Lyrik-Taschenbücher

Autor:

George, Stefan

Algabal

Gedichte
mit einem Nachwort von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 62)
64 S., brosch., 2008

ISBN 978-3-89086-568-3

Fühl ich noch dies erste ungemach · Sündig eilte fremden stapfen nach Der um sie den schönsten traum zerbrach: Wenn mir neulich vor die sinne tritt Wie ich früh vom gram am tiefsten litt Bei den gräbern pochend «führt mich mit»: Deucht er heut mir fast geschwind und sacht · Halt ich dich sogar in milder acht · Trübster tröster sohn der nacht! Im Sommer 1891, im Todesjahr Rimbauds, besucht der gänzlich unbekannte Dichter Stefan George (1868–1933) das Schloß Linderhof. Die schöpferische Verwandtschaft, die er zu dem Erbauer des Schlosses, Ludwig II. von Bayern, fühlte, löste in George, wie er schrieb, «heftigen Seelenkatarrh» […] Zum Zeitpunkt der Schloßbesichtigung arbeitet George an einem schmalen Gedichtband, den er «Algabal» nennen und Ludwig II. widmen wird. Von römischen Soldaten war der vierzehnjährige Algabal im Juni 218 aufgrund seines Priestertums «aus dem Geschlecht des Sonnengottes» (Artaud) und seiner alles überragenden Schönheit auf den Thron gehoben worden. Der Vergleich zu Ludwig liegt auf der Hand; auch Algabal verlegte seine Herrschaft in ein surreales «Unterreich». Während Ludwig allerdings wegen seiner homosexuellen Veranlagung religiöse Gewissensbisse peinigten, war Algabals Wille wirklich absolut. Nichts in dieser Welt ist denkbar ohne den Herrscher, alles untersteht seinem Willen und existiert nur, weil es ihm gefällt.    

Autor:

Drozdowski, Georg

An die Wand gemalt

Gedichte
Nachwort Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 80)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 95)
98 S., brosch., 2015

ISBN 978-3-89086-387-0

Wenn der letzte Morgen kommt Wenn der letzte Morgen kommt, hat sein Abend andere Sterne, und zur Nähe wird die Ferne, wenn der letzte Abend kommt. Wenn der letzte Abend naht, gehst du in den ersten Morgen. Dir erschließt sich, was verborgen, wenn der erste Morgen naht. Von dem Ganzen Teil zu werden, fordert dich die Ewigkeit. Sei ergriffen und bereit, von dem Ganzen Teil zu werden. Abend, Morgen werden eins, alle Zeit ist aufgehoben. Nur noch Rühmen, nur noch Loben, werden Morgen, Abend eins.

Autor:

Sanjosé, Àxel

Anaptyxis

Es dengelt, es dengelt arg, und wie ein alter Eichelhäher siebt Gott das Licht in größter, liebevoller Eile, entkernt die Wörter sacht. Prasseln, Friede, nur diesen Dellen hier fehlt ringsum die Fläche.

Autor:

Schönwiese, Ernst

Antworten in der Vogelsprache

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 46)
90 S., brosch., 2. Aufl. 2018

ISBN 978-3-89086-644-4

Die Gedichte «Antworten in der Vogelsprache» von Ernst Schönwiese geben uns allen Antwort. «Vergiß dein eignes Geschwätz – und das Märchen ist Wirklichkeit» Der besondere Reiz dieser späten Gedichte liegt in ihrer vollen Reife und Altersweisheit. Der Grand Old Man der österreichischen Lyrik, der Präsident des PEN-Zentrums war, beeindruckt vor allem durch Vitalität; auch das, was weise klingt, wirkt kein bißchen müde.

Autor:

Enders, Ria

Augen auf. Augen zu

Gedichte 2014–2015
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 108)
104 S., brosch., 2016

ISBN 978-3-89086-359-7

rasende Gedanken luzide auf der Wäscheleine schwanken   «Die Gedichte von Ria Endres sind traditionsbewußt und zwar auf eine besondere Weise: [sie] enthalten Botschaften, die […] nur von ihr entziffert werden können.»

Lorenz Jäger, FAZ

Die FAZ veröffentlichte am 12. April 2016 im Feuilleton (Literatur und Sachbuch) unter dem Titel «Vater, Mutter, Kommunionkind. Die Rätsel einer persönlichen Geschichte» eine Rezension von Lorenz Jäger.

Am Erker, Zeitschrift für Literatur, veröffentlichte unter dem Titel «Ein Fleck, ein Heft, ein Gedicht» eine Rezension von Rolf Birkholz.

Autor:

Jansen, Erich

Aus den Briefen eines Königs

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 1)
74 S., Klappenbrosch., 3. Aufl. 2019

ISBN 978-3-89086-780-9

Abend

Am Abend, wenn die Dunkelheit/ betroffen an der Mauer lehnt,/ die Männer treten/ aus den Häusern./ Wie späte Stallaternen knistern dann/ schwarzgelbe Glühdrahtbirnen./ Der Männer Stimme ist/ johannisbraun./ Im Mund der Mädchen/ Violinen sind,/ Musik/ wie dunkles Glas,/ darin ein Lied/ verbrannter Rosen.      

Autor:

Weßlowski, Hans

Aus weißen Hallen

Autor:

Schönwiese, Ernst

Baum und Träne

Ich schreibe für den Baum vor meinem Fenster, und für die Wildtaube, die auf ihm gurrt, angesichts des Lächelns der Toten und der Tränen derer, die am Leben blieben. Baum und Taube, Lächeln und Träne sind eins.              

Autor:

Arendt, Erich

Bergwindballade

Gedichte des spanischen Freiheitskampfes (1952)
(Sämtliche Gedichte Bd. 2)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 16)
120 S., brosch., 2004

ISBN 978-3-89086-697-0

Autor:

Wohl, Kubi

Briefe und Gedichte

Hrsg. und mit einem Nachwort von Erich Rückleben
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 37)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 51)
96 S., brosch., 2007

ISBN 978-3-89086-553-9

Unsere Helden Unsere Helden haben keine Namen und kein Denkmal spricht von ihrer Tat; einer lichtdurchstrahlten Menschheitszukunft sind sie erste Opfer: blutige Saat. Unsere Helden schmiedet man in Ketten und ihr Leben endet an der Wand; mit dem Worte Freiheit auf den Lippen kollern ihre Köpfe in den Sand. Unsere Helden haben keine Tränen zum Geleite, wenn die Salve hallt, nur das Zähneknirschen der Genossen und ein Fäusteballen hart und kalt. Unsere Helden, das sind Pioniere einer rotmessianischen Mission, unsere Helden, unsere Namenlosen sind die Fahne flammender Legion.                    

Autor:

Huchel, Peter

Chausseen Chausseen

Gedichte
Nachwort von Reinhard Kiefer
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 26)
110 S., brosch., 2012

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-478-5

Die Gedichtsammlung «Chausseen Chausseen», mit der Peter Huchel 1963 in der Bundesrepublik große Aufmerksamkeit erregte, versammelt Texte aus mehr als zehn Jahren. Sie zeigen einen Autor, der einen völlig eigenen Ton gefunden hat. Die Sprache dieser Gedichte ist vielfach lakonisch und drängt zur Verkürzung, doch hat sie auch einen unübersehbar esoterischen und rätselhaften Charakter. Huchel geht also einen ähnlichen Weg wie Günter Eich oder Ernst Meister. Der Gedichtband besteht aus fünf Abteilungen. Schon hieran zeigt sich, dass statt einer beliebigen Sammlung von Gedichten ein sorgfältig komponiertes Ganzes vorliegt. In diesem stehen die einzelnen Texte nicht isoliert nebeneinander, sondern bilden ein enges Beziehungsgeflecht. Es finden sich Hinweise auf die östliche Landschaft sowie die mediterrane Welt und ihre Mythologie.                

Autor:

Chilenische Lyrik im bewegten 20. Jahrhundert

Eine Anthologie
Hrsg., Autorenporträts und Übersetzungen von Mario Markus
Vorwort von Gonzalo Rojas
Mit einem Essay von Johannes Müller-Salo
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 111)
148 S., brosch., 2016

ISBN 978-3-89086-351-1

Autoren: Efráin Barquero (*1931) Carlos Bolton (1917–2004) Humberto Díaz Casanueva (1906–1992) Óscar Hahn (*1938) Tomás Harris (*1956) Sergio Hernández (1931–2010) Vicente Huidobro (1893–1948) Ronald Kay (*1941) Enrique Lihn (1929–1988) Venancio Lisboa (1917–1993) Mario Markus (*1944) Mahfud Massís (1916–1990) Gabriela Mistral (1889–1957) Paz Molina (*1945) Pablo Neruda (1904–1973) Mila Oyarzún (1912–1982) Nicanor Parra (*1914) María Isabel Peralta (1864–1936) Ulises Pereira (*1985) Gonzalo Rojas (1916–2011) Pablo de Rokha (1894–1968) David Rosenmann Taub (*1927) Jorge Teillier (1935–1996) Volodia Teitelboim (1916–2008) Aldo Torres (1910–1960) Armando Uribe Arce (*1933) Jaime Valdivieso (*1929) Juvencio Valle (1900–1999) Luis Roberto Vera (*1947) Raúl Zurita (*1950)

Autor:

Rimbaud, Arthur

Das Trunkene Schiff

Gedichte
(Werke Band 1)
übertragen von Thomas Eichhorn
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 7)
128 S., brosch., 5. Aufl. 2010

ISBN 978-3-89086-871-4

Wenn ich noch Sehnsucht nach Europas Wassern habe, Dann nach dem schwarzen Tümpel, wo im Abendschein Voll süßem Duft ein kauernder, trauriger Knabe Mit Schiffchen spielt, wie Frühlingsschmetterlinge fein. Ich kann, ihr Wellen, eingehüllt in euer Schlagen, Nicht mehr im Kielwasser der Baumwollschiffe ziehn, Noch den Hochmut der Fahnen und Wimpel ertragen, Noch des Brückenboots schrecklichen Augen entfliehn. Die Gedichte dieses Bandes entstanden zwischen 1869 und 1872. Er ist der erste der Neuübersetzung. Thomas Eichhorn erhielt für seine Neuübersetzung den André-Gide-Preis für deutsch-französische Literaturübersetzungen. In der Noa Noa Hör-Buchedition liest Jens Harzer Gedichte von Arthur Rimbaud auf der CD «Das Trunkene Schiff» in der Neuübersetzung.

Autor:

Goldfeld, David

Der Brunnen

Gedichte
Hrsg. u. Nachwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 51)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 71)
204 S., geb., 2010

ISBN 978-3-89086-496-9

Anders als von manchen Czernowitzer Dichtern, deren Texte nur per Manuskript oder in Zeitungen und Anthologien überliefert sind, gibt es von David Goldfeld das in Czernowitz erschienene Buch «Der Brunnen». Die Datenlage zu seinem Leben aber kann nur als äußerst dürftig beschrieben werden. Ein Nachlass scheint nicht vorhanden zu sein. Mein Lied ist ein Brunnen, der einsam tönt, vergessen auf wüstem Feld, in seiner Dämmertiefe stöhnt gefangen meine Welt. Zerfallen liegt lang schon der Hebebaum. Kein Eimer zur Tiefe sinkt, an’s Licht zu schöpfen den tönenden Traum, den Trank, der Kühle bringt. So kann nichts löschen diesen Brand, den Schicksal ins Herz mir gab: Ich stehe dürstend am Brunnenrand Und lausche bang hinab.                  

Autor:

Neumann, Peter Horst

Der Heckenspringer

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 66)
96 S., fadengeh. Brosch., 2009

ISBN 978-3-89086-524-9

Frühes Photo der Eltern Da bin ich noch nicht dabei, da waren sie erst verlobt, da hätten sie’s noch verhindern können. Wie gern bin ich da.   Die Gedichte in diesem Auswahlband erschienen zuvor in den Gedichtbänden mit den Titeln: «Pfingsten in Babylon», «Die Erfindung der Schere», «Auf der Wasserscheide» und «Was gestern morgen war» im Rimbaud Verlag.                  

Autor:

Wittner, Victor

Der Mann zwischen Fenster und Spiegel

Neue Gedichte
Hrsg. und Nachwort von Angela Lohausen
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 91)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 123)
102 S., brosch., 2018

ISBN 978-3-89086-316-0

Der Föhn Der Föhn hat die letzten Fetzen Sommers aus Süden gebracht, im Tag, dem entsetzten, setzen fest sie sich, faulige Fracht. Das Welklaub will frisch auf die Bäume. Wir treiben in trägere Träume. Wir ängstigen uns vor der Schwüle, die schwärt mit schimmligem Schimmer. Wir schließen die Fenster, die Zimmer und küssen die Kühle.

Autor:

Leisten, Christoph

der mond vergebens

Gedichte aus zehn Jahren
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 58)
76 S., brosch., 2006

ISBN 978-3-89086-584-3

tasten, worauf die buchstaben längst abgetragen sind in ferne räume, wo sie von bildschirmen leuchten in immer neuen variationen deiner worte, die fremde augen wärmen und weiten, während du weiterschreibst, blindlings wissend vor schmerz und glück, zwischen trance und tränen die ganze nacht, für die du zu müde bist, bis du davon erwachst, im schatten des lichts, dass die bewegung deiner finger all deine vielen facetten ins gegenüber schleift und wieder zu dir zurück, wo du dich beginnen kannst, tief unter den unsichtbaren zeichen, die sich dir zutragen, leise und leicht, um dich hinüber ins freie zu tasten.   «Es geht um ein Abtasten der alltäglichen Topographien nach neuer Intensität. Das Licht dieser Texte sind die Reflexe von Spiegelungen, ein helldunkles Zwielicht auch, das seismographisch Verwandlungen anzeigt.»

Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung
   

Autor:

Jansen, Erich

Der Mondfisch

Illustrierte Ausgabe mit Briefen von Johannes Bobrowski und Heinz Piontek
Texte von Hans Bender und Gerhard Neumann
Herausgeben von Adrian Krug
(Lyrik-Taschenbuch)
40 S., fadengeh. Klappenbrosch., in Vorb. Herbst 2020

ISBN 978-3-89086-305-4

Der Mondfisch Es schwamm ein Mondfisch überm Haus mit roten Netzen reich behangen. Vorn stiegen Leute ein und aus, um Fische aus dem Fluß zu fangen. Die Möven schrien am Gartentor: Was denn der mondne Fisch nur wolle. Da klopfte es im Dommelrohr: Es sei die Große Nachtkontrolle.

Autor:

Weißglas, Immanuel

Der Nobiskrug

Gedichte
Nachwort von Bernhard Albers
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 55)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 72)
80 S., brosch., 2011

ISBN 978-3-89086-486-0

Das Überlebensmotto der Bukowiner Dichter Weißglas, Kittner und Rosenkranz in den Todeslagern war die Überzeugung, «daß die in der Erde der Sprache Wurzelnden nimmer gefällt werden können.» Sie waren in Bezug auf Celans Büchnerpreisrede wie «lebende Bücher» – sie lebten und überlebten mit und für ihre Gedichte. Selten hatten sie Schreibutensilien. Doch schrieben und memorierten sie weiter unter unmenschlichsten Bedingungen. Der klassizistische Stil und der «unendliche Besitz der deutschen Sprache» halfen folglich, «den Spund jenes inneren Schreis, den wir, mundgerecht, Gedicht nennen» (Weißglas), zu formulieren. An den konventionellen Formtypus, der ihnen das Überleben in der Unmenschlichkeit gesichert hatte, hielten sie auf den zweiten Blick nicht ungebrochen fest. Es fällt nämlich auf, daß durch ungewöhnliche Reime und Wortwahl eine Hamonie immer wieder in Frage gestellt wird.        

Autor:

Manger, Itzik

Der Prinz der jiddischen Ballade

Gedichte
Übertragen aus dem Jiddischen von Rose Ausländer, Alfred Margul-Sperber, Selma Meerbaum-Eisinger und Alfred Kittner
Herausgegeben und mit einem Essay von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 66)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 78)
158 S., brosch., 2012

ISBN 978-3-89086-445-7

Der Mönch Der Weg funkelt silbrig und messergleich Gräbt er sich tief in die Ebene ein. Luftspiegelungen. Der Mondenschein. Und ein finsterer Mönch durchschreitet dies Reich. Der Frühling, das Kind, die Wiese, der Teich, Lächeln, berauscht von Duft wie von Wein: «Tritt in den Bannkreis der Veilchen hinein!» Aber der Mönch schreitet hager und bleich. Näher und nah, einen Dolch in der Hand … Ein Blitz! – blaues Lenzblut bespritzt sein Gewand! Entsetzt fliehen Kind und Teich übers Feld … «Dein Blendwerk, o Luzifer, ist nun verweht!» Er kniet und bekreuzt sich, und vor ihm ersteht Die andre, ersehnte, die ewige Welt! Niemand weiß genau zu sagen, wer den Ehrentitel «Prinz der jiddischen Ballade» für Itzik Manger erfunden hat und niemand weiß, wann er das erste Mal so genannt wurde. Selten aber wurde ein solcher Ehrentitel mit mehr Berechtigung verliehen als für den jiddischen Dichter, dessen geschliffen funkelnde Lyrik den Leser fasziniert und beglückt. Geboren wurde er in Czernowitz, der Stadt, die auch der Geburtsort von Rose Ausländer und Paul Celan ist, der Stadt, die als Vielvölkerstadt gerühmt wird, in welcher Menschen mit verschiedensten Religionen, aus unterschiedlichen Kulturen, in fast babylonischem Sprachengewirr, friedlich nebeneinander lebten.

Autor:

Ausländer, Rose

Der Regenbogen

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 63)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 17)
140 S., brosch., 2012

ISBN 978-3-89086-450-1

Des Geliebten Nächte zu entzünden, will ich augenspendend süß erblinden. Des Geliebten Atem zu umkosen, wandelt sich mein Blut in tausend Rosen. Des Geliebten Liebe zu erhalten, möcht’ ich mich in tausend Frauen spalten, daß er tausendfach nur mich begehre, alle liebend nur mir angehöre!   Rose Ausländer starb am 3. Januar 1988, berühmt, geehrt und von ihren Leserinnen und Lesern geliebt im Nelly-Sachs-Haus und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Düsseldorf beerdigt.

Autor:

Kittner, Alfred

Der Wolkenreiter

Gedichte 1925–1945
Hrsg. und Nachwort von Edith Silbermann und Amy Colin
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 18)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 37)
96 S., brosch., 2004

ISBN 978-3-89086-699-4

Unter den unmenschlichsten Bedingungen hat Kittner nicht aufgehört, Gedichte zu schreiben. Die poetische Bewältigung der ihn umzingelnden feindlichen Realität wurde zum Rettungsring aus der Flut des Grauens.

Autor:

Weßlowski, Hans

Die Diva in schwarz

Autor:

Kiefer, Reinhard

die urwelt steht ihnen offen

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 103)
1 Abb., 76 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2017

ISBN 978-3-89086-365-8

Eines muss man bedenken die saurierforscher sind viel unterwegs die urwelt steht ihnen offen wie schön ist es in die tiefe zu gehen zum stein mit dem sich die tiere für immer verbinden Immer neue Schöpfungsgeschichten erzählen diese von Menschen und Tieren und Dingen bewohnten Gedichte. Ein poetisches Traumland der Erinnerung und Trauer, der Luftgeister und Zauberformeln.

Matthias Weichelt

Autor:

Albers, Bernhard

Die Welt kennt keine Poesie

herausgegeben von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 100)
116 S., brosch., 2015

ISBN 978-3-89086-390-0

100 Gedichte von 100 Autoren   Nil-Sein Im Lande Licht, im Lande Leer, Einödegebunden, Liegen sie verstreut umher, Die Sterne, die Stunden. Cheopsfriede, Nilblaues Sein, Zeitpyramide Aus Sonne und Stein. Immanuel Weißglas Hundert Autoren werden jeweils mit einem Gedicht vorgestellt, soweit es im Rimbaud Verlag – dessen Programm von mir nun schon 35 Jahre lang gestaltet wird – erschienen ist. Zugleich eröffnet sich mit den zahlreichen Übersetzungen so etwas wie ein bescheidener Blick auf die Weltliteratur. Die Gedichte wurden nicht mühsam und mit viel Überlegung zusammengestellt, sondern ganz spontan und rein chronologisch. Kein Gedicht musste verworfen werden, weil sich alle, meines Erachtens, auf wunderbare Weise zu einem Mosaik zusammenfügten. Von einigen Autoren, das sei hier einmal gesagt, war es mir nicht vergönnt, eine Auswahl ihrer Gedichte im Rimbaud Verlag herauszubringen. So von Gottfried Benn, Wilhelm Lehmann, Paul Celan und Nelly Sachs beispielsweise.

Autor:

Detering, Heinrich

Drei Erscheinungen

Ein Triptychon
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 91)
70 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-397-9

Der schottische Dichter James Macpherson sieht im achtzehnten Jahrhundert die toten Helden Ossians. Die heilige Bernadette Soubirous sieht im neunzehnten Jahrhundert die Jungfrau Maria. Der amerikanische Schriftsteller H. P. Lovecraft sieht in seinen Horrorgeschichten die Monstren des zwanzigsten Jahrhunderts. Um drei historische Gestalten, ihre Stimmen, Visionen und Träume geht es in diesem poetischen Triptychon, einem Experiment zwischen Cento und Collage, Erzählung und Gedicht.

Autor:

Albers, Bernhard

Echnaton. Der Sonnengesang

Mit einem Text von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 81)
54 S., brosch., 2012

ISBN 978-3-89086-443-3

Du erscheinst schön im Horizont des Himmels, du lebender Sonnengott, der Anfang des Lebens! Wenn Du aufgeleuchtet im Osten erfüllst du jedes Land mit deiner Schönheit. Du bist schön und groß, glänzend und hoch über allem Land. Deine Strahlen umarmen die Länder, und alles, was du erschaffen hast Zum ersten Mal in der Geschichte ändert ein Pharao seinen Geburtsnamen in Echnaton, «einer, der wirksam ist für Aton» und übernimmt die persönliche Verantwortung inform von Richtlinien für ein Gesamtkunstwerk. Große Teile des Gesamtkunstwerks Echnatons sind nach über dreitausend Jahren wie durch ein Wunder, von Naturgewalten unbeschadet, strahlend wieder auferstanden. Herrlich erhalten in den Pylonen Karnaks, im Sand von Amarna und im Grab Tutanchamuns. Wieder ist ein Versteck der Alten Welt entzaubert. Was wir dagegen hinterlassen, hat keinen ästhetischen Wert. Die Entdeckung unserer Verstecke wird den Ungeborenen apokalyptische Todesqualen bereiten.

Autor:

Ausländer, Rose

Englischsprachige Gedichte

zweisprachige Ausgabe englisch/deutsch
Ausgewählt und übertragen von Gerhard Weidmann
Mit einem Vorwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 84)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 110)
86 S., brosch., 2016

ISBN 978-3-89086-353-5

Mutter Jede Faser meines Herzens strebt dir zu geben Versalien von Sternen, um deinen Namen zu schreiben in das Sternenbild mütterlicher Leben. Ob zur Zeit von Krieg oder in Friedenszeiten: Stets verströmte Gelassenheit dein Wesen. Auch das Geringste was um dich vorging, war aus deinen Gesten, deiner Haltung abzulesen. Zwischen Wirklichkeit und Traum dein Leben hing. Doch du bist verhüllt. Dein Gesicht, so tief im Schatten, wirkt schmal und fahl. Du und meine Lettern verblassen. Wo sind die Sterne? Wo ist deine Gelassenheit? Ich bin unwürdig dich zu beschreiben. Ich habe Versagt, buchstabiere dich mit Tränen am Grabe. Du stehst zwischen Traum und Wirklichkeit.   Während Rose Ausländers letzten Aufenthaltes in New York von 1946 bis 1964 entstanden zwischen 1948 und 1956 über 200 englische Gedichte, die auch in der angelsächsischen Welt große Anerkennung fanden. Sie liefern den Schlüssel, um die Veränderungen im Schreibstil bei den deutschsprachigen Gedichten ab 1956 zu verstehen.   fixpoetry veröffentlichte am 22. Juli 2016 unter dem Titel «With music of machines, trains, planes» eine Rezension von Martin A. Hainz.

Autor:

Weidmann, Gerhard

Englischsprachige Lyrik aus vier Jahrhunderten Teil I

Ausgewählt und übersetzt von Gerhard Weidmann
Zweisprachige Ausgabe englisch / deutsch
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 82)
120 S., brosch.,
2. veränderte Aufl. 2016

ISBN 978-3-89086-442-6

Was es braucht für eine Prärie Es braucht für eine Prärie nur Klee und eine Biene, Etwas Klee und eine Biene, Und Träumerei. Träumerei allein wird genügen, Wenn keine Bienen fliegen. Emily Dickinson   Englische Lyrik: Andrew Marvell (1621–1678) John Donne (1572–1631) George Herbert (1593–1633) George Etherege (1635–1691) William Blake (1757–1827) Thomas Moore (1779–1852) John Keats (1795–1821) Robert Browning (1812–1889) Dante Gabriel Rossetti (1828–1882) Thomas Hardy (1840–1928) Thomas Hood (1799–1845) William Henry Davies (1871–1940) Emily Dickinson (1830–1886) May Theilgaard Watts (1893–1975) Christopher Brennan (1870–1932) Bryan Guinness (1905–1992) Babette Deutsch (1895–1982) Sylvia Kantaris (geb. 1936) Elizabeth Jennings (1926–2001) Lorma Leigh Edna St. Vincent Millay (1892–1950) John Betjeman (1906–1984) Siegfried Sassoon (1886–1967) Mary E. Harrison (geb. 1921) George Barker (1913–1991) Constance M. M. Scott Frances Mayo Philip Larkin (1922–1985)

Autor:

Weidmann, Gerhard

Englischsprachige Lyrik aus vier Jahrhunderten Teil II

Ausgewählt und übersetzt von Gerhard Weidmann
Zweisprachige Ausgabe englisch / deutsch
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 89)
122 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-405-1

Lied  (I) Von so vielen Dingen sprachen wir heut, Doch ich weiß nicht, was war es gewesen, Und ob es um Leid ging oder um Freud: Doch oh, wie genau hab ich gelesen Jedes Zauberwort, das ihre Augen mir gesagt! Harrington Green     John Donne (1572–1631) George Herbert (1593–1633) Edmund Waller (1606–1687) John Greenleaf Whittier (1807–1892) James Thomson (1700–1748) Helen Maria Hunt Jackson (1830–1885) William Henry Davies (1871–1940) Grace Stirling (verfasst um 1850) Coventry Patmore (1823–1896) Algernon Charles Swinburne (1837–1909) Thomas Hardy (1840–1928) Harrington Green (1891–1914) Alfred Noyes (1880–1958) Edna St. Vincent Millay (1892–1950) Christopher Brennan (1870–1932) Mary Gilmore (1865–1962) John McCrae (1872–1918) Charles H. Sorley (1895–1915) Siegfried Sassoon (1886–1967) Bryan Guinness (1905–1992) John Betjeman (1906–1984) Hugh MacDiarmid (1892–1978) William Butler Yeats (1865–1939) Rosemary Tonks (geboren 1932)

Autor:

Weidmann, Gerhard

Englischsprachige Lyrik aus vier Jahrhunderten Teil III

Ausgewählt und übersetzt von Gerhard Weidmann
Zweisprachige Ausgabe englisch / deutsch
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 94)
134 S., brosch., 2015

ISBN 978-3-89086-388-7

Hymne für die dem Tod geweihte Jugend Welch Sterbegeläut für die, die sterben wie das Vieh? Nur das riesige Wüten der Kanonen. Nur ratterndes Rasen stotternder Gewehre Kann hinausprasseln ihre hastigen Gebete. Nichts mehr höhnt ihnen, nicht Beten oder Läuten, Noch irgendein Trauergesang, nur die Chöre, – Die irren, schrillen Chöre heulender Granaten; Und Hörner rufen nach ihnen aus trauriger Heimat. Wilfred Owen   Edmund Waller (1606–1687) George Herbert (1593–1633) Percy Bysshe Shelley (1792–1822) Elizabeth Barrett Browning (1806–1861) Christina Georgina Rossetti (1830–1894) Mary Gilmore (1865–1962) Thomas Hardy (1840–1928) William Henry Davies (1871–1940) Lorma Leigh (verfasst um 1910) Alfred Noyes (1880–1958) William Butler Yeats (1865–1939) Edna St. Vincent Millay (1892–1950) Margaret Widdemer (1884–1978) Wilfred Owen (1893–1918) Siegfried Sassoon (1886–1967) Rupert Brooke (1887–1915) May Herschel-Clarke (verfasst 1915) Charles H. Sorley (1895–1915) John Gillespie Magee (1922–1941) John Betjeman (1906–1984) Ella Wheeler Wilcox (1850–1919) Fleur Adcock (geboren 1934) Sylvia Kantaris (geboren 1936) Elizabeth Jennings (1926–2001) Erica Jong (geboren 1942) Laurence Lerner (geboren 1925) Harold Monro (1879–1932) Christopher Brennan (1870–1932)   Die zweisprachige Anthologie in drei Teilen ist das Ergebnis einer langjährigen intensiven Beschäftigung mit englischsprachiger Lyrik. Auch hier stand Pate die Idee, authentisches Wissen über das Wesen unserer Nachbarn aus dem reichhaltigen Fundus der Lyrik von vier verflossenen Jahrhunderten anzusammeln.

Autor:

Arendt, Erich

entgrenzen

Gedichte (1981)
(Sämtliche Gedichte Bd. 10)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 33)
136 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-694-9

Erich Arendt hat seinen letzten Gedichtband 1981, nur drei Jahre vor seinem Tod, entgrenzen genannt und man kann das Wort als die umfassende, große Metapher für sein Dasein und Dichten nehmen. Wort, Begriff, Vision, wie man nun will, Begrenzungen des Ortes, der Zeit und der Lebensumstände, günstige wie widrige, zu durchbrechen; Kreuzpunkte zu spüren, zu erkennen, andere Wege zu gehen als alle anderen, Gegebenes nicht hinzunehmen, nicht dieses verflixte Gebundensein auch an das einmal gefundene Wort, selbst den geglückten Vers entgrenzen.

Gerhard Wolf

Autor:

Pagis, Dan

Erdichteter Mensch

Gedichte
Aus dem Hebräischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von Tuvia Rübner
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 73)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 80)
88 S., brosch., 2013

ISBN 978-3-89086-430-3

Klagescherben um einen Freund Ich schloß dir die Augen. Legte die Hände an ihren Platz. Deine Fußsohlen blicken mich mitleidig an: ich bin entbehrlich. Ich finde meine Hände, was soll ich mit meinen Händen tun. Ich setze die aufgesetzte Mütze auf, den geschlossenen Mantel knöpf ich zu. Der neue Friedhof ist weiträumig, ganz Zukunft. Von nah und fern, pausenlos der Singsang der Kantoren. Du schweigst, ein wenig verlegen: vielleicht ist es ein langer Abschied. Die Nägel wachsen langsam, schließen Frieden. Die Mundhöhle widerspricht ihrem Schöpfer nicht. Jetzt! jetzt! pochen Erdfäuste an die Bretter der Falle: öffne uns, öffne uns.

Autor:

Schönwiese, Ernst

Ernst Schönwiese. In seinen Bann

Ausgewählte Gedichte

mit einem Nachwort von Christoph Leisten

 

Erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2020

ISBN

Autor:

Arendt, Erich

Feuerhalm

Gedichte (1973)
(Sämtliche Gedichte Bd. 7)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 13)
76 S., brosch., 2000

ISBN 978-3-89086-763-2

Autor:

Arendt, Erich

Flug-Oden

Gedichte (1959)
(Sämtliche Gedichte Bd. 5)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 25)
92 S., brosch., 2002

ISBN 978-3-89086-726-7

«Der Wein macht mich froh. Ich meine, mein Blut kreisen zu spüren. Ich bin heiter. Ich bin geistreich. Ich lache. Ich parodiere. Mir ist eingefallen, wie ich Murnaus tödlichen Unfall zu Papier bringen will.»

Autor:

Piontek, Heinz

Gedichte

Ausgewählt von Reinhard Kiefer
mit einem Text von Gerhard Neumann
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 120)
104 S., brosch., 2019

ISBN 978-3-89086-322-1

Die Halbinsel Zwei Fischer ziehn das Netz aus dem Gewässer. Den Raben ist die Stille nicht geheuer. Der Knabe schürt das schwache Reisigfeuer und wetzt am Stein sein Taschenmesser. Im Knieholz rührt der Wind die Haselruten, das sachte Wehen, wo begann es? Der toten Fische Kiemen bluten. Die Männer heißen Simon und Johannes.  

Autor:

George, Stefan

Gedichte

Eine unveröffentlichte Anthologie aus dem Jahr 1930
Mit einem begleitenden Text von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 97)
154 S., brosch., 2016

ISBN 978-3-89086-385-6

Sprich nicht immer Von dem laub, Windes raub, Vom zerschellen Reifer quitten, Von den tritten Der vernichter Spät im jahr. Von dem zittern Der libellen In gewittern Und der lichter Deren flimmer Wandelbar. «Durch Anmerkungen in Gedichtbänden sucht, findet und markiert man seine Lieblinge», notiert der Autor Norbert Hummelt. Johannes Bobrowski und Alfred Kittner beispielsweise gingen einen Schritt weiter: Sie stellten für den privaten Gebrauch handschriftliche Anthologien mit Lieblingsgedichten aus verschiedenen Epochen zusammen. Die vorliegende «Gebrauchsauswahl» konzentriert sich dagegen ganz auf das Werk Stefan Georges und zwar chronologisch. Die Gedichte selbst sind von unbekannter Hand in feiner Tusche mit den bei George typischen Buchstaben abgeschrieben. Dieses schlicht gebundene Buch, mit gutem Papier, macht durchaus den Eindruck eines Poesiealbums. Gewidmet und datiert ist es für einen Freund, von dem wir nur den Vornamen erfahren.

Autor:

Loerke, Oskar

Gedichte

1911–1936
Ausgewählt von Bernhard Albers
Mit einem Aufsatz von Reinhard Kiefer
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 15)
86 S., brosch., 2013

ISBN 978-3-89086-477-8

Am Strome Das Spatlicht wandert von der Erde, Die Ströme macht es sich zu Brücken, Es setzt sich auf die Ackerpferde Und reitet fort auf ihren Rücken. Zu Rauch verblaßt das Licht der Herde, Und Liebe, Leben gehn in Stücken. Ach, Städte wandern von der Erde Und Völker von der Erde Rücken.              

Autor:

Czara-Rosenkranz, Dusza

Gedichte

(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 45)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 64)
76 S., brosch., 2009

ISBN 978-3-89086-566-9

Selbstbildnis Mein Leben ist Sturm Ich bin Wind, Atem nur und Hauch Schein ich mir selber zu sein, Bald Dichter – bald Kind, Aber in tiefinnerster Seele allein … Kenn’ ein Lied, das mich gelehrt, In Güte alles zu ertragen, Weiß ein Wort, das in mir wohnt, Doch kann ich’s niemand sagen, So eil’ ich durch’s Leben hin Und bleibe Blick nur und Sinn.      

Autor:

Verlaine, Paul

Gedichte I

Zweisprachige Ausgabe französisch/deutsch
Übersetzt von Frank Stückemann
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 117)
500 S., Klappenbrosch., 2. Aufl. 2019

ISBN 978-3-89086-333-7

Poèmes saturniens / Saturnische Gedichte; Fêtes galantes / Galante Feste; La bonne Chanson / Das gütige Lied; Romances sans paroles / Unsägliche Romanzen; Sagesse / Weisheit «Zäsur ist der Herzschlag des dichtenden Geistes und läßt sich nicht nachahmen, wie Wohllaut.»

Heinrich Heine
Vorliegende Übersetzung der Œuvres poétiques von Paul Verlaine nach der klassischen Garnier-Ausgabe von J. Robichez (einzelne Vorabdrucke in Sinn und Form 2017) bildet erstmals den Alexandriner als französisches Versmaß aller Dinge konsequent nach, an dessen Nähe bzw. Ferne die Poetik dieses Dichters («Eloquenz muß man den Hals umdrehen») überhaupt bestimmbar wird. Präzision im Gebrauch von Metren, Reimschemata, Zäsur etc., vor allem aber der Gebrauch von geprägten Formen sind Rückgriffe auf die altfranzösische Musiktradition: Verlaine komponierte Gedichtbände wie Suiten mit Tanzsätzen und verwies noch 1889 im Vorwort zu Parallèlement auf «die besondere Tonart des vorliegenden Teils einer gesamten Folge.» Diese Musikalität analysierte der Übersetzer 2009 in Germanisch-Romanische Monatsschrift. Sie revolutionierte die Dichtung der Moderne, nicht zuletzt bei der Erschließung christlicher Mystik. Die Übersetzung erstrebt einen möglichst schlichten Satzbau und natürlichen Sprachduktus nach Maßgabe des Originals.   lyrikgesellschaft.de veröffentlichte am 1. August 2018 unter dem Titel «Und ich entschwinde / Im bösen Winde …» eine Rezension von Michel Ackermann.

Autor:

Sanjosé, Àxel

Gelegentlich Krähen

Gedichte
Nachwort Michael Braun
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 105)
88 S., brosch., 2015

ISBN 978-3-89086-363-4

Nachhauseweg Jeder Feldstein so vertraut, Lage, Gestalt, selbst Farbe, Eidechsen, deren Kadaver Kinder in die Ritzen stopften. Aber man lässt sich nicht täuschen, nicht mehr so leicht, fragt nun Fremde nach dem Wald. Farbe? Farbe? welche Farbe? Völlig missglückt, dieses Husten, bei allem Blut.

Autor:

Arendt, Erich

Gesang der sieben Inseln

Gedichte (1957)
(Sämtliche Gedichte Bd. 4)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 31)
108 S., brosch., 2002

ISBN 978-3-89086-711-3

Autor:

Axmann, Elisabeth

Glykon

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 65)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 77)
1 farb. Abb., 62 S., brosch., 2012

ISBN 978-3-89086-447-1

Autor:

Gong, Alfred

Gnadenfrist

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 16)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 32)
76 S., brosch., 2006

ISBN 978-3-89086-733-5

     

Autor:

Weißglas, Immanuel

Gottes Mühlen in Berlin

Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 75)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 99)
brosch.,

ersch. Frühjahr 2020

ISBN 978-3-89086-393-1

Autor:

Wohl, Kubi

Granitene Strophen will ich erbauen Obelisken voll knirschender Wut

Gedichte und Briefe
Erinnerungen von Alfred Kittner, Klara Wohl, Josef Burg und Vera Hacken
Hrsg. und mit einem Nachwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 92)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 124)
11 Abb., 142 S., brosch., 2018

ISBN 978-3-89086-315-3

Präludium […] Granitene Strophen will ich erbauen, Obelisken voll knirschender Wut, in sie den Schrei der Fabriken einhauen und röchelndes Atmen und hungriges Schauen und Händeringen, Tränen und Blut! […] Kristallener Hymne donnere ich dann: werde Sturmbock gegen die Fron! Reck’ dich gewaltig mit Riesengebärde, entfache Vulkane, entzünde die Erde! sei Brandpsalm der Revolution!

Autor:

Ausländer, Rose

Grüne Mutter Bukowina

Ausgewählte Gedichte und Prosa
Hrsg. Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 20)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 34)
170 S., brosch., 2. Aufl. 2014

ISBN 978-3-89086-677-2

Als Rose Ausländer – mit Mädchenname Rosalie Scherzer – am 11. Mai 1901 zur Welt kam, galt Czernowitz, die Hauptstadt des Kronlandes Bukowina, als das bedeutendste deutschsprachige Kulturzentrum im Osten der Habsburger Doppelmonarchie. Viele Juden, die insgesamt mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, lasen deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, interessierten sich für Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Literatur und Philosophie. Man sprach zum großen Teil allerdings ein Deutsch, auf das freilich verschiedene anderssprachliche Einflüsse abgefärbt hatten, das durch neue Wortbildungen und Redewendungen jedoch auch bereichert worden war. Anderthalb Jahrhunderte war die Bukowina eine Heimstätte jüdisch-deutscher Symbiose.

Autor:

Ehrich, Margot

ich finde aus wohin er ging

Autor:

Nick, Dagmar

Im freien Fall

Gedichte
Mit einem Nachwort von Christoph Leisten
(Gedichte Bd. 7)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 109)
64 S., Klappenbrosch., 2016

ISBN 978-3-89086-356-6

Kein Zweifel Noch einmal kommt man so leichtfüßig nicht mehr davon mit den Flügelschuhen des Hermes und seinen ausgetüftelten Tricks, die geborgten Tage im Rucksack, der stündlich gewichtsloser wird. Bald fällt er lautlos von den Schultern eines Skeletts, das ich nicht wiedererkenne.

Autor:

Winkler, Manfred

Im Lichte der langen Nacht

Neue Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 44)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 63)
120 S., brosch., 2008

ISBN 978-3-89086-567-6

Schneestimmung in Jerusalem Es schneit wieder nach langer Zeit allmählich werden die Bäume weiß, eine weise Schicht von Weiß bedeckt die Hagelkörnerschicht im Gras Weiß wird auch das weite Horizontengrau und nah fallen weiße Flocken leis mit ihrer kurzbemessenen Zeit auf dich Der müde Abend naht Vom Fenster sieht alles wie ein Märchen aus das du gläubig erfahren hast einst Es schneit und schneit und du bist weit in deine Kind-heit Wind-heit eingeschneit als wärst du nicht ein alter Mann der hinter einem Fenster steht und in-sich-weilt   «Manfred Winklers Lyrik lebt aus der Spannung zwischen und der Synthese von Sinnenhaftigkeit und Abstraktion, aus poetischem Drang zum Visionären und zur eigenwilligen Reflexion.»

Hans Bergel
       

Autor:

Barth, Emil

Im Morgenlicht meiner Augen

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 14)
88 S., brosch., 2000

ISBN 978-3-89086-764-9

Autor:

Götz, K. O.

Im Nebel zweier Äxte

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 11)
4 Abb., 32 S., fadengeh. Brosch., 2. Aufl. 2000

ISBN 978-3-89086-878-3

Autor:

Wojaczek, Rafał

In tödlicher Not

Ausgewählte Gedichte
Aus dem Polnischen und mit einem Nachwort von Gregor Simonides und Tobias Rößler
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 21)
142 S., brosch., 2., veränderte und erweiterte Auflage 2017

ISBN 978-3-89086-762-5

*         *         * ich lebe ohne die Sterne zu sehen ich rede ohne die Worte zu verstehen ich warte ohne die Tage zu zählen bis jemand diese Mauer durchbricht   Lebenslauf 1945 wurde ich geboren. Ich besuchte Schulen, wuchs heran in Bibliotheken, auf Bahnhöfen, in fremden und weniger fremden Häusern, in Kneipen und Spelunken und noch an anderen Orten. Ich fuhr auf Flüssen, segelte auf Seen und sogar auf dem großen Meer, ich nahm teil am Abenteuer – «Die Welt stand mir offen, leider.» Manches Mal bin ich gestorben, und dann rief ich von der anderen Seite des Lebens herüber: «Kuckuck.» Reicht das? P.S. Ich kann auch anders.   Rafał Wojaczek (1945–1971) war eine schillernde, skandalumwitterte Persönlichkeit: Alkoholiker, Rebell, «Breslauer Rimbaud», Bohèmien und Streuner, «Clochard an den schmutzigen Kanälen der Oder» und Selbstmörder. Unabhängig von den Masken, die er trug und den Rollen, die er spielte, fühlte sich Wojaczek schon früh als Künstler.   […] In unterschiedlichen Masken lässt Wojaczek sein Ich über Müllplätze und durch schmutzigen Schnee stapfen, immer auf der Suche nach einem «Ruhepol» für das «verrückte Herz». […]

Nico Bleutge Stuttgarter Zeitung 6. April 2018

Autor:

Britting, Georg

Jahreszeiten

Ausgewählte Gedichte
Ausgewählt von Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 96)
94 S., brosch., 2015

ISBN 978-3-89086-386-3

Sommerlicher Garten Grüne Wildnis, hinter dem Zaun zu schauen: Blätterschatten und Wipfelneigen, Und der Laube Geheimnis, bienenumbraust, Herbergende Zelle der Liebe, Und neben dem Kiesweg, das Beet, Wo das Blumenvolk haust, Und über dem Wasserfaß steht Wie aus Gold die Libelle – Ach, daß es so sommerlich bliebe!

Autor:

Margul-Sperber, Alfred

Jahreszeiten

Ausgewählte Gedichte
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 11)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 27)
64 S., brosch., 2002

ISBN 978-3-89086-741-0

Autor:

Meister, Ernst

Lang oder kurz ist die Zeit

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 2)
94 S., brosch., 2. Aufl. 2016

ISBN 978-3-89086-782-3

   

Autor:

Schablewski, Frank

Lauffeuerpausen

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 4)
92 S., brosch., 2. Aufl. 2001

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-796-0

Über pulsierende Metropolen, blitzartige Nächte und festgeschriebenes Leben kreuz und quer durch das Europa der 90er Jahre verfaßte der junge Schriftsteller Frank Schablewski seine vielschichtigen Gedichte vor Ort. Mit seinen außergewöhnlichen Bildern und Wortschöpfungen schreibt er im schnellenden Rhythmus und in ausdrucksstarken Versen, die die Lyrik heute für jeden spannend machen.

Autor:

Shmueli, Ilana

Leben im Entwurf

Gedichte aus dem Nachlaß
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 62)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 79)
102 S., brosch., 2012

ISBN 978-3-89086-467-9

Tollen im Neuschnee blendendes Weiß wie nie wieder und wie’s frostig im Kindermund schmilzt Flieder von damals der Duft verborgener Veilchen Gras frisch gemäht glühende Sonne träumen im Nussbaum kleine grün-braune Finger auf rauher Rinde all das – darf man es nennen es zieht es zieht die Hand meiner Schwester die so früh wieder losließ Theodor Kramer Preis 2009 an Ilana Shmueli        

Autor:

Rimbaud, Arthur

Leuchtende Bilder. Illuminations

Gedichte (französisch / deutsch)
(Werke Band 4)
übertragen von Reinhard Kiefer und Ulrich Prill
mit Anmerkungen von Claude Jeancolas
und einem Text von Michel Butor
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 30)
182 S., brosch., 2. Aufl. 2016

ISBN 978-3-89086-870-7

Autor:

García Lorca, Federico

Liebesgedichte

zweisprachige Ausgabe spanisch / deutsch
Übersetzt und erläutert von Ulrich Daum
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 102)
114 S., Klappenbrosch., 2. Aufl. 2017

ISBN 978-3-89086-402-0

Bienenkorb Wir leben in Zellen aus Glas, in einem Bienenkorb aus Luft! Wir küssen uns durch das Glas. Welch wunderbares Gefängnis, dessen Tür der Mond ist! Federico García Lorca dürfte neben Jorge Luis Borges und Octavio Paz der in Deutschland bekannteste spanisch­sprachige Lyriker und – neben Cervantes – der bekannteste spanische Dichter sein. Sein Leben endete viel zu früh, im Jahr 1936, zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges, als er von faschistischen Schergen ermordet wurde. Seine Schauspiele – vor allem «Bernarda Albas Haus» – haben Millionen von Zuschauern in ihren Bann gezogen. Seine Lyrik erschüttert immer wieder unzählige Leser.   Lyrik-Empfehlungen 2016 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Stiftung Lyrik Kabinett und der Literaturwerkstatt Berlin / Haus für Poesie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bibliotheksverband

Autor:

Blum, Klara

Liebesgedichte

Einführung von Zhidong Yang
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 69)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 76)
66 S., brosch., 2012

ISBN 978-3-89086-479-2

Czernowitzer Ghetto (I) Die alten Gäßchen ziehn sich eng zusammen. Der Boden hinkt und holpert im Zickzack. Aus schweren Leuchtern zucken kleine Flammen. Der Witz treibt mit dem Unglück Schabernack. Die Augen funkeln, doch die Wangen blassen, Der Kaftan reißt, die Schläfenlocke bebt, Wenn, halb erstickt in seinen Pariagassen, Ein Volk noch stöhnend, höhnend weiterlebt. Die Mauer fiel vor mehr als hundert Jahren, Und dennoch blieben sie im dumpfen Nest. Das Elend hielt sie an den Schläfenhaaren In ihrem engen alten Ghetto fest.                

Autor:

Ausländer, Rose

Liebesgedichte

Hrsg. und Nachwort von Helmut Braun
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 54)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 67)
96 S., brosch., 2010

ISBN 978-3-89086-490-7

Nur die Liebe Arbeit wartet auf mich die ich immer verschiebe Nur der Flug berechtigt mein Herz zu schlagen Nur der Gedanke der Ewigkeit unterstützt meinen Atem Nur die Liebe erlaubt mir ein Mensch zu sein                

Autor:

Nick, Dagmar

Liebesgedichte

Vorsorge Rechtzeitig habe ich einbalsamiert, was ich liebte: damit ich dich eines Nachts, wenn ich an nichts mehr glaube, weil alle Wunder verbraucht sind, wiederfinde, die harzigen Binden von meinem Gedächtnis löse, Ambra und Myrrhe noch einmal erinnere, die Betäubung, wann war das, als wir uns trennten, und wieder von Anfang an lerne zu lieben, was mir nicht gehört.    

Autor:

Sanjosé, Àxel

Márius Torres - Poesies. Gedichte

Ausgewählt und übertragen von Àxel Sanjosé
Mit einem Vorwort von Margarida Prats Ripoll
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 121)
124 S., Klappenbrosch., 2019

ISBN 978-3-89086-306-1

Das ist die Freude

Das ist die Freude – ein Vogel sein und einen Himmel / durchkreuzen, wo der Sturm leuchtenden Frieden hinterließ.
Und das der Tod – die Augen schließen, lauschen / der Stille des Moments, in welchem die Musik beginnt.
Der frühverstorbene katalanische Lyriker Màrius Torres (1910–1942) wandte sich in seinen Gedichten von der trostlosen Realität des Spanischen Bürgerkriegs, der frühen Franco-Diktatur und seines eigenen, von Krankheit geprägten Alltags entschieden ab. Sein am Symbolismus orientiertes Werk zeichnet sich durch hohe Musikalität aus und setzt sich auf sehr eigene, zugleich unmittelbare und abstrakte Art mit Tod und Kosmos auseinander. Nach dem Krieg beinahe vergessen, wurde Torres in den 1960er und 1970er Jahren neu entdeckt und zählt heute zu den Klassikern der katalanischen Lyrik des 20. Jahrhunderts.

Autor:

Stöhrer, Jörg

Mauerbrüche

Die Mauerbrüche dort lassen Fenster offen. Dahinter – Weltlandschaften. Wellenschlag lockt. Ich ahne dich – daß Du Gestalt annimmst!

Autor:

Schablewski, Frank

Mauersegler

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 29)
62 S., brosch., 3. Aufl. 2015

ISBN 978-3-89086-745-8

Frank Schablewski (geb. 1965) lebt in Düsseldorf. 2001 wurde er nach Israel eingeladen an einem Künstleraustausch teilzunehmen. Mehrere Monate bereiste er die Städte und Landschaften des Nahen Ostens, traf mit Künstlern und Intellektuellen des Landes zusammen. In dieser Zeit sind die Gedichte des Buches entstanden an den Nahtstellen von Okzident und Orient, von Wallfahrtsorten und Wüsten, Kibbuz und Tel Aviv.

Autor:

Schlögl, Hermann A.

Mögest du immer meinen Namen rufen

Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten
übersetzt und kommentiert von Hermann A. Schlögl
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 92)
114 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-403-7

Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten Ich atme den erfrischenden Odem, der aus deinem Munde kommt. Deine Schönheit schaue ich täglich. Mein Wunsch ist, deine liebliche Stimme im Nordwind zu hören, auf dass mein Leib jung werde mit Leben, aus Liebe zu dir. Reiche mir deine Hände, die deine Lebenskraft halten, damit ich sie empfange und durch sie lebe. Mögest du immer meinen Namen rufen, ohne dass er in deinem Mund erstirbt. Mein Herr Echnaton, du bist bei mir für immer und ewig, da du wie die Sonne (Aton) lebendig bist

Autor:

Neumann, Gerhard

Mögliches Gelände

Ausgewählte Gedichte 1956–1991
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 6)
112 S., fadengeh. Brosch., 2. Aufl. 2001

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-922-3

Die Ausgabe ergänzt die beiden frühen Bände – «Wind auf der Haut» 1956 und «Salziger Mond» 1958 – um Gedichte aus den folgenden Jahren bis in die Gegenwart.

Autor:

Ehrich, Margot

Nachts

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 54)
76 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-620-8

Autor:

Enders, Ria

nichts überstürzen

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 113)
144 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2017

ISBN 978-3-89086-345-0

und das Glück nicht tot zu sein kam als Wimpernschlag zur Tür herein   Notiz Am 20. Juni 2015 bin ich mittags in der Nähe meiner Wohnung auf dem Gehweg plötzlich gestürzt. Ich hatte das Bewusstsein verloren, sah mich aber schon bald auf dem Asphalt inmitten von blutigen Tüchern liegen. Freundliche Stimmen redeten beruhigend auf mich ein. Was war geschehen? Träumte ich? Ich hätte gern etwas gesagt, schnappte aber nur nach Luft. Meinen Namen kannte ich nicht. War das wirklich ich, die man im Unfallwagen durch die Stadt in verschiedene Krankenhäuser fuhr? Ich wollte nach Hause. In einem Krankenhauszimmer dämmerte ich weg, bis ich durch lange Gänge zu irritierenden Untersuchungen transportiert wurde. Nur mühsam begriff ich meinen Zustand. Gesicht und Stirn waren aufgeschlagen, Halswirbel angebrochen und einige Rückenwirbel zerstört. In einer langen Operation wurden zwei Metallstäbe aus Titan in meinen Rücken implantiert. Sie sollten die Wirbelsäule stabilisieren. Außerdem fixierte man zerborstene Wirbel mit Hilfe von Knochenzement und Schrauben. Die Schnittwunden tackerte man mit Stahlklammern. Vergebens suchten die Ärzte einen Grund für den Sturz. Viele Monate musste ich still liegen, damit die Wirbel wieder zusammenwachsen konnten. Ich war lange sprachlos. Nach und nach kamen jedoch die Wörter wieder zurück. Ich begann Buchstaben ins iPhone zu tippen. Das war ein Ausweg. Und so schrieb ich die «nichts überstürzen»-Gedichte nachts auf einer winzigen hellen Fläche, wenn an Schlaf nicht zu denken war.   Faust Kultur veröffentlichte am 20. April 2018 unter dem Titel «Aus tiefster Not» eine Rezension von Bernd Leukert. Signaturen, Forum für autonome Poesie, veröffentlichte unter dem Titel «Poetische Dokumente der Revolte gegen die Insuffizienz» eine Rezension von Timo Brandt.

Autor:

Hölzer, Max

Nigredo

Gedichte (1962)
Nachwort von Wieland Schmied
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 19)
72 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-852-3

An diesem Morgen war ich viel zu reich ich suchte dich jenseits der fliehenden Wolken Weide Gerten bis über die Brust Wie sollte dein niedergerungenes Lachen im Blau sich abbilden.

Autor:

Kiefer, Reinhard

nur die fenster im blick

Autor:

Albers, Bernhard

Poème collectif

Hrsg. Bernhard Albers
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 70)
56 S., brosch., 2009

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-512-6

Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet. Inhalt: Bernhard Albers Der Fall Eva Hesse Ingram Hartinger / Reinhard Kiefer Statt üblicher Nachrichten Frank Schablewski / Hans Weßlowski Dialog Sibylle Klefinghaus / Swantje Lichtenstein / Rosemarie Zens Eine Woche Wie es war Hüttenbuch Christoph Wenzel / Christoph Leisten und immer wieder dieses falsche erwachen Jörg Stöhrer / Friedemann Rosdücher Spiegelung Gerrit Wustmann engelbertstr., köln                  

Autor:

Atabay, Cyrus

Prosperos Tagebuch

Gedichte
Nachwort Lydia Girlinger
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 116)
126 S., Klappenbrosch., 2018

ISBN 978-3-89086-334-4

Autor:

Albers, Bernhard

Rimbaud in Luxor. Das Alte Ägypten im deutschen Gedicht

Eine kleine Anthologie
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 90)
62 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-395-5

Nil-Sein Im Lande Licht, im Lande Leer, Einödegebunden, Liegen sie verstreut umher, Die Sterne, die Stunden. Cheopsfriede, Nilblaues Sein, Zeitpyramide Aus Sonne und Stein. Immanuel Weißglas Die Autoren dieses Bandes sind Elisabeth Axmann Bertolt Brecht Johann Wolfgang von Goethe Reinhard Kiefer Oskar Loerke Hartwig Mauritz Robert Musil Rainer Maria Rilke Karl Schwedhelm Immanuel Weißglas Julia Weiteder-Varga

Autor:

Nick, Dagmar

Schattengespräche

Gedichte
(Gedichte Bd. 6)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 101)
80 S., Klappenbr., 2. Aufl. 2016

ISBN 978-3-89086-564-5

Dein Schatten Das Gewicht deines Schattens nimmt mit jedem Tag zu. Anfangs trug ich ihn schulterhoch, wie Rebekka den Krug, und sprach mit ihm, ungläubig, ob er mich hört. Aber inzwischen spüre ich ihn quergestreckt auf meinem niedergezwungenen Rücken so als wärst du es selbst. Und ich weiß nicht, ob du mich hörst.    

Autor:

Weiteder-Varga, Julia

Scherbennacht

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 40)
68 S., brosch., 2004

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-656-7

Erbe Ein Wort noch Dann kehren die Gedanken in sich zurück Im Kern wo der Anfang mit dem Ende kokettiert wo das Ende über den Anfang stolpert leben die Rätsel noch Ein Wort

Autor:

Basil, Otto

Schon sind wir Mund und Urne

Ausgewählte Gedichte
hrsg. von Christian Teissl
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 65)
96 S., fadengeh. Brosch., 2008

ISBN 978-3-89086-565-2

Seele des Sommers Eh die Nacht noch und ihr Volk in Scharen heilen Hauchs die Zäune überstiegen, soll der Wein im Schattenkrug versiegen, Gerten tränkend, die hineingefahren. Kühl im Beerenbusch. Und wir gewahren weit hinaus im Auseinanderbiegen, wo die raunenden Arenen liegen glüh’nd und dunkel, dürstend und agraren. Manchmal mit dem Donner der Geräte um die Erntewagen leise läuten wie im Orgelbrausen schwarze Messen, und durch Mohn und Meilenstein die Drähte golden blinkend nach den Städten deuten der Paläste mit metallnen Tressen.    

Autor:

Kiefer, Reinhard

schwärmerlatein oder küchenhebräisch

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 9)
96 S., brosch., 2000

ISBN 978-3-89086-781-6

   

Autor:

Daum, Ulrich

Spanischsprachige Lyrik aus sechs Jahrhunderten Teil I

Ausgewählt und übersetzt von Ulrich Daum
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 68)
90 S., brosch., 2. Aufl. 2018

ISBN 978-3-89086-555-3

Das Leben ein Traum Nur ein Traum ist das Leben, doch ein Fiebertraum, der ganz schnell vorbei ist; wenn man aus ihm erwacht, erkennt man, daß alles nur Schall und Rauch ist … Ach, wäre es doch ein langer, ein langer Traum und ein tiefer! Ein Traum, der bis zum Tode anhielte! … Ich träumte wohl von meiner und Deiner Liebe. Gustavo Adolfo Bécquer Eine Anthologie der so reichhaltigen Lyrik Spaniens und Lateinamerikas vorzulegen, ist vor allem deshalb ein schwieriges Unterfangen, weil die Kriterien für die Auswahl der Dichter und ihrer Werke nicht einfach festzulegen sind. Die hier vorgelegte Auswahl ist sicher nicht zu 100 % repräsentativ, aber doch insoweit, als sich behaupten läßt, daß die meisten der großen spanischsprachigen Lyriker der letzten sechs Jahrhunderte zu Wort kommen. Für die Auswahl war es von Belang, wie groß der Einfluß der Dichter auf andere war, ob sie die Dichtung ihrer Zeit gut widergespiegelt haben, ob sie in ihrer Zeit bekannt waren oder es noch sind, und – ob ihre Werke dem, der ausgewählt hat, gefallen. Marqués de Santillana (1398–1458) Antón de Montoró (ca. 1404 – ca. 1480) Juan de Mena (1411–1456) Luis de Góngora (1561–1627) Lope Félix de Vega Carpio (1562–1635) Francisco Gómez de Quevedo y Villegas (1580–1645) Esteban Manuel de Villegas (1589–1669) Pedro Cálderón de la Barca (1600–1681) Juan de Iriarte (1702–1771) José de Cadalso (1741–1782) Félix María Samaniego (1745–1801) Juan Meléndez Valdés (1754–1817) Manuel José Quintana (1772–1857) Ángel Saavedra Duque de Rivas (1791–1865) José de Espronceda (1808–1842) Gustavo Adolfo Bécquer (1836–1870) Domingo Rivero (1862–1929) Miguel de Unamuno (1864–1936)                    

Autor:

Daum, Ulrich

Spanischsprachige Lyrik aus sechs Jahrhunderten Teil II

Ausgewählt und übersetzt von Ulrich Daum
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 68)
90 S., brosch., 2. Aufl. 2018

ISBN 978-3-89086-555-3

Memento Wenn ich sterbe, begrabt mich mit meiner Gitarre unter dem Sand Wenn ich sterbe, zwischen den Orangenbäumen und den Kräutern. Wenn ich sterbe, begrabt mich, wenn ihr wollt, an einer Wetterfahne. Federico García Lorca Eine Anthologie der so reichhaltigen Lyrik Spaniens und Lateinamerikas vorzulegen, ist vor allem deshalb ein schwieriges Unterfangen, weil die Kriterien für die Auswahl der Dichter und ihrer Werke nicht einfach festzulegen sind. Die hier vorgelegte Auswahl ist sicher nicht zu 100 % repräsentativ, aber doch insoweit, als sich behaupten läßt, daß die meisten der großen spanischsprachigen Lyriker der letzten sechs Jahrhunderte zu Wort kommen. Für die Auswahl war es von Belang, wie groß der Einfluß der Dichter auf andere war, ob sie die Dichtung ihrer Zeit gut widergespiegelt haben, ob sie in ihrer Zeit bekannt waren oder es noch sind, und – ob ihre Werke dem, der ausgewählt hat, gefallen. Spanische Lyrik: Antonio Machado (1875–1939) Juan Ramón Jiménez (1881–1958) Fernando Villalón (1881–1990) Ramón Pérez de Ayala (1881–1962) José del Río Sainz (1884–1964) Pedro Salinas (1891–1951) Jorge Guillén (1893–1984) Gerardo Diego (1896–1987) José María Pemán (1897–1981) Vicente Aleixandre (1898–1984) Dámaso Alonso (1898–1990) Federico García Lorca (1898–1936) Emilio Prados (1899–1962) Rafael Alberti (1902–1999) José María Hinojosa (1904–1936) José Hierro (1922–2002) Anonymus Lateinamerikanische Lyrik: Rubén Darío (Nicaragua, 1876–1916) Óscar Hahn (Chile, geb. 1938) Gabriela Mistral (Peru, 1893–1938) César Vallejo (Peru, 1893–1938) Jorge Luis Borges (Argentinien, 1899–1986) Francisco Luis Bernárdez (Argentinien, 1900–1978) José Gorostiza (Mexiko, 1891–1973) Javier Villaurrutia (Mexiko, 1903–1950) Pablo Neruda (Chile, 1904–1973) Eduardo Carranza (Kolumbien, 1913–1985) Nicanor Parra (Chile, geb. 1914) Octavio Paz (Mexiko, 1914–1998) Ernesto Cardenal (Nicaragua, geb. 1925) Leopoldo Chariarse (Peru, geb. 1928) María Elena Walsh (Argentinien, geb. 1930) Autorenregister der Teilbände I und II        

Autor:

Axmann, Elisabeth

Spiegelufer

Gedichte 1968–2004
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 22)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 36)
96 S., brosch., 2. Auflage 2017

ISBN 978-3-89086-678-9

Autor:

Neumann, Gerhard

Splittergelächter

Lyrik und Prosa
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 52)
76 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-632-1

Stosslüfter Stündlich in Fünfminutentakten der Aufbruch frierenden Himmels: seine Trecks schleudern Graupeln gegen die Stirn, Armeen, von Mirnicht erwartet, ihm, der vergeblich den Zuruf gewählt: das Splittergelächter. Keinmehr auch lässt er sich rufen.

Autor:

Wittner, Victor

Sprung auf die Straße

Gedichte
Hrsg. und Nachwort von Armin Eidherr
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 90)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 118)
86 S., brosch., 2018

ISBN 978-3-89086-331-3

Winterlied Es schneit, es schneit! Der Schnee weht weit und legt sich lang. Im Flockenschwang, im Schlittenklang verschwingt der Drang, verklingt das Leid. Weiß wird die Zeit, der Überschwang Verschwiegenheit. Der Lärm, das Leid ist schnell beschneit, der Schnee, der Schnee verweht das Weh.  

Autor:

Rübner, Tuvia

Stein will fließen

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 5)
92 S., brosch., 1999

 

ISBN 978-3-89086-791-5

Autor:

Sachs, Nelly

Teile dich Nacht

Die letzten Gedichte
Hrsg. Margaretha und Bengt Holmqvist
Nachwort Michael Braun
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 115)
94 S., brosch., 2018

ISBN 978-3-89086-339-9

Nach dem Gedichtzyklus «Die Suchende», der im Spätherbst 1966 erschien, hat Nelly Sachs kein Buch mehr veröffentlicht. Zwar blieb sie literarisch tätig bis zum endgültigen Versagen ihrer physischen Kräfte. Dramatische Projekte beschäftigten sie fast ununterbrochen. Die lyrische Produktivität war, wie früher, mehr intermittierend; 1968 schrieb sie wieder mehrere Gedichte, zur Zusammenstellung eines Gedichtbandes kam es aber nicht.

Autor:

Arendt, Erich

Trug doch die Nacht den Albatros

Gedichte 1931–1950
Nachwort von Bernhard Albers
(Sämtliche Gedichte Bd. 1)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 84)
140 S., brosch., 2013

ISBN 978-3-89086-698-7

Markt in Tetuan Still hält die Zeit. Nun singt der Traum von tausend Jahren. Mit grünen Gittern ist dein Leben überdacht. Und ewig stehn Kabylen lächelnd vor Basaren und streichen durch das weiche Fell der Bärte sacht. Der schmalen Straßen blauer Schatten fließt und rinnt. Burnusse schweben leicht und wehen wie zu Feiern. Stumm schreiten Greise Hand in Hand. Aus Schleiern glühn schwarze Sterne auf, die voll Verlangen sind. Du bist entrückt… Vor Mauern rauscht die Ewigkeit. Gelassen taucht am Markt die Wüstenhand ins Korn und läßt es träumend leise niederfließen. Der Mond schwebt weiß. Von Sternentüchern überspannt, summt noch der Markt. Die Augen sehn durch Mauern weit, während die Hände reifes Gold zur Erde gießen.   Während der Zyklus «Tolú» bereits seit vielen Jahren in einer eigenständigen Publikation des Rimbaud Verlages vorliegt, vereinigt die vorliegende Ausgabe alle übrigen Abteilungen des 1951 unter dem Titel «Trug doch die Nacht den Albatros» erschienenen, bedeutenden Gedichtbandes von Erich Arendt.

Autor:

Kopf, Joseph

verwundetes der sprache

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 3)
88 S., brosch., 1999

ISBN 978-3-89086-790-8

  Die späten Gedichte bezeugen in kargen Bildern die Schönheit einer kristallenen Wintersprache. Durch die Verleihung des Johann-Peter-Hebel-Preises im Jahre 1973 fand Kopfs lyrisches Schaffen zum ersten Mal breitere Anerkennung.

Autor:

SAID

vom wort zum haus

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 119)
104 S., Klappenbrosch., 2018

ISBN 978-3-89086-327-6

«mein auge / ein pilger außerhalb der zeit / widersteht dem fluß der tage / dem licht / und seinen brechungen» – so schließt eines der in diesem Band versammelten Gedichte von SAID. Die Skepsis, die sich in diesen Versen andeutet, hat ein doppeltes Fundament. Sie fußt einerseits auf der jahrzehntelangen Exil-Erfahrung ihres Autors und dem damit verbundenen Verlust ursprünglicher Heimat, andererseits aber nicht minder auf dessen tiefgreifender Verinnerlichung der Traditionen literarischer Moderne. Vor diesem Hintergrund entfaltet diese Dichtung eine originäre Modernität, ohne sich an die Allüren des Zeitgeistes zu verlieren. Gewiss ist die erzwungene Heimatlosigkeit – wie auch bei anderen wichtigen Dichtungen seit dem Aufkeimen der Totalitarismen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – eine prägende Voraussetzung dieser Poeme. Dass ihnen aber jede Larmoyanz und Sentimentalität fehlt, verdankt sich der genauen, fast meditativen Öffnung dieses Dichters für all das, was sich dem poetischen Auge darbietet. In konzentrierten, lakonischen und zugleich hochkomplexen Gedichten, die untereinander ein vielfältiges Netz von Anspielungen aufweisen, entstehen poetische Bilder, die die Wirklichkeit überraschend neu sehen lassen – nicht nur die Wirklichkeit des Exilanten zwischen Orient und Okzident, sondern, mehr noch, die unserer eigenen Welt mit all ihren Rissen und Brüchen. Freilich gelingt dies, weil diese Dichtung nicht urteilt. In seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedrich-Rückert-Preises 2016 hat SAID sein poetisches Programm unter Bezugnahme auf Rückert umrissen: «keine vergleiche, keine bewertung. nur verstehen, um die schönheit zu finden, die die menschen verbindet.» Die Gedichte von SAID gleichen Pilgerfahrten auf der Suche nach Heimstatt. Gegen die Zurichtungsformen der menschlichen Vernunft setzt SAID das freischwebende Wort. Dabei erweisen sich Bewegung und das Bewegende als Grundkonstituenten, die der klirrenden Statik herrschender Rationalitätsmechanismen entgegenzusetzen sind. Sympathie zeigen diese Gedichte für alles Randständige und Ausgegrenzte, für die unverstellte Kreatur, für alles, was sich den oberflächlichen Verfestigungen widersetzt. Und an diesen Rändern kann selbst das Metaphysische aufscheinen, als eine denkbare Wohnstatt für den Menschen. Anlässlich eines Interviews mit dem «ZEIT-Magazin» hat SAID einmal betont, seine eigentliche Heimstatt sei die deutsche Sprache. In seinen hier versammelten Gedichten wird die Sprache tatsächlich «vom wort zum haus».

Christoph Leisten
   

Autor:

Kittner, Alfred

Wahrheitsspiel

Gedichte 1945–1991
(Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 27)
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 38)
96 S., brosch., 2005

ISBN 978-3-89086-666-6

Autor:

Mauritz, Hartwig

wälder kommen auf uns zu

Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 112)
1 Abb., 68 S., fadengeh. Klappenbrosch., 2017

ISBN 978-3-89086-350-4

großvater flieht großvater flieht über die flimmerschwelle im böhmischen dorf sieht er immer die landschaft schweben über den nebeln die familie auf porzellan gemalt, die sonntage bewacht, hinter den wänden mutter und vater im gebet bei tisch in zungen reden. schon wird der grenzstrich bewegung. seine schritte setzen geräusche, über gräben bewacht er die grenze die ihn nicht zurückholen kann.

Autor:

Weßlowski, Hans

Was außen wie innen war

Autor:

Weßlowski, Hans , Ehrich, Margot , Schau, Sebastian , Weiteder-Varga, Julia ,

Weg der Steinmalven. Poème collectif II

Poème collectif II
Hrsg. Sebastian Schau
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 83)
120 S., brosch., 2. Aufl. 2014

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-429-7

Sebastian Schau Margot Ehrich Julia Weiteder-Varga Hans Weßlowski   der tod starb als er dich sah wurde er ein mensch sei still ganz still ich erzähle dir von ihm als ich wurde wie er nachts sitzt er auf seinem grab und lauscht ob jemand etwas sagt Margot Ehrich Rainer Maria Gerhardt hat zum ersten Mal in seiner Zeitschrift «fragmente» das Poème collectif erprobt. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

Autor:

Nick, Dagmar

Wegmarken

Ausgewählte Gedichte
Mit einem Gesamtverzeichnis der Gedichte von Dagmar Nick
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 10)
92 S., brosch., 2. Aufl. 2003

ISBN 978-3-89086-760-1

Autor:

U Tam’si, Tchicaya

Welch böses Blut

Ausgewählte Gedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 12)
84 S., brosch., 2000

ISBN 978-3-89086-761-8

Autor:

Ehrich, Margot

wieder hebe ich deinen blick auf

Liebesgedichte
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 86)
88 S., brosch., 2014

Bei uns vergriffen! Out of Print! Epuisé!

ISBN 978-3-89086-411-2

wieder hebe ich deinen blick auf worte im haar nimmt die erde die blumen zurück auch sie wird ertrinken

Autor:

Trakl, Georg

Winkel am Wald

Ausgewählte Gedichte
Hrsg. und Nachwort Reinhard Kiefer
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 98)
brosch., ersch. Frühjahr 2020

ISBN 978-3-89086-384-9

Autor:

Detering, Heinrich

Zeichensprache

Frühe Gedichte 1977–1987
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 106)
82 S., brosch., 2016

ISBN 978-3-89086-398-6

Würzburg, Lusamgärtlein, Walthers Grab Hier ist einer, den kennen wir nicht. Keiner von uns. Unsere Füße rühren an seinen Staub, und die Sperlinge pudern darin ihr Gefieder, bevor sie fortfliegen, über den Stein hinweg. Wer hätte ihnen Körner gestreut, im Auftrag dessen, den wir nicht kennen? Das Licht sättigt sie nicht, das aus dem Sommer­himmel herabfällt, herab von der Kuppel des Münsters, herab aus dem Laubwerk. Unsere Bilder sättigen sie nicht, die wir hier aufstehen lassen und wandeln. Aber der Wink dessen, der thront in den Rundbögen über dem Grab, weidet auch sie.

Autor:

Arendt, Erich

Zeitsaum

Gedichte (1978)
(Sämtliche Gedichte Bd. 9)
hrsg. von Gerhard Wolf
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 20)
112 S., brosch., 2008

ISBN 978-3-89086-695-6

Augenblicksblind du liegst unterm Schafott: Die gläsernen Handschuh! Das Nickel! Blutätherisch du liegst und die Weltnadel tickt Unterwasserlichtig am Zeitsaum du erreichst dich nicht mehr, die Tiefe ist außen … weltnadelfern

Autor:

Weßlowski, Hans

Zuende bringen

Ausgewählte Gedichte
Hrsg. Sebastian Schau
(Lyrik-Taschenbuch Nr. 88)
68 S., brosch., 2014

ISBN 978-3-89086-409-9

Wenn in den Ecken der Wohnung die Nacht sitzt, ein großes irres Kind in den Raum grinst, und das Wort Draußenangst spricht, wie der Gehvogel, im zweiten Stock, durch die Zimmer spazieren geht, laut aufschreit und lacht, als säße der große Spaß im Ohrensessel. Vielleicht kommt dann der Dünne zum Staubessen, wenn draußen das Autolicht angeht – denn im Licht sieht man den Staub… – 1996 –

Autor:

Neumann, Peter Horst

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