: Und weiter geht / Andalusische Stiefel
Marcus Hammerschmitt: In der Regenzeit / Zouerate
Reinhard Kiefer: die strasse erreicht / von der küste entfernt
Sibylle Klefinghaus: rub al khali / vorwärtsrückwärts
Gisela Kraft: BERLIN 1983 / ST. ANDRÄ 1959
Günter Lanser: An der alten Kirche / Wem klag ich eher
Frank Schablewski: Hommage an Pablo Neruda / Wundknabe
Bernard Schultze: Was ist / Sonnengerösteter Ocker
Jörg Stöhrer: Am Herzfels / Dornengeflechte
Hans Weßlowski: Abgewendet jene Schritte / Was ist dem
Hans Bender: Im Schulhof nebenan / Der Trompetenbaum

Übertragung
Charles Baudelaire
ERHEBUNG
EINKLÄNGE
EXOTISCHER DUFT
SEMPER EADEM
DER UNTERGANG DER ROMANTISCHEN SONNE

Prosa
Gerhard Neumann: Stationen einer Rostocker Kindheit
Reinhard Kiefer: Schule
Wilhelm Genazino: Vermeiden Sie bitte das Thema Kindheit

Notizen
René Steininger

Miszellen
Wieland Schmied: Erinnerung an Max Hölzer
Gerhard Neumann: Erinnerung an Karl Schwedhelm
Bernhard Albers: Erinnerung an Albrecht Fabri
Albrecht Fabri: PROOEMIUM
Reinhard Kiefer: Blumendelle

 

 

 

 

Osiris. Zeitschrift für Literatur und Kunst. Heft 08. 1999

Aus dem Inhalt:

Gedichte
Eckart Kleßmann: kapitell / beinhaus
Frank Schablewski: kummerbunt / Festaktet
Jochen Winter: Erdbett / Unten wie oben
Olaf Veite: Friedhof / Schmiede
Dieter Hoffmann: Schrebergärten
Reinhard Kiefer: dem vertrauten antiken / nicht gerade
Gerhard Neumann: Kastanien / Von Kreaturen
Paul Wühr: Höre / Also
Gabriel Dirr: Im Wirtshaus / Mein geliebter Amateur
Frank Nöllenburg: Gleis 11 / Stirnsplitter
K. O. Götz: Fliegende Äxte / Diaphanes Grau
Bernard Schultze: Weiße Eisfelder / Sonnengerösteter Ocker
Dagmar Nick: Verschmelzung / Wortgemenge, adieu
Michael Guttenbrunner: Wildgänse / Die Inseln
Tuvia Rübner: Ansichtskarte: Aachen / Ansichtskarte: London

Frühe Gedichte
Vorbemerkung
Gerhard Neumann: Begehren
Geendete Fahrt
Erwachen
Sommertag
Tag

Vorbemerkung
Wieland Schmied: Seefahrerwind

Vorbemerkung
Wendelin Ludwig: Bist hinabgekreiselt
Strecke dich aus
Gegraben in deine hände
Haupt an haupt
Viermal sog ich die erde

Korrespondenz
Jörg Stöhrer: Losgelöst die Ufer
Licht
Aus der Nacht gekeltert
Das Haus
Die Flammen beginnender Tage
Die Tür geöffnet

Prosa
Vorbemerkung
Reinhard Kiefer: Alice Wessel

Miszellen
K. O. Götz: Für Gerhard Neumann
Theo Buck: Verlebtes Leben
Jan Bürger: Nichts wird hier gehalten
Michael Braun: Nach dreißigjährigem Schweigen
Bernhard Albers: Tchicaya U Tam’si im Rimbaud Verlag

 

 

 

LTB 004 – Lauffeuerpausen

Über pulsierende Metropolen, blitzartige Nächte und festgeschriebenes Leben kreuz und quer durch das Europa der 90er Jahre verfaßte der junge Schriftsteller Frank Schablewski seine vielschichtigen Gedichte vor Ort.

Mit seinen außergewöhnlichen Bildern und Wortschöpfungen schreibt er im schnellenden Rhythmus und in ausdrucksstarken Versen, die die Lyrik heute für jeden spannend machen.

Todesfuge

Neben Texten der Bukowiner Autoren wie Moses Rosenkranz, Immanuel Weißglas, Alfred Kittner und Alfred Gong wird nun auch das berühmteste Gedicht Paul Celans in den literaturgeschichtlichen Kontext gestellt.

Aus dem Inhalt:

Warum gerade die «Todesfuge»? ;
Die umstrittene Entstehung des Gedichts: 1944 oder 1945, Czernowitz oder Bukarest? ;
Czernowitz als «geistige Lebensform» ;
Zwischen Tradition und Moderne ;
Vom Motivaustausch zum Gegenentwurf ;
Exkurs zum Gedicht «Er» von Immanuel Weißglas ;
Die Druckgeschichte der «Todesfuge» ;
Interpretation der «Todesfuge» ;
Meinungen und Deutungen im Querschnitt ;
Chronologie ;
Anmerkungen

Die schwarzen Boten. Los heraldos negros

Vallejo war ein großer religiöser Dichter. Obgleich militanter Kommunist, bildete den Hintergrund seiner Lebensauffassung und seiner Glaubensüberzeugungen nicht die kritische Philosophie des Marxismus, sondern die Grundmysterien des Christentums seiner Kindheit und seines Volkes: die Kommunion, die Transsubstanziation, die Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Seine Wortschöpfungen beeindrucken uns nicht allein durch ihre ungewöhnliche innere Sammlung, sondern vor allem durch ihre Echtheit.

Octavio Paz

Mit dem Band IV ist die von Curt Meyer-Clason übersetzte Werkausgabe César Vallejos abgeschlossen.

L’encore aveugle. Der noch Blinde

Ins Leere gesprochen

Der hier vorgelegte Band bietet einen Querschnitt durch das lyrische Werk Alfred Margul-Sperbers (1898–1967) von den Anfängen der Wiener Gymnasiastenzeit bis zu seinen letzten in Bukarest – in der rumänischen Hauptstadt verbrachte der gebürtige Bukowiner 26 Jahre seines Lebens – geschriebenen Gedichten. Aufnahme fanden auch einige wenige Texte, in denen Sperber sich den didaktisch-operativen, ästhetisch-normativen und weltanschaulich-restriktiven Vorgaben des ‹sozialistischen Realismus› unterwarf. Sie sind zwar Ausdruck weitgehend fremdbestimmter Schreibweise und daher von strikt literatursoziologischem Interesse, können jedoch aus einer repräsentativen Auswahl nicht völlig ausgeklammert werden.

«Ich versuche es, mir zu sagen, daß der Platz in Ihrem Herzen, wo ich ein wenig befangen, ein wenig undankbar (wie Sie mich jetzt beurteilen dürften, weil ich so selten schreibe), aber immer glücklich stand, um Ihnen Gedichte zu lesen, noch unbesetzt ist und bleibt, bis wir uns wieder sehen.»

Paul Celan, Wien, 21. April 1948

«Berghaft und von innen stark war Dein Rücken, zu tragen die Notwendigkeiten der Stunde, die eigenen Verantwortungen im Wort, das Dir bei aller Kunst nicht mehr galt als das Leben, in dessen Namen Du es traumbedacht setztest. Berghaft und vom Urwitz gewölbt war Dein Rücken zu tragen die langsamen Gegebenheiten der Jahre […]. Von Mensch zu Mensch entscheiden sich die Dinge. Dein Vorhandensein, Deine Gedichte, Deine Nachdichtungen lebten uns diese Hoffnung vor. Wir wollen sie hüten.»

Oskar Pastior: Vertrauen
[Nachruf auf Alfred Margul-Sperber]
Neuer Weg, Bukarest, 7. Januar 1967

LTB 005 – Stein will fließen

Angelus Novus

Mein Gesicht ist in meinem Nacken. Vor meinen Augen


Trümmerhaufen, Trümmerhaufen.


Kleine Hoffnungen flogen fort, versengt,


fielen in die Finsternis.


Ich bin davongekommen.


Ich stieg auf.


Wurde wieder geboren


durchsichtig wie Rauch.

Die stumme Zeit


weht aus dem Baumgarten der Kindheit,


drängt mein hartnäckiges Herz,


breitet meine Flügel aus.


Nach hinten gestoßen, Kommendem entgegen.


Wann kommt, der mein Augenfeuer löschen soll.

(Nach der Übersetzung von Efrat Gal Ed und Christoph Meckel)

LTB 003 – verwundetes der sprache

Die späten Gedichte bezeugen in kargen Bildern die Schönheit einer kristallenen Wintersprache. Durch die Verleihung des Johann-Peter-Hebel-Preises im Jahre 1973 fand Kopfs lyrisches Schaffen zum ersten Mal breitere Anerkennung.

Paul Wühr Jahrbuch. 1998

Aus dem Inhalt:

Unveröffentlichte Texte

«Thomas Bernhard, In hora mortis. Otto Müller Verlag, Salzburg ;
30 S. kart. 3.95 DM» (1958) ;
«Wer kann mir sagen, wer Sheila ist?» (1964). Hörspiel ;
«Grüß Gott Herr Thoma» (1976). Gedicht ;
«Ob» (1998). Gedicht

Bremer Literaturpreis 1984

Helmut Heißenbüttel: Laudatio auf Paul Wühr

Fotogalerie

Widmungsgedichte

Franz Josef Czernin ;
Oskar Pastior ;
Gerhard Neumann ;
Klaus Voswinckel ;
Ursula Haas ;
Reinhard Kiefer ;
Frank Schablewski ;
Joachim Sartorius ;

70. Geburtstag

Jörg Drews ;
Michael Krüger ;
Sabine Kyora

Texte zum Werk

Jürgen Nelles ;
Walter Ruprechter

Kolloquien

Kolloquium zu Paul Wührs «Salve. Res publica poetica» (Passau, 3.–4. Juli 1997) ;
9. Colloquium mit Paul Wühr: 7.–14. September 1997 ;
10. Colloquium mit Paul Wühr: 5.–12. September 1998

Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

Lutz Hagestedt: Unterwegs in der Republik der Poesie

Mitgliederverzeichnis

Zuletzt erschienene Veröffentlichungen unserer Mitglieder