Autoren

Albers, Bernhard

 

 

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Anders, Richard

(1928, Orteslburg –2012, Berlin)

 

Über Richard Anders

Richard Anders, wurde 1928 in Ostpreußen geboren.  Er studierte Germanistik und Geographie. Längere Aufenthalte in Griechenland und Jugoslawien. Übersetzungstätigkeit aus dem Englischen und Französischen. Lebte seit 1970 in Berlin.

 

 

 

 

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Arendt, Erich

(1903, Neuruppin – 1984, Wilhelmshorst)

 

Über  Erich Arendt

Erich Arendt wurde 1903 in Neuruppin geboren. Nach 1933 führte ihn das Exil zunächst in die Schweiz, später nach Spanien, Frankreich und Kolumbien. Im Sommer 1950 kehrte er nach Europa zurück und ließ sich in der DDR nieder. 1984 starb er in Wilhelmshorst.

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Atabay, Cyrus

(1929, Teheran- 1996, München)

 

Über Cyrus Atabay

Cyrus Atabay, geboren 1929 in Teheran, Schulzeit 1937–45 in Berlin, Studium der Literaturwissenschaft in München. Lebte abwechselnd in Europa und im Iran. Seit der iranischen Revolution 1978 lebte er zunächst in London, seit 1983 in München. Atabay schrieb ausschließlich in deutscher Sprache. Er erhielt 1957 den Hugo-Jacobi-Preis, 1960 den Berliner Förderpreis für Literatur und 1984 den Literatur-Preis der Stiftung zur Förderung des Schrifttums. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Atabay starb 1996.

 

 

 

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Ausländer, Rose

(1901, Czernowitz – 1988, Düsseldorf)

 

Über Rose Ausländer

Die deutsch-jüdische Dichterin Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz geboren, im damaligen österreichischen Kronland Bukowina. Beginnend mit dem Ersten Weltkrieg wurde die Bukowina zum Spielball der Interessen umliegender Staaten. Damit einhergehende Wirren haben der multiethnischen und vielsprachigen Universitätsstadt Czernowitz stark zugesetzt. Zum alten Glanz in der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie fand man nie wieder zurück.

Bereits mit 20 Jahren musste die Dichterin ihre Heimat verlassen, weil die Mutter die Familie nach dem Tod des Vaters nicht mehr ernähren konnte. Die Tochter wanderte in die USA aus, pendelte aber wiederholt zwischen Amerika und Europa. Im Zweiten Weltkrieg stand sie der alten Mutter in Czernowitz bei und entging nur knapp dem nationalsozialistischen Terror. Erzwungener­maßen wurde die Dichterin zur Nomadin und pendelte zwischen Czernowitz, Wien, Bukarest, New York und Düsseldorf. Sie schuf in 70 Jahren ein lyrisches Meister­werk und prägte die deutsche Poesie des 20. Jahrhunderts nachhaltig.

Rose Ausländer starb 1988 in Düsseldorf.

 

 

 

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Axmann, Elisabeth

(1926, Sereth – 2015, Köln)

 

Über  Elisabeth Axmann

Elisabeth Axmann, geboren 1926 in Sereth, verbrachte ihre Kindheit in der Bukowina, der Moldau und Siebenbürgen. 1944–1946 Flucht, Aufenthalte und verschiedene Tätigkeiten in Rumänien. 1946/47 Abitur, 1947 Studium in Klausenburg. 1954 Heirat und Umzug nach Bukarest, dort bis 1970 Kulturredakteurin bei «Neuer Weg». 1970 Lektorin des Kriterion Verlages. 1972 Redakteurin bei «Neue Literatur». Zahlreiche Übersetzungen. 1977 Flucht aus Rumänien. Seit 1978 hauptsächlich Kunst- und Literaturkritik in rumänischer Sprache. Elisabeth Axmann starb 2015 in Köln.

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Bachmann, Guido

(1940, Luzern – 2003, St. Gallen)

 

Über Guido Bachmann

Guido Bachmann, geboren am 28. Januar 1940 in Luzern, starb am 19. Oktober 2003 in St. Gallen.
Jürgen Buchmann, geb. 1945 in Obernkirchen/Schaumburg-Lippe, aufgewachsen in Lüneburg. 1974 Promotion in Klassischer Philologie und Philosophie in Konstanz, von 1975 bis 2005 Lehrender an der Universität Bielefeld. Lebt seit 2006 als freier Schriftsteller in Werther/Westfalen. Poetische Prosa, Übersetzungen und Essayistik.

 

 

 

 

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Bandel, Jan-Frederik

 

 

 

 

 

 

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Barth, Emil

(1900, Haan – 1958 Düsseldorf)

 

Über  Emil Barth

Emil Barth, geboren am 6. Juli 1900 in Haan (Bergisches Land), starb am 14. Juli 1958 in Düsseldorf. Nach einer buchgraphischen Lehre begann er seine Tätigkeit als freier Schriftsteller.

Barth war Mitbegründer der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Mitglied des PEN und Träger des Großen Kunstpreises des Landes Nordrhein-Westfalen für Literatur (1953). Außerdem erhielt er den Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf (1948), die Ehrengabe der Thomas Mann Stiftung, den Bayrischen Literaturpreis (beide 1956), sowie die Ehrengabe der Hermann-Hesse-Stiftung (1957).

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Basil, Otto

(1901, Wien – 1983, Wien)

 

Über Otto Basil

Otto Basil, 1901 in Wien geboren, starb 1983 in seiner Geburtsstadt.
Seine ersten Gedichte veröffentlichte er mit 18 Jahren, seine frühe erzählende Prosa gilt allgemein als verschollen. Die NS-Zeit verbrachte er, mit Publikationsverbot belegt, in der Inneren Emigration. Unmittelbar nach der Befreiung vom Nationalsozialismus gab er die kurzlebige, doch bedeutende Kulturzeitschrift «Plan» heraus, die Ausgangspunkt einer ganzen Generation österreichischer Schriftsteller war.
Bekannt geworden vor allem als Theater- und Literaturkritiker, durch seine Trakl- und Nestroy-Monographien und durch seinen satirischen Roman «Wenn das der Führer wüßte» (1966), geriet Basil als Lyriker rasch in Vergessenheit. Der vorliegende Band macht sein lyrisches Werk in einer repräsentativen Auswahl wieder zugänglich.

 

 

 

 

 

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Batberger, Reinhold

(1946, Würzburg)

 

Über  Reinhold Batberger

Reinhold Batberger, geboren 1946, lebt als freier Schriftsteller seit 1980 in Frankfurt am Main. Bekannt wurde er durch seine Erzählungen, Hörspiele und die Bücher im Suhrkamp Verlag: Auge (Roman); Beo (Erzählung); Skalp (Prosa); Drei Elephanten (Erzählungen); Herz der Finsternis (Übersetzung des Romans von Joseph Conrad); Buster, Bestie (Ein Stück); Pirckheimers Fall (Prosa); Blutvergiftung (Erzählungen) und Der Jahrhundertjongleur Francis Brunn (Roman). Im Rimbaud Verlag erschien Das elfte Jahr (Roman).

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Behnisch, Franz Joachim

(1920, Berlin – 1983, Erlangen)

 

Über Franz Joachim Behnisch

Franz Joachim Behnisch (1920–1983), geboren und aufgewachsen in Berlin. Krieg, russische Gefangenschaft bis Ende 1948, Studium in München, Promotion in Würzburg. Er lebte, lehrte als Germanist und Historiker, und schrieb in seiner (ihm vom Schicksal zugedachten) Wahlheimat Weiden in der Oberpfalz.

 

 

 

 

 

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Bekker, Paul

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Bender, Hans

(1919, Mühlhausen – 2015, Köln)

 

Über  Hans Bender

Hans Bender, 1919 in Mühlhausen/Kraichgau geboren, lebte seit 1959 in Köln. Nach der Kriegsgefangenschaft Fortsetzung des Studiums der Literatur- und Kunstgeschichte in Heidelberg, Herausgeber der Literaturzeitschriften Konturen und Akzente sowie zahlreicher Anthologien. Veröffentlichte Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen, zwei Romane und Aufzeichnungen, Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Kulturpreis Köln 2000 sowie Ehrengabe 2006 der Deutschen Schillerstiftung von 1859, Weimar. Hans Bender starb 2015.

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Bergel, Hans

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Berkes, Ulrich

 

 

 

 

 

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Bernède, Arthur

 

 

 

 

 

 

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Bertók, László

(1935, Vése)

 

Über László Bertók

László Bertók wurde 1935 in der Gemeinde Vése/Ungarn geboren. Seine ersten, im Gymnasialalter geschriebenen Gedichte hat die Pécser (Fünfkirchener) Literaturzeitschrift Dunántúl 1953 veröffentlicht. Bezichtigt, in seinen Gedichten gegen die Staatsordnung aufgehetzt zu haben, wurde er 1955 zu achtmonatiger Haft verurteilt. Anschließend war er Bauer, Tagelöhner und arbeitete von 1959 an in einer Bibliothek. 1963 erwarb er sich in Pécs ein Lehrer- und 1973 ein Bibliothekardiplom in Budapest. Seit 1965 lebt er in Pécs. Seit 1975 ist er Redaktionsmitarbeiter der Literaturzeitschrift Jelenkor, und seit 1999 ihr leitender Mitarbeiter.

 

 

 

 

 

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Bertram, Ernst

(1884, Elberfeld – 1957, Köln)

 

Über Ernst Bertram

Ernst Bertram (1884–1957) ist nur noch bekannt als Verfasser eines Nietzsche-Buches, das in den zwanziger Jahren großes Aufsehen erregte. Doch Bertram ist auch Urheber eines umfangreichen literarischen Werkes.

 

 

 

 

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Betz, Albrecht

Über Albrecht Betz:

Albrecht Betz ist Professor an der RWTH Aachen und lehrt zugleich an der Universität Paris. Er arbeitet vor allem über deutsche und französische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die französische Übersetzung von «Exil und Engagement. Deutsche Schriftsteller im Frankreich der dreißiger Jahre» wurde 1991 in Paris mit dem «Prix de l’Assemblée Nationale» ausgezeichnet.

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Blum, Klara

(1904, Czernowitz – 1971, Guangzhou, China)

 

Über Klara Blum

Geboren wurde Klara Blum in Czernowitz als Tochter jüdischer Eltern. Mit dem Gedicht «Ballade vom Gehorsam» gewann sie den Literaturpreis der «Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller». In Moskau lernte sie den chinesischen Kommunisten und Theaterregisseur Zhu Xiangcheng kennen, verliebte sich in ihn und verbrachte vier glückliche Monate mit ihm. Dann verschwand er spurlos und für immer. Um ihn zu finden, fuhr sie um die halbe Welt, ging nach Shanghai, seiner Heimatstadt.

In ihrer Lyrik werden verschiedene Epochen reflektiert: das galizische Schtetl mit seinen Märchen und Mythen, das Rote Wien der 20er und beginnenden 30er Jahre, Moskau vor, in und nach dem Zweiten Weltkrieg, die kommunistische Machtübernahme in China.

Klara Blum änderte nicht nur häufig ihre Wohnorte, sondern auch mehrmals ihre Staatszugehörigkeit. Doch an ihrer jüdischen Identität hat sie immer festgehalten, wenn auch die Zeitströmungen sie in verschiedene Richtungen trieben: «Ich bin nicht heimatlos. Ich bin zuhaus / In Ost und West, in jeder Judengasse.»

 

 

 

 

 

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Breton, André

(1896, Tinchebray – 1966, Paris)

 

Über André Breton

Wenn man über André Breton spricht, hat man vor allem den Begründer des Surrealismus vor Augen, den Mann, der einer Gemeinschaft von Dichtern und bildenden Künstlern seine Forderungen nach Strenge nahegebracht hat. So berechtigt eine solche Sichtweise auch ist, sie läuft Gefahr, zu Fehleinschätzungen seiner Person und seines Werks zu führen; wer sie vertritt, setzt den Surrealismus mit einer literarischen Schule gleich, obwohl er doch eine mit der Überzeugung einer revolutionären politischen Partei ins Leben gerufene poetische Partei war, und macht Breton zum bloßen Initiator einer Avantgardebewegung, während er in Wirklichkeit einen Typus von Schriftsteller verkörpert, wie ihn aufmüpfige junge Intellektuelle suchen, aber nur selten finden: den Anti-Vater.

Sarane Alexandrian

 

 

 

 

 

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Breuer, Dieter

(1938, Eylau)

Über Dieter Breuer

Dieter Breuer wurde 1938 in Preußisch Eylau geboren und promovierte 1968 mit seiner Arbeit „Der ‚Philotheus‘ des Laurentius von Schnüffis. Zum Typus des geistlichen Romans im 17. Jahrhundert“ an der Universität Mainz. 1978 habilitierte er mit seiner Arbeit „Oberdeutsche Literatur 1565-1650. Deutsche Literaturgeschichte und Territorialgeschichte in frühabsolutistischer Zeit“. Bis zu seiner Emeritierung 2003 war er Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der RWTH Aachen.

Quelle:  literaturkritik.de

 

 

 

 

 

 

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Britting, Georg

(1891, Regensburg – 1964, München)

 

Über Georg Britting

Georg Britting wurde 1891 in Regensburg geboren. Er studierte in Weihenstephan. 1914 zog er als Freiwilliger in den Krieg, danach zog er nach München und arbeitete als Schriftsteller. Er gab «Die Sichel» heraus, eine Zeitschrift für Dichtung und Grafik. Schrieb Dramen, einen Roman und zahlreiche Erzählungen und Gedichte. 1953 Immermann-Preis, 1959 Bundesverdienstkreuz, 1961 Großer Preis von Nordrhein-Westfalen. In seinen Werken stehen Naturimpressionen teils unwirklichen oder erschreckenden Handlungen gegenüber. Britting starb 1964 in München.

 

 

 

 

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Bronnen, Arnolt

(1895, Wien – 1959, Berlin)

 

Über Arnolt Bronnen

Arnolt Bronnen (1895 in Wien geboren und 1959 in Berlin gestorben) war mit seinem Stück Vatermord, das 1920 als Buch erschien und 1922 in Frankfurt uraufgeführt wurde, einer der erfolgreichsten deutschen Dramatiker nach dem Ersten Weltkrieg.

 

 

 

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Buck, Theo

(1930, Tübingen – 2019)

 

Über Theo Buck

Theo Buck, Jahrgang 1930, war Universitätsprofessor an der RWTH Aachen. Er arbeitet vor allem über Goethe, Büchner, die Literatur der Weimarer Republik, Celan, Johnson und Schädlich.

 

 

 

 

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Burg, Josef

(1912, Wischnitz – 2009, Wischnitz)

 

Über Josef Burg

Josef Burg, geboren 1912 in Wischnitz/Bukowina, starb 2009 in seiner Heimatstadt. Er trat schon früh mit seinen in jiddischer Sprache verfassten Erzählungen hervor. Burgs Figuren bevölkern das weite aufgerissene Land zwischen Wien im Westen und Baby Yar im Osten, zwischen Vilnius im Norden und Bukarest im Süden, das Gebiet, in dem einst über zehn Millionen Menschen Jiddisch gesprochen haben. Seine Erzählungen geben auch angesichts des Verhängnisses den Kampf um Spielräume menschlicher Entscheidungsmöglichkeiten, um Nischen der Verständigung, so wenig auf, wie Burg selbst seine Muttersprache, in all ihrer Plastizität und zupackenden Konkretheit, aufzugeben bereit ist.

Armin Eidherr

 

 

 

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Butor, Michel

 

 

 

 

 

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Cacciaguerra, Perla

(1926, Florenz)

 

Über Perla Cacciaguerra

Perla Cacciaguerra ist in Florenz geboren. Ihr Vater stammt aus der Emilia-Romagna, ihre Mutter war Amerikanerin, die Tochter von William Morgan-Schuster deutscher Abstammung, der bekannt geworden war durch seine Rettung der iranischen Finanzen für die USA im Jahre 1911, und der darüber ein Buch mit dem Titel «The Strangling of Perse» schrieb.

Nach dem Krieg arbeitete sie für den Minister Rodolfo Siviero in Florenz, dessen Aufgabe es war, Kunstschätze, die als Beutegut nach Deutschland geschafft worden waren, in ihr Land zurückzuführen. Später in Rom arbeitete sie für die Fulbright Foundation und schließlich ein Jahr für die UNO in Genf.

Sie hat früh zu schreiben begonnen, ihr Kriegstagebuch stammt aus den Jahren 1943–1945 (ibiscos Editore). Danach wendet sie sich der Poesie zu. Zwischen 1951 und 2000 erscheinen zahlreiche Gedichtsammlungen, Prosabände und ein Theaterstück, die mit diversen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden. Sie hat auch aus dem Amerikanischen übersetzt: für Mondadori die «Antologia di poeti negri d’America», in Zusammenarbeit mit Leone Piccioni, «Per amore» von Robert Creeley und «La scuola di New York»; für Guanda die Gedichte von Jude Stefan und für den «Almanacco dello specchio» einige Gedichte von Philip Larkin. Für die RAI hat sie mehrere Hörspiele geschrieben. 1996 wurden an der East Carolina University vier Kompositionen von Brett Watson nach Texten von Perla Cacciaguerra uraufgeführt.

Sie lebt auf dem väterlichen Besitz, der Fattoria della Contea di Cesa. Das Landgut mit Namen «Campus fugianus» wurde von Karl dem Großen im Jahr 843 an die Erzbischöfe von Arezzo geschenkt.

 

 

 

 

 

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Canetti, Elias

 

 

 

 

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Chariarse, Leopoldo

(1928, Peru)

 

Über  Leopoldo Chariarse

Leopoldo Chariarse wurde 1928 in Peru geboren. Er studierte in Lima Ethnologie und Literatur und an der Sorbonne Musikwissenschaft, an den Konservatorien Lima und Köln Harfe, Laute und Gitarre. Auf Indien-Reisen kam er mit Yoga und Praktiken der Meditation in Berührung. Heute leitet er in Düsseldorf ein kulturübergreifendes Institut, die Gesellschaft für Geisteswissenschaftliche Fortbildung, die sich mit indischen und fernöstlichen Traditionen befaßt, aber auch Konzerte mit Musik aus asiatischen und südamerikanischen Ländern veranstaltet.

 

1952 veröffentlichte er «Los ríos de la noche» (Die Flüsse der Nacht). Danach wurde er führendes Mitglied der «50er Generation». Es folgte «La cena en el jardín» (Das Abendessen im Garten, 1975). Im Jahre 1988 erschien als spanisch-deutscher Paralleltext «Margen de la nostalgia» (Ufer der Sehnsucht), 1998 wurden die «Elegías» veröffentlicht, 1999 «Los sonetos» und 2000 «Solsticio» (Sonnenwende). Chariarse zeigt sich als vielseitiger Lyriker: er beherrscht zum einen klassische Formen wie das Sonett, zum andern schwelgt er in freier Lyrik unter Verzicht auf Satzzeichen, so daß der Leser angesichts der dadurch entstehenden Mehrdeutigkeit hin- und hergerissen ist. Bald aber überträgt sich die Seelenruhe, die das gesamte Werk durchzieht, auf den Leser. Und es ist diese innere Ruhe, mit der der Dichter Gedanken auszudrücken vermag, wie dies nur in lyrischer Kodierung gelingt. Kennzeichnend für sein Werk ist auch die Musikalität, die sich unter anderem in der Praxis des Einrückens zeigt, wo er durch musikalische Stilmittel wie Zäsuren und Kadenzen bestimmte Satzteile hervorheben kann. Obwohl er viele Reisen unternahm und zahllose Eindrücke aufnehmen konnte, zeigt sein Schaffen Kontinuität, Geradlinigkeit und Zielstrebigkeit. Sehnsucht und Elegie sind Merkmale, die sein Werk prägen. Das Sehnsuchtsmotiv tritt besonders in dem 2007 verfaßten Gedicht «Mis trapecios inmóviles» (Meine unbeweglichen Trapeze) zutage, inspiriert von seiner Liebe zum Zirkus, der ihn als Jugendlichen so begeisterte.

                                                                                           Ulrich Daum

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Corbea-Hoisie, Andrei

 

 

 

 

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Corbière, Tristan

(1845–1875)

 

Über Tristan Corbière

Corbière galt als literarischer Geheimtyp symbolistisch beeinflußter Literaten wie etwa Catulle Mendès. Stärkeren Einfluß erlangt er zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei André Salman (Les Féeries, 1907), P.-J. Toulet und Jean Pellerin. T.S. Eliot und Ezra Pound schließlich rechnen ihn zu den Großen.
Eine Corbière-Renaissance auf breiter Basis beginnt mit André Breton, der ihn zu den Vorläufern des Surrealismus zählt, in seinem Werk zum ersten Mal die «écriture automatique» verwirklicht sieht. 1942 gibt Yves Gérard Le Dantec «Les Amours jaunes» heraus, 1970 erscheinen sie in der Bibliothèque de la Pléiade; damit ist Corbière in den Kreis der «Höhenkammliteraten» aufgenommen.

Neben Lautréamont und Rimbaud ist Corbière einer der großen Anreger des Surrealismus.

 

 

 

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Czara-Rosenkranz, Dusza

(1899, Berhomet – 1971, Polen)

 

Über Dusza Czara-Rosenkranz

Dusza Czara-Rosenkranz’ Biographie liegt weitgehend im Dunkel und ist dermaßen überschattet, dass nur wenig Erhellendes bzw. Greifbares verfügbar ist. Was man weiß ist, dass Dusza Czara Rosenkranz als älteste Schwester von Moses Rosenkranz 1899 in dem nordbukowinischen Ort Berhomet geboren wurde. Über ihre Schulbildung, berufliche Tätigkeit, Lebensumstände und Aufenthaltsorte ist nichts bekannt.
Nach dem Krieg übersiedelte Dusza Czara-Rosenkranz mit ihrem Mann nach Polen, wo sie im Jahre 1971 verstarb.

 

 

 

 

 

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Daum, Ulrich

 

 

 

 

 

 

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Desbordes-Valmore, Marceline

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Detering, Heinrich

(1959, Neumünster)

 

Über  Heinrich Detering

Heinrich Detering ist Literaturwissenschaftler an der Universität Göttingen. Er veröffentlichte Studien u. a. über Brecht und Laotse, Andersen, Nietzsche, Thomas Mann, Bob Dylan. 2004 erschien sein Gedichtband Schwebstoffe, 2009 folgte der Band Wrist, 2012 Old Glory, 2014 Drei Erscheinungen, 2015 Wundertiere. 2003 war er Paul-Celan-Fellow an der Washington University (St. Louis), 2004 hatte er die Mainzer Poetikdozentur und 2012 die Kieler Liliencron-Dozentur inne. 2014 war er Aston Writer in Residence in Birmingham.

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Dogà, Ulisse

 

 

 

 

 

 

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Dove, Richard

(1954, Bath)

 

Über  Richard Dove

Richard Dove, 1954 in Bath geboren, lebt seit 1987 in München. «Richard Doves Gedichte ähneln kleinen Peilungsapparaturen, die das Chaos der Oberfläche erkunden und zugleich den feinen Stimmen der Tradition lauschen.» (Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung); «Dove bezieht sich nicht auf Tradition, um mit ihr zu prunken: Anspielung ist ihm vor allem Spiel. Er ist ein Liebhaber der Formen und Vernetzungen.» (Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung); «Der Aufenthalt im Unbekannten schärft den Blick: Dove notiert in seinen Gedichten den Zusammenstoss von Geschichte und globalisierten Zeichen.»

(Martin Zingg, Neue Zürcher Zeitung)

 

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Drozdowski, Georg

(1899, Czernowitz – 1987, Klagenfurt)

 

Über Georg Drozdowski

Georg Drozdowski (1899–1987) wurde in Czernowitz geboren und veröffentlichte dort in der Zwischenkriegszeit seine erste Lyriksammlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich in Klagenfurt nieder, wo er als Kulturredakteur der Kärntner Volkszeitung mit seinen journalistischen Arbeiten über zwei Jahrzehnte das kulturelle Leben Kärntens begleitete. Sein literarisches Werk umfaßt ernste und heitere Lyrik, erzählende Prosa, Hörspiele, Bühnenstücke und Übersetzungen aus dem Polnischen und Rumänischen.

 

 

 

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Ehrich, Margot

(1936, Bautzen – 2017)

 

Über  Margot Ehrich

Vita
Margot Ehrich ist 1936 in Bautzen geboren, im nordböhmischen Leitmeritz aufgewachsen, 1945 nach der Vertreibung der Sudetendeutschen nach Bautzen zurückgekehrt; 1950 Flucht in den Westen, später langer Aufenthalt in der Schweiz. Sie starb 2017.

 

Preise
Nikolaus-Lenau-Preis 1991
Werner-Ross-Preis, Wartburg 1996
Das neue Buch in Niedersachsen und Bremen 1996
Literaturpreis der Künstlergilde 1998 und 1999
Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates 1999
Sudetendeutscher Kulturpreis für Schrifttum 1999
Gabriel-Laub-Preis 2001 Exil-PEN
«Das neue Buch» VS Niedersachsen und Bremen 2008

 

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Enders, Ria

(1946, Buchloe)

 

Über  Ria Enders

Die Dr. Manfred Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859 ging 2008 an Ria Endres.

Die Jury lobte vor allem auch Ria Endres’ Essays über Samuel Beckett und Ingeborg Bachmann: «Diese Texte sind nicht nur literaturwissenschaftlich fundiert, sondern auch glänzend geschrieben». In diesen Essays erkannte die Jury «zauberhafte Erzählungen, versteckt in der sachlichen Bezeichnung Essay.»

Die Preisverleihung fand am 24. April 2008 in Weimar statt.

Wortlaut der Laudatio

 

Ria Endres’ Hörspiele und Theaterstücke im Hartmann & Stauffacher Verlag:

www.hsverlag.com

 

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Ermen, Reinhard

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Fabri, Albrecht

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Fichte, Hubert

 

 

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Fisch, Michael

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Flinker, Robert

(1906, Wiznitz – 1945, Bukarest)

 

Über Robert Flinker

Robert Flinker wurde am 16. Juli 1906 in Wiznitz geboren. Er starb am 15. Juli 1945 durch Selbsttötung. Zu Lebzeiten sind seine Romane und Erzählungen nicht erschienen. Sein Bruder konnte sie erst 1970 in Bukarest veröffentlichen. Flinkers Romane werden häufig wegen der mit literarischen Mitteln gestalteten «Paradigmen einer Machtstruktur» mit Kafkas Werk verglichen.

 

 

 

 

 

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Fried, Erich

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García Lorca, Federico

(1898, Fuente Vaqueros, Provinz Granada – 1936, Víznar)

 

Über Federico García Lorca

Federico García Lorca dürfte neben Jorge Luis Borges und Octavio Paz der in Deutschland bekannteste spanisch­sprachige Lyriker und – neben Cervantes – der bekannteste spanische Dichter sein. Sein Leben endete viel zu früh, im Jahr 1936, zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges, als er von faschistischen Schergen ermordet wurde. Seine Schauspiele – vor allem «Bernarda Albas Haus» – haben Millionen von Zuschauern in ihren Bann gezogen. Seine Lyrik erschüttert immer wieder unzählige Leser.

 

 

 

 

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Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V.

 

 

 

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Gelman, Juan

(1930, Buenos Aires – 2014, Mexico-Stadt)

 

Über Juan Gelman

Der am 3. Mai 1930 in Buenos Aires als Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine geborene Dichter und Journalist Juan Gelman hat zu seinen Lebzeiten fast alle bedeutenden Literaturpreise erhalten, die in der spanischsprachigen Welt vergeben werden, u.a. den Argentinischen Nationalpreis für Poesie (1997), den mexikanischen Literaturpreis Juan Rulfo (2000), den Ibero­amerikanischen Poesiepreis Pablo Neruda (2005), den spanischen Poesiepreis Reina Sofía (2005) und den Cervantes-Literaturpreis (2007).

Sein 31 Gedichtbände umfassendes lyrisches Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Welche Wertschätzung Gelman vor allem auch bei seinen Dichterkollegen genießt, zeigt der Nachruf des großen mexikanischen Dichters José Emilio Pacheco, der seinem am 14. Januar 2014 in Mexiko-Stadt verstorbenen Freund einen Ehrenplatz im Dichter-Olymp zuwies. Für Pacheco war Gelman bis zu seinem Todestag der bedeutendste lebende Dichter spanischer Sprache. Sein Tod machte ihn zu einem Klassiker der Moderne.

Gelman musste für seinen Traum von der Revolution in Latein­amerika einen hohen Preis bezahlen. Im Jahre 1975 wurde er von den Montoneros, einer argentinischen Guerillaorganisation, die der Regierung von Isabel Perón ein gewaltsames Ende setzen wollte, nach Rom geschickt, um in Europa für die argentinische Revolution zu werben. Dort überraschten ihn 1976 die Nachrichten vom Militärputsch und von der Entführung seines Sohnes und seiner schwangeren Schwiegertochter. Erst nach seiner Rückkehr aus dem europäischen Exil im Jahre 1988 konnte Gelman die Aufklärung dieser Verbrechen in Angriff nehmen. Die Leiche des ermordeten Sohnes wurde 1989 gefunden; der Verbleib der Schwiegertochter ist bis heute ungeklärt, jedoch konnte Gelman nach einer langjährigen Suche seine Enkelin im Jahre 2000 in Montevideo auffinden, wo sie von einem Polizistenehepaar «zwangsadoptiert» worden war.

Was ihm sein Heimatland Argentinien an Leid zumutete, geht weit über das hinaus, was Menschen gemeinhin zu ertragen vermögen. Dass Gelman nicht an seinem Schicksal zerbrach, hat er vor allem der Poesie zu verdanken. So hinterfragt er auch in seinen späten Gedichten das grausame Geschehen unter der Militärdiktatur und dessen schwierige Aufarbeitung nach der Rückkehr zur Demokratie. Neben dem Leid und der Poesie kreisen seine Gedichte um die Themen Kindheit, Liebe, Tod und soziale Gerechtigkeit, die er immer wieder aufgreift und aus anderen Perspektiven beleuchtet. Gelmans Dichtkunst – «Die Bäume zeigen ihr Alphabet», heißt es im Gedicht «Neuigkeiten» (S. 119) – reicht von einem «gesprochenen Guernica» (Jorge Boccanera) bis hin zu feinsinnigen und schönen, meist seiner zweiten Frau Mara gewidmeten Liebesgedichten. Wer von einem politischen Kopf wie Gelman politische Lyrik im Stile des sozialistischen Realismus eines Louis Aragon erwartet, wird enttäuscht sein; wer hingegen Sinn hat für außergewöhnlichen Bilderreichtum, eingebettet in eine fein gewobene Alltagssprache, wird bei Gelman seine Freude haben:

Jemand gießt die Sterne,
und das Holz wächst.

(«Herbsten»)

 

 

 

 

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George, Stefan

(1868, Büdesheim – 1933, Minusio)

 

 

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Goldfeld, David

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gong, Alfred

(1920, Czernowitz – 1980, New York)

 

Über  Alfred Gong

Alfred Liquornik, geboren 1920 in Czernowitz, verließ 1946 seine Heimat und lebte in Wien bis 1951, dann übersiedelte er in die USA, wo er sich 1957 unter dem Namen Alfred Gong einbürgern ließ. Er war Mitarbeiter deutsch-amerikanischer Zeitschriften und trat als Lyriker in Erscheinung. 1981 starb er in New York.

Neben Immanuel Weißglas gehörte Gong zum Kreis der gleichaltrigen Jugendfreunde Paul Celans.

 

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Good, Paul

(1942, Mels)

 

Über Paul Good

Paul Good, 1942 in Mels/Schweiz geboren. Studium der Philosophie in Paris und in München. 1970 Promotion zum Dr. phil. an der Ludwig Maximilians-Universität in München. 1973 Habilitation in Philosophie an der Hochschule St. Gallen. 1976 Research Associate der University of California, Berkeley USA. Seit 1983 Professor für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf, Hochschule für Bildende Künste.

Publikationen zu Maurice Merleau-Ponty und Max Scheler, zum Ethos der Wissensformen (Mythos, Metaphysik, Wissenschaft, Märchen), insbesondere zur Semantik der bildenden Kunst und der Lyrik. «Die nervöse Hand. Zur Semantik der Linien von Rolf Sackenheim» Köln 1991. Herausgabe der Gesammelten Gedichte von Joseph Kopf «nur eine bewegung von licht» und «das geöffnete schneeblatt» 1992 im Rimbaud Verlag.

 

 

 

 

 

 

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Gorostiza, José

(1901, Villahermosa – 1973, Mexico Stadt)

 

Über José Gorostiza

José Gorostiza gehörte um 1930 zusammen mit Xavier Villaurrutia und Jorge Cuesta zur mexikanischen Dichtergruppe «Contemporáneos». In seiner Bedeutung wird er Góngora, Sor Juana, Valéry, Eliot und Cuesta gleichgestellt. Sein Gedicht «Endloser Tod» wurde 1939 veröffentlicht.

 

 

 

 

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Goßens, Peter

 

 

 

 

 

 

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Götz, K. O.

(1914, Aachen – 2017, Niederbreitbach-Wolfenacker)

 

Über  K. O. Götz

K. O. Götz, geboren 1914 in Aachen, ist ein Hauptvertreter der informellen Malerei. Um 1933 entstanden seine ersten abstrakten Arbeiten, die ihm von 1933 bis 1945 ein Ausstellungsverbot durch die Nationalsozialisten eintrugen. Seit 1945 hat der Maler viele Ausstellungen im In- und Ausland. 1949 wurde Götz Mitglied der Gruppe COBRA. 1952 gründete er mit Otto Greis, Heinz Kreutz und Bernard Schultze die «Quadriga» – in diesem Jahr entstanden auch die ersten informellen Bilder. Von 1959 bis 1979 war er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er lebte und arbeitete seit 1975 in Wolfenacker im Westerwald. Götz starb dort 2017.

K. O. Götz ist – neben Max Hölzer, Johannes Hübner, Lothar Klünner und Dieter Hülsmanns – einer der wenigen Vertreter des literarischen Surrealismus in Deutschland. Mit dem französischen Surrealismus beschäftigte er sich schon 1934. Zu den ersten Schreibversuchen kam es Anfang der vierziger Jahre, doch erst ab 1945 fand Götz seinen eigenständigen poetischen Stil. Von 1948 bis 1953 gab er die Zeitschrift «Meta» heraus, in der beispielsweise Paul Celan zum ersten Mal in Deutschland veröffentlicht wurde.

 

 

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Guldin, Rainer

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Győrffy, Ákos

(1976, Nagymaros)

 

Über Ákos Győrffy

Ákos Győrffy, geb. 1976 in Vác, lebt in Nagymaros/Donauknie, arbeitet in Budapest in einer Grundschule für körperbehinderte Kinder. Seit 1996 zahlreiche Gedichtveröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2000 erschien sein erster Lyrikband mit dem Titel «A Csóványos északi oldala» (Die Nordseite des Csóványos), für den er den Attila-Gérecz-Preis für das beste lyrische Debüt des Jahres erhielt. 2004 erschien sein zweiter Band mit dem Titel «Akutagava noteszéből» (Aus Akutagawas Notizblock). In der 100. Ausgabe von «Lichtungen» sind einige Texte aus diesem zweiten Band in deutscher Übersetzung erschienen.

 

 

 

 

 

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Hacken, Vera

(1912, Odessa – 1988, New Jersey)

 

Über Vera Hacken

Vera Hacken, geboren 1912 in Odessa, lebte seit 1919 in Czernowitz. Der große jiddische Dichter Elieser Steinbarg lehrte sie Jiddisch in Wort und Schrift. Er, der als Pädagoge tätig war, bildete sie auch zur Kindergärtnerin aus. 1941 floh Vera Hacken mit ihrem Ehemann, dem Mediziner und Komponisten Emanuel Hacken, und ihren Eltern in die Sowjetunion. Ab 1947 lebten die Hackens in Garmisch-Partenkirchen, 1951 übersiedelten sie nach New York.

Bis zur Ankunft in den USA hatte die Dichterin ihre Texte in deutscher Sprache geschrieben, nun aber wechselte sie in die jiddische Sprache und publizierte in den USA und in Israel Erzählungen und Gedichte mit beachtlichen Erfolgen. Ab 1982 veröffentlichte sie in der Edition Weitbrecht in Stuttgart und im Goldmann Verlag in München als Herausgeberin und Übersetzerin die «Bücher der goldenen Pawe». Diese Ausgaben der klassischen jiddischen Dichter erzielten erstaunlich hohe Auflagen; bedingt durch den Tod Vera Hackens konnte die Buchreihe leider nicht beendet werden. Vera Hacken starb 1988 in Cliffside, New Jersey.

War sie in den USA und in Israel – in der jiddischen Welt – bekannt, ist Vera Hacken, die Dichterin aus Czernowitz, in Deutschland noch zu entdecken.

 

 

 

 

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Hagen, Siegfried

(1925 in Schlesien – 1989, Köln)

 

Über Siegfried Hagen

Siegfried Hagen, geboren 1925 in Schlesien, seit 1959 Verlagslektor in Köln, ist hauptsächlich durch seine Dichter-Monographien über Fritz Usinger und Henry Benrath (Bonn 1973 und 1978) hervorgetreten. Ferner erschienen: Chimärische Geschichten (Merzhausen/Br. 1979) und Entwurf zu einem Menschenbild (Bonn 1980). Er war Herausgeber der «Friedberger Ausgabe» der Werke Fritz Usingers (Waldkirch/Br. 1984 ff.). Hagen starb 1989 in Köln.

 

 

 

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Hahn, Óscar

(1938, Iquiqe)

 

Über  Òscar Hahn

Óscar Hahn, chilenischer Dichter mit deutschen Vorfahren, wurde 1938 im nordchilenischen Iquique geboren. Nach dem Studium der Literaturpädagogik an der Universidad de Chile arbeitete er für einige Jahre als Dozent an der Universidad de Chile in Arica. In den Jahren 1971/72 war Hahn Stipendiat des angesehenen International Writers’ Program der University of Iowa und promovierte 1977 an der University of Maryland mit einer Dissertation über die phantastische Literatur Lateinamerikas. Im selben Jahr wurde er von der University of Iowa zum Professor für lateinamerikanische Literatur berufen. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2009 lebt er in der chilenischen Hauptstadt Santiago.

Óscar Hahn ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über die lateinamerikanische Literatur. Zu seinen wichtigsten Gedichtbänden zählen Arte de morir (1977), Mal de amor (1981), Versos robados (1995), Apariciones profanas (2002), En un abrir y cerrar de ojos (2006), Pena de vida (2008), La primera oscuridad (2011). Seine Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt und in zahlreiche Anthologien aufgenommen.

Óscar Hahn wurde für sein lyrisches Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem chilenischen Altazor-Preis, dem spanischen Literaturpreis Casa de América und dem kubanischen Lezama-Lima-Preis. Erst kürzlich wurde ihm der renommierte Iberoamerikanische Poesiepreis Pablo Neruda verliehen.

Der chilenische Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda hatte seiner Lyrik schon früh «große Intensität und Originalität» bescheinigt, ein Urteil, das auch vom peruanischen Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa geteilt wird, der das Werk Hahns als «großartig und wahrhaft originell» und als «das Persönlichste, das mir in der Lyrik unserer Sprache seit langem begegnet ist» bezeichnete.

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Happel, Lioba

(1957, Aschaffenburg)

 

Über Lioba Happel

Lioba Happel, geboren und aufgewachsen in Franken, studierte in Berlin Sozialarbeit, Pädagogik, Ältere und Neuere deutsche und spanischsprachige Literatur. Für ihre Veröffentlichungen, Lyrik und Prosa, erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien. Um immer schreiben zu können, arbeitete sie in Brotberufen an verschiedensten Stellen, v.a. in Schulen. Sie lebt in Lausanne und Berlin.

 

 

 

 

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Hartung, Rudolf

(1914, München – 1985, Berlin)

 

Über  Rudolf Hartung

Rudolf Hartung, 1914 in München geboren, studierte Psychologie, Philosophie und Neue Deutsche Literatur­geschichte. Anschließend war er Lektor. Von 1963 bis 1979 Mitherausgeber und Chefredakteur der Neuen Rundschau. Er erhielt u.a. den Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Hartung starb 1985 in Berlin. Sein lyrisches Werk liegt hier zum ersten Mal vollständig vor. Es steht in Tradition der Naturlyrik Wilhelm Lehmanns und Günter Eichs. Daneben schrieb er autobiographische Prosa und Essays.

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Heindrichs, Heinz-Albert

(1930, Brühl)

 

Über Heinz-Albert Heindrichs

Vita
Heinz-Albert Heindrichs, Komponist, Lyriker, Maler, geboren 1930 in Brühl, lebt seit 1960 in Gelsenkirchen. Nach Studien in Köln (Musikhochschule) und Bonn (Uni) zunächst Dirigent, Film-, Hörspiel- und Bühnenkomponist und von 1970 bis 1996 Professor für Musik und Komposition an der Uni Essen und an der Folkwang-Hochschule. Im Widerstand gegen die Vereinnahmung im Kulturbetrieb begann er in den sechziger Jahren bewusst Gedichte zu schreiben.

Preise, Auszeichnungen
1954 Lindströmpreis (Kölner Kompositionspreis) für «Erstes Liederbuch»
1958 Brüsseler Kammermusikpreis für sein Streichquartett

 

 

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Heinz, Franz

(1929, Perjamosch)

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Hieronimus, Ekkehard

 

 

 

 

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Hilsenrath, Edgar

(1926, Leipzig)

 

Über Edgar Hilsenrath

Edgar Hilsenrath, geboren 1926 in Leipzig, 1938 Flucht nach Rumänien. 1941 in das Getto Mogioljow-Podolski deportiert. Nach 1945 zuerst in Palästina, seit 1951 in New York. 1975 Übersiedlung nach Berlin. 1977 erschien sein berühmtester Roman, die Groteske «Der Nazi & der Friseur», 1989 sein Armenien-Roman «Das Märchen vom letzten Gedanken», für das er den Alfred-Döblin-Preis erhielt.

 

 

 

 

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Hoghe, Raimund

 

Über Raimund Hoghe

Raimund Hoghe arbeitet freiberuflich als Journalist, Choreograph und Schaupsieler.

 

 

 

 

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Hölzer, Max

(1915, Graz – 1984, Paris)

 

Über  Max Hölzer

Max Hölzer, geboren 1915 in Graz, gestorben 1984 in Paris, gab mit Edgar Jené 1950 bis 1952 die Surrealistischen Publikationen heraus, in denen erstmals nach dem Krieg Übersetzungen von Breton, Péret, Lautréamont u.a. erschienen. In den 50er Jahren war Hölzer einer der wenigen Lyriker deutscher Sprache, die den Surrealismus in selbständiger Weise für sich nutzbar machten. Später wandte er sich u.a. dem Studium der Kaballa zu, das große Bedeutung für seine lyrische Produktion gewann. Das bislang zerstreute lyrische Werk Hölzers erscheint im Rimbaud Verlag.

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Houben, Marc

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Hübner, Johannes

(1921, Berlin – 1977, Berlin)

 

Über Johannes Hübner

Johannes Hübner wurde am 27.9.1921 in Berlin geboren. 1941 bis 1943 studierte er Evangelische Theologie in Berlin und Kiel und nach Kriegsende Germanistik. Hübner war Mitbegründer des Malerkabaretts «Die Badewanne» (1949–50). 1951 erste Begegnung mit René Char. Aus der Freundschaft zu dem französischen Dichter entwickelte sich eine langjährige Beschäftigung mit seinem Werk als Übersetzer in Zusammenarbeit mit Lothar Klünner.

 

 

 

 

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Huchel, Peter

(1903, Berlin – 1981, Staufen)

 

 

 

 

 

 

 

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Hülsmanns, Dieter

(1940–1981)

 

Über Dieter Hülsmanns

Dieter Hülsmanns  ist einer der wenigen wirklich authentischen Surrealisten in der deutschen Literatur. «Die Lektüre des Surrealismus», so schrieb er einmal, «habe ich integriert, aber nicht auf sterile Weise durch einfache Übernahme, sondern durch Verarbeitung und Einbeziehung der Errungenschaften, die wir der surrealistischen Bewegung wohl ein für allemal verdanken.» Die vier Erzählungen des vorliegenden Bandes geben einen genauen Einblick in die von Hülsmanns angesprochene Verfahrensweise.

 

 

 

 

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Jahnn, Hans Henny

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Jansen, Erich

(1897, Stadtlohn – 1968, Stadtlohn)

 

Über  Erich Jansen

Erich Jansen (1897–1968) lebte in Stadtlohn (Westfalen) als Apotheker und Lyriker. Für sein Werk erhielt er die Ehrengabe der Bayerischen Akademie der schönen Künste in München.

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Johann, Klaus

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Jordan, Joachim

 

 

 

 

 

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Jungheim, Brigitt

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Kanclerz, Andrzej

(1963, Tarnowitz)

 

Über Andrzej Kanclerz

Andrzej Kanclerz, geboren 1963 in Tarnowskie Góry (Tarnowitz, Ober­schlesien), wo er auch heute noch lebt; Studium der Polo­nistik; Musiker, Lehrer und Bibliothekar; Mitglied im «Związek Literatów Polskich» («Ver­band Polnischer Schriftsteller») und im «Górno­śląskie Towarzystwo Literackie» («Ober­schlesische litera­rische Ge­sell­schaft»); einer der Mit­begründer von «Tarnogórski Kabaret Literacki Tarnina» («Tarnowitzer Literarisches Kabarett Schlehdorn»).

 

 

 

 

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Katz, Leo

(1892, Sereth – 1954, Wien)

 

Über  Leo Katz

Leo Katz, geboren am 22. Januar 1892, Sereth (Bukowina), aus orthodox-jüdischer Familie, sollte zum Rabbiner ausgebildet werden. Er legte extern die Mittelschul-Matura in Wien ab und studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Wien (Dr. phil. 1920). 1920–1922 lebte er als Mitarbeiter der jiddischen Zeitschrift «Morning Freiheit» in New York. Ab 1922 wieder in Wien, wurde er Mitglied der kommunistischen Partei. 1926 lebte er mit seiner Gattin Bronia (die er 1924 geheiratet hatte) in Paris. 1927 wieder in Wien, journalistische Mitarbeit an der «Roten Fahne» (Zentralorgan der KPÖ) und satirische Beiträge für in der Sowjetunion erscheinende jiddische Zeitschriften. 1930–1933 arbeitete er für die «Rote Fahne» (KPD) in Berlin und floh 1933 nach Paris. Mitarbeit an der in Paris erscheinenden jiddischen Zeitung «Naie Presse». 1936–1938 war er, als Geschäftsmann getarnt, als illegaler Waffeneinkäufer für die Spanische Republik tätig. Zahlreiche Reisen, u.a. in die USA.
1938 aus Frankreich ausgewiesen, flieht er nach New York. Freundschaft mit Ernst Bloch. In New York entsteht der autobiographisch-satirische Roman Brennende Dörfer. 1940 gelangt die Familie Katz mit Hilfe des «Joint Antifascist Refugee Committee» nach Ciudad de Mexico. Mit Bodo Uhse und Andre Simone (Otto Katz) Bemühungen um Einreisevisa für Exilautoren. Er wird Mitarbeiter der Exil-Zeitschriften «Austria Libre» und «Alemania Libre» (beide Mexico) und ist 1942 Mitbegründer des Verlags «El libro libre».
1949 nach einem Versuch, sich in Israel niederzulassen, Rückkehr nach Wien, wo er am 9. August 1954 stirbt.

Werke: Die Totenjäger (Roman, Mexico 1944; ins Spanische und Jiddische übersetzt); Seedtime (Roman, New York 1947); Die Grenzbuben (Kinderbuch, Berlin 1951); Tamar (Kinderbuch, Berlin 1952); Die Welt des Kolumbus (Roman, Berlin 1953); Der Schmied von Galiläa (Historischer Roman, Berlin 1955).

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Kehlmann, Heinz

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Khallouk, Mohammed

(1971, Sale)

 

Über Mohammed Khallouk

Mohammed Khallouk, geboren 1971 in Sale, Marokko, studierte zuerst Arabistik und Islamwissenschaften in Rabat, der Hauptstadt des Landes, bevor er, angezogen von der Sprache bedeutender Dichter und Denker wie Nietzsche, 1997 den Weg nach Deutschland fand. Da er hierzulande Politikwissenschaft zu studieren beabsichtigte, führte es ihn in die alte hessische Universitätsstadt Marburg.

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Kiefer, Reinhard

(1956, Nordbögge)

 

Über Reinhard Kiefer

Reinhard Kiefer, 1956 in Nordbögge geboren, Lyriker, Erzähler, Romancier. Der Rimbaud Verlag veröffentlicht seit 1981 sein Gesamtwerk.

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Kittner, Alfred

(1906, Czernowitz – 1991, Düsseldorf)

 

Über Alfred Kittner

Alfred Kittner, geboren am 24. November 1906 in Czernowitz, Bukowina, lebte seit 1981 als freier Schriftsteller in Düsseldorf, wo er am 14. August 1991 starb.

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Klein-Haparash, Jacob

(1897, Czernowitz – 1970)

 

Über Jacob Klein-Haparash

Jacob Klein-Haparash, geboren 1897 in Czernowitz, studierte Jura und wurde später Journalist, und als solcher bereiste er ganz Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg reiste er nach Israel aus, von wo aus er fünfzehn Jahre später als völliger Newcomer den Roman «… der vor dem Löwen flieht» in Deutschland veröffentlichte. Er starb 1970.

 

 

 

 

 

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Klünner, Lothar

(1922, Berlin – 2012, Berlin)

 

Über Lothar Klünner

Lothar Klünner wurde am 3. April 1922 in Berlin geboren. Nachdem er zuerst Evangelische Theologie, dann Kunstgeschichte in Tübingen und Berlin studierte, begann er 1949 seine Tätigkeit als freier Schriftsteller und Übersetzer. Klünner übersetzte u.a. Jacques Dupin, René Char und Guillaume Apollinaire. Er veröffentlichte die Lyrikbände: «Gläserne Ufer» (1959), «Wagnis und Passion» (1960), «Windbrüche» (1976), «Gegenspur» (1977) und «Befragte Lichtungen» (1985).

 

 

 

 

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Koch, Alice

(1912, Frankfurt am Main – 2005, Hagen)

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Kopf, Joseph

(1929, St. Gallen – 1979, St. Gallen)

 

Über Joseph Kopf

Joseph Kopf, geboren 1929 in St. Gallen / Schweiz, veröffentlichte als Neunzehnjähriger seinen ersten Gedichtband. Er arbeitete einige Jahre als Bankangestellter in Bregenz und Salzburg. Danach lebte er vier Jahre in Wien. Freundschaft mit dem Maler Ernst Fuchs, dessen Galerie er zeitweise betreute. In kleinen Broschüren und Bänden publizierte er weitere Gedichte. Rimbaud, Baudelaire, Weinheber und TrakI waren die Vorbilder seiner Lyrik in den fünfziger und frühen sechziger Jahren. Kopf erhielt Förderpreise von St. Gallen, Bern und Wien. In den sechziger Jahren vierjähriger Aufenthalt in Israel, der für seine Dichtung von entscheidender Bedeutung wurde. Die späten Gedichte bezeugen in kargen Bildern die Schönheit einer kristallenen Wintersprache. Ende der sechziger Jahre kehrt Kopf nach St. Gallen zurück. Seine Gedichte erschienen von nun an ausschließlich in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern. Durch die Verleihung des Johann-Peter-Hebel-Preises des Landes Baden-Württemberg im Jahre 1973 fand Kopfs lyrisches Schaffen zum ersten Mal breitere Anerkennung. Joseph Kopf starb 1979 in St. Gallen.

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Kreutz, Heinz

(1923, Frankfurt)

 

Über Heinz Kreutz

Heinz Kreutz, geboren 1923 in Frankfurt. 1940 Ausbildung als Fotograf. Kriegsdienst von 1940 bis 1942 in Stalingrad, Lazarettaufenthalt bis 1944 in Marburg. Bis zum 35. Lebensjahr arbeitet Kreutz als Weißbinder und fotografischer Gelegenheitsarbeiter. 1951 erhält er ein privates Stipendium, Aufenthalt in Paris und Südfrankreich. Seit 1976 lebt Heinz Kreutz in Antdorf (Bayern).

 

 

 

 

 

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Krier, Jean

(1949, Luxemburg – 2013, Freiburg im Breisgau)

 

Über Jean Krier

Jean Krier, geboren 1949 in Luxemburg. Studium der Germanistik und Anglistik in Freiburg i. Br. Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (u.a. Akzente, manuskripte, Sprache im technischen Zeitalter) sowie Rundfunksendungen. Krier starb 2013 in Freiburg im Breisgau.

 

 

 

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Kröhnke, Friedrich

(1956, Darmstadt)

 

Über Friedrich Kröhnke

Friedrich Kröhnke, *1956, lebt in Berlin. Zuletzt erschienen u.a. «Ein Geheimnisbuch» (bei Ammann 2009), «Nach Asmara!», Roman (bei Jung & Jung 2011), «P 14», Roman (bei Rimbaud 2014).

 

 

 

 

 

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Lakner, László

(1936, Budapest)

 

Über László Lakner

László Lakner, geboren 1936 in Budapest, lebt in Berlin.
1954–1960 Kunstakademie Budapest, Diplom der Malerei. 1970 konzeptionelle Arbeiten, erste Buchobjekte und Buchbilder. 1974 Stipendium des Künstlerprogramms des DAAD, Berlin (kehrt nicht nach Ungarn zurück), 1977 Deutscher Kritikerpreis, Berlin, 1980/81 PS1-Stipendium New York, 1982 Berufung an die Universität Essen.

 

 

 

 

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Lanser, Günter

(1932, Düsseldorf)

 

Über Günter Lanser

Günter Lanser wurde 1932 in Düsseldorf geboren, lebte von 1943 bis 1946 in Steinheim/Westfalen, dem Geburtsort seiner Mutter, danach wieder in Düsseldorf, wo er eine Ausbildung als Fernmeldetechniker bei der Deutschen Bundespost abschloß. Er nahm Schauspielunterricht bei Adolf Dell und Kurt Linder, dem letzten Chefdramaturgen von Luise Dumont, war Pantomime im Ensemble von Jean Soubeyran, Schauspieler und Regieassistent u.a. an den Düsseldorfer Kammerspielen unter Hans Jörg Utzerath; seit 1969 ist er freiberuflich tätig. Lanser war 1972 und 1973 Verlagslektor und arbeitet für in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen als Literatur- und Kunstkritiker sowie -Berichterstatter.

 

 

 

 

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Lartillot, Françoise

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Lehmann, Wilhelm

 

 

 

 

 

 

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Leisten, Christoph

(1960, Geilenkirchen)

 

Über Christoph Leisten

Christoph Leisten, geboren 1960, Lyriker, Essayist und Prosaautor.

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Lenz, Hermann

(1913 Stuttgart – 1998 München)

 

Über Hermann Lenz

Hermann Lenz (1913 Stuttgart – 1998 München) begann mit Gedichten; es folgten zahlreiche Erzählungen und Romane, darunter der neunbändige autobiographische Romanzyklus um Eugen Rapp: von «Verlassene Zimmer» bis «Freunde». Er war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1978 der Büchner-Preis. 2001 erschien sein Briefwechsel mit Paul Celan, 2006 mit Peter Handke.

 

 

 

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Loerke, Oskar

(1884, Jungen – 1941, Berlin)

 

Über Oskar Loerke

Oskar Loerke, 1884 im westpreußischen Dorf Jungen geboren, debütierte 1907 mit der Erzählung «Vineta». Seinem 1911 erschienenen ersten Gedichtband mit dem Titel «Wanderschaft» folgten sechs weitere Lyrikbände zu Lebzeiten. Bereits 1913 erhielt er für sein bis dahin erschienenes Werk den Kleist-Preis. Ab 1917 war Loerke als Lektor für den S. Fischer Verlag in Berlin tätig, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1941 arbeitete. Der vorliegende Band stellt eine Auswahl aus der erstmalig 1958 von Peter Suhrkamp herausgegebenen Werkausgabe dar.

 

 

 

 

 

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Manger, Itzik

 

 

 

 

 

 

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Margul-Sperber, Alfred

(1898, Storozynetz – 1967, Bukarest)

 

Über Alfred Margul-Sperber

Alfred Margul-Sperber wurde am 23. September 1898 in Storozynetz geboren und starb am 3. Januar 1967 in Bukarest.

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Mauritz, Hartwig

(1964, Eckernförde)

 

Über Hartwig Mauritz:

Hartwig Mauritz, 1964 in Eckernförde geboren, lebt in den Niederlanden. Er studierte Elektrotechnik an der technischen Universität Braunschweig und war drei Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Wuppertal. Als Lehrer am Berufskolleg Alsdorf unterrichtet er in technischen Fächern. Er veröffentlichte im Marien-Blatt Verlag Lübeck seinen Gedichtband «Echogramme» und in der Lyrikedition 2000 die Gedichtbände «biotope», sowie «rumor der frösche auf den dünnen flächen der physik». Er erhielt Preise und Auszeichnungen. 2012 gewann er den Dresdner Lyrikpreis.

 

 

 

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Mayer, Hans

 

 

 

 

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McBride, Will

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Meerbaum, Selma

 

 

 

 

 

 

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Meister, Ernst

(1911, Hagen – 1979, Hagen)

 

Über Ernst Meister

Ernst Meister, geboren am 3. September 1911 in Hagen-Haspe (Westfalen), starb am 15. Juni 1979 in seiner Heimatstadt. Er studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Sein erster Gedichtband, «Ausstellung», erschien 1932. Von 1939 bis 1960 war er Angestellter in der Fabrik seines Vaters, im Kriege Soldat. Er veröffentlichte wieder ab 1953. Neben seiner Lyrik schrieb er Hörspiele. 1957 erhielt er den Westfälischen Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, 1963 den Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, 1976 den Petrarca-Preis, 1978 den Rilke-Preis. Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die ihm im Herbst 1979, posthum, den Georg-Büchner-Preis für sein lyrisches Werk verlieh.

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Monioudis, Perikles

(1966, Glarus)

 

Über Perikles Monioudis

Perikles Monioudis wurde 1966 in Glarus, Schweiz, geboren und hat Soziologie und Politische Wissenschaften in Zürich studiert. Nach zwölf Jahren in Berlin lebt er mit Frau und Kindern wieder in Zürich. Für seine in mehrere Sprachen übersetzten Romane und Erzählbände («Palladium», «Eis», «Die Trüffelsucherin», «Deutschlandflug» u.v.a.) wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter der Preis des Schweizerischen Schriftsteller­verbandes und der Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis. Im Rimbaud Verlag sind bisher erschienen: «Die Stadt an den Golfen» (2004), «Im Äther» (2005) sowie «Der Günstling der Gegenstände» (2007). Zuletzt erschienen seine Romane «Frederick» (dtv, 2016) und «Land» (dtv, 2017) sowie die Biografie «Robert Walser» (Deutscher Kunstverlag, 2018).

«Perikles Monioudis gehört zu den wenigen zeitgenössischen Autoren, deren Werk von der beharrlichen Entwicklung einer originären Poetik zeugt.»

Dorothea Dieckmann, Neue Zürcher Zeitung

Weitere Informationen: https://www.monioudis.ch/

 

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Moore, Marianne

(1887, Kirkwood – 1972, New York)

 

Über Marianne Moore

Marianne Moore, geboren am 15. November 1887 in Kirkwood, Missouri, gestorben am 5. Februar 1972 in New York. Sie studierte am Mädchencollege von Bryn Mawr und graduierte dort 1909. Seit 1915 veröffentlichte sie Gedichte, später auch essayistische Texte und gab von 1925 bis 1929 die New Yorker Zeitschrift The Dial heraus. Ihr Werk ist in 15 Büchern gesammelt. Marianne Moore zählt zu den großen Dichte­rinnen und Dichtern der amerikanischen Moderne im 20. Jahrhundert. Ihr Werk wird noch heute als herausragend geschätzt.

 

 

 

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Muschg, Walter

(1898–1965)

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Nelles, Jürgen

 

 

 

 

 

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Neumann, Gerhard

(1928, Rostock – 2002, Hamburg)

 

Über Gerhard Neumann

Gerhard Neumann (geboren 1928 in Rostock, gestorben 25. Juni 2002 in Hamburg) galt in den fünfziger Jahren als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen der jüngeren Generation.

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Neumann, Peter Horst

(1936, Neiße – 2009, Nürnberg)

 

Über Peter Horst Neumann

Peter Horst Neumann, wurde 1936 in Neiße/Oberschlesien geboren. Von 1968 bis 2001 lehrte er als Professor für Literaturgeschichte an den Universitäten Fribourg/Schweiz, Gießen und Erlangen.

Für seine Gedichte erhielt er 1996 den Eichendorff-, 1998 den Nikolaus-Lenau-Preis, 2001 den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen und 2005 den August Graf von Platen Literaturpreis. Er war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er starb 2009 in Nürnberg.

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Nick, Dagmar

(1926, Breslau)

 

Über Dagmar Nick

Dagmar Nick, geboren 1926 in Breslau, ab 1933 in Berlin, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Seit 1947 veröffentlichte sie zahlreiche Lyrik- und Prosabände, Reisebücher und Hörspiele. Sie ist Mitglied des PEN und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und lebt heute in München. Seit 1990 erscheint ihr Werk im Rimbaud Verlag.

Auszeichnungen u.a.: Liliencron-Preis der Stadt Hamburg 1948, Eichendorff-Literaturpreis 1966, Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis 1970, Roswitha-von-Gandersheim-Medaille 1977, Tukan-Preis der Stadt München 1981, Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen 1986, Schwabinger Kunstpreis für Literatur der Stadt München 1987, Andreas-Gryphius-Preis 1993, Silbermedaille «München leuchtet» der Landeshauptstadt München 2001, Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth 2002, Ernst-Hoferichter-Preis 2006, Bayerischer Verdienstorden 2006, Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2009.

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Orton, Joe

(1933, Leicester – 1967, London)

 

Über Joe Orton

Joe Orton wurde 1933 in Leicester geboren und im August 1967 von seinem Freund Kenneth Halliwell erschlagen.

Im Alter von sechzehn Jahren verließ er die Schule und besuchte zwei Jahre später die RADA. Er verbrachte wegen Verunstaltung von Leihbüchern sechs Monate im Gefängnis. 1964 wurde sein erstes Stück, The Ruffian on the Stair, gesendet, und sein erstes abendfüllendes Theaterstück, Entertaining Mr Sloane, wurde im West End aufgeführt, ebenso wie zwei Jahre später Loot. The Erpingham Camp wurde 1966 im Fernsehen gesendet und 1967 zusammen mit The Ruffian on the Stair im Royal Court in einer Doppelveranstaltung aufgeführt. Seine Fernsehstücke, The Good and Faithful Servant und Funeral Games, wurden 1967 und 1968 posthum gesendet. Sein letztes Stück, What the Butler Saw, kam erst 1969 zur Aufführtung. 1975 wurde es dann – zusammen mit Loot und Entertaining Mr Sloane – vom Royal Court erfolgreich wiederaufgenommen. Die beiden letztgenannten Stücke sind auch verfilmt worden. Ferner schrieb Orton ein Drehbuch für die Beatles, Up Against It, das jedoch nicht realisiert wurde. Der Roman Head to Toe wurde 1971 posthum veröffentlicht.

The Orton Diaries (Hrsg. John Lahr) wurden 1986 erstmals veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

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Pagis, Dan

(1930, Radautz – 1986, Israel)

 

Über Dan Pagis

Dan Pagis, geboren 1930 in Radautz, in der Nähe von Czernowitz, Bukowina, starb 1986 in Israel. Der Vater verließ früh die Familie und ging nach Israel. Dan Pagis überlebte die rumänischen Konzentrations- und Arbeitslager und kam als 17jähriger nach Israel in den Kibbuz Merchavia. Dort lernte er Tuvia Rübner kennen.

 

 

 

 

 

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Péret, Benjamin

(1899, Nantes – 1959)

 

Über Benjamin Péret

«Benjamin Péret war für mich der surrealistische Dichter par excellence: die totale Freiheit reiner Inspiration, die ohne jedes kulturelle Bestreben direkt aus der Quelle fließt …»

Luis Buñuel

Benjamin Péret, im Juli 1899 in der Nähe von Nantes geboren, schloß sich 1920 den Pariser Dadaisten an und war 1924 Gründungsmitglied der Pariser Surrealistengruppe, der er bis zu seinem Tod angehörte und in der er von Beginn an, als Dichter wie als politischer Aktivist, eine herausragende Rolle spielte. 1927 trat er in die Kommunistische Partei ein und war fortan Poet und Revolutionär zugleich, letzteres in vehementer (trotzkistischer) Opposition gegen den Stalinismus, den die Pariser Surrealisten von 1935 an offen bekämpften. Trotz dieser doppelten Aktivität lehnte er jede Vermischung von Dichtung und politischem Kampf im Sinne von Gelegenheitspoesie oder «engagierter» Literatur entschieden ab, wenngleich er mit dem Band Je ne mange pas de ce pain-là (Ich esse nicht von diesem Brot, 1936) letztlich wohl selber etwas derartiges publiziert hat. 1929 ging Péret, nachdem er eine farbige brasilianische Sängerin geheiratet hatte, nach Rio de Janeiro, wurde aber bereits 1931 wegen subversiver politischer Aktivitäten des Landes verwiesen. Er erwarb sich in dieser Zeit profunde Kenntnisse der afroamerikanischen Kultur in Brasilien. 1936–37 kämpfte er im Spanischen Bürgerkrieg auf linkskommunistischer und anarchistischer Seite. 1940 verurteilte man ihn wegen der Bildung einer trotzkistischen Zelle in der französischen Armee zu einer Kerkerhaft. Es gelang ihm jedoch, nach Paris und später nach Marseille zu fliehen, von wo er 1941 per Schiff über Casablanca ins rettende mexikanische Exil entkam, das fünf Jahre dauern sollte. In Mexiko setzte Péret seine politische Tätigkeit (zeitweise in Kontakt zu Leo Trotzkis Witwe Natalia Sedova) fort und beschäftigte sich zudem intensiv mit den Indianerkulturen Mesoamerikas. Das Ergebnis solcher Forscher- und Sammlertätigkeit ist die 1960 posthum erschienene Anthologie des mythes, légendes et contes populaires d’Amérique, in der Texte der amerikanischen Ureinwohner von Alaska bis Patagonien sowie solche der schwarzen Bevölkerung verschiedener Länder vereinigt sind. Ende 1947 kehrte Péret nach einer Spendenaktion von Freunden, durch die er sich die Schiffspassage leisten konnte, nach Paris und in die neuformierte Surrealistengruppe um André Breton zurück. 1955–56 reiste er in das Amazonasgebiet, um sich erneut mit der Indianerwelt, diesmal derjenigen Brasiliens, auseinanderzusetzen. Sein Leben lang arm oder gar mittellos, starb Péret im September 1959 im Alter von sechzig Jahren, nach Ansicht seiner Weggefährten einer der größten Dichter des Surrealismus. Er ist aber zugleich auch ein verkannter Dichter, beinahe ein poète maudit, und dies wohl in der Hauptsache deshalb, weil er sich so weit wie kaum ein anderer westlicher Autor von dem entfernt hat, was wir gewöhnlich unter Literatur verstehen. Sein Freund Octavio Paz nennt sein Werk eines der «wildesten unserer Epoche». Tatsächlich ist Pérets dichterische Affinität zum Denken und Empfinden der «Wilden», d. h. der archaischen Völker, für die er sich so leidenschaftlich interessierte, in seinen poetischen Texten, zu denen eine große Zahl von surrealen Erzählungen gehört, überall greifbar. Mit seiner assoziativen, häufig wohl automatischen oder halbautomatischen, jedenfalls aber nie vom rationalen Denken bestimmten Art des Schreibens läßt Péret eine Welt entstehen, in der die für den Zivilisationsmenschen gültigen Gesetze, etwa das der Kausalität oder das der Schwerkraft, keine Rolle spielen und die in vielerlei Hinsicht an die Welt der sog. Traumzeit erinnert, die in der Vorstellung vieler «Primitiver» vor und neben der realen Zeit existiert. Diese Traumzeit-Welt ist ein «Ort der Metamorphosen und Wunder», wie der Soziologe Roger Caillois feststellt. «In ihr war noch nichts stabilisiert, noch keine Regel erlassen, noch keine Form festgelegt. Was seither unmöglich geworden ist, war damals machbar: Die Gegenstände bewegten sich von selbst, die Boote flogen durch die Luft, die Menschen verwandelten sich in Tiere und umgekehrt.» Eben dies geschieht, selten ohne mehr oder minder starke Dosen Humor, in Pérets anarchischer Welt des Wunderbaren, in der es weder Trennwände zwischen Menschen-, Tier- und Pflanzenwelt noch irgendwelche Hierarchien, etwa zwischen einer schönen Frau und einem Fliegenbein, zwischen einer Bratpfanne und einem Sternennebel, gibt. Hier ist die Wirklichkeit tatsächlich wieder wild geworden dank einer völlig entfesselten Imagination, die bewirkt, daß das Gedicht letztlich nicht vom Dichter, sondern von der Sprache selbst geschrieben wird.

Benjamin Péret: Das große Spiel / Le grand jeu. Ausgewählte Gedichte. (französisch/deutsch). Übersetzt von Heribert Becker (Lyrik-Taschenbuch Nr. 45). 120 S., brosch., 2005.

 

 

 

 

 

 

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Piontek, Heinz

(1925, Kreuzburg – 2003, Rotthalmünster)

 

Über Heinz Piontek

Heinz Piontek (1925–2003) gehört zu den wichtigen Lyrikern der 50er Jahre. Sein erster Gedichtband mit dem Titel «Die Furt» erschien 1952, schon ein Jahr später folgte die Sammlung «Die Rauchfahne». Diese beiden Jahre waren für die deutsche Lyrik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von großer Bedeutung. So erschienen die Sammlungen zweier Lyriker, denen heute eine gleichsam mythische Aura zugesprochen wird, nämlich Paul Celans «Mohn und Gedächtnis» (1952) und Ingeborg Bachmanns «Anrufung des Großen Bären» (1953). Diese Gedichtbände fanden höchste Aufmerksamkeit. Allerdings erschien 1953 auch der erste und sehr schmale Band von Ernst Meister, der den Titel «Unter dem schwarzen Schafspelz» trägt. Piontek befindet sich hier also in einer illustren Gesellschaft. Während er heute eher als Außenseiter erscheint, wurde er damals als wesentliche Erscheinung neben Celan und Bachmann oder Günter Eich angesehen.

 

 

 

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Ponnelle, Pierre-Dominique

(1957, München)

 

Über Pierre-Dominique Ponnelle:

Der Dirigent und Komponist Pierre-Dominique Ponnelle wurde 1957 in München geboren. Er studierte am dortigen Richard-Strauss-Konservatorium (Komposition bei Rochus Gebhard), sowie bei Otmar Suitner und Herbert von Karajan. Er ist als Dirigent sowohl im Opernbereich als auch in der Sinfonik international tätig. 1992 bis 1996, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, war er Chefdirigent der Staatsphilharmonie in Minsk, Weissrussland. Seine Arbeit dort ist durch Aufnahmen bei den Labels Musicaphon und BMG-RCA dokumentiert, sowie durch den Film „Gesang der Vögel“ (Regie: Christian Rischert, BR, 1997). Gleichzeitig gastierte er als freier Dirigent von der Ukraine über den Kaukasus, das Wolga-Gebiet, Sankt Petersburg, Zentralasien, Sibirien bis zum Pazifik. Im Westen dirigierte er u.a. das Bruckner-Orchester Linz, das Orchestre Philharmonique de Lyon, die Münchner Philharmoniker, die Bamberger Sinfoniker, am Opernhaus Zürich, an der Deutschen Oper am Rhein.

2010 erschien beim Leipziger Label GENUIN eine CD mit einigen seiner Kammermusikwerke. Seine Musik wurde unter anderem bei den internationalen Festspielen für zeitgenössische Musik in Odessa (Ukraine) und Rostov-am-Don (Russland) aufgeführt, in Tashkent (Usbekistan) vom Ensemble für moderne Musik „Omnibus“, in München u.a. im Herkulessaal in der Konzertreihe von Georg Hörtnagel, von Musikern des Bayerischen Staatsorchesters im Künstlerhaus, von Mitgliedern des Münchener Kammerorchesters im Rahmen eines Porträtkonzertes im Orff-Zentrum-München, sowie in der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

2018 wurde ihm der Preis für Völkerverständigung von der Stiftung für Demokratie und Marktwirtschaft in München verliehen.

Aktuelle Uraufführung Ponnelle

 

 

 

 

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Rimbaud, Arthur

(1854, Charleville – 1891, Marseille)

 

Über Arthur Rimbaud

Rimbaud, geboren 1854 in Charleville, gestorben 1891 in Marseille, verfaßte sein poetisches Werk zwischen dem 15. und (vermutlich) 20. Lebensjahr.

 

 

 

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Rimbaud, Isabelle

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Rimbaud, Vitalie

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Rodenbach, Georges

(1855, Tournai –1898, Paris)

 

Über Georges Rodenbach

Georges Rodenbach, 1855 in Tournai geboren, verlebte seine Jugend teiweise in Gent. Als berühmter Romancier starb er 1898 im Alter von 43 Jahren in Paris an Tuberkulose. Sein umfangreiches Werk konzentriert sich heute nur noch auf «Bruges-la-Morte»: «Brügge – Die Tote», vergleichbar mit Abbé Prévosts Roman «Manon Lescaut».

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Rosenkranz, Moses

(1904, Berhometh – 2003, Lenzkirch-Kappel)

 

Über Moses Rosenkranz

Moses Rosenkranz kam zur Welt im Jahr 1904 in Berhometh am Pruth, einem kleinen Dorf im Norden der Bukowina. Diese war damals noch ein Kronland der Habsburgermonarchie, mit einem bunten Völkergemisch von Ruthenen, Polen, Rumänen, Deutschen und Magyaren. Im Osten grenzte sie an das Zarenreich. Die Eltern waren Bauern; er wuchs heran als siebtes von neun Kindern.

Die Kindheit verbrachte er bis zum 1. Weltkrieg in den Dörfern zwischen Pruth und Czeremosch. Dann folgten Flucht, der Tod des Vaters, völlige Verarmung; danach Wanderjahre auf Arbeitssuche, später Nazilager, dann zehn Jahre Gulag aus politischen Gründen; danach, im volksrepublikanischen Bukarest, weiterhin nur eingeschränkte Freiheit und erneute Bedrohung. Darum Flucht in den Westen. Das bedeutete für ihn: in die Fremde.

Auch im modernen Literaturbetrieb ein Fremder, lebte er zurückgezogen in einem Dorf im Hochschwarzwald. 92-jährig erblindete er plötzlich und starb sieben Jahre später, am 17. Mai 2003.

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Rübner, Tuvia

(1923, Pressburg – 2019, Merchawia)

 

Über Tuvia Rübner

Tuvia (zu deutsch Tobias) Rübner, 1924 in Bratislava-Pressburg geboren, die Muttersprache deutsch, entkam als einziger seiner Familie im letzten Augenblick dem Meuchelmassen- und Raubmord ins damalige Palästina, das heutige Israel. «Es ist Zufall, dass ich lebe», sagt er. Und dennoch schreibt er 12 Jahre lang deutsche Gedichte in einer Sprache, die er nicht mehr spricht, bis er 1953 völlig ins Hebräische hinüberwechselt (hie und da noch ein deutsches Gedicht, ins Hebräische übersetzt) und schließlich den Israelpreis, die höchste Auszeichnung, erhält. Von der Kritik wird er zu den erstrangigen europäischen Nachkriegsdichtern gezählt.

 

Tuvia Rübner erhält Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung

Am 27. März 2012 hat die Jury des KAS-Literaturpreises bekannt gegeben, dass Tuvia Rübner der diesjährige Preisträger ist.

«Tuvia Rübner und sein Werk sind ein Anwalt für das Leben, die Menschenrechte, die Freiheit und den Frieden.»

Hans-Gert Pöttering
Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung

www.kas.de/…/…/71.11224

Der Preis wurde am 10. Juni 2012 in Weimar verliehen.

www.kas.de/…/…/33.31280

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Sachs, Nelly

 

 

 

 

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SAID

(1947, Teheran)

 

Über SAID

SAID wurde 1947 in Teheran geboren und kam 1965 nach München. Nach dem Sturz des Schah 1979 betrat er zum ersten mal wieder iranischen Boden, sah aber unter dem Regime der Mullahs keine Möglichkeit zu einem Neuanfang in seiner Heimat. Seither lebt er wieder im deutschen Exil. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Civis-Hörfunkpreis (1992), dem Preis der Stadt Heidelberg «Literatur im Exil» (1996), dem Stipendium der Villa Aurora (Los Angeles, USA, 1997), der Hermann-Kesten-Medaille (1997), dem Adelbert-von-Chamisso-Preis (2002), der Goethe-Medaille (2006), dem Literaturpreis des freien deutschen Autorenverbandes (2010), dem Verdienstkreuz am Bande (2014) und dem Friedrich-Rückert-Preis (2016).

 

 

 

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Salomon, Peter

Über Peter Salomon:

Peter Salomon wurde 1947 in Berlin geboren und lebt seit 1972 in Konstanz am Bodensee.

Zuletzt erschien:
“Nichts ist so schwer wie Papier”, Gedichte 2016
“Vorteile der zweiten Klasse”, 25 Erzählungen 2019

 

 

 

 

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Sanjosé, Àxel

(1960, Barcelona)

 

Über Àxel Sanjosé

Àxel Sanjosé wurde 1960 in Barcelona geboren und lebt seit 1978 in München. Er studierte Germanistik und ist haupt­beruflich für ein Design- und Kommunikationsbüro tätig, daneben Lehrbeauftragter am Institut für Komparatistik der Universität München. Von ihm sind bislang die Gedichtbände Gelegentlich Krähen und Anaptyxis erschienen. Außerdem übersetzt er Lyrik aus dem Katalanischen und dem Spanischen.

 

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Sartorius, Joachim

 

 

 

 

 

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Schablewski, Frank

(1965, Hannover)

 

Über Frank Schablewski

 

Vita
Geboren 1965 in Hannover und dort aufgewachsen. Ab 1985 Studium der bildenden Kunst sowie Studium der Literatur an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf. Seitdem entstehen interdisziplinäre Arbeiten mit Künstlern zu eigenen Gedichten.

Seit 1987 Tanzstudien in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Hieraus entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung als Dichter und Performer mit Tänzern und Choreographen über Tanz und Sprache. Auf Festivals für modernen Tanz wurden die choreographierten Gedichte in Deutschland, Frankreich und Spanien gezeigt. Seit 2001 längere Auslandsaufenthalte. Neben dem literarischen Schaffen entstehen Katalogtexte und literarische Kunstreden, sowie Übertragungen aus dem Englischen und dem Hebräischen. In jüngster Zeit beschäftigen sich zunehmend Komponisten mit seinem lyrischen Werk.

Einladungen zu den Poesiefestivals nach Berlin (2005), nach Basel (2006, 2014), nach Dornbirn (A) 2007 und Istanbul (2008, 2009, 2016), zur dOCUMENTA13 und Festivals für Neue Musik u.a. Eclat 2014, Stuttgart, OPENING 15, Trier, Beethovenfest, Bonn, 2017. Ausgewählte Gedichte wurden ins Spanische und Hebräische (www.lyrikline.org) sowie ins Slowenische übersetzt. Er lebt in Düsseldorf.

 

Bibliographie:
Engelkadaver. Visuelle Poesie. azul press, Maastricht 2018;
Havarie. Prosa. Rimbaud: Aachen 2015;
Ronny Someck, Nägel. Nachdichtungen. azul press, (NL) 2012;
Walt Whitman. Liebesgedichte. Nachdichtungen. Rimbaud: Aachen 2011, 2. Aufl. 2017;
Nebengeräusche. Gedichte. Rimbaud: Aachen 2005;
Eros Ionen. Gedichte. Rimbaud: Aachen 2003;
Mauersegler. Gedichte. Rimbaud: Aachen 2002, 3. Aufl. 2015;
Wasserfelle. Gedichte. Rimbaud: Aachen 2001;
Lauffeuerpausen. Gedichte. Rimbaud: Aachen 1999, 2. Aufl. 2001;
Süssholzköpfe. Gedichte. Edition Pitstop: Düsseldorf 1998 (vergriffen).

Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften,
u.a. «Sprache im technischen Zeitalter»,
hrsg. Literarisches Colloquium Berlin,
und «DIE ZEIT».

 

Preise, Stipendien
2018 Projektstipendium Dr.-Bernhard-Albers-und-Dr.-Reinhard-Kiefer-Stiftung
2017 Projektstipendium Dr.-Bernhard-Albers-und-Dr.-Reinhard-Kiefer-Stiftung
2016 Istanbulstipendium der Kunststiftung NRW
2015 Übersetzerstipendium Straelen
2013 Übersetzerstipendium Hebräisch München
2009 Förderstipendium der Sparkassen-Kunst-Stiftung-der-Kreissparkasse-Heinsberg und der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland
2007 Arbeitsstipendium Kunststiftung NRW
2007 Türkeistipendium der Staatskanzlei NRW
2004 Reisestipendium Israel der Stadt Düsseldorf
2003 Förderpreis für Literatur der Stadt Düsseldorf
2003 Reisestipendium Türkei des Landes Nordrhein-Westfalen
2002 Künstlerdorf Schöppingen – Stipendium
2001 Amsterdam-Stipendium
2001 Förderung durch die Stiftung Kunst und Kultur NRW
2001 Reisestipendium für Israel von Stadt, Land und Bund
2001 Arbeitsstipendium der Stadt Düsseldorf
1999 Förderung durch die Stiftung Kunst und Kultur NRW
1997 Stipendium der Hermann-Haake-Stiftung, Stuttgart
1995 Publikumspreis beim 1. Düsseldorfer Dichterpreis

 

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Schau, Sebastian

 

 

 

 

 

 

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Schlögl, Hermann A.

Über Hermann A. Schlögl:

Prof. Dr. Hermann Alexander Schlögl machte am Maximiliangymnasium in München das Abitur und immatrikulierte sich dann an der Universität in der Fächerkombination Literatur- und Theaterwissenschaft. Gleichzeitig Abschlussprüfung für Schauspiel vor dem paritätischen Prüfungsausschuss (Vorsitz Adolf Gondrell) in München. Tätigkeit an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen: Nordmark-Landestheater Schleswig, Städtische Bühne Ulm, Städtische Bühnen Wuppertal und Schauspielhaus Zürich. Später studierte er an den Universitäten Zürich und Basel Ägyptologie, Alte Geschichte und Klassische Archäologie. Lic. phil. 1976, Dr. phil. 1979.

Mitarbeit und Leitung von Kunstausstellungen mit altägyptischer Thematik in Zürich, Basel, Luzern und Genf. Berufung als Ägyptologe an die Universität Fribourg (beginnend vom Wintersemester 1980 bis zur Emeritierung im Sommersemester 2000). Er ist durch zahlreiche Monographien zur Geschichte und Kultur des Nillands und durch Übertragung altägyptischer Literatur hervorgetreten.

 

 

 

 

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Schmalenbach, Werner

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Schmied, Wieland

(1929, Frankfurt am Main – 2014, Vorchdorf)

 

Über Wieland Schmied

 

Wieland Schmied, geboren 1929 in Frankfurt am Main, emeritierter Professor für Kunstgeschichte, hat sich über Jahrzehnte gleichermaßen mit Fragen der bildenden Kunst wie der Literatur beschäftigt. Dabei gehören der Maler Giorgio de Chirico und der Dichter Ezra Pound zu den Figuren, mit denen er sich am intensivsten auseinandergesetzt und über die er immer wieder geschrieben hat. Wieland Schmied, der mit dem Friedrich-Märker-Preis für Essayisten und dem Theo-Wormland-Preis für sein kunstschriftstellerisches Werk ausgezeichnet wurde, war von 1995 bis 2004 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er starb 2014 in Vorchdorf, Oberösterreich.

 

 

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Schönwiese, Ernst

(1905, Wien – 1991, Wien)

 

Über Ernst Schönwiese

Ernst Schönwiese, 1905 in Wien geboren, starb 1991 in seiner Geburtsstadt. Vor dem Krieg arbeitete er als Publizist und Dozent. Nach dem Krieg war er Programmdirektor beim Österreichischen Rundfunk, wo er für die Literaturvermittlung große Verdienste erwarb. Zugleich war er als Herausgeber einer Literaturzeitschrift und als Übersetzer tätig.

 

 

 

 

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Schreker-Bures, Haidy

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Schreker, Franz

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Schreyer, Isaac

(1890, Wischnitz – 1948, New York)

 

Über Isaac Schreyer

Geboren 1890 in Wischnitz/Bukowina; gestorben 1948 im New Yorker Exil. Lyriker und Übersetzer aus dem Jiddischen und Hebräischen. Lebte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, bis er 1939 zuerst nach Großbritannien und dann in die USA emigrieren konnte. Veröffentlichte seine Gedichte in literarischen Zeitschriften. Erst nach seinem Tod wurden sie in Buchform veröffentlicht.

 

 

 

 

 

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Schüllner, Theresia

 

 

 

 

 

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Schulte, Susanne

 

 

 

 

 

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Schultze, Bernard

(1915, Schneidemühl – 2005, Köln)

 

Über Bernard Schultze

Bernard Schultze wurde 1915 in Schneidemühl, Westpreußen geboren. 1934 bis 1939 studierte er an der Hochschule für Kunsterziehung (Berlin) und an der Kunstakademie Düsseldorf. 1939 bis 1945 war er Soldat. 1944 wurden alle bis dahin entstandenen Arbeiten durch einen Bombenangriff vernichtet. 1947 zieht er nach Frankfurt am Main. Erste informelle Bilder entstehen 1951. 1952 war dann die legendäre «Quadriga»-Ausstellung in Frankfurt mit K. O. Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz. 1955 heiratete er die Künstlerin Ursula Bluhm. 1958 zeigt die Galerie Daniel Cordier in Paris eine Einzelausstellung. 1961 entstehen erste «Migof»-Arbeiten und Zungen-Collagen. 1967 und 1969 erhält er die Kunstpreise der Städte Darmstadt und Köln. Seit 1968 lebt er in Köln. 1981 wird er Titularprofessor des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Kunstpreise und große Ausstellungen krönen seinen Lebensweg. Schultze stirbt 2005 in Köln.

 

 

 

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Schuster, Paul

(1930, Hermannstadt – 2004, Berlin)

 

Über Paul Schuster

Paul Schuster, geboren 1930 in Hermannstadt / Siebenbürgen (rumänisch: Sibiu / Transsilvania); mit 19 «erste Emigration» nach Bukarest.

Als Sprecher der deutschen Minderheit und Redakteur der in Bukarest erscheinenden deutschsprachigen Zeitschrift «Neue Literatur» hat der Autor sich erfolgreich für die Förderung der deutschsprachigen Schriftsteller Rumäniens eingesetzt. Neben seiner Tätigkeit als Kritiker, Lektor und Übersetzer leitete er seit seiner «zweiten Emigration» (1972 aus Bukarest nach Berlin) Schreibwerkstätten in Akademien, Volkshochschulen und Gefängnissen. Paul Schuster verstarb am 5. Mai 2004 in Berlin.

 

 

 

 

 

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Schwedhelm, Karl

(1915, Berlin – 1988, Braunsbach-Steinkirchen)

 

Über Karl Schwedhelm

 

Karl Schwedhelm, 1915 in Berlin geboren, studierte neuere deutsche Literaturgeschichte. Im Krieg war er Soldat. Seit 1947 Lektor beim Süddeutschen Rundfunk, dessen Literaturabteilung er 1955 übernahm und bis 1978 leitete. Schwedhelm war seit 1973 Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Er veröffentlichte 1955 seinen einzigen Gedichtband «Fährte der Fische». Daneben war er als Herausgeber, Übersetzer und Essayist tätig. Schwedhelm starb 1988.

 

 

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Sella, Dorothea

(1919, Czernowitz – 2010, Jerusalem)

 

Über Dorothea Sella

Dorothea Sella, als Dorothea Sperber 1919 in Czernowitz (Bukowina) geboren, wo sie erst unter rumänischer und dann unter sowjetischer Herrschaft Philosophie, Philologie und Literaturgeschichte studierte.
Sie setzte ihr Studium während des deutsch-russischen Krieges (1941–1945) in Rußland (Stawropol) und in Grusien (Tbilissi) fort und promovierte 1947 an der Universität Bukarest (Rumänien).
1964 wanderte sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Israel ein und lebte seitdem in Jerusalem. Sie starb 2010.

 

 

 

 

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Shchyhlevska, Natalia

 

 

 

 

 

 

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Shmueli, Ilana

(1924, Czernowitz – 2011, Jerusalem)

 

Über Ilana Shmueli

 

Ilana Shmueli, 1924 in Czernowitz geboren, seit 1944 in Israel, arbeitete über lange Jahre als Sozialpädagogin in Tel Aviv. Sie starb im November 2011 in Jerusalem. Im Suhrkamp Verlag liegt ihr Briefwechsel mit Paul Celan vor, im Rimbaud Verlag sind ihre Gedichte «Zwischen dem Jetzt und dem Jetzt», ihre Erinnerungen «Ein Kind aus guter Familie» und «Zeitläufe – ein Brief» erschienen.

Zuletzt erhielt sie 2009 den Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil.

 

 

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Siblewski, Klaus

 

 

 

 

 

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Silbermann, Edith

(1921, Czernowitz – 2008, Düsseldorf)

 

Über Edith Silbermann

Edith Silbermann, geboren 1921 in Czernowitz/Bukowina, starb 2008 in Düsseldorf. Sie war eine der bekanntesten Übersetzerinnen rumänischer Literatur ins Deutsche, sie hat Geo Bogza, Tudor Arghezi, aber vor allem Mircea Eliade übertragen. Zeitweilig war sie Schauspielerin und Sängerin am Jüdischen Theater in Bukarest. Seit ihrer Kindheit war sie mit Paul Celan befreundet. Der Band «Begegnung mit Paul Celan» ist im Rimbaud Verlag erschienen.

 

 

 

 

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Stöhrer, Jörg

 

 

 

 

 

 

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Stölzel, Thomas

 

Über Thomas Stölzel

Thomas Stölzel, tätig als Autor und Herausgeber. Lebt in Berlin.
Jüngste Buchveröffentlichungen: Ich grase meine Gehirnwiese ab (2011); Staunen, Humor, Mut und Skepsis (2012); Fragen – Lösen – Fragen (2013); Die Welt erkunden (2015); Zur Sprache gebracht (2018). Er hat gemeinsam mit Simone Stölzel mehrere Bücher von und über E.M. Cioran und W. Somerset Maugham herausgegeben.

 

 

 

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Straube, Ingrid

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Strauß, Ludwig

(1892, Aachen – 1953, Jerusalem)

 

Über Ludwig Strauß

Der deutsch-jüdische Literaturwissenschaftler Ludwig Strauß  lehrte bis 1934 an der RWTH Aachen. Er emigrierte 1935 nach Palästina.

 

 

 

 

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Stürmer, Rolf

 

Über Rolf Stürmer

Rolf Stürmer, geboren 1955 in Lehrte bei Hannover, lebt seit 1981 als Buchhändler und Übersetzer in Paris.

 

 

 

 

 

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Tanzer, Francisco

(1921, Wien – 2003, Düsseldorf)

 

Über Francisco Tanzer:

Zu seinen Werken gehören unter anderem der Roman «Die Befreiung», der Sammelband «Stimmen» mit Erzählungen und Gedichten. Das Theaterstück «Das Ehepaar» wurde unter dem Titel «Die wiedergefundene Zeit» wiederholt im Fernsehen gesendet. Viele seiner Gedichte wurden von Komponisten zeitgenössischer Musik vertont. Die Texte in diesem Band stammen aus «Stimmen. Tagebuch, Novellen, Gedichte», erschienen im Hermansen Verlag Köln 1979. Francisco Tanzer starb am 25. Oktober 2003.

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Teissl, Christian

(1979, Graz)

 

Über Christian Teissl

Christian Teissl, geboren 1979, lebt in Graz und Kitzeck/Österreich. Studium der Germanistik und Philosophie, arbeitet an einer literaturwissenschaftlichen Dissertation und als Verlagslektor. Veröffentlichte bislang Lyrik, Prosa und literaturkritische Essays in zahlreichen Zeitschriften, Anthologien, in Zeitungen und im Rundfunk. Bücher: «Entwurf einer Landschaft» (Graz, 2001); «Wege ins Ungereimte. Zur Lyrik Michael Guttenbrunners» (Aachen, 2005).

 

 

 

 

 

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Tobias, Herbert

(1924, Dessau – 1982, Hamburg)

 

Über Herbert Tobias

Als 18-jähriger muß Herbert Tobias in den Krieg, desertiert gegen Kriegsende, gerät jedoch in amerikanische Gefangenschaft. 1947 geht er in eine Schauspielschule nach Siegburg. Er führt Regie-Assistenz, macht Bühnenbilder und Kostümentwürfe bei der Niedersachsen-Bühne, einem Tournee-Theater. In Heidelberg lernt er den Amerikaner Dick kennen, mit dem er später nach Paris geht. Tobias beginnt zu fotografieren. 1953/54 Verhaftung und Abschiebung nach Deutschland, er geht nach Berlin und wird Star-Fotograf der Mode-Szene. 1969 bricht er mit dem Estabishment und geht nach Hamburg. Es entstehen Männer-Bilder und der Kunsthandel entdeckt ihn.

 

 

 

 

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Trakl, Georg

 

 

 

 

 

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U Tam’si, Tchicaya

(1931–1988)

 

Über Tchicaya U Tam’si

Tchicaya U Tam’si ist der Dichter, der «uns aufrührt», «ein Mann des Traums und der Leidenschaft» (hatte Senghor im Vorwort zu «Epitomé» geschrieben).
«Er ist für Schwarzafrika, was Pablo Neruda für Lateinamerika ist … der Vater unseres Traums» (Sony Labou Tansi); kompromißlos, auffällig in seiner Erscheinung, mit einer holprigen, ungeglätteten Stimme.
In seiner Dichtung «röchelt, lacht, murrt und wettert er» (J. Rancourt). Seine Literatur ist eine, die die Zirkulation des Blutes und die Seele in Erregung vorführt (Obenga) – «le nouveau barbare», wie man ihn verschiedentlich voller Hochachtung genannt hat.

 

 

 

 

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Uhlig, Max

(1931, Dresden)

 

Über Max Uhlig:

1951 dreijährige Lehrzeit als Schrift- und Schildermaler, Studium 1955–60 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer. Von 1961–63 Meisterschüler von Hans Theo Richter an der Deutschen Akademie der Künste, Berlin. 1964 Beginn seiner freischaffenden Tätigkeit, seit 1995 Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Auszeichnungen:
1979 Preis der VI. British-International Printbiennale, Bradford
1987 Käthe-Kollwitz-Preis
1991 2. Preis der 21. Internationalen Biennale, São Paulo
1992 Goldmedaille der 10. Norsk International Printtriennale, Frederikstad
1998 Verdienstorden des Freistaates Sachsen
1998 Hans-Theo-Richter-Preis der Sächs. Akademie der Künste
Zahlreiche Arbeiten in Museen und öffentlichem Besitz in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Polen, der Schweiz, Ungarn und den USA.

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Vallejo, César

(1892, Santiago de Chuco – 1938, Paris)

 

Über César Vallejo

César Vallejos Werk stellt den radikalsten Bruch mit der lyrischen Tradition in der ersten Hälfte des Jahrhunderts in der spanischen Sprache dar und beeinflußte maßgeblich die Entwicklung der Literatur.

«Wenn es in der spanischen Sprache einen Dichter gibt, dem Geschichte Wahl und Schicksal gleichzeitig war, eine Leidenschaft, an der man teilhat und die man weitergibt, so war César Vallejo dieser Dichter. Der Peruaner richtet nicht; ebenso wie Whitman nimmt er teil, allerdings umgekehrt: er ist nicht Kläger, sondern Opfer.»

Octavio Paz

 

 

 

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Verlaine, Paul

(1844, Metz – 1896, Paris)

 

 

 

 

 

 

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Villaurrutia, Xavier

(1903, Mexiko-Stadt – 1950)

 

Über Xavier Villaurrutia

Xavier Villaurrutia wurde in Mexiko-Stadt am 27. März 1903 in einer bürgerlichen Familie geboren, die eine besondere Neigung zur französischen Kultur pflegte, eine Vorliebe, die seine Erziehung, seine literarischen Interessen und sein eigenes Werk prägte. Villaurrutia gehört zur Dichtergruppe der «Contemporáneos». Er starb am 25. Dezember 1950.
Octavio Paz erkannte, daß Villaurrutia bereits in seinen Jugendgedichten ein feines Gespür für den Rhythmus der Sprache zeigte, ebenso wie sein Talent, Bilder zu schaffen, die zerbrechlich feine Beziehungen zwischen den Sinneseindrücken des Auges und des Gehörs offenbaren. Das Interesse, das diesen Werken heute entgegengebracht wird, nährt sich also von der Neugier um die Anfänge eines späteren Meisters. So ist bereits in den Jugendwerken die Suche nach ausgefallenen Bildern und Metaphern erkennbar.
Villaurrutias lyrisches Werk wird hier erstmalig in deutscher Sprache vorgelegt.

 

 

 

 

 

 

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von Rezzori, Gregor

(1913, Czernowitz – 1998, Donnini)

 

Über Gregor von Rezzori

Gregor von Rezzori wurde am 13. Mai 1914 in Czernowitz geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der Bukowina und zeitweilig in einem österreichischen Internat. 1934 studierte er in Wien Malerei und debütierte während des Krieges mit unterhaltsamer Prosa.

Gregor von Rezzoris Bücher sind in der Regel im besten Sinne unterhaltsam, geprägt von Witz, Ironie und scharfer Beobachtungsgabe. Daher war er auch als Autor im Rundfunk und bei Illustrierten erfolgreich. Seit 1960 lebte er in Donnini (bei Florenz), wo er am 24. April 1998 starb. «Ich kann mich hinbegeben, wo ich will», hat der Autor einmal geäußert, «Czernowitz holt mich ein.»

 

 

 

 

 

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Weidmann, Gerhard

(1937, Nürnberg)

 

Über Gerhard Weidmann

Gerhard Weidmann, 1937 in Nürnberg geboren, in Hamburg aufgewachsen, absolvierte an der Hamburger Universität ein Pädagogik- und Anglistikstudium und war danach als Berufsschullehrer tätig sowie als Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. Seit 1974 lebt er in Bonn. Der Autor der deutschen Gedichtübertragungen spricht ein idiomatisches Englisch, das er seine zweite Muttersprache nennt. Bei häufigen Urlaubsreisen – mit Vorliebe nach London, durch die südwestenglischen Grafschaften und in die Region der schottischen ‹Highlands and Islands› – erlaubte ihm diese zweite Muttersprache in zahlreichen Begegnungen tiefe Einblicke in die Psyche der Gastgeber.

 

 

 

 

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Weiermair, Peter

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Weißglas, Immanuel

(1920, Czernowitz – 1979, Bukarest)

 

Über Immanuel Weißglas

Immanuel Weißglas, geboren 1920 in Czernowitz, starb 1979 in Bukarest.

 

 

 

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Weiteder-Varga, Julia

(1943, Budapest – 2014)

 

Über Julia Weiteder-Varga

Julia Weiteder-Varga, 1943 in Budapest (Ungarn) geboren, macht nach dem Abitur eine Ausbildung als Grafikerin und später Ausstellungsmacherin. 1980 übersiedelt sie nach Deutschland. Später lebt sie in Herzogenrath bei Aachen, dann in Bedburg-Grottenherten. Seit 1986 schreibt sie auch in deutscher Sprache. Ihr erster Gedichtband «Statt Wortcontainer» erschien 1991. Julia Weiteder-Varga stirbt Silvester 2014.

 

 

 

 

 

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Weßlowski, Hans

(1954, Gößlitz)

 

Über Hans Weßslowski

Hans Weßlowski, geboren 1954 in Gößlitz, lebt in Hagen. Sein erster Gedichtband «Ausgesprochenes Dunkel» erschien 1996. Seine Gedichte sind voll dunkler beunruhigender Bilder, deren Stimmungsgehalt an Trakl erinnert. Es ist eine sprachlich präzise Lyrik, die in seelische Grenzbereiche vorstößt.

 

 

 

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Whitman, Walt

(1819, New York – 1892, New Jersey)

 

Über Walt Whitman

Walt Whitman, geb. 1819 im Staat New York, gestorben 1892 im Staat New Jersey, begründete die moderne amerikanische Dichtung. Der Dichter erweiterte ständig sein Lebenswerk, den Gedichtband Leaves of Grass. Dieses Werk vergrößerte sich von Auflage zu Auflage und kontrastiert die Zeit der amerikanischen Industrialisierung und Kommerzialisierung.

 

 

 

 

 

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Winkler, Manfred

(1922, Putilla – 2014, Jerusalem)

 

Über Manfred Winkler

Manfred Winkler, geboren 1922 in der Bukowina, lebte als Schriftsteller und Bildhauer in Jerusalem. Er starb 2014.

 

 

 

 

 

 

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Wittner, Victor

(1896, Hertza- 1949, Wien)

 

Über Victor Wittner

Victor Wittner wird 1896 in Herţa/Hertza (Rumänien, heute Gertsa in der Ukraine) in eine stark assimilierte jüdische Familie geboren, die bald danach nach Suceava in der Südbukowina, eine Stadt mit hohem jüdischen Anteil, übersiedelt. Dort besucht er das Gymnasium, ehe er 1914 nach Wien geht, um ein Medizinstudium zu beginnen. Ab 1918 lebt er als freischaffender Kulturjournalist in Wien. 1928 geht er nach Berlin und arbeitet im Ullstein-Verlag als Redakteur. 1933 muss er Deutschland verlassen und lebt wieder einige Jahre in Wien, nach dem «Anschluss» flieht er in die Schweiz. Er stirbt 1949 in Wien.

 

 

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Wohl, Kubi

(1911, Zibau – 1935, Czernowitz)

 

Über Kubi Wohl

Kubi Wohl, geboren 1911 in dem kleinen Ort Zibau am Rande der Ostkarpaten, starb bereits 1935. Sein literarischer Nachlass ist ein schmales Œuvre. Vieles ging während des Krieges vorloren oder ist verschollen. Seine Gedichte stießen beim Bürgertum auf Ablehnung, bei den Massen des Proletariats auf großen Beifall. 1980 erschien in Haifa (Israel) ein zweisprachiger (deutsch/jiddisch) Band, wofür Alfred Kittner das Vorwort schrieb.

 

 

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Wojaczek, Rafał

(1945, Mikołów – 1971 Breslau)

 

Über Rafał Wojaczek

1945 wurde ich geboren. Ich besuchte Schulen, wuchs heran in Bibliotheken, auf Bahnhöfen, in fremden und weniger fremden Häusern, in Kneipen und Spelunken und noch an anderen Orten. Ich fuhr auf Flüssen, segelte auf Seen und sogar auf dem großen Meer, ich nahm teil am Abenteuer – «Die Welt stand mir offen, leider.» Manches Mal bin ich gestorben, und dann rief ich von der anderen Seite des Lebens herüber: «Kuckuck.» Reicht das?

P.S. Ich kann auch anders.

 

Rafał Wojaczek (1945–1971) war eine schillernde, skandalumwitterte Persönlichkeit: Alkoholiker, Rebell, «Breslauer Rimbaud», Bohèmien und Streuner, «Clochard an den schmutzigen Kanälen der Oder» und Selbstmörder.
Unabhängig von den Masken, die er trug und den Rollen, die er spielte, fühlte sich Wojaczek schon früh als Künstler.

 

[…]
In unterschiedlichen Masken lässt Wojaczek sein Ich über Müllplätze und durch schmutzigen Schnee stapfen, immer auf der Suche nach einem «Ruhepol» für das «verrückte Herz».
[…]

Nico Bleutge
Stuttgarter Zeitung
6. April 2018
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Wühr, Paul

(1927, Deutschland – 2016, Italien)

 

Über Paul Wühr

Paul Wühr, geboren 1927, lebte in München und Passignano, Italien, wo er 2016 starb.

Von ihm erschien u.a.: «Gegenmünchen» (Roman, 1970), «So spricht unsereiner» (Hörspiel, 1973),«Grüß Gott ihr Mütter ihr Väterihr Töchter ihr Söhne» (Gedichte, 1979),«Rede» (Ein Gedicht, 1979),«Das falsche Buch» (Roman, 1983),«Der faule Strick» (Tagebuch, 1987),«Grüß Gott. Rede» (Gedichte, 1990),«Luftstreiche. Ein Buch der Fragen» (1994),«Salve res publica poetica» (Gedichte, 1997),«Venus im Pudel» (Gedichte, 2000).

 

 

 

 

 

 

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Wyss, Dieter

 

 

 

 

 

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Zeemann, Dorothea

(1909, Wien – 1993, Wien)

 

 

 

 

 

 

 

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Zimmermann, Hans Dieter

(1940, Bad Kreuznach)

 

Über Hans Dieter Zimmermann

Hans Dieter Zimmermann, geboren 1940 in Bad Kreuznach, Studium in Mainz und Berlin. 1969 bis 1975 Sekretär der Abteilung Literatur der Akademie der Künste Berlin/West. 1975 bis 1987 Professor für neuere deutsche Literatur an der J. W. Goethe-Universität Frankfurt, von 1987 bis 2008 an der Technischen Universität Berlin. Zahlreiche Publikationen, u.a. Kleist. Eine Biographie, 1992; Kafka für Fortgeschrittene, 2004; Philosophie und Fastnacht. Martin und Fritz Heidegger, 2005.

 

 

 

 

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Zins, Jaffa

(1928, Kuty)

 

Über Jaffa Zins

Jaffa Zins, geboren als Scheindele Schechter 1928 in Kitov (Polen, vor 1918 Galizien), floh 1941 vor den vordringenden Nazi-Truppen mit dem Vater und der Schwester ins Innere der Sowjetunion. Die Mutter wurde mit den zwei kleinen Brüdern im Keller ihres Hauses bei der deutschen «Aktion» gegen die Juden von Kitov im April 1942 verbrannt.

Jaffa Zins emigrierte nach Kriegsende über die Tschechoslowakei, Österreich, Italien nach Israel. Sie heiratete und hat zwei Söhne: Moshe und Chaim. Sie hält Vorträge über die Shoah und Poetik-Vorlesungen an Schulen und Colleges. «Als Überlebende des Holocaust», schreibt sie, «wurde ich Zeugin dessen, was der Mensch dem Menschen antun kann. Das spiegelt sich in meinen Gedichten wider. Meine Gedichte helfen mir, das ‹andere Licht› im dunklen Tunnel der Schöpfung zu finden.»

 

 

 

 

 

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